21. Ein Weilchen auf ein Mondgesicht Mit Seelenruhe blicken, Ist besser als sich lebenslang Mit Königskronen schmücken. Ich eifre mit dem eig'nen Aug', Bei Gott! ob deiner Wange, Dass ja kein Blick dies Huldgesicht Zu schau'n sich unterfange. Mein Herz entwich, nicht weiss ich wo Mein Fremdling hingekommen: Mein Leben schwand, und nirgendher Hab' Kunde ich vernommen. Schon sterbe ich, und hab' an dir Mich noch nicht satt gesehen; Kein and'rer Wunsch erübrigt mir, Nur ihn will ich erflehen. Zerstreu' nicht jener Peri Haar, Du Ostwind! Tausend Leben Will für ein Härchen nur von dir Hafis zum Opfer geben.