8. Du, der Liebende zu trennen Nur gerecht und billig nennt, Und der Jene die ihn lieben Grausam von sich selber trennt! Komm mit einem süssen Trunke Her zum durst'gen Wüstensohn, Wenn du auf dem Pfad der Liebe Hoffnung nähr'st auf Gottes Lohn! Dass du mir das Herz entwendet Will ich, Seele, dir verzeih'n: Aber lass es mit mehr Güte Als mich selbst behandelt sein. Fremde Trinkgenossen leeren Den gefüllten Becher mir: Doch ich will es gern ertragen, Scheint es nur erst billig dir. Mücke! Ein Sĭmūrgh schickt nimmer Sich zum Tummelplatz für dich: Du verlierst dabei die Ehre, Und belästigest auch mich; Wegen deiner eig'nen Mängel Schloss man dieses Thor dir zu: Über wen hast du zu klagen, Und worüber jammerst du? O Hafis, man spricht von Kaisern Würden nur für Dienste an: Doch was hoffest du auf Gnaden Eh' du etwas noch gethan?