Uber Gottes Ersetz- und Ergötzen Mein Gott! wer wolt sich dir nit ganz und gar ergeben / weil deine Gütigkeit sich ganz und gar uns giebt / und / nicht nur wann sie labt / wann sie betrübt auch liebt; ja im erniedern selbst / sie pfleget zuerheben / ein wenig kränkt / auf daß sie wider neu beleben und frisch besafften kan / die sennen ruckwerts schiebt damit sie schneller schnellt / das Glas ein wenig trübt / auf daß die Herzen Perl / Gebet und Glaub / obschweben. Du süßer Wunderbar / und wunderbare süße die aus der Galle kommt / Verkehrung der Natur wo Zucker wird zu Gall / und sie verbittert nur! Hie aus dem bittern Creutz durchsüste Gnaden-Flüße! O Himmlisch Gnaden Meer / machs wie du wilt mit mir: Nur gibe daß ich werd' umfloßen stets von dir!