SIEDLERGANG So hat ihn nicht ein strahlenpfeil betrogen: Die mit der geissel eng aus eis geflochten Von jedem pfad zu bannen ihn vermochten Die winde lau nun um die stirn ihm bogen. »Du klause manche stunden sei gemieden. In deinen schachten lohnest du mich nimmer Wie blau und rot auf weisser saat ein schimmer. O wie mein sinn entschläft in ihrem frieden« Ihn wirren leis die bunten sonnenmale · Den hellen bäumen folgt er ohne wende Und ohne wissen um ein strenges ende. Da stand er wieder in dem alten tale. »Da tanzen sie mit grellen purpurschleifen. Ein fuss im rain! und schwer ist nur das wählen · Den kalten zunder brachten sie zum schwälen · Ich hasse sie und brenne sie zu greifen. Was aber schau ich nach des hügels kimme! Der treppenbogen mit den lichtgestalten Die edlen schrittes nicht im wege halten. Vor ihrer keine dränge meine stimme. Ich formte früher (emsig lief die rache) Nach meinem hange wuchs und aug und lippe · Im hohne rief ich unter froher sippe: Ist alle schöne so gering? ich lache. Nun gehrt mein gram nach jeder bleichen miene · Um eine braue steh ich nun geblendet · Um eine wimper ist mein geist gewendet · Um einen arm im schmuck der turmaline« Wie wird er heut des leides ort verlassen Sobald die ätherblumen sich betauen? Verschlungen in den tanz der roten frauen Mit unbedacht in lautem jubel prassen? Will er noch einmal missend ihre gabe Zurück wovon er sich am tage trennte: Ins leben seiner treuen pergamente Bis auf dem stillen lager traum ihn labe?