DIE FOLGEN Bitter ist der rausch der freude Bitter der geschmack der lust. Auf des schlosses hohen zinnen Lag der prinz in tiefem sinnen · Vor dem blauen reinen himmel Mit der sterne gold besät Schien er seinen blick zu senken Und an seine schuld zu denken. Unablässig quält und drückt ihn Das bewusstsein seiner schuld Und nachdem die frucht genossen Wurde alles ihm erschlossen Was vor kurzem ihm gewesen Dunkel noch zu seinem glück Und es trat jezt klar zu tage Wurde ihm zu qual und plage. – Hier bin ich · erklärt der büsser Und der Veden heilig wort · Um das rechte zu vollbringen Um das ewige zu erringen. Nichtig ist der menschen streben Tödlich ist ihr ganzes sein Eines nur ist kluges handeln: Arm und fromm vor Gott zu wandeln. – Ja und ich muss mich entschliessen Wenn ich rettung finden soll Weg zu ziehn aus diesen räumen Diesem boden ohne säumen. Ruhelos den prinzen jagen Durch des hauses weite räume Seines herzens heftig streiten Neuer fehler neue leiden. Ach wo bleiben deine lehren Teurer meister fromm und klug Ach wo bleiben heilige schwüre? Wenn er alles jezt erführe!.. Und es merkt der alte vater Jene wandlung voller gram Wie des sohnes wangen blichen · Glück und friede von ihm wichen. Erst sah er mit tiefem schweigen · Dann beschloss er eines tags Ganz allein zu thrones stufen Den geliebten sohn zu rufen. – Lange hab ich schon gesehen Ist mein aug auch trüb und matt Wie die ruhe dir geschieden Wie du rastlos unzufrieden Durch des hauses räume irrest Wie du traurig immer sinnst · Bietet sich dir zum genusse Alles nicht im überflusse? Wird nicht alles was du wünschest Eilig und genau erfüllt? – Was soll ihm der prinz erwidern? So kann er sich nicht erniedern Seinem vater und gebieter Seine fehle zu gestehn. Und nicht durfte er es wagen Seinen plan ihm vorzutragen. Stumm senkt er den blick zur erde Und der Rajah sprach darauf: Nun so muss ich schliesslich wähnen Dass von überstolzen plänen Deine sinne sind gefangen · Dass ich dir das diadem Lang genug und zu lang trage Nicht für dich dem thron entsage. Ist es so: so gib nur wieder Dich zufrieden · guter sohn! Denn des alten vaters glieder Legt man bald zur grube nieder. – Also sprach der Rajah traurig Und mit einem leisen schrei Stürzt der prinz zu vaters füssen. Jäh und bitter war das büssen.