Schwaneck Ferne blaut die Alpenkette, Die im Sonnendufte ruht; Drunten tief auf kies'gem Bette Zwischen Wäldern braust die Flut. Und hinaus zu jenen Gipfeln Und zum wilden Fluß ins Tal Blickt die Burg aus roten Wipfeln Im gedämpften Morgenstrahl. Dankbar preise seine Sterne, Wer dort oben Tag für Tag Holdverschwistert Näh' und Ferne Sinnend überschauen mag, Wo die heitre Ruh' der Gletscher Sein Gemüt ins Ew'ge neigt, Wo des Stromes Schaumgeplätscher Ihm ein Bild des Lebens zeigt. Dort, wenn einst verstummt mein Psalter, Vom Gewühl des Tages weit Möcht' ich sonnen mich im Alter In verschwiegner Einsamkeit Und vom Glück, das ich besessen, Noch gelabt im Widerschein Ohne Harm die Welt vergessen Und von ihr vergessen sein.