Marienlied Wenn ins Land die Wetter hängen Und der Mensch erschrocken steht, Wendet, wie mit Glockenklängen Die Gewitter dein Gebet, Und wo aus den grauen Wogen Weinend auftaucht das Gefild, Segnest du's vom Regenbogen – Mutter, ach wie bist du mild! Wenn's einst dunkelt auf den Gipfeln Und der kühle Abend sacht Niederrauschet in den Wipfeln: O Maria, heil'ge Nacht! Laß mich nimmer wie die andern, Decke zu der letzten Ruh Mütterlich den müden Wandrer Mit dem Sternenmantel zu.