Am Teich Ich kenne dich, du schwarzer Teich, Genau weiß ich den Tag, Als eine Todte still und bleich An deinem Rande lag; Und als der Pöbel scheu und stumm Sich langsam nahte dir Und abergläubig, feig und dumm Bekreuzte sich vor ihr; Als eine Hand den schönen Leib Mit Haken an sich riß – Der rohe Hauf' das todte Weib Ein gottverdammtes hieß. – Das starre Antlitz hold und bleich, Schaut' ich so manche Nacht, In schwarzen Stunden, schwarzer Teich, Hab' oft ich dein gedacht.