Frühlingsmorgen Leuchtend brach der Strahl der Sonne, Aus den weißen Nebelfluthen, Als ich heut' am frühen Morgen Durch die thaubenetzte Wiese Kummervollen Herzens hinschlich; Und die morgenfrische Erde Streckte alle ihre Glieder, Blätter, Blüthen, Halme, Gräser – Alle durstend ihm entgegen. Ach, wenn also Deiner Liebe Seligsüßer Strahl doch endlich Segnend auf mich niederthaute, Jene Nebel hell durchbrechend, Die von allen Seiten trübe Meines Lebens Pfad umfließen – Wenn ich endlich, gleich der Erde, Die im Glanz der Sonne badet, In dem Glanze Deiner Liebe Meine Seele baden dürfte!