16/4654. An Nikolaus Meyer Mit vielem Dank für die interessanten Nachrichten Ihres Briefes schreibe ich heute nur weniges über die kleinen Speditionsangelegenheiten, so unter uns obwalten. Eine für Sie gepackte Kiste wartet auf einen Fuhrmann, sie enthält: 1 Packet mit Strumpfhosen von Egloffsteins. 2 – – in Wachstuch von Herrn Secret. Vulpius. 2 Packete dergl. in Papier. 1 Kistchen von Herrn Prof. Meyer. 2 Packete Bücher von mir. Aus nachgesetzter Rechnung werden Sie sehen wie wir zusammen stehen. Die 21Thlr. 20 Gr. sächs. habe ich an das Industrie Comptoir noch nicht bezahlt, es kann aber gleich geschehen, sobald Sie mich dazu autorisiren. Heute nichts weiter als viel Glück zu allen Ihren Unternehmungen. Weimar am 12. Mai 1803. Für Rechnung Herrn Doctor Meyers ausgezahlt. 1.An gewirkter Strumpfwaare60Thlr. 20Gr. – Pf. 2.An desgl. Auch für eine Observations- uhr 15 Thlr. 8 Gr. sächs16 " 14" 8" 3.Für ein Pfeifenbeschlag an Straube1 " 15" – " Für Masken an Klauer.6 " 12" – " Für Bärte an Lohmann.1 " 16" – " 4.Bücherlotterie 12 Thlr. sächs. 13 " – " – " Accouchements Modelle 21 Thlr. 20 Gr. sächs. 13 " 15" 8 " 123Thlr. 21Gr. 4 Pf. Nun bin ich nach beiliegender Rechnung an Dieselben 125 Thlr. 49 Grote gut Geld schuldig welches nach unserm Cours ohngefähr macht135Thlr. Davon abgezogen obenstehende123 " bliebe ich ohngefähr mit12Thlr. im Reste über welche gelegentlich zu disponiren bitte. So eben vernehme ich, daß Sie mit Goullon wegen ein paar Mandolinen im Handel stehen. Er hat mir die bessere auf mein Verlangen zugeschickt und verlangt für die bessere im Futteral 2 Carol. Die geringere will er schon weggeschenkt haben. Haben Sie also noch Lust zu der bessern, so will ich sie ihm abkaufen und dadurch unsere Rechnung saldiren, worüber mir gefällige Nachricht erbitte und nochmals wohl zu leben wünsche. Viel Grüße von den Meinigen. G.