[129] Der entflohene Amor

Ich trank, und Chloe trank mit mir,
Gleich war der Gott der Lieb auch hier:
Ach! seufzte Chloe, sieh! schon stört er unsre Freuden,
Hasch ihn, wir wollen ihm die Flügel gleich beschneiden.
Nein, sagt ich, da könnt er noch fliehn:
Die Flügel wachsen: laß uns ihn,
Den kleinen Bösewicht, eh er entflieht, ersticken!
Nicht wahr? so kann er uns doch weiter nicht berücken.
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Wir haschten: eh man sichs versah,
War er bald dort, bald wieder da:
Und als ich ihn einmal recht fest zu halten dachte,
Floh er in unser Herz; wir seufzten, und er lachte!

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