Jodocus Deodatus Hubertus Temme
Die Volkssagen der Altmark
Mit einem Anhange von Sagen aus den übrigen Marken und aus dem Magdeburgischen.

[3] Vorwort.

Die Altmark besteht gegenwärtig aus den vier Landräthlichen Kreisen Stendal, Gardelegen, Salzwedel und Osterburg; außerdem gehören einzelne Theile der Kreise Wolmirstedt und Neuhaldensleben dazu. Sie bildet einen Theil des Regierungsbezirks Magdeburg und der Provinz Sachsen. Sie war früher, bis zu ihrer Einverleibung mit dem ehemaligen Königreiche Westphalen, eine für sich selbst bestehende, abgeschlossene Provinz des Preußischen Staats, mit selbständiger Verfassung, mit einem eigenen Obergerichte, das in ihrer damaligen Hauptstadt Stendal seinen Sitz hatte, u.s.w.

Diese Selbstständigkeit hat manche Eigenthümlichkeit in Charakter, Sitten, Kleidung und Leben der Altmärker aufrecht erhalten, zu welcher vielleicht die Umstände, daß ein großer Theil der Altmark früher von den Wenden bewohnt war, daß unter Albrecht dem Bären ein eben so eigenthümliches Volk, die Niederländer, in die Mark, namentlich in die Wische, gegerufen wurden, so wie, daß die Altmark die langjährige Residenz nicht nur der Brandenburgischen Markgrafen, sondern selbst mehrerer Deutschen Kaiser war, [3] den ersten Grund gelegt haben mögen. Soviel ist gewiß, man erkennt einen Altmärker, besonders einen Altmärker vom Lande, leicht und auf den ersten Blick. Alle Generalisirung und Uniformirung der neueren Civilisation, alle politische Verschmelzung mit anderen Stämmen und Regierungen hat seine Besonderheiten, seinen specifischen Nationaltypus nicht zu verwischen vermocht. Ist er auch ein Preuße, ist er auch ein Märker, so ist er doch ein Altmärker, und von der Altmark geht der erste Ruhm und Glanz der Brandenburgischen Marken und des Preußischen Thrones aus.

Die Eigenthümlichkeit des Altmärkers findet sich wieder in seinen Sagen. Ist daher die Sammlung des Sagenschatzes eines Volkes, dieser nationalsten Volkspoesie, dieses Spiegels seiner ganzen Denk-und Gefühlsart, seiner Geschichte, seines Lebens, überhaupt etwas Interessantes, mag man sie als Gegenstand müßiger Unterhaltung, oder als Hülfsmittel zum Studium der Völker und ihrer Geschichte betrachten, so erschien mir eine Sammlung der Volkssagen der Altmark doppelt interessant. Sie muß ein bedeutsamer Beitrag zu einer Sagensammlung unseres gesammten deutschen Vaterlandes sein. Für die deutsche Sage geschieht in der neueren Zeit wieder viel. Das muß in Kurzem zu einem höchst interessanten Resultate führen. Ist sie nämlich aus allen Gauen Deutschlands gesammelt, so muß sie einen Blick in die Verschiedenheiten der Stämme und Gegenden, der Sitten, Gebräuche und Lebensweise, der Wirkungen der Verfassung, der politischen und religiösen Institutionen werfen, der für den beobachtenden Vaterlandsfreund von der entschiedensten Bedeutung ist. Die Sagen der Altmark werden dann nicht unbeachtet da stehen. Man wird ihren allgemeinen deutschen Ursprung und Charakter, man wird aber auch ihre besondere Bildung und Richtung anerkennen.

[4] Die Altmark ist flach und eben. Im Gebirge soll die Sage besser gedeihen, als in der Ebene. Bei der Altmark bewährt sich das nicht. Sie ist reich an Sagen, besonders auf dem Lande. Der gemüthliche und gemüthlich beschauende Charakter des Volkes, das zu langwierigen und mühsamen Anstrengungen des Geistes sich nicht hinneigt, hat hier an jeden Gegenstand seines Lebens und seiner Geschichte irgend eine übernatürliche, poetische Bedeutung geknüpft.

Der Reichthum des Altmärkischen Sagenschatzes ist nicht nach der vorliegenden Sammlung zu beurtheilen. Einmal verschwindet überall die Sage mehr aus dem Volke, je mehr sie in die Bücherwelt übergeht. Sodann lebt in der Altmark die Sage mehr auf dem Lande als in den Städten, und man muß bei der Verschlossenheit des Landvolks zu diesem schon in ganz besonderen und vertrauten Beziehungen stehen, um es mittheilsam für seine Sagen zu machen, die es gern für sich allein behält, so wie der Mensch über haupt das nicht gern weggiebt, was er, zumal in schöneren Stunden, selbst geschaffen hat, und was ihm eben darum um desto lieberes Eigenthum geworden ist. Hat doch das Volk die Sage aus sich heraus producirt; wer will es ihm verdenken, wenn es sie nur für sich behalten will. Ich habe zwei Jahre mitten in der Altmark gelebt, und ich habe mir während dieser ganzen Zeit sehr viele Mühe gegeben, Altmärkische Sagen zu sammeln; nur das hier Mitgetheilte ist meine ganze Ausbeute geworden. Von diesem ist mir das Wenigste unmittelbar aus dem Munde des Volks zugekommen. Das Meiste ist aus Chroniken geschöpft, deren die Altmark viele hat. Von den übrigen verdanke ich Vieles Männern, die eine Reihe von Jahren lang unmittelbar unter dem Volke gelebt haben, von denen ich hier dankbar des um das Volksleben der Altmark in vielfacher Hinsicht verdienten [5] Pfarrers Pohlmann in Grieben erwähne. Eine Wiederauflebung der Altmärkischen Sage steht durch den im Jahre 1830 zu Salzwedel gegründeten »Altmärkischen Verein für Geschichte und Industrie« bevor, der sich viele Mühe giebt, die Geheimnisse und Eigenthümlichkeiten des Volkslebens und Volkscharakters in allen seinen verschiedenen Richtungen zu erforschen und festzustellen. Durch die Güte des verdienstvollen Professors Danneil zu Salzwedel ist mir die Einsicht der Acten des Vereins gestattet, wofür ich hier öffentlich meinen Dank auszusprechen mich verpflichtet fühle.

Ueber meine Grundsätze bei der Auswahl der mitgetheilten Sagen kann ich hier nur Weniges sagen. Es sind dieselben, die den Landrath von Tettau und mich bei Herausgabe der »Volkssagen Ostpreußens, Litthauens und Westpreußens« (Berlin 1837) geleitet und die wir dort in der Einleitung niedergelegt haben. Ich darf mich im Ganzen darauf beziehen. So wie wir dort von der Ansicht ausgingen, nur solche Sagen aufzunehmen, die aus dem Volke hervorgegangen oder sein Eigenthum geworden, nicht aber demselben von außen her aufgedrängt und ihm immer fremd geblieben waren, so habe ich auch hier nur eben solche Sagen mitgetheilt, und bei denen, die ich aus Chroniken schöpfte, aus ihrer Quelle und Beschaffenheit sorgfältig erwogen, ob sie für ächte Volkspoesie oder aber für fremdartiges Machwerk zu halten seien. Dieß hat bei einiger Mühe und Aufmerksamkeit, bei Vergleichung der einzelnen Sage mit dem Gesammtcharakter der übrigen Sagen des Volkes und mit dem Leben und Charakter des letzteren, keine großen Schwierigkeiten. In derselben Weise, wie bei jener Sammlung, habe ich es mir auch hier zur strengsten Pflicht gemacht, die aufgenommenen Sagen nur gerade so wieder zu geben, wie sie im Munde des Volkes leben oder früher gelebt haben, ohne alle eigene Zuthat, ohne [6] alle Ausschmückung. Mag auch manche er mitgetheilten Sagen eben so sehr einer Pointe entbehren, als ihr durch eine geringe Nachhülfe eine bessere, eine poetischere Gestaltung und Vollendung zu geben gewesen wäre, ich habe solche Mittel auf das strengste verschmähen zu müssen geglaubt, den Hauptzweck meiner Arbeit festhaltend: nur die Schöpfungen und die Poesie des Volkes zu geben.

Aus demselben Grunde habe ich mich denn auch hier ganz der einfachen, prunklosen Darstellungsweise befleißigt, in der jene Preußischen Sagen vorgetragen sind, und die mir einer einfachen Volkssage allein angemessen zu sein scheint. Wo die Chronik nicht, was öfter ihr Fehler ist, zu weitläufig wurde, habe ich ihr meistentheils fast wörtlich nacherzählt. Wo ich nicht aus der Chronik schöpfte, und ich also mehr selbstbildend hinsichtlich der Form auftreten mußte, erschien mir die einfachste und kürzeste Erzählungsweise die beste. Ich halte es für keinen geringen Fehler in vielen der neuesten Sammlungen von Volkssagen, daß sie in einem überladenen, sentimentalen, modern-novellenartigen Style vorgetragen werden. Sie erhalten dadurch das unangenehme Ansehen formloser Gestalten. Sie sind nicht mehr eine Sage des Volks; sie sind noch weniger in den gebildeteren Kreisen als Eigenthum einheimisch. Dort stößt sie die Form zurück, hier die Materie, der Inhalt. Sie passen nirgends recht hin.

Bei der Anordnung habe ich zum großen Theil von der in den Preußischen Sagen beobachteten Form abweichen müssen. Dort wurde die Ordnung hauptsächlich mit durch die Rücksicht auf die Geschichte des Landes bedingt, so daß eine große Menge von Sagen, als einer bestimmten Geschichtsperiode angehörend und sich auf dieselbe beziehend, zusammengestellt werden mußten, und nur die übrigen nach der verschiedenen Oertlichkeit oder Verwandtschaft ihres Inhalts geordnet [7] werden konnten. Eine solche Rücksicht fällt hier fort, und ich habe es daher vorziehen zu müssen geglaubt, die Sagen hauptsächlich nach der Oertlichkeit, für jede Oertlichkeit sodann aber chronologisch zu ordnen. Hiervon habe ich nur zuweilen eine Ausnahme gemacht, namentlich dann, wenn der verwandte Inhalt mehrerer Sagen ihre unmittelbare Zusammenstellung zweckmäßiger erscheinen ließ.

Wie den Preußischen Sagen, so habe ich auch den Altmärkischen eine Sammlung von abergläubischen Gebräuchen und Meinungen in der Altmark angehängt. Zur Rechtfertigung kann ich mich gleichfalls auf das darüber in der Einleitung zu den Preußischen Sagen Gesagte beziehen. Diese Meinungen und Gebräuche sind so durch und durch Volkspoesie, und mit der Sagenpoesie verwandte Volkspoesie, sie erscheinen mir zudem von so entschiedenem Interesse, daß ich mir einbilde, derjenige, der ohne sie die Sagen eines Volkes liefert, giebt nur etwas Halbes, und läßt wenigstens gerade das Sinnigste und am meisten Charakteristische fort. Soviel über die Altmärkischen Sagen.

Ich habe ihnen einen Anhang von Sagen aus den übrigen Theilen der Brandenburgischen Marken und aus dem Magdeburgischen beigefügt. Hierzu hat mich folgende Rücksicht bewogen. Die Altmark ist sowohl von den ältesten Zeiten her mit den übrigen Marken, als aus neuerer Zeit mit dem Herzogthum Magdeburg auf das engste verbunden. Dadurch, so wie ferner durch gemeinsame Abstammung eines großen Theils des Bodens und der Gegend, hat sich nothwendig in mannigfacher Hinsicht eine Verwandtschaft und Aehnlichkeit in der Lebensweise und dem Charakter der Bewohner der einzelnen genannten Provinzen bilden müssen. Gleichwohl hat jede Provinz ihr Eigenthümliches behalten, besonders, wie schon oben erwähnt, die Altmark. Diese Eigenthümlichkeiten und[8] Verschiedenheiten, und diese Verwandtschaften und Aehnlichkeiten auch in den Sagen der einzelnen Gegenden wieder aufzusuchen, habe ich nun für nicht bedeutungslos gehalten, und die mitgetheilten Sagen werden in der That manche Vergleichungspunkte darbieten. –

Ich habe bisher den Apologeten meiner eigenen Arbeit gemacht. Ich verkenne darum aber nicht ihre Fehler. Darunter muß ich zunächst die Form, den Ton der einzelnen Sagen hervorheben. Ich fühle selbst, daß manche anders hätten erzählt werden müssen; aber wie es Einem oft geht, daß man Fehler einsieht, ohne sie verbessern zu können, so ging es mir auch hier: ich sah den unrechten Ton ein, aber ich konnte denrechten nicht treffen. Ich muß ferner selbst zugeben, daß einige der mitgetheilten Sagen einem etwas strengen Begriffe der Sage, namentlich dem in der Einleitung zu den Preußischen Sagen aufgestellten, nicht entsprechen möchten, z.B. die von dem letzten Pfarrer in Krumke, von dem Dorfe Buch u.e.a., da sie im Grunde nur Anekdoten sind. Aber es sind jedenfalls doch Anekdoten, die das Volk aufgenommen, auf seine Weise einmal verarbeitet und volksthümlich gemacht hat, und die es mit seinen übrigen Sagen sich gern erzählt. Ich habe deshalb geglaubt, sie ebenfalls unter diesen wenigstens dulden zu müssen.

Ganz besonders muß ich aber zum Dritten die Unvollständigkeit meiner Arbeit anerkennen. Dieser Fehler ist indeß freilich nicht der meinige. Ich habe mir gewiß Mühe genug gegeben, etwas Vollständiges zu liefern; wie es mir nicht gelingen konnte, habe ich oben zu zeigen versucht. Ich habe gleichwohl den gewählten Titel des Werkchens nehmen zu dürfen geglaubt. Denn wenn gleich derselbe eine vollständige Mittheilung der Altmärkischen Sagen anzudeuten scheint, so darf ich doch auch hinwiederum darauf aufmerksam machen, daß weder einer Seits die bekannten Sagen [9] der Altmark (Ausnahmen wird es immerhin geben) mitgetheilt sind, daß aber von der andern noch viele Mühe und Jahre erforderlich sein dürften, bevor es gelingen wird, die noch nicht bekannten aus den schwer zugänglichen Schachten der Volksverschlossenheit, in denen sie verborgen liegen, zu Tage zu fördern.

Ueber die Geschichtswerke und Chroniken, aus denen ich geschöpft habe, noch etwas zu sagen, dürfte hier nicht der Ort sein. Ich darf nur noch anführen, daß ich jedesmal, wo ich eine geschriebene Quelle hatte, diese angegeben habe. Diejenigen Sagen, bei denen keine solche Quelle angegeben ist, sind unmittelbar aus dem Munde des Volks, theils durch mich selbst gesammelt, theils durch Freunde und Bekannte, von denen ich den Pastor Pohlmann schon oben dankbar genannt habe.


Der Herausgeber. [10]

1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark
1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[1] I. Sagen der Altmark.

[1]

[2] 1. Das Haus des Kaisers zu Stendal.

Die Stadt Stendal, welche früher die Hauptstadt der Altmark war, ist erbauet von dem Kaiser Heinrich dem Finkler oder Vogelfänger, welcher sie zum Schutze gegen die heidnischen Wenden anlegte. Der Name kommt davon her, daß sie in einem steinigen Thale, Steinthal, liegt. Der genannte Kaiser hat sich in der von ihm erbauten Stadt viel aufgehalten, und zum öfteren darin residirt. Seine Wohnung hat er alsdann gehabt in einem Hause, welches noch jetzt gezeigt wird, obgleich es nun ganz anders gebauet ist. Es steht an der Ecke der Jacobi-Kirche, nach dem sogenannten alten Dorfe hin, dem ältesten Theile der Stadt. Es ist zum ewigen Wahrzeichen, daß der Kaiser Heinrich darin gewohnt, kenntlich daran, daß oben in seiner Giebelwand nach der Jacobi-Kirche hin ein pechschwarzer Mohrenkopf eingemauert ist.


Sammlung zu einer Chronik von Stendal. I. S. 4. u. mündlich.

2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

2. Erbauung des Doms zu Stendal.

Der Dom zu Stendal gehört zu den schönsten alten Kirchen in der Mark Brandenburg, die reich an herrlichen Baudenkmälern der Vergangenheit ist. Er soll gestiftet sein von dem Grafen Heinrich von Gardelegen, oder, wie Andere wollen, dem Grafen Heinrich von Osterburg. Der Stifter, sei es nun Einer von diesen beiden Grafen, welcher [3] es wolle, war von seiner frühen Jugend an ein gar arger Sünder gewesen, weshalb ihn zuletzt der Erzbischof von Magdeburg in den Bann gethan hatte. Ueber solches spottete der Graf aber, und er ging in seinem gottlosen Frevelmuthe so weit, daß er höhnend sagte, er wolle doch einmal sehen, ob es wahr sei, was die Leute sagen, daß selbst die Hunde nichts annehmen von Einem, der im Bann sich befinde. Er ließ also seine Hunde alle zusammenkommen und warf ihnen Brod vor. Allein keiner von den Hunden wollte auch nur ein einziges Stücklein aufnehmen. Da ging der Graf in sich, und er erkannte seine vielen und großen Sünden, und stiftete, um sie zu büßenden Dom zu Stendal. Dieß war im Jahre 1188. Darauf that ihn der Erzbischof aus dem Bann.


Ueber die Altmark. I. S. 185 Sammlung zu einer Chronik von Stendal. I. S. 7.

3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

3. Die Rolandssäulen.

In den Städten und selbst in einzelnen Flecken der Mark Brandenburg trifft man häufig große steinerne Säulen eines geharnischten Mannes an. Sie stehen in der Mitte des Orts, in den Städten auf dem Markte in der Nähe des Rathhauses. Sie heißen Rolandssäulen. Die gemeine Meinung des Volks ist, daß sie den Ritter Roland, den großen Vetter des großen Kaisers Carl, vorstellen, der ein Schirmer und Beschützer der Gerechtigkeit gewesen sei. Die Gelehrten nehmen an, daß das Wort eigentlich Rugelandssäulen, Rüge, Gerichtsstand bedeutend, heißen solle. So viel ist ausgemacht, daß sie das Recht der eigenen Gerichtsbarkeit eines Ortes anzeigen, und zwar, wenn der Roland ein Schwert trägt, das Recht über Leib und Leben, sonst aber nur die niedere Gerichtsbarkeit. In den meisten Orten der Mark sind [4] die Rolandssäulen zertrümmert oder verstümmelt, und an manchen Orten hat man sie alsdann sogar begraben, wie namentlich in Prenzlau und in Gardelegen. An anderen Orten dagegen hat man sie gut erhalten; dieß ist z.B. der Fall in Brandenburg, Burg und in Stendal. In der letzteren Stadt steht der Roland vor dem Rathhause, so daß er den ganzen Markt übersieht. Er ist ungeheuer groß, und verhältnißmäßig stark; seine Waden sind so dick, wie der Leib des stärksten Mannes in der Stadt. Er hat einen rothen Federbusch auf dem Helme, und trägt ein Schwert in der Hand, das zwölf Ellen lang ist und einen vergoldeten Knopf und Bügel hat. Das Schwert hält er drohend gezückt, so wie er überhaupt ein sehr ernstes, beinahe grießgramiges Gesicht hat. Die linke Hand hat er auf dem märkischen Adler ruhen; hinter ihm befindet sich das Stendaler Stadtwappen, und an dem Untertheile seines Rückens sieht man ein lachendes Narrenbild, oder, wie die Leute sagen, den Eulenspiegel. Zu der Zeit, als der alte Dessauer, damals aber noch ein junger Offizier und ein übermüthiger Prinz, zu Stendal in Garnison lag, soll derselbe öfters sich das Vergnügen gemacht haben, aus einem gegenüber liegenden Weinhause, wo er zu zechen gepflegt, nach dem ernsten alten Ritter, wie nach einer Scheibe, zu schießen, und es ist gewiß, daß dem Roland sein Kinn lange Zeit gefehlt hat. Im Jahre 1837 aber hat ein Verein, der sich in Stendal zur Verschönerung der Stadt und ihrer Umgebungen bildete, das Kinn geschickt wieder herstellen, auch sonstige Gebrechen, welche der Lauf der Zeiten an der Säule hervorgebracht, ausbessern, so wie ihm ein neues Schwert geben lassen, da das alte, von Holz, ganz von der Luft und vom Wetter zerstört war. Der alte ritterliche Vetter des großen Kaisers sieht jetzt wieder ganz frisch und wie neugeboren aus.

[5] Von diesem Roland gehen manche artige Sagen im Munde des Volkes.

Einst kam des Abends spät ein Bürger der Stadt Stendal aus einem Weinhause zurück, und wollte sich in seine Wohnung verfügen. Sein Weg führte ihn über den Markt. Er hatte des Guten ziemlich viel gethan, so daß er zwar nicht betrunken war, aber doch, wie man zu sagen pflegt, einen Spitz hatte. Er war deshalb auch in einer recht fröhlichen Laune, und als er beim Roland angekommen war, stieg ihm auf einmal der Uebermuth. Er stellte sich vor ihn hin und höhnte ihn und sprach: He, du alter trockner Mann da! Du steinerner Narr! Du tränkest auch wohl gern ein Gläschen Wein auf deinem kalten hohen Gerüste! Also sprach er viel, und dabei machte er Bockssprünge und schnitt dem Roland Gesichter zu, in seiner Weinlaune bei sich denkend: Der Alte ist ja von Stein, der sieht das nicht; und wenn er auch überhaupt sehen könnte, so ist es doch jetzt stockdunkle Nacht.

Der alte Roland hatte die Narrheiten lange mit seinem ernsten, strengen Gesichte angesehen. Aber auf einmal drehete der steinerne Riese sich auf seinem Gerüste rund herum, dem Narren den Rücken zu, als wenn er die Thorheiten nun nicht mehr ansehen könne. Da wurde der arme Bürgersmann vor Schreck urplötzlich nüchtern, und es überkam ihn eine solche Angst, daß er nicht von der Stelle weichen konnte. Er rief laut um Hülfe: »He dheit mi wat! he dheit mi wat!« (Er thut mir was! er thut mir was!), und man mußte ihn fast krank nach Hause tragen. Der Roland stand am anderen Morgen wieder wie früher, sein großes steinernes Gesicht überschaute wieder den Marktplatz, als wenn nichts passirt wäre. Der Mann aber betrank sich in seinem Leben nicht mehr, und [6] es besteht seitdem in Stendal ein Sprichwort, womit man den Uebermuth des Trunkes warnt:


»He dheit mi wat, he dheit mi wat!
Is doch, as hätt' ich dat Drinken satt!«
4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

4. Der verschwundene Tambour.

Der Dom zu Stendal hat zwei hohe, schöne Thürme. Aber nur in einem derselben hängen Glocken. In dem andern ist nichts; darum heißt er auch der wüste Thürm. Eben so hat die Marienkirche zu Stendal zwei Thürme, von denen der eine gleichfalls, weil keine Glocken in ihm hängen, der wüste Thurm genannt wird. Von jedem dieser beiden wüsten Thürme geht tief in die Erde hinein ein unterirdischer Gang. Der Sage nach soll es nur ein und derselbe Gang sein, der unter dem Domhof, der Hallstraße und dem Markte hergeht, und so beide Thürme mit einander in Verbindung setzt. Unter der Hallstraße hallt es auch wirklich dumpf, als wenn es hohl darunter wäre. Daher soll sie auch ihren Namen haben. Vor vielen Jahren wollte man näher untersuchen, ob der Gang wirklich von dem einen Thurme zu dem anderen führe. Man hatte damals einen armen Sünder sitzen, der zum Tode verurtheilt war. Diesem, ein Tambour seines Zeichens, ließ man die Wahl, ob er den Gang untersuchen oder gehangen sein wolle. Er wählte gern das Erste. Man ließ ihn von dem wüsten Thurme des Domes aus in den Gang hineinsteigen, und befahl ihm zu trommeln, damit man, wenn er auch nicht wieder komme, oben auf der Erde immer hören könne, wie weit er gekommen sei. Der Tambour trommelte munter und lustig unter dem ganzen Domhofe weg bis mitten unter die Hallstraße. Da verstummte aber auf einmal die Trommel, und man hat von dem Tambour nie wieder etwas gesehen oder gehört.

5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[7] 5. Die gottesschänderischen Juden.

In den Jahren 1509 und 1510 trieben die Juden in der ganzen Mark Brandenburg viele Abscheulichkeiten, besonders auch in der Altmark. Unter anderen waren am Mittwoch nach Lichtmessen im Jahre 1509 aus der Kirche des Dorfes Knoblauch im Havellande, mittelst Erbrechung des Sacramenthäusleins, eine vergüldete Monstranz und darinnen zwei geweihete Hostien gestohlen. Der Dieb hieß Paul Frohm, ein Kesselflicker aus Bernau. Er hatte, wie er nachher bei seiner Verhaftung bekannte, eine der Hostien selbst genossen, die andere aber für einen märkischen Groschen an den Juden Salomon in Spandau verkauft. Der Jude hatte ihm das Geld in eitel neuen Berlinischen Pfennigen bezahlt. Auf dieses Bekenntniß des Diebes wurde der Jude Salomon von Spandau gefänglich eingezogen und gen Berlin gebracht, wo er den Handel eingestand, auch bekannte, daß er die Hostie vor sich auf einen Tisch gelegt, mit Messern darein gehauen und gestochen, und sie mit lästerlichen Worten verfluchet und geschmähet habe, worauf sie, obgleich er sie nicht zerbrechen oder zerreißen können, zuletzt auf einmal in viele Stücklein von einander gesprungen sei. Als er solches gesehen, sei er sehr erschrocken worden, und habe sich unterstanden, eins von den Stücklein zu verschlucken, was ihm aber unmöglich gewesen. Er habe darauf zwei der Stückchen genommen, und jedes in ein blechernes Büchslein, einen Daumen lang, gelegt, solches wohl petschiret, und also eins davon seinem Sohne gen Brandenburg, das andere dem Juden Marx gen Stendal in der alten Mark geschicket. Durch dieses Bekenntniß des Juden Salomon ist der Churfürst verursachet worden, alle Juden in seinen Landen und Städten festzunehmen, uns bis zur ferneren Erkundigung der Schuldigen gefänglich[8] zu verwahren. Die Juden in Brandenburg hatten mit dem ihnen zugeschickten Stücklein von der Hostie allerlei gotteslästerliche Gräuel getrieben; nicht minder die Juden in Stendal. Diese hatten dasselbe auf ein Mittagsmahl getragen, bei dem viele Juden anwesend gewesen; sie hatten zwei Hiebe und mehrere Schnitte hineingethan, worauf so viel Blut, als in eine Nußschaale gehen mag, herausgekommen war und auf den Tisch geflossen. Das Blut aber haben sie, soviel sie auch gewaschen, nicht von dem Tische bringen können, weshalb sie von diesem das Ende, woran das Blut gesessen, abgehauen. Zuletzt haben sie die Hostie, die durch alles Schneiden und Hauen doch nicht verletzet worden, wiederum in die blecherne Büchse hineingethan, und den Juden gen Osterburg zugeschicket. Allda hat am Freitage nach Pfingsten ein Jude, Namens Isak, seine Hochzeit und Beilager gehalten, wobei viele Juden aus allen Gegenden der Mark zugegen gewesen. Bei dem Mittagsmahle nun haben sie die Hostie wieder auf den Tisch gelegt, und mit Messern und Pfriemen hineingestochen, worauf dann abermals Blut herausgeflossen. Von da haben sie die Hostie den Juden in Braunschweig zugesendet. Das Alles haben die gefangenen Juden zu Berlin bekannt. Nicht minder haben sie zugestanden, daß Mehrere von ihnen, nämlich Meier von Osterburg, Elias von Tangermünde, David von Gardelegen, und viele Andere, als sie zu Martini in Werben beisammen gewesen, daselbst ein Christenkind von vier Jahren um zehn Gulden gekauft, das sie in einen Keller gebracht, und allda mit Nadeln und Pfriemen gestochen, ihm auch die Medianader geschlagen und ihm zuletzt den Hals abgeschnitten. Von dem also jämmerlich zum Tode gebrachten Kinde haben sie ein ganzes Nößel Blut bekommen. Ein anderes Christenkind, fünf Jahre alt, hatten sie vier oder fünf Tage nach Ostern gekauft, [9] und in die Synagoge zu Osterburg gebracht, wo sie ihm zur Ader gelassen, es jämmerlich mit Nadeln gestochen und ihm zuletzt den Hals abgeschnitten. Die Juden haben auch angezeigt, warum sie das Alles gethan. Die Hostie nämlich haben sie an sich gebracht, um dadurch die Christen zu verachten, Christum zu verschmähen, und davon Wunderwerke zu sehen. Der unschuldigen Christenkinder Blut hatten sie gebraucht zu ihren Krankheiten und zu ihrem Blutgang.

Im Jahre 1510 am Freitage nach Margarethe sind darauf, nach vorangegangenem peinlichen Halsgericht, die schuldigen Juden, acht und dreißig an der Zahl, zu Berlin auf dem großen Plan bei der St. Marien-Kirche, der neue Markt genannt, lebendig verbrannt worden.

Andreas Angelus Annales. pag. 269-279.

6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

6. Das wunderbare Feuer zu Stendal.

Im Jahre 1553 haben etliche Leute zu Stendal in einem Hause krank gelegen. Dieselben sind in solcher ihrer Krankheit wunderbarlicher Weise mit Feuer überfallen und sichtlich verbrannt worden, also daß sie im Feuer erstickten und starben. Das Haus aber, darinnen sie gelegen, ist unversehrt geblieben, und gar nicht einmal vom Feuer angesteckt gewesen. Als man nun am dritten Tag hernach die also verstorbenen Leute hat begraben wollen, da haben sie durch die Särge überflüssig geblutet.


Andreas Angelus Annal. pag. 351. Sammlung zu einer Chronik von Stendal. Th. I. S. 48.

7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

7. Der Kinderesser zu Stendal.

Im Jahre 1638 war in der Altmark eine große Hungersnoth. Damals war in der Stadt Stendal ein Soldat, der schon seit mehreren Tagen gar nichts mehr zu essen [10] gehabt hatte. Den trieb die Hungersnoth am Ende so weit, daß er sein eigenes Kind schlachtete, Lunge und Leber herausnahm und verspeisete. Aber während er noch an diesem unnatürlichen Essen war, ereilte ihn die Strafe seines Frevels, denn er fiel plötzlich dabei nieder, und starb eines jähligen Todes.


Sammlung zu einer Chronik von Stendal. I. 55.

8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

8. Der Betrug um die Leichengebühren.

Zu Stendal in der Altmark lebte vor vielen Jahren eine adelige Wittwe, die mit ihrer Tochter vom Lande her dahin gezogen war. Diese Tochter war sehr geizig, was ihr aber zuletzt übel bekam. Denn als die Wittwe nach etlichen Jahren zu Tode gekommen war, und ihrer Anordnung gemäß ihre Leiche aus der Stadt geführt und in ihrem Dorfe begraben werden sollte, und nun die Kirchenväter der Domgemeinde, bei welcher die Verstorbene ihre Seelenweide gehabt hatte, den üblichen Abtrag für das Abführen der Leiche forderten, da führte die Tochter sie mit einer frechen Lüge zurück, und ließ die Leiche heimlich zur Stadt hinausführen. Dafür traf sie aber ein harter Fluch, denn von Stund' an gingen ihre Sachen zurück, und in wenigen Jahren war sie um alle ihre Erbschaft so gar herum, daß sie weder zu essen noch sich zu bekleiden mehr hatte, und ihr Mann in den Krieg ziehen, ihre Kinder aber zu gutthätigen Leuten ausgethan werden mußten. In solcher Armuth starb sie elend dahin.


Sammlung zu einer Chronik von Stendal. II. 66.

9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

9. Die betenden Straßenräuber.

Vor vielen Jahren lebte in einem Dorfe unweit Stendal ein Prediger, der sehr geizig war. Der war eines Tages in Stendal gewesen, und hatte dort viel Geld eingenommen, [11] was drei Soldaten gesehen hatten. Als der Prediger daher mit seinem Gelde die Stadt verließ und seinem Dorfe zuging, folgten ihm die drei Soldaten, welche lose Galgenvögel waren, und trachteten ihm sein Geld abzunehmen. Offene Gewalt wollten sie nicht gern gebrauchen; deshalb wandten sie folgende List an: Als der Pfarrer mitten im Felde war, traten sie zu ihm, und sprachen ihn demüthig um eine Reiterzehrung an. Ihnen erwiederte der Geistliche mit heuchlerischen Worten, daß er kein Geld bei sich habe, und es ihm daher sehr leid thue, daß er ihnen nichts geben könne. Da sprach einer der Galgenvögel eben so heuchlerisch: So lasset uns, lieber Herr, mit einander beten, daß uns Gott etwas bescheren wolle, und was er uns dann zuwenden wird, das wollen wir ehrlich mit einander theilen. Dieser Vorschlag gefiel natürlich seinen Gesellen, und der Prediger konnte sich ihm nicht widersetzen. Was geschah? – Sie knieeten alle Vier nieder, und beteten lange mit einander. Dann standen sie auf, und die drei Soldaten fragten einer den andern, ob ihnen Gott etwas beschert habe. Als nun die Soldaten alle drei Nein gesagt hatten, wandten sie sich an den Pfarrherrn und sprachen, dann müsse er doch sicher etwas bekommen haben. Der erschrockene Prediger schwor, er sei noch so arm, als vorher; allein das half ihm nichts. Die Räuber meinten, er selbst kenne sein Glück noch nicht, und wendeten ihm die Taschen um und suchten seinen Kober durch. Da fanden sie denn viele Thaler, die nahmen sie heraus, und theilten sie ehrlich in vier Theile, gaben dem Prediger davon einen, und nahmen ein Jeglicher auch einen, und gingen also ihre Straße fröhlich zurück.


Sammlung zu einer Chronik von Stendal. II. 48. 49.

10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[12] 10. Die alte Glocke in Koblake.

Unweit Stendal ist eine wüste Feldmark, die Kobbellake genannt; vor Zeiten hat hier ein großes Kirchdorf gestanden, das denselben Namen geführt, das aber schon lange vor dem dreißigjährigen Kriege zu Grunde gegangen ist. Man sieht nur an dem Orte, wo früher die Kirche gestanden, einige wenige Mauerstücke aus der Erde hervorragen. Vor vielen Jahren war einem Hirten aus dem nahen Dorfe Großen-Möhringen, der dort in der Gegend das Vieh hütete, eine Sau entkommen. Er suchte sie überall, und fand sie endlich an jenen Mauerstücken, wo sie ein tiefes Loch in die Erde gewühlt, und darin Junge geworfen hatte. Als der Hirt diese nun aufnehmen wollte, so fand er, daß sie in einem großen, weiten Kessel lagen, und als er weiter nachsah, da entdeckte er, daß dieß eine schöne alte Kirchenglocke war. Der Fund wurde bald bekannt, und die Domgemeinde zu Stendal glaubte, weil sie die älteste Gemeinde in der Altmark sei, so müsse die Glocke keinem Anderen gehören als ihr. Sie schickte also einen großen Wagen hin, mit sechszehn Pferden bespannt, der sollte sie nach Stendal holen. Allein die Stendaler konnten sie nicht von der Stelle rücken, so viele Gewalt sie auch gebrauchten.

Das Dorf Großen-Möhringen hatte zu derselben Zeit auf seinem Kirchthurme keine Glocke. Ein Bauer aus dem Dorfe fuhr daher nach der alten Mauer, um zu sehen, ob er die Glocke nicht losmachen und bekommen könne. Er fuhr ganz allein hin, und hatte nur ein einziges Pferd vor dem Wagen. Doch konnte er sie ohne Mühe aus der Erde aufheben und auf seinen Wagen heben, und das Pferd jagte im Galopp damit zum Dorfe. Daselbst wurde sie mit vielen Feierlichkeiten auf den Kirchthurm gehangen, [13] wo sie denn ein gar wundersam schönes Geläute gab. Besonders ärgerte und neckte sie die Stendaler. Denn wenn es nun in Großen-Möhringen läutete, so klang das noch in der Stadt Stendal so hell, daß die Leute nicht anders glaubten, als es werde zum Dome geläutet, und sie eilten nun, in die Kirche zu kommen. Und doch ist Großen-Möhringen eine starke Meile von der Stadt entfernt. Die hochmüthigen Stendaler ließen daher auf dem Thurme zu Möhringen nach der Stadtseite hin die Schallöcher vermauern, wie das noch jetzt zu sehen ist. Allein das half ihnen nichts, und die Glocke betrog sie wie früher, bis sie zuletzt, weil das Dorf arm war und Geld nöthig hatte, Anno 1649 für 290 Thaler nach Magdeburg verkauft wurde. In Magdeburg soll sie noch sein.

Ueber die Altmark. I. 167.

11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen.

Vor dem Dorfe Großen-Möhringen steht am Stendaler Wege ein altes steinernes Kreuz. Das ist zum Andenken eines Mordes gesetzt, den dort ein Glockengießer an seinem Gesellen verübt hat. Dem Meister nämlich, der ein zorniger und ungeduldiger Mensch war, wollte der Guß einer Glocke nicht gelingen, die er für das Dorf machen sollte. Er lief daher nach Stendal, um noch einige Spezies herbeizuholen; die wollte er in die Masse hineinwerfen, und er glaubte, daß ihm dann der Guß schon glücken werde. Wie nun der Meister fort war, da machte sich sein Geselle an das Werk, der wohl gesehen hatte, woran es eigentlich fehle. Und weil er die Sache ruhig und verständig anfing, so hatte er in Kurzem eine vortreffliche Glocke gegossen, noch ehe der Meister von Stendal wieder heim kam. Wie das aber der Meister bei seiner Rückkehr sah, [14] da faßte ihn der rasende Neid, und er erstach auf der Stelle den Gesellen.


Ueber die Altmark. I. 168.

12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

12. Das Marienbild zu Schleuß.

In der Kirche des Dorfes Schleuß, oder wie es die Landleute nennen: Schleutz, im Kreise Stendal, welches ein Filial von Lüderitz ist, befindet sich in der Mitte der Altarstafel ein merkwürdiges Marienbild, das mit einem sonderbaren Gebrauche in Verbindung steht. Die Mutter Gottes hält auf diesem Bilde ein nacktes Kindlein auf dem Arme, dieses hat einen rothen Apfel in der rechten Hand, den es, wie zum Anbeißen nach dem Munde hin hält. Daneben steht ein Heiliger in einem großen, ganz vergoldeten Bischofsmantel, die zwei ersten Finger der rechten Hand wie zum Segensprechen ausgestreckt. In Verbindung mit diesem Bilde steht es, daß der Schmied zu Schleuß jährlich auf den ersten Weihnachtstag drei rothe Aepfel an den Prediger zu Lüderitz liefern muß. Dieses soll von einem zu uralten Zeiten geschehenen Gelübde herrühren, von dem man aber jetzt nichts Näheres mehr weiß.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 6. S. 61.

13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt.

Eine Meile von Stendal, bei dem Ausgange des Dorfs Darnstedt nach Bellingen zu, liegt ein Stein, etwa von der Größe wie ein Sack mit zwei Scheffeln Korn. In demselben ist ein unbeschlagener und tief eingedrückter Pferdefuß zu sehen. Ueber die Entstehung dieses Zeichens hat man mehrere Sagen. Nach einer lebte in Darnstedt eine Krügerfrau, welche die Gewohnheit hatte, erschrecklich zu fluchen. Dieses hatte sie auch eines Tages gethan, schwörend: [15] der Teufel solle sie holen, wenn sie nicht die Wahrheit spreche. Da erschien wirklich der Teufel, packte sie auf und führte sie auf einem Pferde hinweg. Im Davonjagen aus dem Dorf trat das Teufelspferd auf jenen Stein, und davon rührt noch jene Spur her.

Nach einer anderen Sage sollte vor vielen hundert Jahren bei Darnstedt einmal eine Schlacht gehalten werden. Einer der Generale aber hatte keinen guten Muth dazu, und sprach höhnisch: So gewiß mein Pferd in diesen Stein hineintreten wird, so gewiß werden wir die Schlacht gewinnen. Als er aber darauf über den Stein ritt, trat sein Pferd wirklich jenes Loch hinein. Die Schlacht ward auch des anderen Tages gewonnen.

Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. I. S. 375. 376.

14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten.

Auf dem Rittergute Klein-Schwechten, anderthalb Meilen von Stendal, lebte vor ungefähr zweihundert Jahren ein Schreiber, Namens Heinrich Meier. Der hatte eines Tages eine Gotteslästerung ausgestoßen und war deshalb zur Untersuchung gezogen. Wie nun der Prozeß gegen ihn im Gange war und er eine harte Strafe befürchtete, da erschien ihm eines Tages der Teufel, als Herr ganz schwarz gekleidet. Er erbot sich dem Schreiber, ihn aus aller Verlegenheit zu ziehen und ihn von der Strafe zu befreien, wenn er Gott abschwören und sich ihm ergeben wolle. Der Schreiber aber wollte nichts mit ihm zu thun haben und widerstand allen Lockungen des Satans. Als dieser jedoch gar nicht weichen wollte, und immer von Neuem wieder anfing, da hob er an laut zu beten, worauf der Versucher verschwand. Als den Richtern solche Standhaftigkeit und Frömmigkeit des Schreibers bekannt wurde, da ließen sie ihn für dießmal mit einer geringen Geldstrafe los.

15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[16] 15. Die rothe Erde bei Dentz.

Vom Jahre 1236 bis zum Jahre 1252, oder wie Etliche meinen 1253, saß auf dem erzbischöflichen Stuhle zu Magdeburg der Erzbischof Hildebrand oder Willebrand, ein Graf von Kiberg, oder, was man nicht gewiß weiß, von Heim. Derselbe war sehr kriegerisch gesinnt, und er führte auch insbesondere gemeinschaftlich mit den Harzgrafen einen schweren Krieg gegen die Altmark, in welchem Osterburg, Calbe, Krumcke, Gladigau und viele andere Oerter verheeret wurden. In diesem Kriege trug es sich zu, daß im Jahre 1240 oder 1244 der Feld-Oberste der Harzgrafen, Busso von Erxleben, in die Altmark plötzlich eingefallen war, und viele Kühe wegnahm, die er eilends fortschleppen wollte. Besonders hatte er viel Vieh weggenommen, das zur Stadt Stendal gehörte. Das erfuhren die Stendaler, die sehr tapfer und muthig waren; sie setzten dem Erxlebener nach, holten ihn an der Dentzer Warte, auf dem halben Wege zwischen Stendal und Gardelegen, ein, lieferten ihm eine große Schlacht, in welcher sie ihn besiegten, und bekamen den Raub wieder. In dieser Schlacht verloren viele Menschen, unter ihnen Busso von Erxleben selbst, das Leben, also daß die Erde davon ganz roth wurde. Dieß ist sie zum Zeichen der Schlacht durch ein sonderbares Wunder geblieben bis auf den heutigen Tag.


Amersbach Chronik des Erzstifts Magdeburg. S. 55. Alte Magdeb. Chronik (nicht paginirt). Werner, Magdeb. Chronik.

16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

16. Der Teufelsstein zu Ostheeren.

Auf dem Schulzenhofe zu Ostheeren, einem Dorfe unweit Tangermünde, liegt dicht neben dem Brunnen ein großer, breiter Stein, der oben so breit ist, daß man, wie die Bauern sagen, eine Menuet darauf tanzen kann. Einer der Vorfahren [17] des Schulzen hat vor langen Jahren den Brunnen graben und ausmauern lassen. Der Teufel hat das, warum? weiß man nicht, nicht leiden wollen, und darum den großen Stein genommen und damit nach dem Brunnen geworfen, um diesen zu verschütten. Er hat ihn aber nicht getroffen, sondern der Stein ist neben dem Brunnen hingefallen, wo er noch jetzt liegt.

17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde.

Bei dem Bau der St. Stephanskirche zu Tangermünde halfen ganz vorzüglich zwei Gewerke, das der Huf-und Waffenschmiede, und das der Schuhmacher. Zum ewigen Andenken hiervon findet man außerhalb an der Südseite der Kirche ein Hufeisen und eine Schuhsohle von Eisen eingemauert. Das Hufeisen zeigt an, daß bis so hoch die Schmiede die Kirche gebauet haben, und die Schuhsohle, daß bis dahin von dem Hufeisen an die Arbeit der Schuhmacher reicht.


Geschichte der Stadt Tangermünde von Pohlmann u. Stöpel. S. 212.

18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

18. Die Jungfrau Lorenz.

In der Nicolaikirche zu Tangermünde ist auf einem Hirschgeweihe ein hölzernes Bild aufgerichtet, welches eine Jungfrau vorstellt. Von diesem Bilde erzählt man Folgendes: Die ganze Gegend zwischen der Stadt Tangermünde und den Dörfern Grobleben und Böhlsdorf war früher ein großer Wald und gehörte einer Jungfrau in Tangermünde, Namens Lorenz. Die Gegend, die jetzt ohne Holz ist, heißt noch immer das Lorenzfeld. Diese Jungfrau Lorenz ging eines Tages in ihrem Walde spatzieren, verirrte sich aber in demselben so, daß sie drei Tage lang vergeblich einen Ausweg suchte. Sie glaubte sich schon verloren, und[18] fürchtete, nimmer wieder aus der Wildniß heraus und zu Menschen zu gelangen. Da erschien ihr auf einmal ein Hirsch mit einem mächtig großen Geweihe. Der nahete sich der ermüdeten Jungfrau, hob sie mit seinem Geweihe auf seinen Rücken und trug sie so ohne Schaden zum Walde heraus, bis sie die Thürme von Tangermünde vor sich sah. Aus Dankbarkeit für diese wunderbare Errettung schenkte sie einen großen Theil ihrer Grundstücke der Nicolaikirche zu Tangermünde, und ließ auch in derselben ihr Bildniß von Holz und auf einem Hirschgeweihe aufstellen, wie es noch allda zu sehen ist. Sie verordnete zugleich, ihr Bildniß solle hier bleiben, so lange noch Ein Stein der Kirche auf dem anderen stehe.

Hierüber wacht sie denn auch mit besonderer Sorgfalt. Die Kirche wird schon längst als Lazareth benutzt, und es sind die Bilder und Zierrathen darin zerstört; aber das Bild der Jungfrau Lorenz hat noch kein Mensch von der Stelle zu rücken gewagt, und die Lazarethwächter hören oft einen gewaltigen Lärm, der durch das ganze Gebäude zieht, wenn es Einer einmal gewagt hat, auch nur an die Zacken des Hirschgeweihes zu fassen, oder nur etwas daran aufzuhängen. Selbst die frevelhaften Franzosen, als sie im Jahre 1806 in Tangermünde einfielen, mußten das Bild unangetastet lassen, und haben es nicht von seinem Orte bringen können.

Gesch. der Stadt Tangermünde v. Pohlmann u. Stöpel. S. 6. 7.

19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

19. Die Papenkühle bei Bellingen.

Bei dem Dorfe Bellingen unweit Tangermünde liegt ein großer Sumpf, das Kaisersmoor genannt. Eine Stelle desselben, über welche ein Fußsteig führt, heißt die Papenkühle. Dieser Name ist auf folgende Weise entstanden: Es lebte vor Zeiten in der Gegend ein katholischer Priester, [19] der das Laster des Trunkes an sich hatte. Der Himmel hatte ihn oft gewarnt, aber es war vergebens bei ihm gewesen. Wie der eines Tages wieder in seiner Betrunkenheit über den Fußsteig ging, da war ihm dieser nicht breit genug, wie das bei Betrunkenen wohl zu geschehen pflegt. Der Pfaff in seinem trunkenen Uebermuthe fing darauf an, mit dem Stege zu zanken, und er rief: Warte, ich will dich wohl breiter kriegen! Er hatte aber kaum die Worte gesprochen, und dabei seine Brille auf der Nase fester gesetzt, als er herunter fiel und in dem Sumpfe seinen Tod fand. Seitdem heißt die Gegend die Papenkühle.


Ueber die Altmark. I. S. 232. Geschichte der Stadt Tangermünde von Pohlmann und Stöpel. S. 345.

20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

20. Der geigende Pfarrer.

Unweit Tangermünde liegen dicht bei einander zwei Dörfer, Ost- und Westheeren. Beide haben nur einen Pfarrer, und auch nur eine Kirche, die mitten zwischen ihnen liegt. Zu einer Zeit war der Pfarrer an dieser Kirche ein gar leichtsinniger Mann, der lieber auf dem Tanzboden, als am Altare war. Eines Tages, am heiligen Pfingstfeste, als die Bauern aus beiden Dörfern zum Tanzen versammelt waren, nahm er sogar selbst die Geige in den Arm und spielte den Bauern zum Tanze auf. Für solchen Frevel traf ihn aber der Zorn des Himmels. Denn es entstand urplötzlich ein schweres Gewitter, und es kam ein langer, scharfer Blitz, der erschlug zwanzig Bauern, und mit ihnen den Pfarrer, dem die Geige im Arme zerschmettert wurde. Dies geschah Anno 1203.

Eine andere Sage berichtet diese Geschichte aus dem Dorfe Ossemer bei Stendal. Das Gewitter soll danach vier und zwanzig Bauern getödtet, dem Pfarrer aber nur [20] die rechte Hand, mit welcher er den Fidelbogen geführet, abgeschlagen haben.

Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 94. Ueber die Altmark. I. 231. II. 302. Geschichte der Stadt Tangermünde von Pohlmann und Stöpel S. 368. Bünting, Braunschweig. und Lüneburgische Chronik. I. 66. 79.

21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

21. Das Büchelchen.

Das Dorf Buch in der Altmark, unweit Tangermünde belegen, war früher ein ansehnlicher Flecken, der in alten Urkunden sogar eine Stadt genannt wird, und auch seinen eigenen Roland besaß, zum Zeichen, daß ihm die hohe Gerichtsbarkeit verliehen war. Der große Churfürst Friedrich Wilhelm hatte einstmals einen vornehmen Hofbedienten: dieser sprach von dem Orte mit einiger Verkleinerung und bat dabei um dessen Schenkung, ungefähr mit den Worten: »Es hätten Seine Churfürstliche Durchlaucht ein Büchelchen unfern Tangermünde, und möchten Sie ihm solches schenken; es sollte zu Ihrem allerunterthänigsten Andenken von ihm jederzeit werth gehalten werden.«

Dem antwortete aber der Churfürst: – Er könne dieses Büchlein aus seiner Bibliothek nicht missen, sondern gebrauche es noch selbsten; man möge sich daher eine andere Gnade suchen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. B. 1. Cap. 9. S. 71.

22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

22. Das Gespenst zu Schorstett.

Drei Meilen von Tangermünde liegt in der Altmark ein Dorf, Namens Schorstett. In diesem hat sich vor Zeiten einmal ein sonderbarliches Gespenst herumgetrieben. Es hat ganz weiß ausgesehen, und ist oft zu Dritt gewesen, von unterschiedlicher Größe. Es hat sich hören lassen mit [21] Poltern, es hat mit Steinen nach den Leuten geworfen, in die Speisen hat es Lehmklöße und Stücke von Ziegelsteinen hineingeworfen, die Würste hat es von den Wiemen gerissen und verzehrt. Die Steine, mit denen es geworfen, sind so heiß gewesen, als wenn sie im Backofen wären gewärmt worden. Oft hat es mit Ruthen in den Stuben herumgepeitscht, und mit Stecken um sich geschlagen. Dann hat es wieder Thüren und Fenster aufgebrochen und Feuer unter die Betten und in die Stuben gelegt. Einer Magd hat es Blut unters Kinn gestrichen, ihr ein Tuch, so in Blut getaucht, umgehangen und ihr befohlen, nach Stendal in die Stadt zu gehen und den Leuten zu sagen: sie sollten Buße thun, der jüngste Tag sei nicht weit. Ein anders Mal hat es den Leuten Brod und Käse zu essen gegeben, worunter Blutstropfen gewesen. Dann hat es wieder den Pfarrer des Dorfes zum Singen und Beten ermahnt, und gesagt, wenn sich die Leute nicht bessern würden, sollten sie mit Feuer und Schwert bestrafet werden.

Endlich ist dieses Gespenst verschwunden; man hat aber ungeachtet seiner Ermahnungen nicht anders geglaubt, als daß es der Teufel selbst gewesen; denn er hat sich einmal selbsten als einen großen Drachenwurm abgemalt.

Rittners Altmärk. Geschichtbuch, in Küsters antiq. Tang. II. Bd. 59.

23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

23. Die Belagerung von Rogätz.

Zu der Altmark gehörte früher das wohlbekannte Schloß Rogätz. Dasselbe war in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges sehr fest, und es trug sich zu jener Zeit einmal eine wunderliche Geschichte darin zu. Es lag nämlich eine Kaiserliche Besatzung darin, die wurde hart und lange belagert von dem Grafen von Mansfeld. Allein der Graf konnte ihr nichts anhaben und das Schloß nicht nehmen. Bei allen Stürmen wurden von seinen Leuten [22] gar Viele erschlagen, und von den Belagerten fiel Niemand. Da kam endlich der Dänische General Fuchs dem Grafen zu Hülfe. Der merkte bald, wie die Sache beschaffen war. Es war nämlich ein Meßpfaff mit im Schlosse, der durch Zauberei alle Soldaten in demselben fest gemacht hatte, so daß sie nicht konnten verwundet werden, weder durch Eisen noch durch Blei. Als solches der General gewahrt hatte, da ließ er seinen Leuten große und schwere Holzaxten machen; mit diesen ließ er sie das Schloß von Neuem stürmen, und auf die Belagerten losschlagen; die wurden denn nun alle erschlagen, denn gegen Holz hatte der Pfaff sie nicht fest gemacht. Also nahm er das Schloß.


Rittners Altmärk. Geschichtsbuch in Küsters antiq. Tangerm. II. 31.

24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen.

Die Stadt Gardelegen hat vormals nicht an demselben Platze gelegen, wo sie jetzt liegt, sondern eine gute Strecke davon, nahe bei, wo jetzt die Isenschnibbe ist. Hier hat noch vor 300 Jahren ein altes steinernes Kreuz gestanden, an welchem eine unleserliche Inschrift gewesen; zu demselben, welches dem heiligen Petrus zu Ehren soll aufgerichtet gewesen sein, ist damals alle Jahre am Sonntage Exaudi die ganze Stadt mit Singen und Spielen in einem großen Aufzuge herausgefahren und gegangen, und hat sich sonderlich lustig gemacht.

Der Ort aber, wo das jetzige Gardelegen liegt, ist vor Zeiten ein Sumpf, Morast und dickes Holz- und Buschwerk gewesen, durch welches die Wölde und Lausebeck geflossen. Darin haben viele Buschklepper und Räuber genistet, von welchen dem Lande viel Schaden zugefügt worden. Da hat es sich eines Tages zugetragen, daß die in der alten Stadt Gardelegen einen von diesen Räubern gefangen bekamen. Sie hatten ihn vermittelst der Spur [23] seines Pferdes in seiner Mördergrube aufgespüret, und diese besetzet. Von Hunger gezwungen hatte er endlich Vorschläge gethan, sich zu ergeben, und, wenn man ihn am Leben lasse, viel zu offenbaren. Man willigte darein, legte ihm aber zur Strafe auf, von seinem Raube die St. Jürgens-Kirche und ein Haus für die Armen zu bauen, was er von seinem Raube gern und leicht gethan.

Von diesem Räuber erfuhren die Gardeleger nun unter andern auch, wo die ganze Bande ihr Raubnest habe, daß dies der Busch sei, und daß dort ein bequemer und gar guter Ort wäre, eine Stadt dahin zu bauen und darinnen sicher zu leben. Diese Rede und Anschlag nahm man wohl in Acht, man untersuchte den Busch und fand Alles angezeigtermaßen. Man faßte also den Schluß, eine neue Stadt daselbst zu bauen. An dem jetzigen Markte, der damals der geraumste Ort gewesen, wurde angefangen und das erste Haus errichtet. Von selbigem herunter nach dem alten Gardelegen hin wurde dann zuerst die Stendalsche Straße gebauet, weil man nach der alten Stadt noch am meisten hin mußte. Demnächst wurde vom Markte ab gebauet die Gasse nach der Nicolai-Kirche; darauf vom Markte hinab nach dem Magdeburger Thore zu die Magdeburgische Straße. Sodann wurde aus der Stendalischen Straße hinunter eine Gasse gebaut, die man die Burgstraße geheißen. Die Sandstraße ist die letzte gewesen, die man angelegt, als die Stadt erweitert werden müssen. Weil es aber hier einen niedrigen und sumpfigen Grund gegeben, so mußte der Ort mit Sand erhöhet werden, welches der Gasse den Namen Sandstraße gegeben. Die Gasse hinter St. Marien wurde die Rittergasse geheißen, weil die Ritter und Edelleute dieselbe bewohnt; dieselbe ist aber sehr kothig gewesen, und es haben allda große Steine gelegen, daß man von einem auf den andern hat springen müssen. – Dieses Alles ist aber [24] nicht in einem oder etlichen Jahren verrichtet, sondern nachdem sich die Bürgerschaft vermehret, allmälig fortgesetzet, bis der Ort endlich zu einer vollkommenen Stadt geworden.

Johannis Rudolphi Noltenii (Archidiaconi an St. Marien zu Gardelegen) Ungläubiges und Abergläubiges Gardelegen. §. 13. Dr. Johannis Christophori Becmanni Aufsatz von der Stadt Gardelegen. §. 3. Beide Abhandlungen stehen in: Historicorum Palaeo-Marchicorum Collectio II. III. Das ist: Altmärkischen historischen Sachen zweite und dritte Sammlung, gesammelt und ans Licht gestellt von Julio Conrad. Rüdemann, Brunswicensi, Pastore an St. Jacobi Kirchen in Stendal. Salzwedel bei Christian Schustern 1728.

25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen.

In uralten Zeiten hielt sich unweit der Stadt Gardelegen vor dem Salzwedeler Thore ein Räuber auf, der beiden, den Einheimischen, wie den Fremden, viel Verdruß angethan, in den daran grenzenden Wäldern aber eine Höhle gehabt, darin er sich versteckt und seinen Raub zusammengebracht. Er trieb sein Handwerk lange, bis sich zuletzt die beiden Dörfer Sassendorf und Neseritz mit der Stadt Gardelegen zusammenthaten, um sich seiner zu bemächtigen. Vermittelst der dahin führenden Pferdespuren fanden sie die Höhle: sie besetzten ihn darin, und ließen ihm die Wahl, sich zu ergeben oder zu verhungern. Der Räuber bequemte sich zu dem Ersteren, hat sich aber dabei ausbedungen, daß man ihn nicht auf eine schmähliche Weise zu Tode bringen möchte, wogegen er versprach, daß er von seiner bösen Lebensart abstehen, auch dem heiligen Georg zu Ehren eine Kirche bauen wollte, um dadurch seiner Missethaten halber einige Büßung abzustatten. Er wurde darauf am Leben gelassen, und er bauete, um sein Versprechen zu lösen, die St. Georgen-Capelle vor dem Salzwedeler Thore, die noch jetzt dort steht.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 4. S. 36.

26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[25] 26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen.

In der Stadt Gardelegen war in früheren Zeiten am Ende der Burgstraße nach der Isernschnibbe hin ein Stadtthor. Dasselbe war für die Herren von Alvensleben, welche die Gerichtsbarkeit über die Burgstraße hatten, und mußte Tag und Nacht für sie offen gehalten werden. Darüber entstand mancher Streit zwischen denen von Alvensleben und dem Magistrate der Stadt. Endlich wurde jedoch allem Hader auf einmal ein Ende gemacht. Denn als eines Tages der Magistrat und der älteste Herr von Alvensleben bei einem frohen Mahle in der Stadt beisammensaßen, da wetteten sie mit einander, daß das Thor auf ewige Zeiten solle verschlossen bleiben, wenn der Magistrat es während der Zeit könne zumauern lassen, daß der Herr von Alvensleben zu Rosse um die Stadt jage. Der Magistrat nahm darauf die flinksten Maurerleute zur Hand, und der Herr von Alvensleben bestieg sein bestes Roß, das er im Stalle hatte. Der Magistrat gewann aber die Wette, denn der Herr von Alvensleben stürzte mit dem Pferde, als er ganz nahe am Ziele war.


Ueber die Altmark. II. 271. 272.

27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

27. Das Wamms des Geräderten.

Im Jahre 1587 brachen eines Nachts zwei Diebe, Hans aus Braunschweig und Valtin Jenze bei Perleberg gebürtig, in die St. Nicolai-Kirche zu Gardelegen ein, und raubten aus dem verschlossenem Schranke in der Sacristei einen Kelch und mehrere andere heilige Gefäße. Bei diesem Diebstahle wurden sie aber ertappt, indem der Küster, Nicolaus Winkelmann, das Licht in der Kirche gewahrte und die Wächter herbeirief. Der eine von ihnen wurde sofort festgehalten, der andere entkam zwar und versteckte[26] sich, wurde aber am anderen Tage auf dem Marstalle im Heu gefunden. Beide wurden zum Tode verurtheilt und auch gerädert. Da geschah es, daß der Scharfrichter das Wamms des einen der Geräderten an einen Müllerknecht verkaufte. Zu diesem kam aber in der Nacht ein Gespenst, in der Gestalt des gerichteten Kirchendiebes, vor sein Bette, und sprach: Hörst du nicht, gieb mir dein Wamms her! – Der Müllerknecht zog das Wamms in seinem Leben nicht an.


Auff- und Abnehmen der löblichen Stadt Gardelegen, das ist Ein kurtzer historischer Bericht etc. von Christophoro Schultzen, Stendal 1668. S. 52.

28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen.

Nahe bei der Stadt Gardelegen an der Mulde liegt ein festes Haus, die Isern-Schnibbe oder die Isenschnibbe genannt. Dasselbe soll schon von dem Römischen Feldherrn Drusus herstammen, der dort einen Tempel zu Ehren der Göttin Isis und darin deren Bildniß gefunden, und darauf ein festes Schloß dahin soll gebauet haben. Von der Göttin hat es zuerst Isisburg oder Isenburg geheißen. Als aber hernach die Wenden das Schloß hart belagert und es nicht eingenommen, sondern manche harte Schnappe davor bekommen, auch endlich unverrichteter Sachen müssen abziehen, da haben sie gesagt, das sei eine wahre Isen-Schnibbe, woher es diesen Namen behalten.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 4. S. 70.

29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

29. Der Selische See.

Bei dem Dorfe Ostingersleben im Kreise Gardelegen ist ehedem ein See gewesen, der Selische See genannt, der an anderthalb Meilen im Umkreise gehabt hat. An der Stelle des Sees hat früher eine große Stadt gestanden, [27] Sela geheißen, die einstmals plötzlich versunken ist, und anstatt welcher nun der See entstanden. Man hat noch lange an seinem Ufer die Ueberbleibsel der alten Mauern gesehen. Im Jahre 1719 ist der See auf Befehl des Königs abgelassen und ausgetrocknet, so daß man jetzt nur Ackerland und Wiesen dort siehet.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. Buch 4. Cp. 4. S. 90.

30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

30. Die goldene Laus bei Bismark.

Vor langen Jahren, die Chronik sagt, im Jahre 1350, fiel in der Nähe des Städtleins Bismark plötzlich ein Kreuz vom Himmel, welches sofort viele Wunder that. Es wurde daher an der Stelle eine Kirche gebauet, welche den Namen: zum heiligen Kreuze, oder auch: Maria Himmelskönigin erhielt. Es ging alljährlich eine große Wallfahrt dahin, zu welcher auch der Bischof von Halberstadt herüber kommen mußte. Dieselbe ging von der Stadt aus über den Kirchhof, weshalb dieser Weg die heilige Straße genannt wurde. Es geschahen fortwährend in der Kirche viele Wunder. Das merkwürdigste in derselben aber war eine große Laus, welche oben auf dem Thurme über dem Gewölbe der Kirche an einer goldenen Kette festgehalten wurde. Diese Laus verzehrte täglich ein Pfund Fleisch, und ist so groß gewesen, daß man sie unten in der Kirche ganz deutlich hat sehen können, wenn sie, wie das an den Wallfahrtstagen geschehen, oben vom Gewölbe her gezeigt ist. Eine Abbildung der Laus hat man unten an der Thurmmauer gesehen. Die Kirche ist jetzt längst zerstört; aber ihre Trümmer sieht man noch auf dem Felde unweit Bismark auf der Seite nach Stendal zu. Sie heißen jetzt die goldene Laus, oder auch die verwünschte Laus. Der Weg, der von der Stadt aus dahin führt, geht über den Kirchhof der Stadt, und heißt auch jetzt noch die heilige Straße.


[28] Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. B. 1. S. 75., u. Verbesserungen S. 27. Ueber die Altmark. II. S. 229.

31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

31. Die Todtenglocke zu Calbe.

Vor dem Städtchen Calbe an der Mulde befindet sich das sogenannte feste Haus, ein Schloß der Herren von Alvensleben. In demselben hing früher eine Glocke, die von selbst anschlug und an zu läuten fing, wenn Jemand aus dem Geschlechte der von Alvensleben mit Tode abgehen sollte, und wenn er auch schon in ganz fernen Landen war.

Von dem Ursprung dieser Glocke, oder wo sie geblieben, hat man keine Kunde.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg, Th. 5. B. 1. Cp. 9. S. 53.

32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

32. Die Stadt Salzwedel.

Die Stadt Salzwedel ist eine der ältesten Städte in der Altmark. Der Name soll von dem lateinischen WorteSol, die Sonne, herkommen, und von dem deutschen Worte Welle, welches so viel bedeutet als Haus, wie man z.B. noch spricht: Wellenwand. Der Sage nach ist sie schon von Julius Cäsar, der zu Ehren der sieben Planeten in Deutschland sieben Städte errichtet, dem vierten Planeten, als der Sonne, zu Ehren erbauet, und sie soll daher auch ihren gedachten Namen: Sonnenstadt erhalten haben. Von der Zeit soll sie auch noch einen Sonnentempel, den indeß Einige dem Drusus zuschreiben, und darin ein Bildniß der Sonne gehabt haben, welches alles Carl der Große hernachmals zerstört hat.


Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. Th. 2. S. 3

33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[29] 33. Das Stadtholz bei Salzwedel.

Die Stadt Salzwedel besitzt ein ansehnliches Gehölz, welches einen Flächeninhalt von mehr als 9000 Morgen hat. Vor Zeiten war dasselbe noch bedeutend größer, und es ist durch folgende Begebenheit kleiner geworden: Es hatte nämlich vor vielen hundert Jahren ein Markgraf seinen Fürstensitz in Salzwedel; der hatte eine Liebschaft mit der Frau des Freischulzen in Briez, welches Dorf nahe an dem Stadtholze liegt. Als er nun eines Tages bei dieser Frau zum Besuche war, da kam, ihm sehr ungelegen, der Schulz zu Hause. Der Markgraf daher, um seiner los zu werden, versprach ihm einen solchen Strich von dem Stadtholze abzutreten, als er in einer Viertelstunde umgehen werde. Das ließ sich der Schulz nicht zweimal sagen, und er eilte flugs in das Stadtholz, schritt auch seine Viertelstunde lang rüstig zu. Als er aber nach Verlauf derselben zurückkehrte, kam er dem Markgrafen noch zu früh, und dieser versprach ihm daher noch einen solchen Strich, als er in einer zweiten Viertelstunde umgehen werde. Auch dieses ließ der Schulz sich gefallen, und es kam auf solche Weise ein großer und schöner Theil von dem Stadtholze auf ewige Zeiten fort und an die Erben des Schulzen zu Briez, die ihn noch jetzt besitzen.


Pohlmann Geschichte der Stadt Salzwedel. S. 51.

34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

34. Klaus Ule.

Vor mehreren hundert Jahren lebte in der Stadt Salzwedel ein Bürger, Namens Claus Schulze, gewöhnlich aber Ule genannt. Derselbe war ein großer Verächter und Spötter der Religion, und daher auch in dreizehn Jahren nicht zum heiligen Abendmahl gewesen. Dafür hat ihn aber Gott der Herr gestraft an seinen Füßen; [30] denn seine beiden Beine sind kohlschwarz geworden. Worüber er denn zur Einsicht seines Frevels kam, sich bekehrte, und vor seinem Ende in seinem Hause noch berichtet wurde. – In dem Altstädter Kirchenbuche zu Salzwedel findet sich diese Geschichte verzeichnet.


Pohlmann Gesch. der Stadt Salzwedel. S. 70.

35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

35. Der bestrafte Meineidige.

In der Stadt Salzwedel lebte einst ein Mann, der hundert Dukaten geborgt hatte. Als nun die Zeit des Wiederbezahlens kam, und sein Gläubiger ihn mahnte, da läugnete er frech und standhaft ab, auch nur einen Pfennig empfangen zu haben. Er wurde deshalb auf das Rathhaus gefordert, und hier wurde von ihm ein Eid verlangt, daß er kein Geld erhalten oder daß er es seinem Gläubiger zurückgegeben habe. Der böse Schuldner hatte das vorhergesehen, und er hatte daher listiger Weise die hundert Dukaten in seinem Spazierstock eingespundet. Diesen nahm er so mit auf das Rathhaus, und weil er nicht falsch schwören wollte, sondern sein Gewissen dadurch zu retten glaubte, so bat er seinen Gläubiger, ihm während des Eides den Stock zu halten. Darauf schwur er mit großer Frechheit, daß er das Geld ehrlich zurückgegeben habe, und sein Gegner wurde mit der Klage abgewiesen. Aber die Strafe ereilte den Meineidigen auf der Stelle. Denn wie er nun zu seinem Hause zurückkehrte, da begegnete ihm ein Müllerwagen, vor dem die Pferde scheu geworden waren. Der überfuhr ihn, daß ihm die Räder über den Leib gingen, und er sofort starb. Auch sein Stock wurde durch das Ueberfahren zerbrochen, und als aus demselben die Dukaten herausfielen, da wurde der Betrug offenbar, und ein Jeder erkannte die Strafe des Himmels. [31] In der Catharinenkirche auf der Neustadt zu Salzwedel findet man diese Geschichte abgebildet.


Pohlmann Gesch. der Stadt Salzwedel. S. 204. 205.

36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

36. Der Elternmörder in Salzwedel.

Es ist schon über zweihundert Jahre her, es war nämlich am 15. April 1614, da geschah unter dem Thorwege des damals noch stehenden Sanct Annenklosters auf der Altstadt zu Salzwedel ein gräuelvoller Meuchelmord. Ein Kaufdiener, mit Namen Dietrich Schulze, erstach nämlich seinen Vater und seine Mutter, zuerst den Vater mit vier Stichen, und als die Mutter dem Vater zu Hülfe eilte, auch sie mit dreien. Der Mörder wurde zum Tode verurtheilt, und dieses Urtel wurde am vierten Mai desselben Jahres an ihm vollzogen. Zuerst wurde ihm die rechte Hand abgehauen, womit er die Gräuelthat begangen hatte, dann wurde er dreimal mit glühenden Zangen gezwickt, nämlich einmal auf dem Markte, dann vor dem Hause, wo der Mord geschehen, und zuletzt im Thore selbst. Hierauf wurde er zu der Gerichtsstätte geschleift, und daselbst von unten auf gerädert. Sein Körper wurde auf das Rad gelegt, halb sitzend und halb liegend. Dabei war es denn wunderbar und grausenvoll anzusehen, wie die rechte Hand des Mörders, womit er seine verruchte That verübt hatte, noch drei Tage lang auf dem Rade blutete.


Pohlmann Gesch. der Stadt Salzwedel. S. 387.

37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

37. Die wüste Kirche zu Danne.

Bei dem Dorfe Danne an dem kleinen Flusse Jentze steht eine alte wüste Kirche. Die alten Bauern erzählen, daß darin vor Zeiten ein alt hölzern Bild gewesen, welches eine heidnische Göttin, Namens Goza, vorgestellt. Die Bauern haben es Sanct Vilhaar (Vielhaar) genannt, und [32] haben es angerufen, und ihm Gelübde gethan für alles Vieh, so Haare hatte, wenn das krank oder unfruchtbar gewesen. Solche Abgötterei ist noch vor hundert Jahren gewesen.


Enzelt Chronik der alten Mark. S. 11.

38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

38. Der Mittelpunkt der Welt.

In dem Dorfe Poppau und in der Gegend glauben die Leute steif und fest, daß Poppau gerade mitten in der Welt liege. Dicht am Dorfe ist ein kleines stehendes Wasser, neben diesem steht ein alter Stein. Dieser Stein ist der Mittelpunkt der Welt; um das zu bezeichnen, liegt er da seit tausend und tausend Jahren, und unter ihm liegt noch die Kette, mit der damals die Welt ausgemessen ist.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

39. Die großen Steine bei Ballerstedt.

Nachdem der Markgraf Huder schon einmal bei Krumke von dem Markgrafen Albert aus Anhalt, mit dem er sich um die Altmark stritt, geschlagen war, schlug ihn dieser zum anderen Male bei den Dörfern Groß- und Klein-Ballerstedt. An dem Orte, wo diese Schlacht vorgefallen, sieht man noch jetzt grausam große Steine, darunter die erschlagenen Wenden begraben sind. Mehrere dieser Steine liegen in einem Dornenbusche zwischen jenen beiden Dörfern, besonders sind viele hinter dem Dorfe Groß-Ballerstedt auf dem sogenannten Hundsrücken; deren sind zwölf und sie liegen unordentlich durcheinander. Ein anderer Haufen ist nicht weit davon auf den sogenannten Hasenäckern, diese liegen in der Länge, aber gleichfalls etwas unordentlich. Der größte Haufen liegt nach dem Dorfe [33] Grebenitz zu; sie sind sehr ordentlich in die Länge gesetzt, und oberwärts befindet sich in der Mitte ein Altar von zwölf, in einem länglichen Viereck gelegten Steinen.

Bei allen diesen Steinen sieht man noch jetzt, bei Tage sowohl wie bei Nacht, allerlei seltsame Gespenster; auch hört man dort häufig ein ganz sonderbares Geschrei. Von den Steinen auf den Hasenäckern nahm vor mehreren Jahren ein Müller aus der Gegend einen, um ihn auf seiner Mühle zu gebrauchen. Er spaltete ihn ab und fertigte einen recht schönen Mühlstein daraus. Allein er konnte kein Mehl darunter fertig bekommen, und das Getreide blieb wie zerquetscht darunter liegen.

Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. Th. 1. S. 350. 351.

40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

40. Die gestohlene Glocke in Ristedt.

In dem Ristedter Kirchenthurme fehlt noch jetzt eine Glocke. Sie ist vor vielen Jahren von einem Offizier gestohlen, der auch noch sechs andere Glocken, also im Ganzen sieben Kirchenglocken in der Altmark entwendet hat. Dafür ist es ihm denn auch in seinen letzten Tagen schlecht ergangen, indem ihn das Ungeziefer aufgefressen hat.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen.

Der berüchtigte Ablaßkrämer Tetzel kam zu seiner Zeit in das Dorf Flechtingen im Kreise Salzwedel, und bot seine Waare aus, verkaufte auch viel. Als das der Edelmann des Dorfes, Barward von Schenk geheißen, erfuhr, begab sich dieser auch zu ihm, und verlangte einen Ablaßbrief für eine schwere Sünde, die er aber noch nicht begangen habe. Er erhielt ihn, mußte ihn aber sehr theuer bezahlen. Wie darauf der Ablaßkrämer guten Muths und [34] mit vielem Gelde beladen, welches er in der ganzen Umgegend reichlich eingenommen, wieder abzog, da jagte Barward von Schenk auf einem anderen Wege ihm zuvor, und trat ihm plötzlich in der Flechtinger Forst entgegen. Hier forderte er ihm seinen Ablaßkasten ab mit dem Sündengelde darin. Der Mönch erschrak zwar sehr, und suchte dem Edelmann begreiflich zu machen, welch' eine große, schwere Sünde er begehe, wenn er ihn und somit die heilige Kirche beraube. Allein der Herr von Schenk erinnerte ihn daran, wie er ja eben für eine recht schwere Sünde von ihm einen Ablaßbrief erhalten, und der Domikaner mußte, alles Sträubens ungeachtet, seinen Kasten mit allem Gelde hergeben. Von diesem Gelde ließ der Edelmann, da das Dorf bis dahin keine eigene Kirche hatte, die Kirche in Flechtingen bauen, die daselbst noch gegenwärtig steht.

42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

42. Die beste Religion.

In der Altmark, nicht gar weit von Salzwedel, liegt das Kloster Distorf, welches eins der ältesten Klöster ist, und schon im Jahre 1161 bei Lebzeiten Markgrafen Albrechts des Bären gestiftet wurde. Es waren etliche Jungfrauen darin, nach der Regel des heiligen Augustinus. Zur Zeit der Reformation lebten darin zwei Schwestern, Elisabeth und Ursula von Ritzebüttel, die konnten nicht schlüssig werden, welches die beste Religion sei, das Papstthum oder die neue Lehre Luthers. Da beredeten sie sich zuletzt, wenn eine von ihnen zuerst sterbe, so solle sie der anderen Bericht thun, welche von beiden Religionen die beste sei, zu derselben wolle sich nachhero die andere halten. Als es sich nun traf, daß einige Zeit darauf Elisabeth zuerst mit Tode abging, fand sich auch alsbald ein Geist in ihrer Gestalt bei der Ursula ein, und antwortete auf[35] Befragen, ob sie selig worden? – die Worte: »kuhm, kuhm!« d.i.: kaum, kaum! – Darauf beschloß denn Ursula, die Religion zu verändern. Als sie aber zur Kirche gehen wollte, um ihr Glaubensbekenntniß öffentlich abzulegen, und bis in die sogenannte Kluft gekommen war, einen finsteren Eingang vom Kloster in die Kirche, da erhielt sie auf einmal von einer eiskalten, unsichtbaren Hand eine derbe Maulschelle. Sie versetzte indeß: »Dadurch lasse ich mich nicht irren!« und ging muthig fort und setzte ihren Vorsatz in Ausführung. Ihrem Beispiele folgten jetzt die anderen Nonnen des Klosters, welches auf solche Weise nun ganz evangelisch wurde.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 10. S. 154. 155. Ueber die Altmark. II. S. 202.

43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt.

In der Gegend von Salzwedel liegt ein Dorf, Groß-Gerstädt genannt. Daselbst hat sich vor ungefähr hundert Jahren folgende schreckliche Begebenheit zugetragen: Es lebte daselbst ein Ackersmann, der sich eines Tages mit seinem Sohne veruneinigte, und in seinem Zorne den gotteslästerlichen Wunsch ausstieß, daß Gott mit Feuer vom Himmel in dessen Hof schlagen möge, daß sie beide nicht mehr darin wohnen könnten. Als er so frevelte, war der Himmel noch ganz heiter. Aber zu seinem eigenen Schrecken sollte sein Fluch schnell in Erfüllung gehen. Denn während bald nach dem Streite der Sohn nach Salzwedel ging, und der Vater sich auf das Feld begab, da entstand plötzlich ein Gewitter so schwarz, wie man es in dem Dorfe noch nicht erlebt hatte; das zog sich gerade über dem Dorfe zusammen, und schlug auf einmal, fast ohne allen Donner, an drei verschiedenen Stellen ein, so daß in [36] einer Stunde fünf Ackerhöfe mit allen Gebäuden, und die Ställe von zwei anderen Höfen in einen Aschenhaufen verwandelt waren. Der Hof des fluchenden Bauern war zuerst vom Blitze getroffen, so daß weder der Vater noch der Sohn jemals die Schwelle ihres Hauses wieder haben betreten können.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 3. S. 514.

44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck.

Zu Bombeck, einem Dorfe im Salzwedelschen, lebte vor Zeiten ein Schulze, Namens Hans Nölke, der ein sehr geiziger Mann war. Derselbe hatte zu einer Zeit einen Backofen selbst verfertigt. Gerade auf dem Bußtage wollte er das Gerüste herausnehmen, um den Ofen zu probiren. Für solche Sabbathschänderei wurde er aber schrecklich bestraft. Denn um sein Vorhaben ins Werk zu richten, war er in den Ofen hineingekrochen; auf einmal fiel dieser ein, und er wurde lebendig darin begraben, bevor die Seinigen ihn fanden, und ihm zu Hülfe kommen konnten.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. S. 123.

45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

45. Hakkeberg.

Im Drömling in der Altmark hat man häufig den Fluch: »Daß dich der Jäger hole!« Davon erzählt man: Vor Zeiten lebte dort ein gewisser Mann, Namens Hackeberg. Der war ein großer Jäger, und pflegte aus übermäßiger Lust zum Jagen zu sprechen: Wenn ich nur immer jagen könnte, so wollte ich Gott seinen Himmel wohl lassen! Das ist ihm aber schlecht bekommen; denn zur Strafe muß er nun nach seinem Tode immer des Nachts zu Pferde mit Hunden vom Harze herunter in den Drömling hinein jagen, so daß er keine Ruhe und keine Rast hat. Es haben ihn viele Leute in Gestalt eines Jägers gesehen.


[37] Beckmann histor. Beschreibung von Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 4. S. 80.

46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

46. Die bestraften Räuber.

In dem Dorfe Kleinau bei Apenburg legten sich im Jahre 1650 etliche junge Bauern zu damaliger Kriegszeit auf die Räuberei, und damit sie nicht möchten erkannt werden, machten sie sich mancherlei Gebrechen an. Der Eine nannte sich den »tauben Corporal,« und stellte sich, als könne er nicht hören. Der Andere nannte sich den »stummen Corporal,« und that, als könne er nicht reden. Der Dritte aber nannte sich den »krummmäuligen Corporal,« und hat allezeit, wenn er reden sollen, den Mund verzogen. Diese Bosheit hat aber Gott der Herr augenscheinlich an ihren Kindern gestraft. Denn dem tauben Corporal wurde hernachmals zuerst ein ganz tauber Sohn geboren, und ob er wohl nachher noch viele Kinder zeugte, so ist doch keins dabei gewesen, so recht hat hören können. Dem stummen Corporal wurde zuerst ein Sohn geboren, der ganz taubstumm war, und darauf noch einer, dem zeitlebens das Sprechen so schwer wurde, daß man kaum verstehen können, was er geredet. Und dem krummmäuligen Corporal wurde ein Sohn geboren, dem der Mund ganz schief auf die eine Seite hingezogen war.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. B. 1. Cp. 9. S. 92.

47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf.

Bei dem Dorfe Dahrendorf unweit der Hannöverschen Grenze liegt ein kleiner Berg, der Lehnekenberg geheißen; auf demselben befindet sich ein großer Granitstein, um welchen mehrere kleine Steine herumliegen. Man erzählt sich hiervon, daß einstmals eine Braut aus dem Hannöverschen hierher gekommen und in den großen Stein [38] verwandelt sei, warum? das weiß man nicht. Die Braut hat Lene geheißen, und davon hat der Berg den Namen erhalten.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

48. Der Lehnekenstein bei Bonese.

Eine Viertelstunde westlich vom Dorfe Bonese, hart an der Markauer Grenze, steht in der Haide ein großer Stein; er ist von Granit und enthält vielen schwarzen Glimmer; er muß da schon viele hundert Jahre gelegen haben, denn er ist ganz grau und mit Moos und Flechten bewachsen. Er ist ungefähr 5 Fuß hoch, und hat gegen die Mitte zu einen Umfang von 12 Fuß; nach oben hin spitzt er sich zu. An der Vorderseite, wo ein Fahrweg dicht vorbeigeht, ist er glatt, an den übrigen Seiten aber ist er rauh und uneben; auch hat er dort mehrere Ritzen und Spalten. Früher hat ein ganzer Kranz von Steinen um ihn herum gestanden, davon sieht man aber jetzt nur noch wenige Spuren. Dieser Stein heißt der Lehneken- (Lehnchen-) Stein, und man erzählt sich von ihm folgende Sage:

Vor vielen Jahren wohnte in dem Dorfe Bonese eine Bauerfrau, die zwei Kinder hatte, einen Jungen, der hieß Asmus, und ein Mädchen, die Marlene (Maria Helene) hieß. Der Asmus war schon als Knabe ein Taugenichts, und nachher wurde er ein großer Bösewicht, der keine größere Freude hatte, als die Leute zu quälen. Seine Schwester Marlehnchen dagegen war ein gutes und gottesfürchtiges Mädchen, die von Jedermann geliebt wurde. Die jungen Bursche kamen von allen Seiten her und begehrten sie zur Frau. Sie mochte aber keinen von ihnen, und schlug alle ihre Anträge aus, denn sie hatte eine stille Liebschaft mit einem Knechte auf dem Nachbarhofe, der ein frommer und fleißiger Mensch war, und nur leider [39] keine Reichthümer hatte. Den hatte sie sehr lieb, wie er sie auch, und sie hatten geschworen, daß sie nicht von einander lassen wollten. Zuletzt kam auch der reiche Schulzensohn aus Markau als Freiersmann. Der ließ sich von Marlehnchen nicht abweisen, und steckte sich hinter ihre Mutter und ihren Bruder. Diese quälten sie täglich, und verlangten von ihr, daß sie den Schulzensohn zum Manne nehmen solle. Sie weinte zwar und klagte, und bat um Gotteswillen, daß man doch das nicht von ihr verlangen solle. Aber die Beiden kehrten sich nicht daran, und betrieben nur um desto eiliger das Verlöbniß und das Aufgebot. Marlehnchen schwor zwar in ihrer Herzensangst, sie werde sich eher umbringen, als daß sie als Braut über die Markauer Grenze gehe; aber man verspottete und verlachte sie nur.

Der Hochzeittag kam unterdeß heran, und war auf den nächsten Dienstag bestimmt. Am Montage vorher, des Nachmittags, kamen, wie gebräuchlich, die Brautjungfern zu ihr, und putzten sie auf, und führten sie dann, so viel sie auch weinte und sich sträubte, mit Gewalt zu dem Wagen, in welchem sie nun, wie das Sitte ist, zu ihrem Bräutigam gefahren werden sollte. Ihre Verwandten und Bekannten begleiteten sie in vielen Wagen, und im hastigen Galopp eilten Alle nach Markau zu. Den vordersten Wagen fährt der Bruder der Braut, den hintersten der jüngste Bruder des Bräutigams, wie das Alles so Gebrauch ist. An der Markauer Grenze mußten die Wagen halten, und der Bruder des Bräutigams mußte hier der Sitte gemäß die Braut und die Brautjungfern fragen, ob sie nicht noch lieber umkehren wollten. Es war gerade die Sonne im Untergehen, als sie an der Grenze ankamen. Wie alle Wagen stillstanden, erhob sich der Bruder des Bräutigams und fragte die Brautjungfern: ob die Braut noch bei ihnen [40] sei? Sie antworteten ihm: Ja! Darauf fragte er die Braut: Wer hat dich hierher gebracht, du Braut? Marlehnchen antwortete seufzend, wie es vorgeschrieben war: Gott und gute Leute! Jener fragte weiter: Will die Braut weiter, oder will sie umkehren? Jetzt ist es noch Zeit! Da rief Marlehnchen laut weinend: Ich will um, ich will wieder um, ich will nach meiner Mutter Haus! – Ihr Bruder Asmus aber, der das hörte, schrie wüthend: Nein, du sollst nicht um, du sollst nach Markau. Fahrt zu, fahrt zu! Damit schlug er auf seine Pferde, und rief den Andern zu, daß sie desgleichen thun sollten. Aber Marlehnchen sprang von ihrem Sitze auf, und rief: Ich will lieber zum Steine werden, als daß ich über die Markauer Grenze komme! Mit diesen Worten stürzte sie sich oben über den Rand des Wagens und wurde auf der Stelle zu einem Steine. In dem Augenblicke ging die Sonne unter. – Um Mitternacht, wenn Vollmond ist, sieht man die bunten Brautbänder noch an dem Steine flimmern.

Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

49. Die Spinnerin im Monde.

In der Gegend von Salzwedel erzählt man sich folgende Sage, die sich in einem Dorfe der Gegend zugetragen haben soll, dessen Namen man aber nicht mehr anführen kann: In dem Dorfe lebte eine arme, alte Wittwe, mit ihrer einzigen Tochter, Namens Marie. Die Mutter war krank und schwach, und konnte nicht mehr arbeiten. Das schadete aber nicht, denn Marie war die beste Spinnerin nahe und fern, sie konnte täglich drei Stück Garn spinnen, und ihr Faden war doch der feinste; dadurch ernährte sie sich und ihre alte Mutter. Sie hatte leider nur einen großen Fehler an sich, sie war wild und leichtsinnig, und sie mußte bei jedem Spektakel und bei [41] jeder Tänzerei sein. Sie verursachte dadurch ihrer frommen Mutter vielen Kummer, und diese machte ihr Vorwürfe und Ermahnungen genug, allein das half nichts. Besonders im Spätherbst und Winter ging die Lust des Mädchens los, wenn die jungen Leute des Dorfes zum Spinnen zusammenkamen, was man die Spinnekoppel hieß. Es wurde dann gespielt, gelärmt, gesungen und getanzt, und anstatt zu ordentlicher Zeit auseinander zu gehen, wurde es späte Nacht darüber. Am tollsten dabei und die Letzte, die zu Hause kam, war Marie. Die Mutter hatte das lange in Geduld angesehen, weil ihre Ermahnungen doch nichts helfen konnten. Einmal aber auf Marientag, als Marie wieder zu der Spinnekoppel ging, sagte sie zu ihrer Tochter: Versprich mir nur heute, daß du vor Mitternacht zu Hause kommen, und dich nicht auf der Straße herumtreiben willst. Heute ist unserer lieben Frauen Tag, und wenn da die Kinder ungehorsam gegen ihre Eltern sind, so werden sie auf der Stelle bestraft. Das ging der Marie ins Herz, daß sie weinte, und sie versprach ihrer Mutter, sie wolle gewiß nicht wieder spielen, so wahr der Mond am Himmel stehe. Mit diesem Versprechen nahm sie ihr Rad und ging.

Sie hatte aber kaum eine Stunde gesponnen, als draußen Gesang und Musik laut wurde und die jungen Bursche des Dorfes ankamen. Sie hatten Spielleute geholt, die Spinnräder wurden an die Seite geworfen, und Alles tanzte und sprang. Marie wollte zwar anfangs nicht mittanzen, aber die Musik und die Lust und die Bitten der Bursche drangen tiefer in ihr Herz, als das Versprechen, das sie ihrer Mutter gegeben hatte. Es war schon lange Mitternacht vorüber, als man sich endlich anschickte, auseinander zu gehen. Die Musik mußte sie aber noch auf die Straße begleiten, und als sie an dem Kirchhofe [42] vorbeikamen und dessen Thüre offen fanden, da ergriffen die Bursche die Mädchen, und zogen sie auf den Kirchhof, wo das Tanzen von Neuem losging. Marie hatte ihr Versprechen ganz vergessen und sprang lustig mit in dem hellen Mondschein.

Ihre Mutter saß unterdeß unruhig in ihrem Stübchen und wartete mit Schmerzen auf ihre Tochter. Da hörte sie auf einmal aus der Ferne das Schreien und Lärmen auf dem Kirchhofe. Sie konnte sich nicht mehr halten. Sie ging aus dem Hause und folgte dem Lärm. So kam sie auf den Kirchhof, wo sie ihre Tochter mitten unter den Springenden sah. Der Anblick zerschnitt ihr das Herz. Sie befahl ihr, sofort mit ihr nach Hause zu gehen. Das Mädchen aber erwiderte ihr: Ei, Mutter, der Mond scheint noch so helle! Geh' du nur, ich komme bald! Da sah die alte Frau in den Mond und verfluchte ihre Tochter. Ich wollte, sagte sie, das ungerathene Kind säße im Monde und müßte da oben spinnen! – Die Worte hatte sie kaum gesprochen, da war die Marie aus den Reihen der Tanzenden verschwunden, und man sah sie, mit ihrem Rade in der Hand, rasch wie einen Blitz, dem Monde zufliegen. – Im Monde sitzt sie noch und spinnt; wenn er ganz hell scheint, dann kann man sie deutlich spinnen sehen. Sie spinnt feine und zarte Fäden, die fallen zur Herbstzeit auf die Erde herunter; der Wind jagt und zerreißt sie dann, und treibt sie auf Hecken und Bäume. Die Leute nennen sie Sommerseide oder Marienfädchen.

Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

50. Die kluge Nonne zu Arendsee.

In dem Städtchen Arendsee ist ein altes Kloster zu sehen, welches früher von adligen Jungfrauen Benedictiner-Ordens bewohnt wurde und sehr berühmt war. In [43] der Klosterkirche an der Orgel findet man noch jetzt ein Gemälde, worauf die Domina des Klosters abgebildet ist mit einem weiten Chormantel; unter diesem stehen die sämmtlichen Klosterjungfrauen, und man sieht deren neun an der Zahl darunter hervorsehen. Ueber dem Gemälde sind die Worte zu lesen: »Die Versammlung des Jungfräulichen Klosters Arenthsee.« – Weiter unten lieset man die Namen: »Emerentia von Rietdorf Domina, Allheide von Eickstedte, Anna von Baldenstedten, Cösterinnen.« Von der Bedeutung dieses Bildes hat man folgende Geschichte: In den schweren Zeiten des großen Deutschen (30jährigen) Krieges wurde das Kloster überfallen, und es sollte ausgeplündert werden. Blos der Domina gestattete man freien Abzug. Da that die eben gedachte Domina, Emerentia von Rietdorf, das Ansuchen, daß sie auch dasjenige möchte aus dem Kloster in Sicherheit bringen, was sie unter ihrem Chormantel könnte mitnehmen. Solches wurde ihr gewährt, und sie nahm die sämmtlichen Klosterjungfrauen, deren neun waren, unter den Mantel und brachte sie also in Sicherheit.


Beckmann histor. Beschreibung von Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 9. S. 34. 35.

51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

51. Der Name Arendsee.

Als vor vielen hundert Jahren das Städtlein Arendsee erbaut war, und damals noch keinen Namen hatte, da geschah es eines Tages, daß das Erdreich neben diesem Orte, da, wo jetzt der ebenfalls Arendsee genannte See ist, plötzlich einsank, und den jetzt vorhandenen großen See hinter sich ließ. Eine Frau, deren Ehemann Arend hieß, sah solches zuerst, und sie hat in ihrer Verwunderung ihrem Manne blos zurufen können: Arend, seh! oder: [44] Arend, sieh! Von der Zeit an ist denn solcher Name der Stadt verblieben.


Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. Th. 5. B. 1. S. 25.

52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

52. Der Arendsee.

Der merkwürdigste See in der Altmark ist der sogenannte »große See« bei dem Städtchen Arendsee, auch blos der »Arendsee« genannt. Er liegt an der alten Poststraße von Havelberg nach Hamburg. Er hat einen Umfang von einer kleinen deutschen Meile, und ist sehr tief, über 20 bis 30 Klafter. Nach dem Städtchen Arendsee hin hat er hohe Ufer; sonst sind seine Ufer flach und sandig. Sein Wasser ist hell und klar. Schilf und sonstiges Sumpfgewächs findet sich nicht darin, sondern nur hin und wieder etwas Binsengras. Auch wird zuweilen beim Fischen mit den Netzen ein Gras herausgezogen, das über 20 bis 30 Ellen lang ist. Das Wasser des Sees bleibt fast immer in derselben Höhe; es vermehrt sich nicht bei nassem, und vermindert sich nicht bei trockenem Wetter. Doch bemerkt man zu Zeiten, daß es etwas wächst, wenn die, zwei Meilen davon entfernte Elbe bedeutend steigt, weshalb man auch annimmt, daß der See, obwohl zumeist durch unterirdischen Wasserzufluß gebildet, doch durch dergleichen Canäle auch mit der Elbe in Verbindung stehe. Fischerei wird wenig darauf getrieben, weil das Wasser zu tief ist; besonders ist es auffallend, daß der Fisch zwischen Michaeli und Mariä Verkündigung sich ganz in die Tiefe hineinzieht.

Der See friert sehr selten zu, gewöhnlich alle 15 Jahre einmal, und immer nur, wenn der Belt zufriert. Wenn er zufrieren soll, welches alsdann gewöhnlich um Heilige Drei Könige geschieht, so fängt er vorher an zu rauchen wie ein Backofen, dabei läßt er ein entsetzliches Geheul und Krachen in seinem Innern, und ein eben solches [45] Getöse über sich in der Luft hören. Das Nämliche hört man auch, wenn ein starkes Ungewitter, oder ein Sturm in der Nähe ist, oder wenn wieder Thauwetter eintritt. Besonders hört man ein Getöse, als ob ein fürchterliches Ungewitter los wäre, wenn das Eis losgehen will.

Früher stand auch eine Windmühle an dem Ufer des Arendsees. Als aber im Jahre 1685, am 25. November auf St. Catharinentag, sich plötzlich von Nordwesten ein starker Sturmwind erhob, und nun um zwei Uhr Nachmittag das Wasser des Sees mit großer Bewegung aufwärts stieg, da wurde diese Mühle mit dem Hügel, worauf sie stand, auf einmal in die Tiefe des Sees hinuntergerissen, so daß der Müller kaum Zeit hatte, mit seiner Magd herunter zu springen und sich zu retten. Die Stelle, wo die Mühle gestanden, bildet noch jetzt eine merkliche Bucht, und hat eine Tiefe von 20 Klaftern. – Der Müller hatte drei Nächte vorher, jede Nacht zweimal, vom See her eine Stimme gehört, die ihm zurief: Müller heraus, nur bald fort! – ohne daß er einen Menschen hatte sehen können. Kurz vor dem Beginn des Sturms aber hat die Mühle einige Male angefangen zu prasseln, als wenn Alles darin in Stücke zergangen wäre, und doch war nichts darin versehrt. Es ist daher auch noch lange Jahre in dem Städtlein Arendsee der 25ste November wie ein Bußtag begangen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 1075-1080.

53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

53. Der Mehlberg am Arendsee.

Am Arendsee in der Altmark bei dem Dorfe Schrampe, liegt ein Berg, der aus sehr feinem, mit weißen Spathflinkern vermischtem Sande besteht. Er wird von den Bewohnern der Gegend der Mehlberg genannt, und es geht die Sage, daß in ganz theuren Zeiten die armen Leute aus diesem [46] Berge ihr Mehl zu Brod holen können, wie denn dies in früheren Zeiten zum öfteren bereits soll geschehen sein.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 1. S. 888.

54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

54. Der gekeilte Dieb.

In dem Dorfe Garzin unweit Arendsee lebte vor Zeiten ein Mann, Namens Johann Heinrich Müller, der wegen Bienendiebstahls sehr verrufen war. Die Gerichte konnten ihm zwar nicht beikommen, aber dafür starb er eines elenden Todes. Denn die Bestohlenen hatten ihn durch Verwünschungen eingekeilt, und auf einmal, ehe er es sich versiehet, überfällt ihn ein Schmerz, als wenn er erbärmlich geprügelt würde. Dieser Schmerz hat gedauert bis an seinen Tod. Als er zum Sterben kam, da fielen ihm große Löcher in seinen Leib, und er mußte sich lange und viel quälen vorher.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 3. S. 727.

55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen.

Magister Joachim Krusemark, seit dem Jahre 1625 Diakonus zu Seehausen in der Altmark, wurde im Jahre 1628 geistlicher Inspector daselbst. Derselbe hat die Plünderung der Stadt Anno 1633 mit ausgehalten, und dabei von einem Kroaten einen gefährlichen Hieb über den Kopf bekommen, wovon er bis an seinen Tod große Beschwerung gehabt. Dieser sein Tod erfolgte Anno 1637, und ging ihm eine absonderliche Begebenheit vorher. Wenige Tage vor seinem Ende nämlich, als er in der Kammer, seine Frau und Schwiegermutter aber in der Stube nebenan geschlafen, hörten diese Letzteren, daß Jemand in der Kammer mit ihm redete. Sie verwunderten sich darüber, weil doch Niemand bei ihm in der Kammer sein konnte, und [47] machten deshalb die Kammerthüre auf. Dabei sahen sie einen hellen Schein in der Kammer, der jedoch allsofort verschwunden. Der Inspector aber zeigte sich sehr unwillig, daß man ihn gestöret, und den Tag darauf meldete er, es sei ihm in der Nacht geoffenbaret, daß er bald sterben werde; hat dabei auch den Tag und die Stunde benannt, wann solches geschehen werde, imgleichen mehrere andere Dinge; welches Alles sich auch also zugetragen.


Der Alt Märkischen historischen Sachen II. Sammlung von Jul. Conr. Rüdemann. S. 214. 215.

56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

56. Die Hand auf dem Grabe.

In der Kirche des Dorfes Groß-Redensleben, eine Stunde von Seehausen, befindet sich gleich beim Eingange, links vor der Thüre an einem steinernen Pfeiler, eine hölzerne, schwarz angestrichene Tafel, welche folgende Inschrift hat:

2 Buch Moses XX

Sieh, sieh du böses Kind,
Was man hier merklich findt,
Eine Hand, die nicht verwes't,
Weil der, deß sie geweßt,
War ein ungerathenes Kind,
Die man auch jetzt noch findt.
Den Vater schlug der Sohn,
Darum hat er dieß zum Lohn,
Daß hier hängt seine Hand,
Hüt dich für solche Schand.

Auf dem Rande der Tafel, rund um jene Inschrift herum, stehen die Worte:

Du sollt deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der Herr dein Gott giebt.

[48] Unten an der Tafel befindet sich eine eiserne Kette, ungefähr eine halbe Elle lang, an derselben hängt eine Menschenhand, welche kurz an der Wurzel abgehauen ist; sie ist von aschgrauer Farbe, Haut und Fleisch sind gänzlich daran vertrocknet. Man erzählt hiervon folgende Sage:

Vor dem dreißigjährigen Kriege lebte zu Groß-Redensleben ein frommer Mann, der einen sehr ungerathenen Sohn hatte. Dieser Sohn verlachte nicht nur des Vaters Ermahnungen, sondern ging in seiner Verstocktheit gar so weit, daß er seinen eigenen Vater mißhandelte. Einst hob er auch die Hand gegen ihn auf, als der Vater gerade für ihn zu Gott um Besserung betete. Da geschah es aber, daß der ungerathene Bube plötzlich todt zur Erde niederfiel, zum sichtbaren Zeichen, daß der Himmel seinen Frevel nicht ungestraft lasse. Als er nun aber am Tage nachher begraben war, da begab sich ein noch größeres Wunder. Denn es wuchs plötzlich aus seinem Grabe seine Hand heraus, dieselbe Hand, womit er seinen Vater geschlagen hatte, als wenn sie in der Erde keine Ruhe habe. Da flohen vor Schrecken Alle, die es sahen, und es wagte sich Keiner mehr auf den Kirchhof; denn die Hand wich nicht wieder unter die Erde, und es war grausig anzusehen, wie sie so starr und bleich aus dem Grabe hervorragte, kalt und schweigend, aber doch ein so beredter Zeuge, wie der Herr die Sünde strafe. Zuletzt befahl die Obrigkeit, daß man sie mit Ruthen streichen sollte, glaubend, daß eine solche Strafe genug sei und die Erlösung bewirken werde. Der Befehl wurde vollzogen, und die Hand blutete, daß die Erde davon roth wurde; aber in das Grab wollte sie nicht zurück. Da ließ man sie abhauen und mit jener Tafel in der Kirche aufhängen, damit noch späte Zeiten sich ein Beispiel daran nehmen möchten.

(Eine ähnliche Sage ist in Szamaiten und Polen häufig.)

57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[49] 57. Der Kaiserbesuch in Osterburg.

Hochmuth kommt vor dem Fall. Als der Kaiser Lothar, der zweite dieses Namens, einstmals in der Altmark war, und mehrere Städte besuchte, da wollte auch die Stadt Osterburg einer solchen Ehre theilhaftig werden, um nicht gegen die anderen Städte zurückzustehen. Sie ließ daher den Kaiser um einen Besuch bitten. Dem genügte dieser Herr, und er kam mit großem Gefolge und vielen Menschen in die Stadt. Aber das kam den guten Leuten theuer zu stehen. Denn bei den Festlichkeiten, die sie zur Ehre des Kaisers anstellten, geriethen die Bürger mit den kaiserlichen Bedienten in einen Streit, der so arg wurde, daß die meisten Einwohner von Osterburg erschlagen, und die Stadt selbst mit der darin befindlichen Burg zertrümmert wurde.


Ueber die Altmark. II. S. 8.

58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

58. Die Feuersbrunst in Osterburg.

Vor ungefähr hundert Jahren lebte zu Osterburg ein Brauer, dem waren zu einer Zeit seine Bottiche behext, so daß ihm kein Gebräu darin gedeihen wollte. Alle Mittel, die er dagegen gebrauchte, wollten nicht anschlagen, die Behexung wollte nicht weichen. Da hörte er zuletzt, daß in Stendal ein kluger Mann sei, dem keine Behexung widerstehen könne; diesen ließ er zu sich kommen, und der Mann brannte ihm mit vielen Ceremonien seine Bottiche aus. Aber die Zauberei, die einmal darin saß, konnte er nicht verbannen; denn ehe er und der Brauer es sich versahen, fuhr die Flamme aus den Bottichen hervor und ergriff das Haus, in dem sie waren, und es brannten über zwei Drittheile der ganzen Stadt ab. Nach der Chronik ist dieser große Brand im Jahre 1761 gewesen. Es ist[50] dabei auch der Kirchthurm niedergebrannt, welcher der höchste und künstlichste Thurm in der ganzen Altmark gewesen ist.


Vergl. Ueber die Altmark. II. S. 19.

59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

59. Die rothe Erde bei Krumke.

Unweit der Stadt Osterburg liegt das Dorf Krumke, welches dem Herrn von Kahlden zugehört. In der Nähe dieses Dorfes, da wo jetzt die Krumkesche Schäferei liegt, ist vor langen Jahren eine große und mörderische Schlacht vorgefallen, in welcher Huder von Stade und Albrecht von Askanien sich um die Altmark stritten. Es sind in derselben eine große Menge Menschen ums Leben gekommen, also daß die Erde rund umher ganz roth geworden, und ein Bach, der dort fließt, voll Blut gewesen. Zum Wahrzeichen ist noch jetzt die Erde dort roth, als wenn das Blut der Erschlagenen noch immer nicht daraus zu vertilgen wäre. Das Bächlein, welches früher Clia hieß, wird seitdem die rothe Furth genannt.


Ueber die Altmark. II. S. 40. 41.

Enzelt Chronik der Altmark. S. 100.


Nach einer anderen Sage ist an dieser Stelle eine mörderische Schlacht zwischen den Städten Seehausen und Osterburg vorgefallen. Der Anführer der Einwohner von Osterburg hat in derselben auf einem Ochsen geritten. Auf diesen Umstand beziehen sich die zwei letzten Verse des folgenden alten Liedes, welches die sieben Städte der Altmark charakterisirt:


De Stendaler drinken gerne Win,
De Gardeleger wüllen Junker sin,
De Tangermünder hebben den Moth,
De Soltwedler hebben det Goth,
De Seehuser det sind Ebenthür,
[51]
De Werbner geben den Weiten dühr,
De Osterborger wollden sich reken,
Und deden den Bullen vör den Bären steken.

Ueber die Altmark. a.a.O.


Ueber diese zwei letzen Verse hat man indeß auch noch eine andere Sage. Vor langen Jahren nämlich sah der Thurmwärter zu Osterburg eines Tages einen großen Haufen Thiere auf die Stadt zukommen. Er hielt sie für Bären, und er eilte voller Schrecken vom Thurm herunter in die Stadt und verkündete den Bürgern, daß eine Menge Bären im Anzuge auf die Stadt wären. Da kam denn die gesammte Bürgerschaft zusammen, mit Spießen, Stangen, Mistforken, und was man sonst in der Eile an Waffen hatte aufgreifen können. Die zogen dem schrecklichen Feinde entgegen. Als sie ihn aber erreicht hatten, da sahen sie, daß es eine Heerde Ochsen waren, die friedlich der Stadt zugetrieben wurden.

Zur Auslegung der übrigen vorstehenden Verse mag folgende Auskunft nicht uninteressant sein. In und bei Stendal wurde im Mittelalter viel Weinbau getrieben, den zuerst die unter Albrecht dem Bären (regierte von 1142 bis 1170) eingewanderten Rheinländer, denen das Bier nicht mundete, eingeführt hatten. Dieser Weinbau war so ausgebreitet, daß Stendal seine Weine selbst nach Pommern, Schweden, Preußen und Liefland ausführte. Gardelegen dagegen war in früheren Zeiten durch seine Bierbrauereien berühmt, deren hier zu einer Zeit an dreihundert waren, und von denen namentlich ein unter dem Namen Garlei berühmtes köstliches Bier gebrauet wurde. Durch dieses Bierbrauen kam nach Gardelegen ein großer Reichthum, und die Gardeleger wurden hochmüthig, als wenn sie Junker wären. Die Stadt Tangermünde zeichnete sich in mehreren Fehden des Mittelalters durch [52] ihren Muth aus, besonders in dem Kampfe für den falschen Waldemar, an dem sie, trotz der Achtserklärung des Kaisers Carl des Vierten, die letzte der Brandenburgischen Städte, in unerschütterlicher Anhänglichkeit festhielt. Die Stadt Salzwedel gehörte zu den vorzüglichsten Städten des Hansebundes, und es floß lange Zeit in ihr der größte Reichthum unter den altmärkischen Städten zusammen. Von den Seehausern sollen ehedem Mehrere große Seereisen gemacht haben, um die Insel der Glückseligen aufzusuchen, die sie aber nicht gefunden haben sollen. Die Stadt Werben, in der Wische, einer sehr fruchtbaren Gegend, belegen, trieb früher einen bedeutenden Handel mit Weitzen, der dort zur Schiffahrt aufgespeichert, und erst, wenn er sehr theuer geworden, losgeschlagen wurde.

60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

60. Der letzte Pfarrer in Krumke.

Das Dorf Krumke hatte früher seinen eigenen Pfarrer. Jetzt ist es ein Filial von Lossen. Der letzte Pfarrer lebte zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Er hatte eine sehr kärgliche Einnahme, und war ein alter, schwächlicher Mann. Wenn er in seiner Gemeine herumreisen mußte, so saß er auf einem alten zweirädrigen Karren, der mit Brettern benagelt und mit zwei Kühen bespannt war, denn ein Pferd hatte er nicht. Auch einen Knecht konnte er sich nicht halten, und darum mußte seine Tochter ihn fahren. Eines Tages, als er so von dem Dorfe Däsedau zurückkam, begegneten ihm schwedische Reiter. Die hielten ihn und sein Fuhrwerk an, und verlangten, daß seine Tochter ihnen zu Willen sein solle. Das Mädchen und der Pfarrer geriethen darüber in großen Schrecken. Er kletterte von seinem Karren herunter und fiel den Soldaten zu Füßen, ihr Mitleid anflehend. Anfangs half das nichts. Zuletzt aber sagten sie, wenn er ihnen sein ganzes Verdienst [53] von heute abgebe, so wollten sie seine Tochter fahren lassen. Da reichte er ihnen mit Zittern hin alles was er hatte. Es waren zwei Schillinge. Die Schweden wollten ihr Wort nicht brechen, sie nahmen das Geld und jagten lachend davon.


Ueber die Altmark. II. S. 29. Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. V. 1. Cap. 5. S. 55.

61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

61. Das Kloster Crevese.

Da, wo jetzt das Kloster Crevese in der Altmark, unweit Osterburg, steht, war früher ein Schloß, Zerwest geheißen, woraus nach der Zeit der Name Crevest oder Crevese gemacht wurde. Dasselbe gehörte dem Grafen Werner von Osterburg. Als diesem sein Sohn, Graf Werner der Jüngere, im Sturm vor Brandenburg geblieben war, da beschloß er, mit Beirath seiner Gemahlin, zu Ehren der heiligen Jungfrau Maria, sein Stammschloß Zerwest zu einem Jungfrauenkloster zu machen. Er fing auch an, dieses zu bauen. Als er nun an dem Bau war, so fand er auf einmal mitten in dem Holze ein kleines Marienbild, beschloß daher, das Kloster, für welches er noch keinen Namen hatte, Marienthal zu heißen. Solches geschah im Jahre 1157. Allein die Bauern in der Gegend behielten den alten Namen Crevese bei, der denn auch fortwährend dem Kloster geblieben ist.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. Cap. 10. S. 157.

62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

62. Die beiden Frauen zu Aulosen.

Vor vielen hundert Jahren lebte auf seinem Schlosse zu Aulosen in der Wische ein Herr von Jagow. Er hatte eine Frau und viele Kinder; aber weil er sehr fromm und gottesfürchtig war, so ließ er Alles im Stich, und zog mit [54] den deutschen Heeren in den Türkenkrieg, um den Erbfeind des christlichen Glaubens besiegen zu helfen. Dort ging es ihm indeß sehr schlecht, er wurde gefangen und als Sklave verkauft. Er kam als Gärtner zu einem vornehmen türkischen Herrn. Die Tochter dieses Türken kam oft in den Garten, in welchem er arbeitete, und sah ihn, und hatte ihr Gefallen an ihm, weil er ein sehr schöner und schmucker Herr war. Sie fühlte auch bald Mitleiden mit seinem Unglücke, und endlich hatte sie ihn in ihrem Herzen so lieb gewonnen, daß sie nicht mehr von ihm lassen konnte. Der Ritter merkte das Alles wohl, und obgleich er seine Gemahlin mit seinem ganzen Herzen liebte, so war er doch auch der Türkentochter gut, weil er nur durch ihre Hülfe hoffen konnte, seine Freiheit zu erlangen, und seine Hausfrau, seine lieben Kinder und seine Heimath im Leben wiederzusehen. Deswegen ließ er sich mit ihr ein, und er versprach, sie neben seiner Gemahlin zu heirathen, wenn sie ihn befreien und zu dem christlichen Glauben übertreten wolle. Dazu war sie gern bereit. Sie entfloh glücklich mit ihm aus seiner Sklaverei; in Deutschland wurde sie eine Christin und dann durch die Dispensation des Papstes seine Hausfrau.

Es war gerade auf Grünen Donnerstag des Mittags, als der Ritter mit seiner gewesenen Türkin auf seinem Schlosse zu Aulosen ankam. Seine deutsche Hausfrau und seine Kinder saßen am Mittagstisch und aßen Erbsen und Stockfisch. Sie freueten sich sehr, wie sie ihren Herrn und Vater wieder sahen, den sie todt geglaubt hatten, und die erste Frau nahm die mitgebrachte zweite mit Freuden neben sich auf. Beide Frauen wurden die besten, verträglichsten Freundinnen, und blieben dies bis an ihr seliges Ende. Das Bildniß der Türkin wird noch unter den Jagowschen Familiengemälden gezeigt; sie ist danach ganz ausnehmend [55] schön gewesen. Sie ist, wie man sagt, zu Großen-Garz begraben; in dem Kirchengewölbe daselbst zeigt man noch ihren einbalsamirten Körper; auch zeigt man dort zwei Leichensteine, auf welchem zwei weibliche Figuren ausgehauen sind, welches die beiden Frauen dieses Ritters sein sollen.

Der Ritter stiftete zum Andenken an seine glückliche Heimkehr auf den Grünen Donnerstag eine Armenspende, daß alle Armen, so viel deren sich einfinden würden, auf dem Schlosse mit Erbsen und Stockfisch, als welches seine Familie bei seiner Rückkehr gegessen, gespeiset werden, und ein Stück Speck und Brod mit auf den Weg bekommen sollten. Noch vor nicht langen Jahren war dieses Bettlerfest so besucht, daß an die fünfhundert Armen dahin wallfahrteten.

Vergl. Ueber die Altmark. II. S. 133.

63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

63. Der Währwolf in Hindenburg.

Der Glaube an den Währwolf hat sich auch in der Altmark erhalten. In dem Dorfe Hindenburg erzählen sich die Leute noch jetzt von einem solchen Menschen, der sich in einen Wolf hat verwandeln können, und es leben noch welche, die ihn in ihrer Kindheit gekannt haben. Er hatte einen Streifen Leder aus einer Wolfshaut gehabt, an der noch die Haare waren. Sobald er sich diesen um den Leib band, war er in einen Wolf verwandelt. Er hatte dann eine außerordentliche Stärke, so daß er oft ganz allein ein ganzes Fuder Heu zog, oder einen ganzen Ochsen ins Maul nahm und forttrug. Er hatte in solchem Zustande aber auch ganz und gar die Natur des Wolfes: denn er würgte das Vieh, und fraß sogar Menschen. Einer seiner Nachbarn ward einmal von ihm verfolgt, und konnte ihm nur mit genauer Noth entgehen. Nur seine Frau verschonte er, wenn er auch noch so wüthend war. Sie kannte einen Zauberspruch, wodurch er gebannt wurde, und den er ihr [56] selbst gelehrt haben soll. Sie schnallte ihm dann den Streifen wieder ab, und nun war er wieder ein vernünftiger Mensch.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

64. Der Kobold in Lichterfeld.

Wie in den meisten Gegenden Deutschlands, so ist auch in der Altmark die Sage vom Kobold sehr verbreitet. Man unterscheidet eine doppelte Art, dieguten und die bösen. Der gute Kobold hält sich gewöhnlich auf dem obersten Boden des Hauses auf, er wird gehörig gepflegt, und besonders mit Milchsuppen gefüttert. Dafür bringt er Segen ins Haus, er schafft Geld herbei und verrichtet allerlei nützliche Arbeiten. Er muß sehr sorgsam gewartet und gepflegt werden; denn sonst wird er böse, zieht aus dem Hause und steckt es in Brand. Der böse Kobold ist eigentlich so recht böser Natur nicht; er treibt nur gern allerlei Kurzweil, und hat seine Freude daran, die Leute zu necken. Er erscheint in allen möglichen Gestalten, so wie es seine Laune, und der Spaß, den er vorhat, gerade mit sich bringt. Gewöhnlich aber hat er die Gestalt eines kleinen untersetzten Knaben von ungefähr zwei Fuß Größe, und in rothen Kleidern.

Ein gar neckischer Kobold war einmal in dem Dorfe Lichterfeld in der Wische. Es wohnte dort ein Bauer, der eines Tages Korn zu der Stadt gefahren hatte. Wie er zurückfuhr, fand er mitten auf dem Wege einen ganz neuen Kober, der sorgfältig mit Stricken zugebunden und versiegelt war. Der Bauer glaubte einen reichen Fund gethan zu haben; er hob voller Freuden den Kober auf und nahm ihn mit zu Hause. Hier öffnet er ihn geschwind, um zu sehen, was darin sei. Aber zu seiner Verwunderung findet er ihn ganz leer, als er hineinfaßt. Hineinsehen konnte er [57] nicht, denn es war schon Abend, und Licht hatte er nicht angezündet. Noch mehr verwunderte er sich aber, als es ihm vorkommt, als höre er etwas sich bewegen und ganz leise, aber geschwinde aus dem Kober herausschlüpfen. Das war ein Kobold gewesen, der noch an demselben Abende sein neckendes Spiel begann.

So wie der Bauer Licht angezündet hatte, warf er ihm das vom Tische, Bänke und Stühle kehrte er um, und er machte einen gewaltigen Spektakel und Unfug, so daß man wohl sehen konnte, er müsse lange in dem Kober festgesessen haben, und wolle sich dafür recht was zu Gute thun. Einmal warf er eine Fleischgabel gegen die Stubenthür, mit solcher Gewalt, daß sie darin stecken blieb und daß alle Knechte des Bauern herbeikommen mußten, um sie herauszuziehen.

Der Bauer wendete allerlei Mittel an, um diesen Kobold wieder einzufangen. Es wollte aber Alles nichts helfen. Er warf umsonst die theuersten Näschereien in den Kober und wartete in seinem Versteck Stunden lang, daß jener kommen und naschen möge. Der Kobold war ihm aber zu klug. Selbst Zaubermittel halfen nicht gegen ihn. Das Gerücht von diesem Kobold hatte sich unterdeß in der ganzen Wische verbreitet, und es kam einstmals ein Bekannter des Bauern auf einem wilden Hengste geritten, um ihn zu besuchen und etwas Neues über den Kobold zu erfahren. Schon an der Hofpforte rief er dem Bauern zu: Nun, wo hast du denn deinen Teufel? Der Kobold aber saß gerade auf der Pfortenthür; wie der die Worte hörte, da sprang er geschwind auf das Pferd des fremden Bauern und kniff und kratzte es, daß der Hengst wie toll davon lief. Der Bauer ward gleich abgeworfen, und das Pferd lief weiter. Nicht lange aber, so kam es an einen Weidenbaum, unter dem lief es in seiner Angst durch, und [58] streifte so den Kobold ab. Von dieser Weide kann der böse Geist nun nicht herunter. Desto toller treibt er aber sein Wesen darauf. Bis auf den heutigen Tag sitzt er noch da, und sobald der Abend kommt, läßt er keinen Menschen ungeschoren vorbeigehen.

Der jetzt noch lebende Schäfer in Hindenburg weiß viele Streiche von ihm; der Mann schwört auch, daß die Geschichte Wort für Wort wahr sei.

Aus den Acten d. Altmärkischen Vereins f. Geschichte u. Industrie.

65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

65. Der Münchensee bei Osterholz.

Bei dem Dorfe Osterholz ist ein stehendes Wasser, welches den Namen Münchensee führt. Vor Zeiten hat hier ein Kloster gestanden, welches nachmals untergegangen ist, worauf denn nun der See entstand. Den Grund davon weiß man nicht. In jeder Neujahrsnacht hört man aber tief unten in dem See Glockengeläute und Chorgesang, und oben auf dem Wasser sieht man ein helles Flämmchen. Dies Flämmchen sieht man auch in anderen Nächten, und es haben schon manche Leute sich davor erschrocken.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

66. Gott läßt sich nicht spotten.

In einem Dorfe bei Osterburg saßen an einem Sonntage mehrere Bauern im Kruge und tranken und spielten Karte. Einer von ihnen, der erst vor Kurzem durch eine Heirath Hofwirth im Dorfe geworden war, ein wüster Gesell, tobte und fluchte fürchterlich, weil er ein paar Dreier verloren hatte. Darüber kam ein fremder Reisender in die Krugstube, der verkündete den Anwesenden, daß ein Gewitter im Anzuge sei, und daß man schon den Donner von ferne hören könne, und er bat sie, mit dem Spielen Einhalt zu thun, und lieber nach Bibel und Gesangbuch [59] zu greifen. Der neue Hofwirth aber schalt und rief: Was scheert uns das Gewitter; wir müssen weiter spielen, bis ich mein Geld wieder habe. Die Andern wollten sich damit auch nicht lumpen lassen, und sie spielten fort. Unterdeß war das Gewitter näher gekommen, und es donnerte und blitzte draußen erschrecklich, und wurde auch in der Stube so dunkel, daß man ohne Licht nur noch kaum sehen konnte. Die anderen Bauern hätten gern aufgehört, aber sie schämten sich vor dem Einen, der ihrer Furcht und Angst spottete. Endlich kam voller Schrecken über das Unwetter die Wirthin in die Stube gelaufen. Die entsetzte sich, als sie die Karten sah. Sie riß diese vom Tische weg, und rief den Bauern zu: Schämt Ihr Euch denn nicht, Ihr Leute? Es ist sündlich und gottlos, bei solchem Wetter zu spielen! Die Bauern nahmen nun das Gesangbuch zur Hand und ließen vom Spielen und Trinken ab, waren auch durch kein Verspotten des neuen Hofwirths zu etwas Anderem zu bewegen. Darüber wurde dieser erboßt, und er verhöhnte sie: Ihr furchtsamen Seelen! der Teufel wird Euch nicht gleich holen, und das Bischen Poltern am Himmel wird Euch auch nicht schaden. In seinem Uebermuth ging er immer weiter, bis er zuletzt ausrief: Der liebe Gott will uns nur Wasser vom Himmel schicken; ich will ihm einmal in Bier Bescheid thun! Damit nahm er seinen Krug Bier, und ging zum Schrecken aller Anwesenden hinaus vor die Thür. Auf einmal kam ein furchtbarer Blitz, als wenn die ganze Erde in Feuer stände, und mit dem Blitze kam ein Donnerschlag, daß das Haus von unten bis oben erzitterte. Zu gleicher Zeit aber hörte man draußen ein ängstliches Schreien. Da liefen Alle aus der Krugstube, und vor der Thür fanden sie den gottlosen Frevler knietief in die Erde geschlagen. Er war todtenbleich im Gesichte, und konnte sich nicht rühren. [60] Sein Krug war zerschmettert, und nur den Henkel hielt er noch in der Hand. Man führte ihn in die Stube zurück. Dort brachen ihm die Augen. Er konnte nur noch eben die Worte herausstammeln: Gott läßt sich nicht spotten! Dann sank er zusammen, und war todt.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

67. Die zwei Todesengel.

Das Jahr des Herrn 654 war ein erschreckliches Jahr für das Land Sachsen, absonderlich die jetzige Altmark. Zuerst fiel viel Feuer vom Himmel. Darauf entstand eine furchtbare Seuche, welche drei volle Monden den ganzen Sommer über gewüthet. Man sah augenscheinlich zwei Gespenster umhergehen, die man für zwei Engel hielt, einen guten und einen bösen. Der böse trug einen Schweinespieß, der andere nichts. Wenn nun der gute Engel den bösen geheißen, mit seinem Spieß vor ein Haus anpochen, so sind allwege aus demselben Hause so viele Menschen gestorben, als oft der böse Engel daran geschlagen.


Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 23.

68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

68. Die Tempelherren-Schlösser.

Früher waren auch in der Mark viele Tempelherren. Der Papst Clemens der Fünfte hob diesen Orden in der ganzen Christenheit auf und seine armen Ritter wurden überall hart verfolgt. Auch in der Mark geschah dieses: man nahm ihnen ihr Eigenthum, und that ihnen Leid an, wo man nur konnte. Da thaten sie sich endlich zusammen, und begaben sich in die Wälder und Sümpfe der Altmark, Schutz vor ihren Verfolgern zu finden. Dort erbaueten sie sich an den entlegensten und unzugänglichsten Stellen feste Schlösser, um zur Noth einen Angriff abwehren zu können. In diesen Schlössern brachten sie ihre Tage zu, [61] still und abgeschieden von allen anderen Menschen, bis sie einer nach dem anderen dahin starben. Die Schlösser sind nachher von Niemandem anders bewohnt, sondern verfallen und zu Trümmern geworden. Solche Trümmer von Tempelherrn-Schlössern findet man noch an mehreren Orten in der Altmark, besonders im Drömling, sodann bei Calvörde und bei Hohen-Erxleben.


Ueber die Altmark. II. S. 131.

69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

69. Der neue Adel in der Altmark.

Es war im Jahre 926, als Kaiser Heinrich der Vogler anfing, sich in der Altmark ernstlich gegen die Wenden zu rüsten. Diese vernahmen das und merkten wohl, daß es ihnen gelten würde. Sie befestigten sich daher in der Stadt Brandenburg, und weil es zornige, hastige Leute waren, so ließ ihr König Mizisla Kaiser Heinrichen entsagen mit seinen Legaten, die er zu ihm nach Stendal schickte. Kaiser Heinrich gab den Legaten zwar demüthige Antwort; aber er ließ einen alten Hund herbringen und stäupen und an einen Baum hängen, daraus die Legaten ihre eigentliche Antwort abnehmen konnten. Darauf beschrieb der Kaiser Heinrich der Finkler einen Landtag zu Stendal, berief seine Sachsen und Thüringer, Bünder und Märker, zeigte ihnen seine Noth an, und begehrte Hülfe. Weil ihm aber noch immer mehr Leute vonnöthen, besonders getreue Leute, die ihm zum Kriege dienstlich, so fing er an, auf dem Landtage, in Gegenwart vieler Fürsten, Grafen, Herren und Alten vom Adel, und machte alle seine Hofdiener, Handwerksleute zu Hofe, gemeine Amtleute und Kriegsleute zu eitel Edelleuten, sprechend: »Adel, Edel, Eid, Halt!« gab ihnen Sturm- und Kriegsrüstung zu Waffen und Helmzeichen, wie solches der Edelleute Waffen vielfältig mit sich bringen. Das ist auch die Ursache,[62] warum vornehmlich in der alten Mark so Viele von Adel sind, nämlich über funfzig Geschlechter; und es sind so viele Dörfer daselbst vor Zeiten nicht gewesen, als man Namen der Geschlechter findet, von welchen jetzt viele untergegangen.

Die Hauptleute und Befehlshaber erhöhete der Kaiser aber zu Grafen und Herren.

Als darauf nun der Kaiser seine Kriegsleute gemustert und seine neuen Edelleute vermahnet, sie sollten ihren Adel bedenken, und mit adeligen Thaten beweisen, da rückte er mit dem Haufen stracks über die Elbe. Sein Oberster war Johannes, Heinrichs des Kahlen Sohn, Markgrafen zu Stade, ein junger aber freudiger Kriegsmann und rechter Held. Dieweil nun ein harter Winter plötzlich kam, rückte er Anno 927 vor Brandenburg, schlug sein Zelt auf dem Eise auf, stürmte und gewann Brandenburg, würgete die Wenden, Heruler, Obotriten, und was darinnen lag, besetzte das stark mit Sachsen und vielen vom Adel, von welchem noch viele Geschlechter über der Elbe übrig sind, und sich in der Mittelmark, Neumark, Ukermark, Priegnitz, Mecklenburg u.s.w. vertheilet haben.

Darauf baute der Kaiser Heinrich da zu Brandenburg, zum Zeichen des Sieges, auf dem Harlunger-Berge eine runde Kirche, in der Ehre der Jungfrau Maria. Sodann rückte der Kaiser nach dem Siegeberge, dem Blockhause unter Werben, welches er Werben nannte. Er wollte daraus den Sieg erwerben, wie auch geschah. Als er da sein Feldlager hielt im Frühlinge, da kamen nämlich die Wenden gerüstet mit großer Heeresmacht, mit welchen der Kaiser eine heftige Schlacht hatte. Darin ließen die Neuen vom altmärkischen Adel ihre Thaten scheinen, und behielt der Kaiser durch sie das Feld.

[63] Enzelt Chronik der alten Mark. Halberstadt 1682. S. 72-75. (Ausgabe von Amersbach.) Dieselbe Chronik. Salzwedel, 1736. S. 65f.

70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

70. Der Name Jagow.

Einige meinen zwar, der Name Jagow rühre daher, daß Derjenige, so ihn zuerst geführet, bei der Vertreibung der Tempelherren aus der Mark sich ausgezeichnet, und von dem »Ausjagen« derselben, wobei er so thätig geholfen, den Namen erhalten habe. Richtiger aber ist die folgende Meinung über den Ursprung dieses Namens: In der Wische liegen noch jetzt die Trümmer eines alten Schlosses, Uchtenhagen geheißen, den Herren von Jagow zugehörig. Ein Ritter aus diesem Hause zu Uchtenhagen kam vor vielen hundert Jahren in einem hitzigen Treffen seinem Herrn, dem Markgrafen, zu Hülfe, als der Sieg gerade anfing, sich auf dessen Gegenseite zu neigen, und er entschied durch seine tapfere Hülfe die Schlacht zum Vortheile des Markgrafen. In dem Kampfe verlor der Ritter ein Rad von seinem Streitwagen, indem er nicht zu Rosse, sondern zu Wagen gefochten hatte. Er hatte sich dadurch nicht abhalten lassen, an dem Kampfe ferner Theil zu nehmen. Zum Lohne für seine Tapferkeit und Hülfe befahl ihm nun der Markgraf, daß der Ritter für alle Zeiten den Namen Jag to (Jag' zu!) führen solle, woraus nachher der Name Jagow entstanden ist. Von dieser Begebenheit her führen die Jagows auch ein Rad in ihrem Wappen, zum Andenken des von dem Ritter verlornen Rades.


Ueber die Altmark. II. S. 131. 132.

71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

71. Der Name Schulenburg.

In der Altmark blühet das Geschlecht der Grafen und Herren von der Schulenburg. Dieser Name ist auf folgende [64] Weise entstanden. Die Vorfahren derer von der Schulenburg hatten in der Herrschaft Apenburg in der Nähe des Dorfes Stapenbeck eine Burg liegen, deren Ruinen zum Theil noch in der sogenannten Holzwiese an der Jentze zu sehen sind. Die Burg diente ihnen zum Auflauern gegen ihre Feinde, mit denen sie in Fehde lebten, und erhielt davon den Namen: die Schulenburg, indem »schulen« in der alten deutschen Sprache soviel als »lauern« heißt. Von der Burg bekamen nun auch nachher die Besitzer den Namen der Herren von der Schulenburg.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. B. 1. S. 90.

72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

72. Der Name Gans von Putlitz.

Das Geschlecht derer Gans von und zu Putlitz war früher auch in der Altmark ansässig. Der Name dieses edlen Geschlechts ist auf folgende Weise entstanden: Im zwölften Jahrhundert lebte ein junger Graf Gerhard von Mansfeld; dieser war mit in der mörderischen Schlacht am Welpholze im Jahre 1115, und weil er fast der Einzige war, der von einer großen Menge tapferer Ritter in dieser Schlacht sein Leben behielt, und in die Gefangenschaft des Kaisers Lothar gerieth, so veranlaßte ihn das, in seinem Unmuthe zu sagen: Hier stehe ich wie eine verflogene Gans! Davon behielt er den Namen, den er späterhin, als ihm der Kaiser die Burg Podlyst oder Potlitz in der Priegnitz schenkte, mit dem Namen dieser Burg vereinigt führte. Eine fliegende Gans ist das Wappen dieses Geschlechtes.


Ueber die Altmark. II. S. 129.

73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben.

In der Mark Brandenburg blühet, schon seit vielen Jahrhunderten, ein altes hohes Geschlecht, das der Grafen [65] und Freiherren von Alvensleben. Besonders ist es in der Altmark zu Hause, wo es in Erxleben, zu Calbe an der Milde, in der Gegend von Gardelegen und an mehreren anderen Orten bedeutende Güter hat. Das Schloß zu Calbe war lange Zeit der Hauptsitz der Familie; Herr Albrecht von Alvensleben und seine Söhne Gebhardt und Albrecht hatten es im Jahre 1324 von den Gebrüdern Johann und Heinrich von Kröcher angekauft. In diesem Schlosse befindet sich auch noch die Hälfte eines wunderbaren Ringes, der auf folgende Weise in den Besitz der Familie gekommen ist:

Auf dem Schlosse zu Calbe lebte vor langen Jahren eine Frau von Alvensleben, eine sehr fromme und mildthätige Frau. Diese wurde einstens bei nachtschlafender Zeit, als das Haus und ihre Schlafkammer wohl verschlossen waren, von einer Magd geweckt, die mit einer Laterne vor ihrem Bette stand, und sie inständigst bat, aufzustehen, und ihrer Frau beizustehen, die in Kindesnöthen sei. Die Frau von Alvensleben weigerte sich dessen anfangs; als die Magd ihr aber so viele gute Worte gab, willigte sie endlich ein, und sie stand auf, kleidete sich an und ging mit der Magd. Unterwegs sprach diese mit ihr, und ermahnte sie, wann sie in das Haus komme, so solle sie ja nichts essen oder trinken, auch sonst nichts annehmen, was man ihr anbieten werde. Darauf führte die Magd sie an einen Ort, wo die Frau von Alvensleben vorher in ihrem Leben noch niemals gewesen war, und den sie auch nachher keinem Menschen hat beschreiben können. Dort fand sie eine Frau, die in Kindesnöthen war, und daneben stand deren Mann. Mann und Frau waren ganz kleine Leute, so wie auch die Magd war. Die Frau von Alvensleben leistete der kleinen Frau ihren Beistand, worauf das Männlein ihr eine Schüssel mit gemünztem Golde darreichte und sie sehr bat, dieselbe [66] anzunehmen. Die gebärende Frau sprach aber ebenfalls zu ihr, sie solle das Gold nicht annehmen, denn, wofern sie durch Geiz sich blenden lasse, werde ihr Mann durch Gottes Verhängniß ihr vielen Schaden zufügen. Daher nahm sie von dem Golde nichts an, sondern ließ sich von derselben Magd zum Schlosse und in ihr Schlafzimmer zurückgeleiten, ohne daß ihr das geringste Leid widerfahren wäre.

Ueber eine Zeit kam die Magd um Mitternacht, als Alles schlief und alle Thüren im Hause verschlossen waren, wieder mit einer Laterne vor das Bette der Frau von Alvensleben, und weckte diese. Sie trug zwei Schüsseln über einander gestülpt. In der untersten derselben lag ein goldener Ring; den gab sie der Frau von Alvensleben, nebst vielen Grüßen von ihrem Herrn, den sie aber nicht nannte, und hinzufügend: ihr Herr verehre ihr hiermit ein Kleinod, einen güldenen Ring, zur Danksagung für erzeigten Dienst; den solle sie wohl bewahren, denn so lange derselbige Ring ganz und ungetheilet auf dem Hause Calbe und bei dem Geschlechte derer von Alvensleben bleiben werde, solle dieses blühen und Glück und Wohlfahrt haben; werde aber der Ring von Händen kommen oder zertheilet werden, so werde es auch demselben Geschlecht unglücklich und nicht wohl ergehen. – Damit verschwand die Magd.

Der Ring wurde lange auf dem Hause Calbe verwahrt, und brachte sichtlich Heil und Glück dem immer mehr blühenden Geschlechte von Alvensleben. Einstmals waren aber zween Brüder, die sich bei der Erbtheilung um den Ring nicht vertragen konnten. Jeder wollte ihn für sich allein behalten, und als ihn nun Keiner missen wollte, verlangte zuletzt der Eine, daß er getheilet werden solle. Darauf mußte denn der Ring in zwei Theile getheilt werden. Aber der Stamm dessen, so die Theilung am heftigsten [67] begehrt hatte, verkümmerte bald und ging rasch gänzlich zu Grunde, so daß die Wahrsagung der Magd sich an ihm bewährte. Der andere Stamm, der auf dem Hause Calbe blieb, verwahrt dort noch bis auf den heutigen Tag die ihm zugetheilte Hälfte des Ringes, und er ist deshalb auch noch in einem blühenden Zustande. Andere behaupten hingegen, der Ring sei niemals getheilt worden, und befinde sich noch unversehrt in der Capelle auf dem Hause zu Calbe. Er ist in Gestalt eines ordentlichen Traurings, nicht sonderlich stark, und ohne alles Abzeichen.

Ueber die Altmark. II. S. 226. 227. Beckmann histor. Beschr. der Altmark. Th. 5. B. 1. Cap. 9. S. 54.

74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

74. Der alte Ziethen.

Es weiß es noch ein jeder Preußische Soldat, daß der alte Ziethen ein großer Hexenmeister war. Er hat das oft bewiesen, und darum konnte ihm auch Keiner so recht was anhaben. Daß er einmal in Schlesien bei Ottmachau mit seinem Regimente mitten durch die Oesterreicher ritt, ohne daß auch nur einem Preußen ein Haar gekrümmt wurde, soll ihm zwar, wie Viele meinen, nur allein dadurch geglückt sein, daß er seine Husaren die Dolmans umkehren ließ. Allein die Wahrheit ist, daß er die Oestereicher behext hatte. Das beste Stückchen aber, das er gemacht hat, ist folgendes:

Einstmals traf er mit einer großen Armee von Oesterreichern und Russen zusammen. Er hatte zwar auch ein ziemlich großes Heer bei sich; aber der Feinde waren zehnmal so Viele. Seine Soldaten mochten daher mit Säbel, Bajonnet und Kolbe soviel drein schlagen, wie sie wollten und konnten, und er mochte trommeln und blasen und stürmen lassen, es konnte Alles nichts helfen; als es gegen [68] Abend kam, da mußte er zur Retirade blasen, und sein ganzes Heer zog sich zurück. Das ging aber in guter Ordnung, denn der alte Ziethen sagte den Leuten, sie sollten nur ganz ruhig sein, und er wollte ihnen dafür stehen, daß sie nichts zu befürchten hätten, wenn sie sich nur alle hübsch beisammen hielten; und sie wußten, was der Ziethen ihnen versprach, darauf konnten sie sich verlassen. So kamen sie nun über einen Berg, und wie sie den hinter sich hatten, und sie unten ins Thal gekommen waren, ging eben die Sonne unter. Da commandirte der Alte: Halt, und rühre Keiner ein Glied! Sie standen Alle, Mann für Mann, wie eine Mauer, und der alte General schlug ein Kreuz und murmelte einige Worte in seinen Bart. Die konnte kein Mensch verstehen, aber in demselben Augenblick war die ganze Armee in einen großen Wald von allerlei Bäumen verwandelt. Der alte Ziethen selbst kletterte auf einen Eichbaum, und lachte im Stillen darüber, was nun kommen werde, und wie der Feind sich werde anführen lassen. Es dauerte auch nicht lange, da kam der Feind in voller Hast vom Berge herunter gestürzt, Panduren, Kroaten, Kosaken und allerlei Gesindel, die meinten, die Preußen nur so auffressen zu können. Wie erstaunten die aber, als sie keinen Feind mehr sahen, und auf einmal in einem großen, dichten Walde sich befanden. Sie fluchten und tobten, und jagten wüthend voran, um jenseits des Waldes ihr Müthchen desto sicherer kühlen zu können. Dabei hieben sie denn in ihrer tollen Lust nach manchem Zweige, der ihnen im Wege hing.

Wie sie nun aber durch waren, da stieg Ziethen von seiner Eiche herunter, kreuzte sich wieder und sagte einen andern Spruch. Da waren mit einem Male die Bäume verschwunden, und die Soldaten standen wieder mit Sack und Pack. Mancher hatte zwar von den Hieben in die [69] Zweige ein Stück von seiner Nase verloren, oder seinen Zopf, oder es thaten ihm die Rippen weh. Aber schwerer beschädigt war Keiner, und den Kopf hatten sie Alle behalten, und darum machten sie aus den kleinen Verlusten auch nicht viel. Sie konnten auch nicht einmal recht zur Besinnung kommen. Denn der Alte commandirte geschwind: Nun haben wir die Kerls! Nun vorwärts, Marsch! Und nun ging's in vollem Jagen, wie ein Donnerwetter, dem Feinde in den Rücken, daß er mit Mann und Maus umkam oder gefangen wurde. – Der alte Fritz wollte sich nachher todt lachen über den Witz, den der Ziethen gemacht hatte.

(Einen Schauplatz giebt diese Sage nicht an. Sie ist aber mündlich in der ganzen Altmark zu Hause, und deshalb wird sie unter den Sagen der Altmark um so mehr einen Platz einnehmen dürfen, als der Herausgeber sie anderswo noch nicht gehört hat.)

2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark
Abergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[70] II. Meinungen und Gebräuche der Altmark.

[71]

[72] Abergläubische Meinungen und Gebräuche.

In der Altmark hat man auf dem Lande einige besondere Hochzeitsgebräuche, mit denen Meinungen über das künftige Schicksal der jungen Eheleute enge verbunden sind. Die Ausrichtung der Hochzeit z.B. geschieht auf demjenigen Hofe, auf dem das Brautpaar künftig seinen Wohnsitz nehmen wird, also in der Regel auf dem des Bräutigams. Kommt nun die Braut auf diesem an, welches zu Wagen geschehen muß, so wirft sie, über die Leitern des Wagens hinweg, sich dem Bräutigam in die Arme, der sie, um den Leib gefaßt, schwebend, ohne daß ihre Füße die Erde berühren dürfen, ins Haus, bis an den Feuerheerd tragen muß. Dort steht eine Suppe fertig, in welche von Allem, was in der Wirthschaft vorkommt, von der Pferde-, Kuh- und Schaafkrippe etwas hineingemischt sein muß. Wenn diese Suppe nun gut »mündet« (mundet), so gedeihet die künftige Wirthschaft gut. Im anderen Fall sieht es schlecht damit aus.

Wenn die Suppe verzehrt ist, zieht man mit voller Musik in die Kirche, wo die Trauung vollzogen wird. Während derselben bemühet sich die Braut, zwar so unmerklich als möglich, aber doch aus allen Kräften, den Bräutigam auf den Fuß zu treten; glückt ihr dieß, so ist sie sicher, daß sie künftig die Herrschaft im Hause bekommen [73] wird. Doch ist sie dessen auch schon sicher, wenn es ihr nur glückt, daß sie beim Wechseln der Ringe die Hand oben bekömmt. Daher sucht denn auch der Bräutigam Beides nach Kräften zu verhindern. So lange sie bei der Trauung vor dem Altare stehen, müssen sie so dicht bei einander stehen, daß man nicht zwischen ihnen durch sehen kann, weil sonst künftig böse Leute zwischen sie kommen und ihnen etwas anthun werden.

In den Schuhen müssen sie während der Trauung einige Körner Getreide tragen, weil dieß die Fruchtbarkeit des Feldes bewirkt. –


Ueber die Altmark. I. S. 124 folg.


Bei einem neugeborenen Kinde muß beständig Jemand wachen, bis es getauft ist, damit die Dickköpfe (unterirdische Geister) nicht kommen und es austauschen. Deswegen eilt man auch mit der Taufe soviel als möglich.

Am Tage der Taufe dürfen die Taufpathen von ihrem Eintritt ins Haus an bis nach geschehener Taufe nicht ein Naturbedürfniß befriedigen, weil sonst das Kind nie würde das Wasser halten können.

Bei dem Taufmahle muß die Wöchnerin von Allem, was aufgetragen ist, etwas genießen, wenn das Kind gedeihen soll.

Auf der Höhe, nicht aber in der Wische, wird auch der Kirchgang der Wöchnerin gefeiert; die Pathen kommen dann zusammen, und bescheeren dem Kinde ein Pathenkleid, schenken ihm auch Gevattergeld; dabei haben sie, obgleich nicht Katholiken, den Gebrauch, über die Stirn und Brust des Kindes dreimal das Zeichen des Kreuzes zu machen.


Daselbst, S. 128. 129.


In der Altmark hört man häufig das Wort »böten«; es bedeutet: Feuer anmachen, aber auch das Vertreiben [74] der Rose durch Sympathie. Das Böten in diesem letzteren Sinne geschieht besonders auf dreifache Art. Einige böten die Rose durch Räuchern, Andere durch bloßes Blasen mit dem Munde; am sichersten hilft aber, wenn man einen Junggesellen, der dabei nichts sprechen darf, dreimal über dem leidenden Theile mit einem Feuerstahle Funken schlagen läßt. Bei allen diesen Mitteln darf aber, wenn sie anschlagen sollen, der Kranke nicht wissen, daß sie mit ihm vorgenommen werden.


Daselbst, S. 138.


In dem Dorfe Königstädt unweit Arendsee wird am Palmsonntage des Nachmittags ein Paar Stunden lang geläutet, indem man allda glaubt, daß, so weit der Schall der Glocken fällt, das ganze Jahr hindurch das Wetter keinen Schaden thun werde.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. Buch 1. S. 42.


In dem Städtlein Calbe an der Milde und in dem Calbeschen Werder findet man fast unter allen Thorhäusern bei den Ackerleuten ein Pflugrad hängen; von demselben hat man den Glauben, wenn das Vieh unter solchem Rade aus- und eingehe, so können weder der Teufel, noch dessen Handlanger, die Zauberer, ihm irgend einigen Schaden zufügen.


Beckmann a.a.O. S. 64.


Einige ganz besondere Gebräuche haben sich in der Altmark noch aus jener Zeit erhalten, in welcher unsere Vorfahren den Mond verehrten, den sie Ostera, Ostra nannten, woher auch wahrscheinlich unser Osterfest diesen Namen erhalten hat. Bekannt ist es namentlich, wie von den alten Sachsen der Göttin Ostra zu Ehren am Harze die Osterfeuer angezündet wurden. So geschieht ein Aehnliches noch jetzt in den Dörfern bei Salzwedel. In der Osternacht wird nämlich auf einer Anhöhe neben dem Dorfe [75] ein großes Freudenfeuer angezündet, um welches die jungen Bursche, so lange es brennt, unter lautem Singen herumtanzen. Wo viel Holz ist, besteht dieses Feuer aus einem großen Scheiterhaufen; an anderen Orten wird ein leerer Bienenkorb dazu genommen, der inwendig mit Werg gefüllt und auswendig mit Theer bestrichen ist, und an einer hohen Stange aufgerichtet wird; an der Stange hängen zuweilen noch einige Theerbütten. Man hat den Glauben, daß, soweit der Schein von diesem Feuer reiche, in diesem Jahre keine Feuersbrunst entstehen werde. In der Regel muß Alles, was zu solchen Osterfeuern gebraucht wird, entwendet sein, damit die Wirkung des Feuers desto sicherer eintrete.

Ein anderer, auf die Göttin Ostra sich beziehender Gebrauch ist folgender: Ein Brand von dem dieser Göttin geheiligten Osterfeuer verhütete, so wie er dem Mißwachs vorbeugte, namentlich auch die Krankheiten des Viehes; insbesondere war dieß mit den Schweinen der Fall, die jeglichem Uebel enthoben wurden, wenn man sie durch ein der Göttin zu Ehren angezündetes Feuer jagte. Davon hat man noch heutiges Tages an mehreren Orten in der Altmark den Gebrauch, wenn man kranke Schweine hat, ein sogenanntes Nothfeuer zu machen. Dieß geschieht auf folgende besondere Weise: Vor Aufgang der Sonne, und ohne daß ein Wort gesprochen werden darf, werden zwei Pfähle von trockenem Holze in die Erde gegraben, so daß die oberen Enden hervorragen. Um diese Enden werden alsdann hanfene Stricke so lange hin-und hergezogen, bis das Holz sich entzündet und die Pfähle in Brand gerathen. Durch dieses Feuer nun werden die kranken Schweine hindurchgetrieben.


Ueber die Altmark. I. 129. II. 247.


[76] In der Gegend von Hindenburg (im Kreise Osterburg) glaubt man stark an Doppelsauger (Vampyre). Damit sie nicht aus dem Grabe wiederkommen, steckt man den Todten ein Stück Geld in den Mund.

In derselben Gegend wird, wenn bei Beerdigung einer Leiche die Schaufeln auf das Grab geworfen werden, genau danach gesehen, in welche Richtung die zuletzt hingeworfene Schaufel zu liegen kommt. Diese Richtung giebt den Hof im Dorfe an, aus dem der nächste Todte kommen wird.

Will der Pferdeknecht (in derselben Gegend) das ganze Jahr hindurch gut genährte Pferde haben, so muß er in der Neujahrsnacht Kohl stehlen und damit die Pferde füttern.

Böse Leute (ebenfalls in der Gegend von Hindenburg), die eine schlecht melkende Kuh haben, gießen etwas von der Milch dieser Kuh in den Brunnen des Nachbars. Jene Kuh wird dann geheilt, und auf die Kuh des Nachbars geht ihr Uebel über.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.


In der Gegend von Salzwedel wird auf dem Lande, damit der Todte nach der Beerdigung nicht spuken soll, beim Heraustragen der Leiche aus der großen Thüre Wasser hinter ihr hergegossen; auch werden ein Löffel, eine Schüssel, ein Kamm und die zuletzt ausgekämmten Haare mit in den Sarg gelegt. Man steckt auch dem Todten einen Zehrpfennig in den Mund.

Wer am Neujahrstage Geld zu sich steckt, hat das ganze Jahr Geld.

In der Gegend von Mellin werden die jungen Gänse (Gänseküken) in einem Siebe geräuchert; zu dem Räuchern wird genommen etwas von dem Schwanze eines jeden Kükens, etwas aus dem Neste, worin sie ausgebrütet sind, und etwas von den Dunen der alten Gänse. Nach dem [77] Räuchern werden sie durch die natürliche Oeffnung irgend eines Gegenstandes gesteckt; am liebsten nimmt man dazu das Skelett eines Pferdekopfes, oder ein Stück Eichenholz, das sich rings um den Ast abgeringelt hat. Auf diese Weise werden die Gänse vor dem Fuchs verwahrt; denn wenn dieser sie künftig sieht, so hält er sie für den Gegenstand, durch dessen Oeffnung sie gesteckt sind, für ein Pferd, eine Eiche o.d.g.

(Daselbst.) Wenn es am Vitus-Tage regnet, so gedeihet der Hafer nicht.

(Daselbst.) Bei der Taufe eines Kindes müssen die Gevattern sämmtliche von dem Prediger beigebrachte Bibelstellen nachbeten, sonst kann das Kind nachher nicht ordentlich lernen.

(Daselbst.) Wenn das Feuer bullert, und man spuckt hinein, so entsteht Zank, aber nicht für den, der gespuckt hat.

(Daselbst.) Wenn beim Brodbacken das Brod in den Ofen geschoben ist, so werden mit der Schüssel drei Kreuze vor der Mündung des Ofens gemacht, damit das Brod gedeihen soll. Dabei werden folgende Verse gesprochen:


Dat Brod is in Oven,
Unser Herrgott is boven;
Wenn't keen Brod will werden,
Loat't luter Stuten werden.

(Daselbst.) Wenn im Herbst der Kohl mit Raupen besetzt ist, so nimmt der Herr oder die Frau einen Birkenstrauch, der aber einer von denen sein muß, welche am Pfingstabend im Hause aufgestellt waren, und welche deshalb sorgfältig aufbewahrt werden. Damit umgeht man dreimal den Platz, auf dem der Kohl steht, und spricht dabei die Worte:


Rupen packt ju,
De Moan geit weg,
De Sunne kümmt.

[78] (Daselbst.) Damit Erbsen von Tauben und Sperlingen nicht aufgefressen werden, muß man beim Pflanzen derselben drei Erbsen in den Mund nehmen, und sie darin, ohne ein Wort zu sprechen, so lange behalten, als das Pflanzen dauert. Ist dieses vorbei, so spuckt man sie in ein offen gelassenes Loch aus.

Hexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

Hexereien in Mellin.

Ein gekauftes Rind muß das Erstemal, wenn es in den Stall geführt wird, rücklings ins Haus gezogen werden, damit es nicht behext werden kann.

Wenn man in einem fremden Dorfe ein Pferd kauft, so muß man aus der ersten Hufspur des Pferdes auf der Mellinschen Feldmark etwas Erde nehmen, und diese rückwärts über die Grenze werfen; dann kann das Pferd nicht behext werden.

Ein eben geborenes Kalb muß gegen Hexerei mit Salz und Dille bestreut werden.

Wenn der Viehstall ausgemistet ist, so wird ein Pulver von Dille dreimal rückwärts in den Stall gestreut, gegen Hexerei.

Beim Anspannen der Pferde wird der eine Strang rechts, der andere links übergehakt, gegen Hexerei.

Wenn ein Brautpaar zur Trauung in die Kirche geht, so geht zuerst die Braut mit ihrem Gefolge; hinter ihr geht der Bräutigam mit dem seinigen. Auf dem Rückwege ist die Ordnung umgekehrt. Alle müssen aber so dicht hinter einander gehen, daß Niemand zwischen ihnen durchgehen kann, sonst wird das Ehepaar zu stetem Unfrieden behext.


Wenn in dem Dorfe Rohrberg ein neuer Dienstbote ins Haus kommt, so muß seine erste Arbeit darin bestehen, [79] daß er einen Eimer mit Wasser holt; sonst kann er sich nicht an das Haus gewöhnen. Ein Dienstmädchen wird dann auch noch dreimal um den Heerd gejagt, sonst läuft sie wieder aus dem Dienst.

Gewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

Gewohnheiten in Thüritz.

Am Abend vor Weihnachten wird Eisen und Stahl in den Häckerling, auch in die Krippe der Kühe gesteckt. Es kann dann das ganze Jahr hindurch dem Viehe kein Schade geschehen, und wer den Häckerling stiehlt, hat keinen Nutzen davon.

Am ersten Weihnachtsmorgen werden Feuerbränder in den Brunnen und in den Wassertrog geworfen, gegen Hexerei.

Die Tage zwischen Weihnachten und Heiligen drei Könige werden die Zwölfe genannt. In diesen Tagen darf kein Mist aus den Ställen gebracht oder vom Hofe gefahren werden; und in den ersten 6 Tagen der Zwölfe darf man nicht spinnen; Alles, damit die Wölfe nicht einbrechen.


Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.


In der ganzen Altmark auf dem Lande glaubt man an ein Gespenst, »die Rockenmöhr«, das den faulen Mägden um Heiligen drei Könige allerlei Possen spielt, wenn sie ihren Rocken nicht abgesponnen haben.

Wenn die Sonne am Neujahrstage auf den Altar scheint, dann geräth in dem Jahre der Flachs gut.

Irrlichter, in der Altmark »Tückbolde« genannt, werden für die Seelen von Kindern gehalten, die vor der Taufe gestorben sind.


Ueber die Altmark. I. 147. 149.


Mutterplage und Brustbeschwerden heißen »die Moger«. Diese ist ein häßliches Thier, das im Leibe sitzt und [80] durch den Hals herauskriechen will; dadurch verursacht es die großen Schmerzen und Beängstigungen.

Das Alpdrücken, hier »Mohrdrücken« genannt, rührt von einem Thiere her, das ungefähr wie ein Marder aussieht; es legt sich dem Menschen im Schlafe auf die Brust und verschluckt dessen Athem.

Daselbst S. 141. 142.

Besondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

Besondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-Winkel.

Der Strich Landes der Altmark, welcher zwischen Salzwedel und Disdorf liegt, heißt schon von alten Zeiten her der Hans Jochen (Joachim)-Winkel. Es ist dies ein Spitzname, dessen Entstehung und Grund man mit Gewißheit nicht angeben kann, der aber vielleicht daher rührt, daß die Mehrzahl der männlichen Einwohner hier seit undenklichen Jahren die Vornamen Hans Joachim führt. In diesem Winkel haben sich eine Menge ganz eigenthümliche Meinungen und Gebräuche erhalten, von denen hier folgende einen Platz finden mögen:

Eine Frau darf während ihrer Schwangerschaft sich keine Speise versagen, zu der sie Lust verspürt; denn alle Speisen, die sie sich so entzieht, würde das Kind künftig, wenn es erwachsen ist, nicht essen können.

Mit einer Leiche darf sich eine Schwangere nichts zu schaffen machen, weil sonst das Kind zeitlebens eine Todtenfarbe behalten würde.

Sobald das Kind geboren ist, wird ihm Honig oder Zucker in den Mund gegeben, damit es künftig süß aus dem Munde rieche.

Wenn das neugeborne Kind viel schreit, so sagt man: es hat Herzspann, und nun wird es dreimal durch die [81] Sprossen einer Leiter gezogen; dadurch bekommt es Erleichterung.

Der Glaube, daß das Kind ausgetauscht werden könne, ist besonders in diesem Winkel sehr stark. Man fürchtet, daß die unter der Erde wohnenden kleinen verwachsenen Zwerge, die man hier nicht Dickköpfe, sondern die Unterirdischen nennt, und die nichts lieber als hübsche, wohlgestaltete Menschenkinder zu haben wünschen, das neugeborne Kind wegnehmen und ihre eigenen verwachsenen Kinder, die man Wechselbälge nennt, dafür hinlegen würden. Deshalb wird hier ganz besonders mit der Taufe geeilt, und bis zu derselben Mutter und Kind keinen Augenblick allein gelassen; auch muß bis dahin immer ein Licht bei ihnen brennen, selbst am hellen Tage, weil vor dem Lichte die Unterirdischen sich fürchten.

Bei dem Einwickeln des Kindes zum Taufen wird ein beschriebenes Stück Papier mit eingewickelt. Was darauf geschrieben steht, ist gleichgültig, aber fehlen darf es nicht, weil sonst leicht bei der Taufe eine Hexerei vorgehen könnte.

Eine Wöchnerin, die zum ersten Male niedergekommen ist, darf ja nicht zu früh die Wäsche wechseln, weil sie sonst alle Jahre ein Kind bekommen würde.

Herangewachsene Kinder dürfen nicht ans Wasser gehen, denn darin sitzt die Wassernix, die auf sie lauert und sie herunterholt.

Auch an das Korn dürfen die kleinen Kinder nicht kommen, denn darin sitzt die alte Roggenmöhr (Muhme); die hat eine schwarze Brust, daran legt sie die Kinder, wovon sie leicht sterben können. –

Bei Krankheiten wird besonderes Gewicht auf den Abgang gewisser Thiere gelegt. Gegen die Rose hilft der Abgang einer schwarzen Katze; gegen den Husten der Abgang von einem schwarzen Hunde; der Abgang selbst muß [82] aber weiß sein. Wenn Jemand Kopfweh hat, das nicht weichen will, so nimmt man einen Faden, der wird dreimal um den Kopf des Kranken gewunden, und dann in Form einer großen Schlinge in einen Baum gehangen; wenn nun ein Vogel hindurch fliegt, so nimmt dieser das Kopfweh hinweg.

Es giebt viele Leute, welche das Blut und das Feuer besprechen können, so daß jenes augenblicklich aufhört zu fließen, dieses aber sich nicht weiter verbreiten kann, sondern sich in sich selbst aufzehren muß. –

Wenn Jemand gestorben ist, so wird sofort das Kopfkissen unter ihm weggezogen und ein Fenster in der Stube geöffnet, damit die Seele herausfliegen kann. Wenn die Leiche beerdigt ist, so gehen zuerst die Angehörigen und sodann die übrigen Begleiter dreimal um das Grab herum und von da in die Kirche; ein Grund dieses Gebrauches ist nicht bekannt.

Nach der Gegend von Salzwedel hin hat man auch noch folgende besondere Leichengebräuche:

Dem Todten wird, wenn er in den Sarg gelegt wird, ein Pfennig in den Mund gesteckt, damit er einen Zehrpfennig nach dem unbekannten Lande hin habe. – Beim Zunageln des Sarges muß man sich wohl in Acht nehmen, daß der Todte nichts von seinem Anzuge in den Mund bekomme; denn sonst »zehrt er nach«, und Einer nach dem Andern muß ihm im Tode folgen. Sobald die Leiche aus dem Hause getragen ist, wird ein voller Eimer mit Wasser hinter ihr her gegossen, damit der Todte nicht wiederkommen und spuken möge. –

An einzelnen besonderen Tagen des Jahres hat man noch folgende merkwürdige Gebräuche:

Am Neujahrstage wird vor Sonnenaufgang im Garten geschossen, damit die Obstbäume in dem Jahre reichlich tragen.

[83] Von Neujahr bis Heiligen drei Königstag darf kein Dünger ausgefahren werden; denn um diese Zeit sind die Wölfe gerade am schlimmsten, und sie würden durch den Geruch frischen Düngers herbeigelockt werden.

Auf Lichtmessen, wie überhaupt an jedem Marientage, darf kein altes Zeug geflickt werden, weil sonst die Hühner Windeier legen.

Wenn auf Lichtmessentag die Sonne auch nur einen Augenblick hell am Himmel scheint, so gedeihen das Jahr die Bienen gut. Scheint sie aber gar nicht, so ist das für die Bienenzüchter ein schlimmes Zeichen.

Die Bauern haben für Lichtmeß folgenden Vers:


Lichtmessen hell und klar,
Giebt ein gutes Kornjahr,
Lichtmessen dunkel,
Macht den Bauern zum Junker!

(d.h. er hat dann nichts zu thun, zu dreschen.)

Auf Fastnacht darf nicht gesponnen werden; das an diesem Tage gesponnene Garn würde doch nur wieder verschwinden.

Am Charfreitag muß der Hofhund ein Butterbrod bekommen, worin ein Kreuz geschnitten ist. (Eine Bedeutung dieses Gebrauchs ist nicht zu ermitteln gewesen.)

Wenn an den drei hohen Festtagen, Ostern, Pfingsten und Weihnachten, Jemand in der Nacht aufwacht, so nimmt er ein Gesangbuch, schlägt es auf, und legt es offen wieder fort. Am anderen Morgen sieht er nach, was für einen Gesang er aufgeschlagen hat, um daraus sein künftiges Schicksal zu ersehen. Ist der Gesang ein Sterbelied, so muß man noch in demselben Jahre sterben; ist es ein Tauflied, so läßt man noch in demselben Jahre taufen oder steht Gevatter. Ist der Gesang von anderem [84] Inhalte, so sucht man danach das Schicksal des Jahres zu bestimmen.

Am Ostermorgen muß man früh aufstehen und einen Eimer mit Wasser auf den Hof setzen. Wenn man in diesen hineinblickt, bis die Sonne aufgegangen ist, so kann man darin das Osterlamm erblicken. Man sieht sogar seine Bewegungen in dem Wasser.

Am Walpurgisabend werden alle Thüren an Häusern und Ställen bekreuzt, um das Vieh vor den vorüberziehenden Hexen zu bewahren.

Wenn man in der Walpurgisnacht die abziehenden Hexen sehen will, so muß man sich unter eine Hechel oder Egge setzen, deren Stacheln und Zacken aber rückwärts stehen.

Wenn am ersten Maitage die Kühe ausgetrieben werden, so legen einige Leute Ketten und Stricke vor die Schwelle des Stalles, andere aber ein frisches Ei mit einem Beile, welches beides mit einem frischen Rasenstücke bedeckt wird. Wenn nun das Vieh über diese Sachen hinwegschreitet, so wird es sich gut halten und es kann ihm nichts angethan werden.

Am Abend vor Pfingsten werden junge Birkensträuche, Maien genannt, geholt, womit die Stuben und besonders die große Diele (Tenne) ausgeschmückt werden. Später werden diese Maien sorgfältig aufbewahrt und beim Röthen auf den Flachs ge legt, wodurch dieser fester wird.

Zum Theil mündlich, zum Theil aus den Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

Besondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[85] Besondere Gebräuche bei Entbindungen und Kindtaufen in der Gegend von Lagendorf (einem Theile des Hans Jochen-Winkels.)

Sobald das Kind dem Mutterschooße entwachsen ist, wird es von der Hebamme in ein Laken gewickelt. In eine Schürze oder in ein Tuch darf man es nicht legen, weil es sonst, wenn es ein Knabe ist, in späteren Jahren zuviel hinter den Frauensleuten herlaufen, wenn es aber ein Mädchen ist, sich ebenfalls zuviel mit den Mannspersonen abgeben würde.

Wenn das Kind nun so gewickelt ist, so wird es von der Hebamme stillschweigends unter den Tisch auf die bloße Erde gelegt, wo es so lange liegen bleibt, bis die Wöchnerin zu Bette gebracht ist; dadurch wird es ruhiger und frommer, und es wird nicht soviel schreien.

Ist die Mutter ins Bett gebracht, so wird das neugeborne Kind gebadet und dann ordentlich gewickelt. Bei diesem ersten Wickeln und Anziehen darf aber keine neue Mütze und kein neues Hemdchen gebraucht werden, weil sonst das Kind später zuviel Zeug zerreißen würde. Zum zweiten Anziehen kann man ohne Schaden neues Zeug gebrauchen.

In der ganzen Zeit bis zur Taufe muß das Kind sorgfältig vor Verwechselung durch die Unterirdischen gehütet werden; deshalb wird das sogenannte »Wort Gottes«, d.i. ein Blatt aus der Bibel oder aus dem Gesangbuche, entweder mit in die Windeln gewickelt, oder in die Wiege gelegt.

Damit nun aber auch dann, wenn die Mutter das Kind zu sich ins Bette nimmt, die Unterirdischen nicht Gewalt über dasselbe bekommen, muß in der ganzen Zeit bis [86] zur Taufe unter dem Kopfkissen der Wöchnerin ein Gesangbuch liegen.

Wenn Nachbarinnen oder Anverwandte die Wöchnerin besuchen, so müssen sie zuerst zu der Wiege gehen, dem Kinde das Gesicht aufdecken und zu ihm sprechen: Gott segne es! Erst dann dürfen sie zu dem Bette der Mutter gehen und mit dieser sprechen.

Wenn bei einem solchen Besuche eine Nachbarin zufällig ihre Regel haben sollte, so muß sie es ja gleich der Wöchnerin sagen; denn wenn diese über den Platz der Nachbarin schreiten würde, so würde sie sicher gefährlich krank werden.

Wenn die Mutter während der Taufe des Kindes recht fleißig in der Bibel und im Gesangbuche lieset, so wird auch künftig das Kind leicht lesen lernen.

Eben dasselbe wird auch der Fall sein, wenn es dem ältesten Taufpathen, während er das Kind über die Taufe hält, gelingt, einige Worte aus der Agende des Predigers über den Kopf zu lesen.

Werden zwei Kinder zugleich in der Kirche getauft, so darf dies mit demselben Taufwasser nur dann geschehen, wenn beide von gleichem Geschlechte sind. Sind sie dies nicht, und es wird nicht jedes mit seinem besonderen Taufwasser getauft, so würde der Knabe künftig den Frauensleuten nachlaufen, das Mädchen aber einen Bart bekommen.

Wenn das Kind während der Taufe und so lange es in der Kirche ist, sich ganz ruhig verhält und kein einziges Mal schreit, so ist das ein schlimmes Zeichen, und das Kind wird bald sterben.

Nach der Taufe, wenn die Hebamme und die Gevattern mit dem Kinde nach Hause zurückkehren, nimmt es an der Hausthüre der jüngste Gevatter, und läuft damit, [87] so schnell er kann, über die große Diele nach der Stube der Wöchnerin; dadurch wird das Kind tüchtig flink werden.

Gleich nach der Taufe dürfen die Gevattern ihre Nothdurft nicht verrichten, sonst wird das Kind unrein liegen.

Die Mutter darf bis zu ihrem Kirchgange nicht spinnen; denn da sie dabei die Finger mit ihrem Speichel nässen müßte, so würde dies zur Folge haben, daß das Kind aus dem Munde geifert.

In dem Hause, in welchem ein Kind geboren ist, darf ein ganzes Jahr lang kein junger Hund und keine junge Katze aufgezogen werden; denn es kann nur Eins gedeihen, entweder das Kind oder das Vieh. Kälber, Ferkel und Lämmer schaden aber nicht.

Acten des Altmärkischen Vereins für Geschichte und Industrie.

3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark
1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[88] III. Sagen der übrigen Marken.

[89]

[90] 1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc.

In Frankreich lebte vor langen Jahren ein König, welcher Günther hieß. Derselbe zeugte mit seiner Gemahlin so viele Söhne, daß ganz Frankreich zu wenig wurde, um ihnen ihrem Stande und ihrer Nothdurft gemäß Aufenthalt und gebührlichen Sitz zu gewähren. Da berathschlagten die Söhne des Königs unter sich, was sie thun sollten, und sie beschlossen aus Noth, ihren königlichen Stand und Frankreich zu verlassen, und im Auslande gemeiner Fürsten, ja auch wohl mittelmäßiger Grafen Stand zu erwählen und anzunehmen. Solches setzten sie auch alsbald ins Werk; sie begaben sich nach Deutschland und Burgund, in den Sundgau und ins Schwabenland, und sie wurden die Stifter der Fürsten- und Grafen-Häuser von Habsburg, Zollern, Kyburg, Piritz, Zähring u.s.w.


Andreas Werner, Magdeb. Chronik.

2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

2. Die wunderbarste Sage von Berlin.

In der Stadt Berlin war früher eine sehr große Sittenstrenge. Das erfuhr im Jahre 1364 Herr Conrad Schütz, Geheimschreiber des Erzbischofs Dietrich von Magdeburg. Als dieser Herr Schütz eines Tages nach den öffentlichen Bädern ging, begegnete ihm auf dem Wege dahin eine junge Bürgersfrau. Die fragte er scherzend, [91] wie ein junger Geheimschreiber wohl pflegt, ob sie ihm im Bade nicht wolle Gesellschaft leisten. Die Berlinerin verstand den Scherz aber unrecht, und erhob auf der Straße ein gewaltiges Geschrei, wie sie beleidigt werde. Die vorbeigehenden Bürger ergriffen darauf den armen Geheimschreiber, schleppten ihn auf den nächsten Platz, und schlugen ihm da ohne weitere Umstände den Kopf ab.


Geschichte der Stadt Tangermünde von Pohlmann und Stöpel. S. 279. 280.

3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

3. Die Zauberinnen in Berlin.

Im Jahre 1553 lebten zu Berlin zwei arge Zauberinnen, die allerlei Schaden an Früchten und Vieh thaten. Besonders unterstanden sie sich, zum öftern, zur Verderbung der Früchte, Hagel und Ungewitter zu machen. Zum letzten stahlen sie einer Frau aus der Nachbarschaft ein Kindlein, das sie zerstückelten und dessen Glieder sie in einen Topf thaten, um sie zu kochen. Wenn sie dies vollbracht hätten, so hätten sie ein Ungewitter zu Wege gebracht, daß im ganzen Lande keine Frucht wäre auf dem Felde geblieben. Aber der allmächtige Gott verhinderte den Frevel, und fügte es, daß die Mutter des Kindes herzukam und die Glieder ihres Kindes im Topfe gesehen. Sie lief sogleich zum Rathe und zeigte die Sache an, worauf die Zauberinnen verhaftet wurden und alle ihre Verbrechen und Gräuel bekannt haben. So wie sie gedienet, also wurden sie auch gelohnet.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 351.

4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin.

Inwendig im Schlosse zu Berlin stand ehemals die Bildsäule des Herzogs und Churfürsten Moritz von Sachsen. [92] Im Jahre 1553, am 9ten Tage Januarii, erhob sich in Berlin auf einmal ein sehr starker Wind, der besonders im Schlosse wüthete. Er that aber allda weiter keinen Schaden, als daß er jenem Bilde den Kopf abwarf, ohne daß die anderen Bilder, so daneben standen, sich auch nur rührten. Dieses war ohne Zweifel eine Anzeige des großen Unglücks, welches dem Churfürsten bald nachher begegnen sollte. Denn im Heumonde desselben Jahres erhielt dieser in einer Schlacht, die er mit dem Markgrafen von Brandenburg gegen die Herzöge von Braunschweig, bei dem Schlosse Pirna in Sachsen, stritt, einen tödtlichen Schuß, davon er am dritten Tage hernach in seinem drei und dreißigsten Jahre verstarb.


Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 349. 350.

5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin.

Im Jahre 1559 nach Christi Geburt, in der Ernte, da man den Hafer pflegt abzuhauen, trug sich nicht weit von Berlin eine wunderbarliche, aber wahrhaftige Geschichte zu. Es wurden nämlich plötzlich viele sonderbare Mannspersonen auf dem Felde gesehen. Zuerst waren deren funfzehn gekommen, nach diesen kamen noch zwölf. Die ersten hatten ordentliche Häupter, wie andere Menschen; aber die zuletzt gekommenen, waren ohne Haupt und waren scheußlich und gräßlich gestaltet. Alle diese sieben und zwanzig Männer hatten große Sensen, mit denen sie mit großer Gewalt in den Hafer hineinhieben, daß man es weithin hören konnte. Das Wunderbarste dabei aber war, daß der Hafer nicht fiel, sondern unversehrt stehen blieb.

Ueber solches Wunder entstand viel Geschrei bei Hofe und in der Stadt, und es gingen, so vom Hofgesinde wie von den Bürgern, Viele hinaus auf das Feld, um die gespenstischen Mäher zu schauen. Es gingen auch Etliche [93] an die Männer heran und fragten sie: wer sie wären? woher sie kommen? und was sie dort machten? Diese antworteten aber nichts, sondern hieben immerfort in den Hafer hinein. Darüber wurden die Hinzugekommenen muthiger, und traten ganz nahe an sie heran, wollten auch sogar einige der Männer greifen. Die aber entwischten ihnen und liefen weiter, im Laufen nichts desto weniger in den Hafer hineinhauend. Nach etlichen Tagen erst verschwand dieses Gesicht.

Es war die allgemeine Meinung, daß dieses böse Geister gewesen, die nichts Gutes bringen könnten. Derowegen ließ der Durchlauchtigste Churfürst, Herr Joachim, dieses Namens der Andere, die fürnehmsten Prediger in der Mark versammeln, von ihnen zu erfahren, was durch solches Gesicht bedeutet werde. Diese hielten zwar dafür, daß dadurch die göttliche Strafe der Pestilenz solle angedeutet werden; es ist aber in demselbigen Jahre keine Pestilenz im Lande gewesen.

Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 359. 360.

6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I.

Zu dem Churfürsten Joachim dem Ersten kam eines Tages ein Sterndeuter, sprechend, wie er in den Sternen gelesen, daß noch desselbigen Tages ein grausames Unwetter über Berlin losbrechen werde, so daß zu besorgen stände, beide Städte, Berlin und Cölln, möchten untergehen. Er rieth deshalb dem Churfürsten, sich mit seiner Gemahlin in Sicherheit zu begeben. Der Fürst erschrak über solche Kunde, und ist alsbald mit seiner Gemahlin, der jungen Herrschaft und den vornehmsten Bedienten auf den Tempelhofischen Berg gezogen, um die Begebenheit der beiden Städte abzuwarten. Allein lange wartete er dort vergebens. Wie sie nun schon fast den ganzen Tag auf dem[94] Berge sich aufgehalten, und aus dem Wetter nichts hat werden wollen, da hat ihn endlich seine Gemahlin, welche eine sehr gottesfürchtige und christliche Fürstin gewesen, flehentlich gebeten, daß er möge wieder hineinziehen in die Stadt, und bei seinen armen Unterthanen abwarten, was Gott der Herr thun wolle, weil sie es vielleicht nicht allein verschuldet. Darüber ist der Churfürst bewogen, gegen Abend wieder nach Cölln zu fahren. Ehe er aber noch an das Schloß gelanget, hat sich ein Wetter heraufgezogen, welches so schnell und so stark geworden, daß es dem Churfürsten, wie er gerade unter das Schloßthor hat fahren wollen, seine vier Pferde vor dem Wagen sammt dem Kutscher erschlagen hat. Sonsten hat es jedoch keinen Schaden gethan. Dieses hat sich zugetragen am 15. Juli 1525.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 2. S. 509. 510.

7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II.

Der Churfürst Joachim I. jagte eines Tages im Jahre 1533 in der Haide bei Köpenik, als auf einmal ein überaus großer wilder Keuler auf ihn losstürzte. Der Churfürst, ein muthiger Jäger, freuete sich dieses Abenteuers, hielt dem Thiere Stand, und wollte es abfangen; er stach ihm auch mit großer Geschicklichkeit sein Fangeisen in den Rachen. Aber plötzlich fuhr eine große Flamme aus dem Halse des Keulers, so daß der Schaft des Fangeisens in den Händen des Churfürsten verbrannte, und dieser nun in große Gefahr vor dem wüthenden Thiere gerieth. Zum Glück kamen die Bedienten des Churfürsten herbei, worauf der Keuler entschwand. Anderthalb Jahre darauf aber war der Churfürst todt.

Ein ähnliches Abenteuer hatte der Churfürst Joachim II. Es war im 1570, als dieser in derselben Haide bei Köpenik auf der Jagd war, und einen großen Hirsch traf, den [95] er alsbald verfolgte. Wie er nun aber recht in der Hitze des Verfolgens war, da gewahrte er auf einmal, daß der Hirsch auf dem Kopfe zwischen dem Geweihe ein Crucifix trug. Darauf ließ der Churfürst von der Verfolgung ab, und warf sich auf die Kniee nieder und betete; denn er erkannte, daß dies seinen Tod anzeigen solle. Nicht lange darauf, am 3. Januar 1571, starb er auch im Schlosse zu Köpenik. Der Hirsch hat sich nach der Zeit nicht wieder sehen lassen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 3. S. 782. 783.

8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

8. Joachim von Schapelow.

Zu den Zeiten des Churfürsten Johann Georg lebte zu Berlin ein Edelmann, Namens Joachim von Schapelow, dessen Grabschrift noch in der Kirche zu Quilitz vorhanden, und der wegen seiner verwunderlichen Stärke beim Volke noch in gutem Andenken ist. Es gab zu seiner Zeit keinen stärkeren Mann als er. Einstmals war ein fremder Fürst nach Berlin zum Besuche des Churfürsten gekommen; der hatte einen ungeheuer großen und starken Mann mitgebracht, von dem er rühmte, daß kein lebender Mensch ihm an Stärke gleich komme. Das wollte der Churfürst nicht glauben, indem er vermeinte, sein Schapelow sei stärker. Er befahl diesem dahero, sich mit dem Riesen des fremden Fürsten einzulassen. Das waren alle Theile zufrieden, indem der Riese und sein Herr nicht anders vermeinten, als jener werde über den kleinen Märker einen leichten Sieg davon tragen. Aber Joachim von Schapelow warf bald den fremden Riesen zu Boden, ergriff ihn dann, als derselbe aufstand, von Neuem, hielt ihm beide Hände fest, daß er sich nicht rühren konnte, trug ihn zum Fenster hin, und wollte ihn aus demselben hinauswerfen, zum öffentlichen [96] Wahrzeichen seines Sieges. Der Churfürst aber gestattete ihm das nicht.

Dieser hohe Herr war indeß über den Sieg seines Edelmanns so erfreut geworden, daß er ihm erlaubte, aus seinem Weinkeller so viel Wein herauszuholen, als er mit Einem Male heraustragen könne. Da sah man erst die erstaunliche Kraft des Schapelow. Er nahm nämlich ein Faß Wein unter den rechten Arm, ein Faß unter den linken, ferner ergriff er ein Faß am Spundloch mit den vier Fingern der rechten, und eins mit den vier Fingern der linken Hand; also daß er insgesammt vier Fässer Wein aus dem Keller getragen. Als das der Churfürst gesehen, hat er gesagt: Schaplo! Schaplo! dießmal mag's geschehen; wir werden dich aber wohl nicht wieder in unseren Weinkeller schicken!

Dieser Schapelow starb im Jahre 1574.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 278.

9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

9. Der Müggelberg bei Cöpenik.

Vor dem Städtchen Cöpenik, zwei Meilen von Berlin, liegt ein sehr fischreicher See, eine halbe Meile lang und eine viertel Meile breit, durch den die Spree, wie ein breiter Fahrweg, mitten durchfließt, der »Müggelsee« oder auch kurzweg die »Müggel« genannt. An demselben ist eine aus vielen Hügeln zusammengesetzte Anhöhe gelegen, mit vielen schlanken Eichen und Fichten besetzt, der »Müggelberg« genannt. In diesem Berge findet man einen weißen Stein, der ungefähr sieben Fuß lang und sechs Fuß breit ist. Von demselben erzählt man, daß darunter ein großer Schatz verborgen liege, der von einer Jungfrau verwahrt wird, und nicht eher gehoben werden kann, als bis die Jungfrau erlöset ist. Vor langen Zeiten hat sich diese einmal sehen lassen. Sie ist schön und ansehnlich [97] von Gestalt gewesen, sie hat gesagt: daß sie verwünscht sei, und hat gebeten, sie zu befreien; dazu solle man sie um die Kirche zu Cöpenik herumtragen. Es hat das aber keiner thun wollen.

Auch hört man in dem Müggelberge oft des Nachts ein sonderbares Getöse von Jagdhörnern und bellenden Hunden.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 1098.

10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

10. Das Grab bei Rheinsberg.

Nahe bei der Stadt Rheinsberg in dem bei derselben befindlichen See liegt eine kleine Insel. Als man auf dieser vor Zeiten einmal beschäftigt war, einen Graben zu ziehen, fand man auf einmal tief unten in der Erde viele Menschenknochen von ganz ungewöhnlicher Größe, und zugleich ein altes Grab, welches aus zwei Steinen bestand, von denen der eine etwas kleiner, der andere aber größer und von schönem Marmor war. Dieser letztere war drei viertel Ellen lang, eine halbe Elle breit und eine viertel Elle dick; auf dessen einer Seite waren sechs Vögel zu sehen, die man für Habichte erkannte; auf der anderen Seite war eine Aufschrift, deren Buchstaben aber vom Alter so sehr ausgezehret waren, daß sie sich nicht mehr wollten lesen lassen. Weil man nun alsbald bemerkte, daß dieses Grab römischen Ursprungs sein müsse, so wie man überhaupt in der Gegend von Rheinsberg mehr römische als deutsche Alterthümer von jeher gefunden hat, so ist man auch klar darüber geworden, daß dieses das Grab des Remus sei, des Bruders von Romulus, dem ersten Könige von Rom, und daß dieser Remus nicht von seinem Bruder auf den Mauern Roms umgebracht, sondern über die Alpen entflohen, und auch nun nicht, wie Andere von ihm berichten, die Stadt Rheims in Frankreich gegründet habe, sondern [98] die Stadt Rheinsberg in der Mark. Wobei es denn auch wohl zu beachten, daß diese Stadt schon in alten Zeiten zum öftern Remus- oder Remsberg ist genannt worden, so wie denn auch der Fluß an derselben eigentlich nicht Rhein oder Rhin heißt, wie er gewöhnlich ausgesprochen wird, sondern Rhem, und jene Insel, auf welcher man das Grab gefunden, von Alters her bis auf den heutigen Tag Remus-Burgwall von den Einwohnern genannt wird.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 2. S. 421 f.

11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

11. Der Stein bei Stolzenhagen.

Auf dem Stolzenhagischen Felde unter dem Amte Müllenbeck in der Mittelmark, nicht gar weit von dem Wandelitzischen See, liegt ein ungeheuer großer Stein, der mehrere Fuß tief in die Erde hineingeht, und oben einen tiefen eindringenden Eindruck von einer sehr großen und starken Manneshand hat. Die fünf Finger kann man noch ganz klar und deutlich erkennen. Von diesem Stein erzählen die Wandelitzer, daß er in alten Zeiten an der anderen Seite des Wandelitzer Sees gelegen habe. Dort hat damals ein großer und ungeheurer Riese gewohnt, der den Stein aufgehoben, und zum Beweis seiner großen Stärke mit seinen fünf Fingern hineingegriffen, daß sie sich darin abgedrückt, ihn dann auf die Hand genommen, und hoch über den ganzen See hinweggeworfen, daß er an der andern Seite desselben niedergefallen.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 2. S. 377.

12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

12. Die sieben Steine bei Morin.

Unweit des Städtchens Morin in der Neumark stehen auf dem Felde sieben große Steine beisammen, nur die sieben Steine genannt. Nach der Sage sind dieß sieben junge [99] Bursche gewesen, welche dort aus Uebermuth ihren Käse und ihr Brod auf eine unanständige Weise benetzt haben. Zur Strafe für ihren Frevel sind sie sofort in jene Steine verwandelt worden.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 362.

13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

13. Der Adamstanz bei Wirchow.

Bei dem Dorfe Wirchow in der Neumark befindet sich ein Kreis großer Steine. Es sind deren achtzehn an der Zahl. Vierzehn, zwei bis drittehalb Fuß hoch, stehen jedesmal paarweise in einem großen Kreise um zwei, welche in der Mitte des Kreises stehen. Diese zwei sind über zwei Ellen hoch. Zwei andere, noch etwas höher, stehen außerhalb des Kreises, in einiger Entfernung. Von der Entstehung dieser Steine erzählt man, daß an dieser Stelle vor einigen hundert Jahren mehrere Menschen am heiligen Pfingsttage einen nackten Tanz aufgeführt haben, und zu einer sonderbaren Strafe für ihr frevelhaftes Beginnen in die Steine verwandelt worden sind. Daher heißen die Steine auch der Adamstanz oder der Steintanz. Die vierzehn Steine im Kreise sind die Tänzer und Tänzerinnen gewesen; die zwei in der Mitte die Bierschenker, und die zwei außerhalb des Kreises die Spielleute. An diesen beiden Letzteren kann man im Stein noch die Violinen erkennen.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 362.

14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

14. Die alte Stadt im Blumenthal.

Unweit Prötzel im Oberbarnimschen Kreise, ungefähr fünf Meilen von Berlin und anderthalb Meilen von Wrietzen, findet man in einem Walde, welcher der Blumenthal genannt wird, vieles alte Mauerwerk, das, der Sage nach, von einer Stadt herrührt, die in alten Zeiten dort [100] gestanden hat, aber, man weiß nicht auf welche Weise, zu Grunde gegangen ist. Wenn man genauer zusieht, so kann man noch jetzt einzelne Straßen und andere Theile der Stadt an dem Gemäuer entdecken. Man findet nämlich, daß die südliche Seite 190, die nördliche 160, die westliche 80, und die östliche etwa 60 rheinländische Ruthen enthalten hat. Die Stadt hat ferner vier Thore gehabt, eine Hauptstraße, welche in die Richtung nach Straußberg geführt hat, und sechs Quergassen. Eben so findet man noch vier besondere ummauerte Plätze, als wenn daselbst eine Kirche, ein Rathhaus, ein Schloß und ein Kloster gestanden hätten. Mitten in der Stadt sind drei runde Hügel, von denen man sagt, daß es alte Begräbnißplätze seien. Vor ein paar hundert Jahren ist das Mauerwerk überall noch eines Mannes hoch über der Erde gewesen. Jetzt kann man es aber nur noch mit großer Mühe entdecken, und es ist alles mit starken Bäumen bewachsen. – Von der Stadt selbst, die hier gestanden, hat man weiter keine Nachricht; man sagt nur, daß sie Blumenthal solle geheißen haben, und daß davon der Wald noch jetzt seinen Namen führe.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 446. 447.

15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

15. Der Markgrafenberg bei Rathenau.

Bei der Stadt Rathenau liegt ein ziemlicher Berg, der Markgrafenberg genannt. Vor langen Zeiten, in den Eintausend zweihundert und zwanziger Jahren, lebten einstmals zu gleicher Zeit neunzehn Markgrafen von Brandenburg, Alle aus dem Anhaltinischen Geschlechte. Die kamen eines Tages sämmtlich zu einer großen Landschauung auf dem gedachten Berge zusammen, und davon hat er seinen Namen erhalten. Aber Gott schickte es also, daß sie in wenigen Jahren, Etliche sagen in zweien, sammt und sonders [101] gestorben und umgekommen waren. Der Chronist, der diese Geschichte aufbewahrt hat, setzt hinzu: »Denn sobalde Gott der Allmächtige ein Geschlechte herfürziehen und erhöhen kann, sobalde und leichtlich kann er es auch wieder herunterrücken und gar verdorren und umkommen lassen, wie die Historien sowohl in der Bibel als anderswo genugsam ausweisen und zu erkennen geben. Daß danach also auf viele Kinder und auf ein groß Geschlechte nicht zuviel zu pochen und zu vertrauen ist.«


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 129. H. Ammersbach, Churbrandenburgische Chronik. S. 125.

16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

16. Das Wunderblut zu Belitz.

Im Jahre 1247 nach Christi Geburt haben in der Stadt Belitz etliche Juden mit einer Magd gehandelt, daß sie zum Sacrament gehen, ihren Gott im Munde empfangen, hinter dem Altare aber aus dem Munde in die Schürze fallen lassen und ihnen sodann zubringen solle; sie wollten ihr ein gutes, namhaftes Geld dafür geben. Die Magd hat von dem Mammon sich verblenden lassen, und also gethan, wie die Juden von ihr begehret. Diese haben nun die geweihete Hostie dem Herrn Christo zu Unehren gemartert, zerhauen und gestochen, worauf sie aber sogleich angefangen zu bluten. Darüber haben die Juden sich gefürchtet, es möchte offenbar werden, und solche That ihnen übel bekommen. Sie haben die Hostie daher der Magd wiedergebracht, diese auch gebeten und ihr Geld gegeben, daß sie dieselbe wieder angenommen und in ihrem Hause unter dem Dache verstecket. Da trug es sich aber zu, daß daselbst unter dem Dache die Nachtwächter jede Nacht viele Lichter und Kerzlein gesehen, welches sie den Herren der Stadt angezeiget. Diese haben eine Haussuchung gehalten, die Hostie alsbald gefunden, auch die Thäterin ausgekundschaftet, [102] und mit allen Juden, auf die sie bekannt, gefänglich eingezogen. Wie nun die Juden auch nicht lange haben läugnen können, wurden sie alle mit sammt der Magd zu einem Berge vor dem Müllerthore nach dem Dorfe Schönfeld zu geführet, und dort sammt und sonders lebendig verbrannt. Der Berg heißt davon bis auf den heutigen Tag der Judenberg.

Die Hostie hat man in einer herrlichen Prozession mit großen Klagen, Beten und Reverenz in die Kirche getragen und an einen besonderen Ort gesetzet, allwo sie von Stund' an große Wunderwerke gethan. Weil sie fortwährend geblutet, so erhielt sie den Namen des Belitzer Wunderblutes. Es geschahen bald große Wallfahrten zu ihr.

Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 101.

17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

17. Das Wunderblut zu Zehdenick.

Im Jahre 1249 hat ein Weib zu Zehdenick eine geweihete Hostie genommen, in Wachs gedruckt und vor ihrem Bierfasse vergraben, in der Absicht, damit die Leute ihr Bier lieber holen und trinken möchten, da sie einen Bierschank hatte. Als sie aber hernach einen scharfen Prediger gehört, ist sie dadurch zur Erkenntniß ihrer begangenen Sünde gekommen, und obwohl sie eine schwere Buße erwarten konnte, hat sie doch in ihrem Herzen und Gewissen keine Ruhe gehabt, bis sie die Sache an den Tag gebracht. Sie hat demnach Alles dem Pfarrer zu Zehdenick gebeichtet, und wie dieser es nicht hat glauben wollen, allem Volke geoffenbaret. Darauf hat man in ihrem Keller angefangen zu graben, und es ist an dreien Orten Blut hervorgequollen, daß alle Umstehenden sich sehr darüber verwundert. Die Hostie aber hat man nicht wieder aufgefunden. Die blutige Erde hat man darauf ausgegraben und in die Kirche getragen, wo sie viele Wunderwerke gethan.[103] – Als nun die Geschichte ist bekannt geworden, da ist ein großer Zulauf von Menschen entstanden, die aus allen Orten gen Zehdenick gereiset sind. Es sind auch dahin gekommen der Bischof Ruthgerus von Brandenburg, die beiden Markgrafen Johannes und Otto von Brandenburg, so wie deren Schwester Mechtild, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg. Zum Gedächtniß dieser Geschichte hat man auf Anrathen des Bruders Hermann von Langen, Lectors im grauen Kloster zu Berlin, so der Beichtvater des Markgrafen gewesen, zu Zehdenick ein Jungfrauenkloster Cisterzienser-Ordens gestiftet, und solches im folgenden 1250sten Jahre aufgerichtet.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 102. 103.

18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

18. Das Wunderblut zu Wilsnack.

In der Priegnitz lebte im Jahre 1383 ein Edelmann, mit Namen Heinrich von Bülow; der verbrannte und zerstörte feindlicher Weise eilf Dörfer in der Priegnitz, unter denselben auch das damalige Dorf Wilsnack. In diesem Dorfe brannte die Kirche ab mit Allem, was darin war. Der Pfarrer von Wilsnack, Herr Johannes, hatte zu damaliger Zeit drei Hostien, um der Kranken willen, sonderlich in der Kirche verwahret. Als er nun in der Nacht nach dem Feuer auf seinem Lager lag und schlief, da vernahm er auf einmal eine Stimme, die ihm zurief: Stehe auf, Johannes, und mache dich fertig, an dem Altare der verbrannten Kirche die Messe zu lesen. Anfangs glaubte er, ein böser Bube wolle ihn foppen, und er blieb liegen. Als er aber dieselbe Stimme zum zweiten und dann gar zum dritten Male vernahm, da stand er auf und ging zu dem Orte der verbrannten Kirche. Und siehe, hier stand mitten in der Verwüstung unversehrt der Altar der Kirche; zu dessen beiden Seiten brannten zwei helle Wachskerzen, [104] und mitten auf demselben lag eine weiße Leinewand. In dieser aber lagen die drei Hostien, so der Pfarrer verwahrt hatte. Sie waren unversehrt, aber wunderbarer Weise ganz mit Blut besprengt. Ueber dieses Wunder erstaunte der fromme Mann mit Allen, denen er es zeigte. Die drei Hostien wurden sorgfältig aufbewahrt und verrichteten bald viele Wunderwerke, also daß große Haufen von Kranken aus Schweden, Norwegen, Ungarn, Frankreich, England, Schottland, Dänemark u.s.w. dahingekommen und gesund geworden. Solche Wunderthätigkeit hat gewährt bis zum Jahre 1552, wo die drei blutigen Hostien von dem damaligen Pfarrer zu Wilsnack, welcher der neuen Lehre angehangen, zerstöret worden.


Andreas Angelus Ann. March. Brand. pag. 167. Zach. Garcaus Res Gesta March. II. pag. 144.

19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau.

Am ersten Tage des Hornungs im Jahre 1554, als die Sonne hat wollen untergehen, ist zu Prenzlau in der Ukermark ein gar wunderbares Gesicht gesehen worden. Es hat sich nämlich plötzlich am Himmel eine dicke Wolke aufgethan, und man hat darin gar deutlich und augenscheinlich gesehen die Gestalt unseres Erlösers und Seligmachers Jesu Christi, wie er am Kreuze gehangen. Neben dem Kreuze haben zu beiden Seiten viele Personen gestanden. Nachdem solches alle Bürger und Einwohner der Stadt lange genug haben betrachten können, hat das Bild sich aus der Wolke langsam und allmälig heruntergelassen und ist in einer großen Feuergluth im Prenzlauer See verschwunden. Was das Gesicht bedeutet, hat man nicht erfahren können.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 353.

20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[105] 20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin.

Um Bartholomäi des Jahres 1555 erschienen auf dem Markte zu Cüstrin auf einmal zwei unbekannte, am ganzen Körper geharnischte Männer. Sie gingen allda lange herum, und gaben einander die Hände. Zu derselbigen Stunde sah man unterdeß am Himmel eine große Feldschlacht und hörte dabei oben in der Luft ein jämmerliches Geschrei und großes Getümmel. Nach einer guten Weile verschwand das Alles, die beiden geharnischten Männer mit großem Klagegeschrei. Man hat nicht erfahren können, was dieses zu bedeuten gehabt.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 354.

21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz.

Unfern des Schlosses Grimnitz in der Mittelmark befindet sich ein Platz, der rund herum mit Steinen besetzt ist, und der Bärenskirchhof genannt wird. Diesen Namen hat er von folgender Begebenheit erhalten:

Der Churfürst wollte einst eine Schweinejagd halten, und diese war schon mehrere Tage vorher angesagt. In der dritten Nacht vor der Jagd hörte auf einmal der damalige Haidereuter auf dem Schlosse, Namens Bärens, um Mitternacht auf dem Boden, wo er die Schweine körnte, eine Stimme, die rief: »Ist der Stumpfschwanz da? Der soll dem Haidereuter das Leben nehmen!« Der Haidereuter achtete nicht darauf. Als er aber in der folgenden Nacht dieselbe Stimme nochmals hörte, erzählte er es dem Churfürsten, in der Meinung, daß irgend ein Hofbedienter ihn suche furchtsam zu machen. Der Churfürst befahl ihm, Niemandem von der Sache zu sagen, auch die kommende Nacht zu Hause zu bleiben. Dagegen schickte er seinen Büchsenspanner auf den Boden. Dieser hörte dieselbe Stimme. [106] Da befahl der Churfürst am anderen Tage, als die Jagd war, daß der Haidereuter zu Hause bleiben solle, welches auch geschah. Erst als die Jagd ganz zu Ende war, ritt er noch hin, um die getödteten Sauen zu besehen, die gerade aufgeladen wurden. Darunter war wirklich ein Stumpfschwanz. Der Haidereuter ging an ihn heran und sagte: »Du solltest mir das Leben nehmen, und bist eher todt als ich!« Dabei hielt er das Schwein, bis die aufladenden Bauern die andere Leiter vom Wagen vorgeschoben, daß es nicht herunter fallen sollte. Auf einmal fiel aber unversehens der Kopf des Stumpfschwanzes herunter und schlug dem Haidereuter den Leib auf, wovon er auch alsbald starb. Er wurde auf der Stelle begraben, die davon den Namen »Bärenskirchhof« behalten hat.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 782.

22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

22. Das vermauerte Thor zu Gransee.

In vielen Städten der Mark Brandenburg, nur nicht in der Altmark, findet man etwas, was man nur sehr selten in anderen Ländern antrifft. Neben dem gewöhnlichen Stadtthore ist nämlich noch ein zweites, zugemauertes Thor. Nach Allem muß man annehmen, daß dieses das allererste gewesen, weil das mit dem Bau der Mauer, in der es sich befindet, übereinstimmt, und weil es auch gerade auf die Straße zugeht, wogegen das jetzige offene Thor schräge in die Stadt hinein führt. Welche Bedeutung die zugemauerten Thore gehabt, und aus welcher Veranlassung sie vermauert sind, das suchen unsere Geschichtschreiber vergeblich zu erforschen. Es finden sich namentlich dergleichen vermauerte Thore in Kyritz, in Wittstock, zu Wusterhausen im Ruppinschen, zu Gransee zwei, zu Soldin drei, zu Friedeberg zwei, zu Morin zwei, zu Berlinchen zwei, zu Königsberg zwei, zu Schönfließ zwei, zu Landsberg an der [107] Warthe, zu Beerwalde, zu Woldenberg, zu Bernau, zu Fürstenwalde und zu Mittenwalde. –

Von den beiden Thoren zu Gransee hat man zwei verschiedene Sagen. Einige geben nämlich vor, es sei einstmals ein Kaiser durch die Stadt gereiset, dem zu Ehren man beide Thore, durch die er gekommen, zugemauert, damit Niemand mehr durchreisen solle. Andere dagegen behaupten, daß bekanntlich in Gransee früher Wenden gewohnt, daß diese von den einwandernden Deutschen vertrieben seien, und nun diese letzteren die Thore, durch welche die Wenden ausgegangen, nicht würdig erachtet, auch von ihnen gebraucht zu werden, weshalb sie dieselben denn zugemauert und für sich nebenan neue Thore haben machen lassen. Hiermit stimmt es überein, daß in den Dörfern auf dem Lande, wo noch jetzt Deutsche und Wenden zusammen wohnen, die Deutschen sich der gewöhnlichen Kirchenthüren bedienen, dieses aber nicht den Wenden gestatten, welche vielmehr durch eine kleine, besonders angelegte Thür in die Kirche gehen müssen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 283. 284.

23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten.

Unweit des Klosters Himmelpforten in der Ukermark liegen zwei Seen, Moderwitz und Sidow genannt; beide hängen zusammen, und es ist dort, wo sie in einander fließen, eine Brücke befindlich, über welche man von Himmelpforten nach dem Dorfe Lichen gelangt. In alten Zeiten, als in Himmelpforten noch Mönche waren, die Brücke aber noch keinen Namen hatte, da hatte einstmals einer der Mönche eine Liebschaft mit einer Frauensperson aus Lichen. Diese wollte er eines Tages mit sich ins Kloster nehmen, weshalb er sie, damit Niemand es merken solle, in ein Bund Stroh einband, und sie so auf seinen Rücken[108] nahm, als wenn er Stroh als milde Gabe für sein Kloster empfangen habe. Wie er nun so, unter seiner Last keuchend und schwitzend, über jene Brücke ging, da begegnete ihm unvermuthet mitten auf der Brücke der Abt des Klosters. Das Mönchlein ließ sich dadurch zwar nicht erschrecken, sondern grüßte seinen geistlichen Vater vielmehr demüthiglich und berichtete, wie fromme Leute im Dorfe ihm das Stroh als Gabe für sein Kloster geschenkt hätten. Der Abt aber sah ihm doch verwundert nach, weil jener so sehr schwitzte, und da entdeckte er denn auf einmal die Füße der Weibsperson, welche unten aus dem Stroh hervorragten. Wie es dem armen Mönche hierauf erging, brauche ich Euch wohl nicht zu erzählen. Die Brücke aber, auf der solches geschehen, wurde von da an die Strohbrücke genannt, welchen Namen sie noch bis auf den heutigen Tag führet.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 4. S. 1123.

24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde.

Im Jahre 1469 führte Markgraf Friedrich der Andere von Brandenburg einen langen Krieg gegen die Herzöge in Pommern. Unter andern belagerte er die Stadt Ukermünde. Nun war aber damals in dieser Stadt ein schwarzer Augustiner-Mönch, der etliche freie Schüsse hatte und damit treffen konnte, was er wollte. Der schoß eines Tages dem Markgrafen den Tisch mit dem Essen darauf vor dem Munde weg, und ließ sich zugleich hören, wo der Churfürst nicht bald weichen werde, so wolle er ihm noch näher kommen. Darüber erschrak der Churfürst so sehr, daß er den Sturm aufhob, den er vorhatte, und von der Stadt abzog. Andere sagen freilich, er sei darum abgezogen, weil ihm die Zeitung zugekommen, daß die Sundtschen [109] und Rugianer den Pommerschen Herzögen mit starker Kriegsmacht zu Hülfe gekommen seien.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 230.

25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg.

Vor der Stadt Perleberg auf dem Felde, und zwar aus dem Parchemer Thore hinaus, lag früher eine Capelle »des heiligen Kreuzes zu Jerusalem«. Sie ist aufgebauet von einem Bürger, Namens Matthäus Dambeck. Dieser bekam für seine viele Sünden dieß als Buße auf. Er mußte auch selbst nach Jerusalem reisen, um die Weite der Schädelstätte von Jerusalem auszumessen und gerade in derselben Weite jene Capelle bauen zu lassen, welches denn auch geschehen ist. Jetzt sind von der Capelle nur noch einige Mauertrümmer in der Erde zu sehen.


Beckmann histor. Beschreibung von Brandenburg. Th. 5. B. 2. Cap. 2. S. 44.

26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

26. Der große Stein bei Reetz.

Zwischen dem Amte Reetz und dem Dorfe Rietzig steht am Wege ein großer Stein, um welchen kleinere Steine herumliegen. Auf dem großen Steine findet man allerlei Figuren von Menschen-Händen und Füßen und von Thierklauen eingedrückt, und man unterscheidet besonders deutlich den Fuß von einem Frauenzimmer, den Fuß von einem Kinde, eine Hand und ein Hufeisen. Man erzählt sich, daß der Teufel einmal eine Krügerin, so die Bauern im Kruge betrogen, geholet und auf diesen Stein gesetzet, da dann plötzlich viele Geister mit Pferde- und Bocksfüßen gekommen, die um sie herum getanzet und einen höllischen Lärm gemacht. Wie nun die Krügerfrau in großer Todesangst dem zusehen muß, da kommen des Weges zwei unschuldige Kinder. Die gewahren von allem dem Spuk [110] nichts, und setzen sich ruhig auf den Stein zu der Krügerin, um sich auszuruhen. Und in dem Augenblicke ist denn auch Alles verschwunden gewesen.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 2. S. 376. 377.

27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

27. Das fluchende Weib.

Im Jahre 1555 in den heiligen Pfingstfeiertagen saßen in einem Dorfe unweit Wittstock mehrere Menschen beim Biere. Unter denselben war ein Weib, die fing an gräulich zu fluchen und mehrmals den Teufel zu rufen. Auf einmal wurde sie mitten in ihrem Schwören sichtlich von der Erde aufgehoben und zur Thüre hinaus geführt, vor welcher sie todt niedergeworfen wurde, allen Fluchern und Gotteslästerern zum Exempel.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 344.

28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf.

Zu Jütkendorf, einem Dorfe in der Cöllner Inspektion, lebte vor Zeiten ein Bauer, der eine hübsche Frau hatte. Diese hatte er in Verdacht, daß sie heimlichen Umgang mit seinem Knechte pflege. Er stellte sie deshalb darüber zu Rede; die Frau aber, welche gerade in gesegneten Umständen war, verschwor sich und sagte: wenn das wahr wäre, so möge Gott ein Zeichen geben an dem Kinde, das sie in ihrem Leibe trage. Dafür wurde die Ehebrecherin auf schreckliche Weise gestraft; denn wie sie in die Wochen kam, da ward sie von einem Knäblein entbunden, welches an der Nase ein Gewächs wie ein Taubenei, und an jedem kleinem Finger und an jeder kleinen Zehe ein Ende Fleisch gehabt, wie ein Glied am Finger. Da gestand die Frau, daß sie wirklich Ehebruch mit dem Knechte [111] trieben, worauf denn, am dritten Tage nach der Geburt, das Kind starb.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 3. S. 867.

29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin.

Im Jahre 1562 lebten zu Cüstrin mehrere boshafte alte Weiber, welche große Zauberinnen waren. Gegen diese predigte zum öftern Herr Wenzeslaus Kielmann, damaliger Zeit Pfarrer und Superintendent zu Cüstrin. Als dieser nun am 19. Tage des Augustmonats in dem gedachten Jahre gestorben war, und am folgenden Tage des Mittags um 1 Uhr begraben wurde, da entstand ein solches Donnern, Blitzen, Regen und Ungewitter, daß man vermeinte, die ganze Stadt werde zu Grunde gehen. Man bekam gleich Verdacht auf jene alten Zaubersäcke, welche eingezogen wurden und denn auch bekannten, sie hätten das Ungewitter zu Wege gebracht, damit man habe denken sollen, des Pfarrers Seele sei vom Teufel hinweggeführt.


Andreas Angelus Annal. March. Brand. pag. 360.

30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

30. Die stillen Frösche zu Schwante.

In dem Dorfe Schwante, eine Meile von Oranienburg, befindet sich ein Rittersitz der Familie von Redern. Da findet man die Merkwürdigkeit, daß, so viele Frösche sich auch dort in der Gegend überall befinden, doch in der Nähe jenes Rittersitzes und eine ziemliche Strecke rund um denselben kein Frosch seine Stimme hören läßt. Fängt auch ja einer zuweilen an, etwas laut zu werden, so bekommt er von den anderen keine Beistimmung, und er hört schnell wieder auf, als wenn es ihm plötzlich einfiele, daß er etwas Verbotenes thue, oder als wenn ihm über sein Schreien ein Vorwurf gemacht werde. Man erzählt sich folgende Ursache dieser sonderbaren Erscheinung:

[112] Vor vielen Jahren fiel einmal im Frühling ein Herr von Redern in eine schwere Krankheit, in welcher er fortwährend viele Unruhe hatte. Diese Unruhe nahm aber auffallend zu, wenn er das Geschrei eines Frosches vernahm. Er konnte dann mehrere Nächte lang keinen Schlaf bekommen. Das wurde so arg, daß er zuletzt gar keinen Schlaf mehr fand, und daß kein Mittel der Aerzte im Stande war, ihm den wieder zu geben. Vergebens versuchte man darauf Alles, die Frösche zu vertreiben oder zum Schweigen zu bringen. Man mußte schon an der Genesung des Herrn von Redern verzweifeln. Er verfiel jeden Tag mehr, und seine Hausfrau hatte deshalb alle Tage weinende Augen. Da geschah es eines Tages, daß ein armer fremder Mann an das Schloß kam und bettelte. Der sah die nassen Augen der Edelfrau, und fragte, um was sie weine. Man berichtete ihm, daß der Herr krank wäre, und vor dem Geschrei der Frösche nicht ruhen, solchergestalt auch nicht lange mehr leben könne. Darauf spricht der Bettler: O, wann Eurem Herrn damit kann geholfen werden, so sollen die Frösche bald still schweigen. Dieses Erbieten wird erstlich der Frauen, und hernach dem Herrn selbst vorgebracht. Der befiehlt, daß man dem armen Manne solle einen Sack voll Roggen geben, wenn er sein Versprechen sollte ins Werk richten. Hierauf begiebt sich der Bettler aus dem Schlosse, umgehet dasselbe in einem großen Zirkel, so weit als ihm däucht, daß der Frösche Stimme dem Herrn könnte verdrießlich sein, gebrauchet dabei seine Wissenschaft und bringet damit zu wege, daß das Geplärre der Frösche sofort aufhört. Und in diesem Stande ist es seitdem mit den Fröschen dort immer geblieben, daß sich, soweit der fremde Mann gegangen, kein Frosch wieder hat hören lassen. Der Mann hat dabei [113] gleich gesagt, daß dieß nur auf hundert Jahre so dauern werde. Die 100 Jahre sind noch nicht um.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 589.

31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde.

Eine besondere Merkwürdigkeit ist es, daß sich in der Stadt Neustadt-Eberswalde gar keine Ratzen finden. Dieses hat folgenden Grund:

In den früheren Zeiten waren allda sehr viele Ratzen, besonders in der städtischen Kornmühle, wo sie vielen Schaden thaten. Da trug es sich um das Jahr 1607 oder 1608 zu, daß sich ein gewisser Mann bei dem Rath meldete und sich erbot, dieses Ungeziefer wegzuschaffen, dergestalt, daß hinführo, so lange die Mühle stehen werde, nimmermehr eine Ratze sich darin halten sollte. Er begehrte eher keinen Groschen, bis ein Jahr hernach, wann er seine Probe würde gethan und das Ungeziefer fortgeschafft haben; davor er dann zehn Thaler gefordert, welche ihm auch versprochen worden, und worauf ihm der Magistrat zwei Thaler sofort bezahlen ließ. Darauf legte der Mann etwas in die Mühle, versteckte auch sonst noch etwas an einen verborgenen Ort. Da war es denn am folgenden Tage mit Verwunderung anzusehen, wie die Ratzen sich haufenweise aus der Mühle fortmachten und den dortigen Fluß, die Finow, hinunterschwammen, also daß keine einzige zurückblieb. Nach Verfließung des Jahres kam der Mann wieder, um die übrigen ihm versprochenen 8 Thaler zu holen, die ihm auch bezahlet wurden. Nach der Zeit sind keine Ratzen, weder in der Stadt, noch in der Mühle, mehr zu spüren gewesen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 829.

32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[114] 32. Die Schlangen von Prenzlau.

Rund um die Stadt Prenzlau, die Hauptstadt der Ukermark, findet man keine einzige Schlange, so weit man die große Glocke der Stadt hören kann. Vor diesem gab es dort eine große Menge dieses Ungeziefers. Da war aber zu einer Zeit ein Verbrecher in der Stadt, der das Leben verwirkt hatte. Der erbot sich, alle Schlangen aus der Gegend zu vertreiben, wenn man ihm das Leben schenke. Dieses geschah, und man hat seitdem keine Schlangen dort wieder gesehen.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 834.

33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

33. Die Schlangen zu Bernau.

Auf der Feldmark der Stadt Bernau findet man, soweit man das Läuten der Bürgerglocke hören kann, weder Schlangen noch Nattern. Als Grund davon giebt man Folgendes an: Als vor Alters jene Bürgerglocke gegossen wurde, ward dazu nach damaligem Gebrauche von den Leuten allerlei verehret, als Gold, Silber, Erz u.s.w. Es kam auch ein altes Weib herbei, die sagte, sie habe zwar nichts von Geldeswerth, das sie zu der Glocke verehren könne, sie wolle aber doch etwas dazu schenken, was man nicht verachten werde. Damit ließ sie eine lebendige Schlange und eine solche Natter mit in den Guß einlaufen, mit dem Bedeuten, daß sich danach die Schlangen und Nattern verlieren würden, welche damals so häufig in der Gegend waren. Und solches geschah auch, sobald man mit der neuen Glocke zum ersten Male zu läuten anfing.

Als vor ungefähr 200 Jahren die Glocke einstmals einen Riß bekam, so daß man nicht mehr damit läuten konnte, stellte das Ungeziefer sich wieder ein. Es verlor [115] sich aber sogleich wieder, als im Jahre 1649 die Glocke umgegossen wurde und nun zum ersten Male wieder läutete.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 833.

34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

34. Das Bernauische Bier.

In der Stadt Bernau wird ein Bier gebrauet, welches ganz vorzüglich, und besonders auch dadurch bekannt ist, daß es sich so sehr lange hält. Hiervon erzählt man sich folgende Geschichte: Ein Lehrling aus der Stadt mußte einst für seinen Herrn Bier holen. Auf dem Rückwege machte er einen dummen Streich, so daß er sich nicht getrauete, wieder zu Hause zu kommen. Er vergrub daher die Flasche, welche von Zinn war, sammt dem Biere in der Erde und ging unter die Soldaten. Er hielt sich hier brav und brachte es so weit, daß er Hauptmann wurde. In dieser Würde kehrte er nach vielen Jahren gen Bernau zurück und zeigte sich seinem früheren Lehrherrn. Der will nicht glauben, daß der Hauptmann sein entlaufener Lehrbursche sei, bis dieser den Umstand mit der vergrabenen Flasche erzählt, und letztere auch wieder aufgegraben wird. Dabei verwunderte man sich aber höchlich; denn das Bier war in allen den Jahren ganz wohl erhalten, und war einem Oel ähnlich und so wohlschmeckend, als wenn es ganz frisch gewesen wäre.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 654.

35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

35. Die Wundereiche bei Wittstock.

Eine Meile von Wittstock hat früher eine Eiche gestanden, bei welcher ein großer Zulauf von Menschen, insonderheit von Lahmen gewesen, die daselbst ihre Gesundheit wieder erlangt. Es war ein dicker und krauser Baum, und waren daran etliche Aeste in einander und Löcher durchgewachsen. Wer durch diese Löcher kroch, der wurde gesund. [116] Der Baum war so ästig und knorrig, daß er nicht konnte gespalten oder weggeführet werden. Die Eiche stand in der ganzen Gegend in großer Ehrerbietung bei allen Leuten. Vor ungefähr hundert Jahren, als die wüste Feldmark, auf der sie stand, geräumt wurde, brannte sie mit ab. Man erzählt folgende Geschichte von dieser Eiche:

Es werden bald zwei hundert Jahre, als ein Knecht, von Wiburg aus Holstein gebürtig, Namens Christian, zu Wittstock bei einem Fleischer, Namens Joachim Lebengier, als Ackerknecht diente. Derselbe bekam einen Zufall in den Gliedern, daß er seine Arbeit nicht mehr verrichten konnte. Das Uebel zog sich zuletzt in den Füßen zusammen, besonders in den Schenkeln und in der Biegung des Plattfußes, darin er große Schmerzen empfand, so daß er an einem Stocke sich forthelfen mußte. Sein Meister wurde darüber ungeduldig, und redete ihn hart an, er solle sich zwingen, seinen Dienst zu verrichten, damit er sein Brod nicht umsonst esse. Befiehlt ihm auch ernstlich an einem Sonnabend, er solle Morgen, als am Sonntage, weil er nicht gehen könne, ein Pferd nehmen, und nach Blesendorf reiten, um ein erkauftes Kalb von einem Bauern daselbst abzuholen. Darüber geht der Knecht sehr betrübt zu Bette. Auf einmal um Mitternacht wird er durch eine Stimme aufgeweckt, die ihm Befehl giebt, er solle auf seiner Reise an dem Eichbaume, den er am Wege hinter Jazke finden werde, stille halten, sich vom Pferde begeben und durch den von einander gewachsenen Eichbaum durchkriechen, alsdann werde er gesund werden. Darauf wurde der Knecht freudig, und am anderen Tage that er, wie ihm die Stimme befohlen hatte. Er wurde von Stund' an gesund, daß er seine Krückenstöcke an dem Baume hinwarf und gehen und stehen konnte.

Als dieses bekannt wurde, kamen viele preßhafte Menschen [117] mit Krücken zu dem Baume, die hernach fröhlich davon gegangen, und haben die Krücken in Menge um den Baum gelegen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 1. S. 744, 745.

36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

36. Der bestrafte Sabbathschänder.

Zu Fretzdorf, unweit der Stadt Wittstock, in der Priegnitz, lebte einst ein Müller, Namens Hildebrand, der sich gar nichts aus dem Sabbath machte. Der wurde zuletzt für solchen Frevel hart bestraft. Als er auch wieder eines Sonntags auf das Feld gegangen war und sein Getraide abbrachte, bekam er auf einmal die Nachricht, daß sein Sohn in der Dosse ertrunken war. Und wie er nun, erschrocken über solche Nachricht, zu Hause eilen will, erhebt sich plötzlich ein Gewitter, schlägt in die Stiegen ein, die er aufgerichtet hat, und verzehrt seine ganze Arbeit.


Beckmann histor. Beschreibung von Brandenburg. Th. 5. B. 2. Cap. 7. S. 304.

37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

37. Der Name Pritzwalk.

In der Priegnitz liegt ein Städtlein Namens Pritzwalk. Der Name ist zusammengesetzt aus den beiden wendischen Worten: Priz oder Przez, welches soviel heißt als: mache dich fort, und Walk oder Wolk, welches einen Wolf bedeutet. Von dem Ursprung und der Bedeutung dieses Namens erzählt man Folgendes: Vor Alters war an dem Orte der jetzigen Stadt ein großer Wald. Als sich nun unterschiedliche Handwerks- und Landleute zusammengefunden, welche Lust hatten, sich hier niederzulassen, und in den Wald hineingingen, fanden sie unter einer Linde einen Wolf liegen, denselben schrieen sie mit jenen Worten an: Priz Walk, oder: Mache dich fort, Wolf! Davon blieb hernachmals [118] dem Orte der Name, so wie die Stadt auch einen Wolf unter einer Linde in ihrem Wappen führt.


Beckmann histor. Beschreibung von Brandenburg. Th. 5. Buch 2. Cap. 3. S. 89.

38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

38. Das blutende Hirschhorn.

In dem Dorfe Schönhagen, unweit Pritzwalk, zeigt man in dem Hause des Herrn von Brietzken ein merkwürdiges Hirschhorn. Dasselbe hat vor vielen Jahren, als eine Frau von Brietzken gestorben war und begraben wurde, auf einmal angefangen Blut zu schwitzen, und hat solches einen ganzen Tag und eine ganze Nacht gedauert. Das Horn hatte damals schon 14 Jahre an seiner Stelle gehangen.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 2. Cap. 3. S. 147.

39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

39. Die Blutkammer zu Wilsnack.

In der Kirche des Städtleins Wilsnack, in der Priegnitz, befindet sich ein Ort, darein die Leichen der Herren von Saldern zuerst beigesetzt wurden. Es heißet die Blutkammer. In dieser Blutkammer ist es nicht geheuer, und man vermeidet dieselbe gern. Einstmals im Jahre 1705 lebte zu Wilsnack ein junger Tischlergesell, Matthias Schulze mit Namen, der trieb in der Kirche seinen Fürwitz und schaute durch eine geheime Thüre in die Blutkammer hinein. Aber auf einmal bekommt er von einer harten und eiskalten Hand eine Ohrfeige, so stark, daß die Zeichen von der Hand und von den Fingern ein ganzes Jahr lang auf seiner Backe zu sehen gewesen.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 2. Cap. 8. S. 315.

40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[119] 40. Das Fräulein bei Wittenberge.

Die Stadt Wittenberge in der Priegnitz hat in früheren Zeiten nicht da gestanden, wo sie jetzt steht, sondern etwas mehr seitwärts. Man zeigt noch jetzt die Stelle und gräbt dort auch noch zuweilen Mauersteine, Urnen und andere Sachen aus der Erde. Da wo die rechte Stadt selbst gestanden, ist ein ebenes beackertes Feld, gleich daneben ist aber ein hoher Hügel mit einem breiten Graben umgeben; da hat früher das Schloß der Herren von Wittenberge gestanden. Diese ganze Gegend wird noch jetzt die »alte Stadt« genannt. In dem Hügel soll noch ein tiefer Keller sein, der aber jetzt verfallen ist. Auch lassen sich um denselben herum oft Gespenster sehen und hören. Ueber die Zerstörung der alten Stadt und des Schlosses erzählt man sich, daß einst vor langen Jahren ein Fräulein dieses Ortes, deren Namen man nicht mehr weiß, sich an einen vornehmen Herrn ehelich versprochen, worauf dieser sich in den Krieg begeben müssen. Nicht lange darnach aber setzte das Fräulein sich diesen Ritter aus den Gedanken, und sagte einem andern vornehmen Herrn die Ehe zu, mit dem sie sich auch copuliren ließ. Als das nun der erste Bräutigam erfahren, hat er die Stadt und Burg mit Kriegsgewalt angegriffen und erobert, und beide zerstöret. Die Einwohner suchten sich darauf einen andern Platz zur Wiederaufbauung ihrer Stadt aus, da wo diese noch jetzt steht. Das Fräulein aber, deren Untreue auf solche Art gerächt worden, kann seitdem noch immer keine Ruhe finden.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 2. Cap. 8. S. 328, 329.

41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[120] 41. Der Hildebrand bei Wittenberge.

Bei dem Städtlein Wittenberge in der Priegnitz sieht man noch die Reste zweier freiherrlichen Häuser. Sie liegen auf zwei besonderen Bergen, welche die freiherrlichen Berge, oder die Freienburgen genannt werden. Bei einem dieser Häuser ist ein Gefängniß, der Hildebrand genannt, daher, weil vor vielen Jahren ein Fuhrmann Namens Hildebrand darinnen oft in Haft gesessen, auch zuletzt darin gestorben ist. Dieser Hildebrand muß noch in dem Gefängnisse umgehen, wie man denn oft des Nachts sein erschreckliches Lärmen und Rumoren darin hört.


Beckmann histor. Beschreibung v. Brandenburg. Th. 5. Buch 2. Cap. 8. S. 336.

42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

42. Der Blutregen in Großmantel.

Auf der Mühle bei Großmantel, einem Dorfe in der Gegend von Stargard, diente schon vor mehreren hundert Jahren eine Magd, Namens Catharina Darnmann, aus Stargard gebürtig. Dieselbe ging eines Tages, gerade auf Mariä Verkündigung, in einen niedrigen Grund unweit der Mühle, um eine daselbst stehende trockne Erle abzuhauen. Wie sie damit nun fertig war, und die Erle zu Hause trug, da entsetzten sich Alle vor ihr, die sie sahen; denn nicht bloß ihr Gesicht und ihr Oberlatz, sondern auch, nachdem sie sich entkleidet hatte, ihr ganzer Leib war mit Blut bedeckt, als wenn es überall Blut hingeregnet hätte. Die Magd hatte vorher aber nichts davon bemerkt. Sie entsetzte sich mit den Uebrigen, aber weil sie sonst keinen Schaden verspürte, so ging sie am anderen Tage wieder an ihre Arbeit in denselben Grund. Doch wie sie zurückkehrte, fand man, daß sie wieder voller Blut war, wie am Tage vorher, und noch ärger, denn das Blut [121] fiel stückweise von ihr und die Hunde leckten es sehr begierig auf. Desgleichen geschah auch mit ihr am Tage darauf. An diesem Tage hatte sie zugleich ein Gesicht von zwei Reutern, die gegen Norden hin in glänzenden Wolken ritten, und es trat zu ihr eine lange, weißgekleidete Gestalt, die ihr befahl, sie solle das Blut von ihrem Leibe nicht abwischen, sondern es den Gerichten anzeigen. Dieses hat sie gethan, so daß es von vielen glaubhaften Leuten gesehen ist. Was weiter aus der Magd geworden, weiß man nicht.


Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 3. S. 529.

43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder, so Geld gegessen.

Im Sommer des Jahres 1536 diente zu Lebus eine Magd, Marx Fischers Tochter, mit Namen Gertraud. Zu der kam einst der leidige Satan in Gestalt eines Kriegsmannes, und redete ihr zu, sie solle seinen Willen thun und ihn lieben, so wolle er ihr auch so viel Geld verschaffen, als sie nur zu haben wünschte. Sie, als eine einfältige Magd, läßt sich leichtlich bereden, und sagt ihm zu, was er begehret. Das dauert so eine gute Weile, da lässet der Teufel sich ihr sehen in seiner eigentlichen Gestalt, und von Stund' an besaß er sie leibhaftig, so daß alle Leute merkten, sie sei besessen. Damit ihr nun desto besser von den Geistlichen mit Beten könne geholfen werden, wurde sie gen Frankfurt an der Oder gebracht, und der Rath daselbst verordnete ihr gute Wartung und starke Wache, damit sie sich selber kein Leid zufügte. Nun war es aber ganz wunderbar, dergleichen nie gehöret oder erfahren worden, auch in keiner Historie oder Chronik beschrieben, daß, wenn sie an irgend ein Ding faßte, mochte es sein eine Mauer, Wand, Tisch, Bank, Rock, Barett oder dergleichen, [122] so bekam sie flugs die Hand voll Geldes mancherlei Münze, die aber doch im Lande gäng und gebe waren, als Märkische, Pommersche, Meißnische, Polnische, Preußische und Böhmische Groschen und Pfennige. Mit dem Gelde fuhr sie nun alsbald in den Mund und zerkauete es, daß man es zwischen den Zähnen konnte knirschen hören, und zuletzt schluckte sie es ein. Das trieb sie etliche Wochen, und es geschah nicht scheinweise, wie die Gaukler thun, die Flachs fressen und Feuer speien: denn die Leute, so um sie waren, griffen ihr oft die Hände, brachen ihr die mit Gewalt auf, ehe sie damit zum Munde kommen konnte, und nahmen ihr das Geld fort. Die Katholischen, welche damals noch das Kirchenregiment inne hatten, ließen endlich einen Teufelsbanner kommen, der es sich auch mit seinem Beschwören und Bannen recht sauer werden ließ, auch die Magd oft in Weihwasser badete, der aber doch den Teufel nicht austreiben konnte. Zu derselben Zeit war jedoch in Frankfurt ein evangelisch-lutherischer Prediger, Namens Andreas Ebert von Grüneberg aus Schlesien. Dieser Herr Andreas, da die Papistischen mit ihrem Beschwören nichts ausrichten konnten, wandte sich an Dr. Luther selbst, den er zu Wittenberg gehört, und auf dessen Rath ließ er sie in seine Predigten führen und that dort in der Gemeinde Fürbitten für sie. Und das half. Denn obwohl der Teufel nun selbst in der Kirche erschien, und unter der Predigt viel Ungemach trieb, ein großes Geschrei und Geplärr erhob, den Prediger oft Lügen strafte, sonderlich wenn des Herrn Christi gedacht wurde, so ward gleichwohl durch Verleihung göttlicher Gnade die Magd geheilet, und diente hernach noch viele Jahre zu Frankfurt an der Oder.


Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 324. Zach. Garcaeus Res gesta Marchiae. II. pag. 258.

44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[123] 44. Die Magd und die Männlein zu Help.

In dem Dorfe Help, eine halbe Meile von Arnswalde in der Neumark, war im Jahre 1574 eine Magd, siebenzehn Jahre alt, auf den Palmsonntag zum Sacrament des Altars gegangen. Anstatt nun darauf den Tag mit frommen Werken zuzubringen, war sie des Abends auf die Gasse gegangen, und hatte den anderen Mägdlein zugesehen, die allda herumliefen und allerlei weltliche Spiele trieben. Auf einmal hat sie ein kalter Wind angeblasen, davon sie ganz schwach im Haupte geworden. Sie ging zu Hause und legte sich mit allen ihren Kleidern zu Bette, aus welchem sie von der Stunde an in vollen vier Jahren nicht wieder herausgekommen. Sie wurde dabei lahm und blind, und aß und trank in aller der Zeit nichts; sie verrichtete auch kein Bedürfniß und sprach kein einziges Wort. Nachdem sie also ins fünfte Jahr bis zum 2. August 1578 gelegen hatte, da wurde sie an diesem Tage gen Arnswalde in das Hospital des heiligen Geistes gebracht. Vier Tage lang lag sie hier, so wie in ihrer Wohnung zu Help. Am fünften hat sie auf einmal angefangen, durch eine Bewegung ihres Mundes Anzeigung ihres Hungers von sich zu geben. Es wurde ihr darauf eine Weinsuppe gebracht, die sie mit einem Löffel gegessen. Von derselbigen Zeit an war sie genesen. Sie erzählte nun auch die wunderbare Weise, in der sie vier Jahre zugebracht. Es waren nämlich kleine Männlein und Jungfräulein alle Tage unter ihrem Bette hervorgekommen, die außer ihr kein Anderer hatte sehen können. Die waren schön geschmückt gewesen, und hatten ihr die besten Speisen gebracht, von allem, was anderswo gekocht oder gebraten gewesen. Sie hatten sie auch anfangs aus ihrem Bette hinwegtragen und ein anderes Bild an ihre Stelle legen wollen; aber Einer [124] unter ihnen, in einem gelben Kleide, hatte das widerrathen. Darauf hatten sie aber dermaßen auf sie gedrückt, daß sie davon auf einer Seite ganz lahm geworden. Auch hatten sie ihr immer die Augen zugedrückt, daß sie nicht hatte sehen sollen, wovon sie Zeit ihres Lebens braune Flecken an den Augen behielt. Als sie zuletzt gehört hatten, daß sie in die Stadt gebracht werden solle, hatten sie unter einander davon geredet, daß sie ihr über Land keine Speise bringen könnten, und sie hatten sie nun wieder wegtragen wollen. Auf Vorbitten Eines war das aber auch dieses Mal unterblieben. – Von ihrer Krankheit behielt sie nichts zurück, als daß sie nur wenig aß, selten redete, daß sie mit einem Fuße hinkte, und daß sie niemals allein im Hause bleiben wollte.

(Unter der Sonne nichts Neues!)

Andreas Angelus Annales March. Brand. pag. 372. 377, 378.

4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark
1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[125] [127]IV. Sagen aus dem Magdeburgischen.

[127]

[128] 1. Die Wiedererbauung Magdeburgs.

Die schöne Stadt Magdeburg, die schon 47 vor Christi Geburt von dem Römischen Cäsar Julius erbauet sein soll, war nach Karls des Großen Zeiten von den Wenden und Ungarn ganz verwüstet, daß nur ein wenig armes Völklein von Fischern daselbst geblieben, die ihre Hütten, so gut sie gekonnt, wieder aufgebauet hatten. Ein solcher wüster Flecken ist Magdeburg geblieben bis zur Zeit des Kaisers Otto. Dieser schenkte den Flecken und die dabei gelegene Burg seiner ersten Gemahlin, der Kaiserin Editha, zur Morgengabe, dahero sie auch besonderen gnädigen Gefallen dazu getragen, und den Kaiser, ihren Gemahl, gebeten, darein zu willigen, daß aus dem schlechten Flecken eine große schöne Stadt gebauet werde. Das erlaubte ihr der Kaiser, gestattend, daß sie Burg und Flecken nach ihrem Gefallen erweitern und befestigen möge. Wie nun der Kaiserin also ihre Bitte gewähret, ist sie in einen Wagen gestiegen und hat sich herumfahren lassen, und hat selbst die Länge und Weite der neuen Stadt besehen und ausgesetzet, worauf denn nun alsbald im folgenden Jahre, 940 nach der Geburt des Herrn, Magdeburg zu einer vornehmen Stadt zu erweitern und zu bauen angefangen ist. Die alte Stadtmauer ging aber in folgender Weise: nämlich am Ul richs-Thor, am Marstall und am Barfüßerkloster, zu Ende des neuen Scharrens, wenn man vom breiten Wege [129] hinein gehet, in der neuen Petristraße hinter den Häusern und Gärten, wo vor diesem der Diaconus gewohnt hat; auch ging die alte Stadtmauer über den St. Johannis-Kirchhof, da wo ehemals die St. Stephans-Kirche gewesen, welches nachher der Elenden Kirchhof hieß; eben so war ein Stadtthor an der Stelle des Schwibbogens des Hauses der Seiden-Krämer-Gilde.


Gottfried Gengenbacher: Stadt Magdeburg, das ist Kurtze Beschreibung der Stadt Magdeburg etc. (Magdeb. 1678.) S. 8, 9.

2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg.

An dem Pfeiler der Kanzel im Dome zu Magdeburg befindet sich eine runde, aus Steinen mit kleinen Thürmchen gezierte Capelle. Auf dem Altare in derselben stehen der Kaiser Otto nebst dessen erstem Ehegemahl, der Kaiserin Editha, abgebildet. Die Kaiserin hält in der linken Hand einen zirkelrunden Reif, der aus neunzehn runden vergoldeten Kügelchen besteht. Diese Kügelchen zeigen an, daß diese fromme Kaiserin eben so viele Tonnen Goldes zur Erhaltung des Erzstifts Magdeburg hergegeben hat.


Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 12.

3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg.

Außerhalb am Dome zu Magdeburg, nach Westen hin, über dem sogenannten Paradies, steht in Stein ausgehauen das Bild eines Schäfers mit seinem Knechte, seinen Schafen und seinen Hunden. Der Schäfer sieht nach einem Sterne hin, den man von dieser Seite an dem Thurme des Domes erblickt. Man sagt, so hoch der Stern steht, so hoch hat dieser Schäfer den Dom sammt dessen beiden Thürmen auf seine Kosten aufführen lassen; zu dessen Andenken sind das Bild und der Stern ausgehauen.


Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 16.

4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[130] 4. Der schwörende Mönch.

Zur Zeit als der Dom in Magdeburg gebauet wurde, lebte in dieser Stadt ein Mönch, der sich vermaß und verschwor, der Teufel solle ihn holen, wenn er nicht in Pantoffeln auf die Krone des Thurmes steige. Das bekam ihm aber übel, denn als er eine ziemliche Strecke gestiegen war, fiel er plötzlich von oben herunter, und der Teufel zerbrach ihm sichtlich den Hals. Zum Andenken an diese Begebenheit wurde an der Spitze des Thurmes ein Bildniß in Stein gehauen, welches den Mönch und, dicht unter ihm, den auf seinen Fall lauernden Teufel vorstellt. Das Bild ist noch zu sehen.


Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 15.

5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg.

Zur rechten Seite im Dome zu Magdeburg sieht man zwei aus Holz geschnitzte Mannsbilder, mit eisernen Ketten und Banden an Hals, Leib, Händen und Füßen. Man erzählt davon Folgendes: Als der Dom gebauet wurde, kamen zwei Gebrüder Grafen von Gleichen gen Magdeburg, wollten den Bau wehren und vermaßen sich, aus dem Dome einen Pferdestall zu machen. Zum ewigen Andenken an solche Vermessenheit wurden ihre Bildnisse in Ketten im Dome aufgehangen.


Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 12.

6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

6. Die frommen Hunde in Magdeburg.

Im Jahre 1016 kam ein deutscher Fürst mit etlichen seiner Gewappneten nach Magdeburg, und fing Einen von Adel, welcher dem Erzbischofe Gero, dem fünften Erzbischofe von Magdeburg, lieb und sein Diener war. Demselben [131] ließ er die Augen mit Gewalt ausstechen, darüber denn der Erzbischof hart ergrimmte und den Fürsten in den Bann erklärte. Da geschah es, daß von diesem Verbannten selbst die Hunde kein Brod und keine Speise annehmen wollten. Dadurch kam derselbe zur Erkenntniß und Reue seiner Mißhandlung, und er kommt daher zum Erzbischof in bloßem Haupte und in bloßen Füßen, fällt vor dem nieder und bittet um Absolution. Diese wurde ihm auch alsbald in Gegenwart des Kaisers Heinrich, worauf es wieder wohl um ihn stand.


Amersbach, Chronik des Erzstifts Magdeburg. S. 26. Andr. Werner, Magdeb. Chronik (nicht paginirt).

7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

7. Kriegeszeichen.

Unser deutsches Vaterland wurde von sehr schweren und schädlichen Kriegen heimgesucht unter seinem Kaiser Heinrich, dem Vierten dieses Namens, welcher regierte vom Jahre 1065 bis zum Jahre 1105. Diesen Kriegen gingen aber auch ganz besondere Anzeigen vorher, absonderlich im Erzbisthum Magdeburg. Denn nicht allein, daß man überall zwei Monate lang einen großen Cometen gesehen, und daß in der Luft sich feurige Kriegsheere zeigten mit blutigen Waffen, brennenden Fackeln, glühenden Pfeilen, und belagerten Städten, so wie ein Krachen in den Lüften gehört wurde, als wenn dort große Feldschlachten geliefert würden; eben so geschahen noch ganz besondere Wunder im Magdeburgischen. So versammelten sich eines Tages auf dem Marsch bei Magdeburg ein großer Haufen Raben, welche also heftig mit einander gestritten, daß eine große Menge von ihnen todt zur Erde niederfielen. Solcher Streit hat einen ganzen Tag gewähret. Ferner haben mehrere Bischofsstäbe, die in ihren Capellen standen, am hellen Tage, da es lauter und klar Wetter gewesen, Wasser [132] geschwitzet, und denen, die sie angefaßt, die Hände mit Wasser gefüllet. Eben so ist Blut aus gebackenem Brodte, wenn man dasselbe zerschnitten, häufig herausgeflossen, und Kinder haben im Mutterleibe geredet. – Solche und dergleichen Wunder sind jenen schweren Kriegen vorhergegangen.


Alte Magdeburgische Chronik (nicht paginirt).

8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

8. Der gefangene Jude zu Magdeburg.

Zu den Zeiten des Bischofs Conrad zu Magdeburg, der ein geborner Graf vom Sternberg war, und im Jahre 1278 starb, fiel an einem Sonnabend ein Jude ins Privet. Weil es nun der Sabbath war, so durften ihn die Juden nicht herausziehen, wollten auch nicht leiden, daß dieses von Christen geschehe, weil der Jude doch immer selbst mit hätte helfen und Hand anlegen müssen. Ueber solchen Aberglauben erzürnte der Bischof, und des nächstfolgenden Tages, weil es Sonntag und der Christen Sabbath war, entbot er daher den Juden, sie sollten der Christen Sabbath auch nicht brechen. Also mußte der arme Schelm zwei Tage und zwei Nächte im Privet sitzen bleiben.


Bünting, Braunschw.-Lüneb. Chronik. I. 61. 93. Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt).

9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg.

Im Jahre 1315 brach ein Bube des Nachts zu Magdeburg in die Sanct Pauls-Kirche, und stahl daselbst die Büchse mit den geweiheten Hostien, so man zum Sacrament gebrauchet. Damit ging er des Morgens in die Sanct Peters-Kirchen, willens, dasselbige allda auf den Altar zu legen, ward aber anderen Sinnes, und warf das Sacrament hinter den Kirchhof daselbst, zwischen die Steine, in einen Pfuhl, und versetzte die Büchse den Juden. Da begab es sich, daß Einer mit einer Küfe, damit man Wasser [133] zum Bierbrauen führet, von der Elbe gefahren kam, und da er an den Ort gelanget, da das Sacrament gelegen, sind die Pferde stehen geblieben und haben nicht fortgewollt. Darüber wird der Küfenführer des Sacramentes, daselbst liegend, gewahr, und ein Müller, der von ohngefähr dazu gekommen, hebt dasselbe mit seinem Schwerte auf. Der Dieb wurde darauf bald entdeckt, auf dem Kleiderhofe vor den Juden gegriffen und hernach geschleifet. Auf der Stellen, da das Sacrament gefunden, erbauten die Bürger, zum Andenken des allda geschehenen Wunders, eine Capelle, welche die Capelle des heiligen Leichnams geheißen wurde; in dieselbe ließen sie die Geschichte hineinmalen, und das Schwert, damit das Sacrament aufgehoben, haben sie darin aufhängen lassen. Die Capelle stand noch vor nicht gar langer Zeit, hinter dem Sanct Marien-Magdalenen-Kloster, und man konnte vom Kloster und vom Kirchhofe aus in die Capelle gehen. Es befand sich auch in dieser ein Brunnen mit einem eisernen Eimer, damit man Wasser schöpfen konnte.


Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt). Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 30.

10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg.

In dem Jahre 1371 war in der Neustadt Magdeburg, auf dem Tye, in Hans Schartauens Hause ein gar sonderbares Gespenst. Dasselbe war gekommen in der Nacht des Krautweihen-Tages (Mariä Himmelfahrt); es ließ sich hören, aber nicht sehen; es trieb viel Ungestümes, und sagte, es wäre Hans Schartauens Seele, der vor drei Jahren in der Ohre ertrunken war; es begehrte von mehreren Priestern, die es benannte, eine gewisse Anzahl Messen und Vigilien, und erzählte dabei, wie viele Gebete und Almosen zu seiner Erlösung bereits geschehen wären. In [134] unserer lieben Frauen Lichtmessen-Nacht verlor es sich, also daß es gerade zwischen den beiden Marien-Tagen da gewesen war.


Alte Magdeburger Chronik.

11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

11. Bestrafte Tanzlust.

Am Sonntage nach Laurentii im Jahre 1381 wurde Ludwig, ein Markgraf zu Meißen, Administrator des Erzbisthums Magdeburg. Erzbischof wollte er nicht werden, weil sein Sinn nach Mainz stand, wo er schon zum Erzbischofe postulirt war, und weil er zwei Erzbisthümer zusammen nicht behalten konnte. Er war überhaupt ein weltlicher Herr; deshalb regierte er denn auch nicht lange, und es traf ihn bald der Zorn des Himmels. – In der Fastnacht des Jahres 1382 ließ er nämlich ein großes Bankett zu Calbe an der Saale bestimmen, wohin er seine Brüder, die Markgrafen zu Meißen, nebst vielen andern großen Leuten berief. Da geschah es denn nun, als der Administrator am Montage in der Fastnacht, des Abends nach dem Essen mit seiner ganzen Gesellschaft zum Rathhause gegangen war, den Abendtanz und gute Kurzweil zu vollbringen, daß in einer kleinen Kammer nebenan das Bettstroh aus Versehen anfing zu brennen, und darüber ein groß Gerücht entstand, daß sich ein gefährliches Feuer erhoben hätte, obgleich die Sache doch ohne alle Gefahr gewesen, worüber denn nun Jedermann bestürzet, und gesuchet, der Erste aus dem Rathhause zu entkommen. In solchem Gedränge und Tumult ist die Rathhausstiege zerbrochen, und viel Volk hart beschädigt worden. Zu Tode ist aber blos gekommen der Administrator Ludwig von Meißen mit noch zwei Anderen. Er ist die zerbrochene Stiege herunter gefallen, hat den Hals abgestürzet und ist in Puncto todt geblieben.


[135] Gottfried Gengenbacher, Magdeb. Chr. Andr. Werner, Magdeb. Chronik.

12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

12. Die Cardinalsbirne.

Unter dem Namen der Cardinalsbirne ist zu Magdeburg eine schöne, wohlschmeckende Birne bekannt. Dieser Name ist schon sehr alt, und im Jahre 1453 entstanden. Dazumal hatte der Papst den Bruder Johann Capistran, Barfüßer-Ordens, mit mehreren seiner Brüder in das Land zu Böhmen geschicket. Der wurde von dem Erzbischof Fridericus mit nach Magdeburg gebracht, wo er wegen seiner großen Frömmigkeit von der ganzen Clerisei und von der Gemeinde mit Kreuzen und Fahnen prächtiglich empfangen wurde. Man bauete ihm einen Pallast auf dem neuen Markte, davon er predigte. Er predigte mit solchem Ernst und Eifer, daß man ihm alle Wurftafeln, Würfel, Karten, Larven und anderes Spielgeräthe, und die Frauen ihre Schnüre und Haare, und ihre Bretter, darauf sie ihre Schleier und Tücher zu kleistern pflegten, darbrachten, und es wurde alles dieses öffentlich auf dem neuen Markte verbrannt. – Dieser Capistran aß einesmals von jenen schönen Birnen, und weil er sie so gar wohlschmeckend fand, so segnete und weihete er sie. Davon haben sie den Namen Cardinalsbirnen erhalten, den sie noch jetzt haben.


Alte Magd. Chronik.

13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg.

Der ein und vierzigste Erzbischof von Magdeburg war Ernestus, ein Herzog von Sachsen, Herzogs Ernsten des Churfürsten Sohn. Er wurde am heiligen drei Königs-Tage des Jahres 1476 zum Erzbischofe erkoren, und bekleidete den erzbischöflichen Stuhl bis zum Jahre 1513, [136] wo er starb. Er war ein frommer und einsichtsvoller Herr, der gar löblich regierte. Als er zum Sterben kam, boten ihm die Barfüßer-Mönche alle ihre Werke und Verdienste bei Gott an, als die ihm zur Seligkeit desto sicherer verhelfen sollten. Denen hat er aber geantwortet: »Lieben Herren, es ist nichts mit allen Euren Verdiensten und Werken; ich begehre derselbigen auch nicht. Die Werke meines Herrn und Heilandes Jesu Christi müssen es alleine thun.« Darauf ist er selig abgeschieden, nachdem er 37 Jahre regieret.


Alte Magd. Chronik.

14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe.

Im Jahre 1550 hatten die Magdeburger einen schweren Krieg mit dem Herzog Georg von Mecklenburg; dieser, ein junges hitziges Blut, war in das Magdeburgische Land eingefallen, und trieb ein arges Wesen mit Rauben, Plündern und Brandschatzen, also daß des Flehens des Landvolks an den Rath der Stadt Magdeburg um Hülfe und Errettung mit jedem Tage mehr ward. Da rüsteten sich denn die Magdeburger, und am Tage Mauritii, welcher damals war der 22ste Tag des Septembers, zogen sie aus, dem Feinde eine große Schlacht zu liefern. An ihrer Spitze waren der Bürgermeister Georg Gericke und Heinrich Müller mit dem Hauptmanne Hans Springer.

Der Tag Mauritii aber war für die Magdeburger ein Unglückstag, und er war ihnen schon zwei Mal in Kriegsläuften zum Unheil gewesen, indem sie an solchem Tage zweimal eine Niederlage erlitten hatten. Daher geschah es auch, daß, als sie ausgezogen waren, vor dem Dorfe Barleben, eine Meile von der Stadt, ihnen ein Mann begegnete, der sie verwarnete. Dieß war ein feiner, [137] langer, ansehnlicher Mann, der Kleidung nach einem Bauersmann nicht ganz unähnlich. Er war zwar gar alt und eisgrau, aber so schönen holdseligen, röthlichen und jungen Angesichts, daß es zu verwundern. Der hielt die Magdeburger an, und fragte sie, wo sie mit dem Kriegsvolk und der Kriegsrüstung hinaus gedächten? Und da er ihres Vorhabens unterrichtet, hat er sie mit aufgehobenen Händen herzlich gebeten, von ihrem Vorsatze abzustehen, wieder heim zu kehren und ihrer Stadt Acht zu haben, und ja des Orts, und sonderlich der Zeit nichts vorzunehmen, indem gerade vor zweihundert Jahren auf den Tag und an dem Ort die Magdeburger geschlagen worden, wie ein Jeder, der es nicht wüßte, auf der Tafel in der Sanct Johannes-Kirche zu Magdeburg lesen könne; er ermahnte sie, daß es ihnen gewiß auch dieses Mal unglücklich ergehen werde, wenn sie nicht umkehrten.

Ob nun wohl sich Etliche über die Person und die Rede dieses Mannes verwundert, so haben doch ihrer sehr Viele seiner gespottet und die Warnung höhnisch verachtet. Das ist ihnen aber zu ihrem großen Unglück geworden.

Die Magdeburger rückten nämlich weiter, und früh um sieben Uhr trafen sie auf den Feind. Sie griffen diesen sogleich an, aber schon nach einer halben Stunde waren sie so auf das Haupt geschlagen, daß sie 1200 Todte und 300 Gefangene verloren hatten, und daß 11 Stück Feldgeschütz und 11 Bürgerfähnlein in die Hände der Feinde gefallen waren. Absonderlich war keiner von den Spöttern des alten Warners unerschlagen oder ungefangen geblieben.

Dabei trug sich auch noch folgender verwunderliche Umstand zu, der den Meisten das Leben kostete. Die Magdeburger hatten nämlich, als sie dem Feinde entgegen gingen, das Flüßlein, die Ohre genannt, passiren müssen, welches [138] zu damaliger Zeit gerade sehr tief gewesen. Sie hatten daher eine seichte Stelle gesucht, durch welche sie ohne große Beschwerde über den Fluß gelangten, und dieselbe, um sie bei ihrer Rückkehr desto sicherer wieder finden zu können, mit einem Merkmale bezeichnet. Wie sie aber nun von dem Feinde geschlagen und zu einer eiligen Flucht gezwungen worden, da war unterdeß, ohne daß sie etwas davon wußten, das Zeichen von der Furth weggenommen und an eine Stelle gesteckt, wo die Ohre gerade am allertiefsten war. Die Magdeburger glaubten, das sei ihre Furth, sie stürzten in ihrer großen Angst sich in die Tiefe hinein, und fanden einen gar jämmerlichen Tod im Wasser. Auf welche Weise das Zeichen von seiner alten Stelle fortgekommen war, hat man niemals erfahren können. Die Stelle, wo solches passiret, heißt zum Wahrzeichen bis auf den heutigen Tag die Magdeburger Taufe.

Wie es nun also leider geschehen, daß die Weissagung des alten Mannes eingetroffen, da hat man fleißig Nachforschungen nach ihm gehalten; aber man hat Niemanden erfragen können, der ihn vorher oder nachher gesehen hätte.

Alte Magdeb. Chronik (nicht paginirt). Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. Th. 4. S. 974.

15. Das blutige Brod14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

15. Das blutige Brod.

Im Jahre 1551 wurde die Stadt Magdeburg von dem Churfürsten Moritz von Sachsen, dem Churfürsten Joachim von Brandenburg, dessen Vetter dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg, dem Grafen Hans Georg von Mannsfeld, und mehreren anderen Herren hart belagert. In dem Lager der Belagernden wurde aber ein gar wüstes und gottloses Leben geführt, wofür denn auch die Strafe nicht ausblieb. Unter andern fiel am 30sten Juli des gedachten Jahres ein Scharmützel vor, welches fast drei [139] Stunden dauerte, in welchem von den Magdeburgern nur zwei und zwanzig Menschen, und darunter nur sieben Reiter, von den Belagerern aber über 50 Menschen und an die hundert Pferde beschädigt und Viele zu Gefangenen gemacht wurden. Diese Gefangenen nun erzählten von einem seltsamen Wunder, es wäre kürzlich geschehen, daß Etliche im Lager Brod angeschnitten, woraus Blut hervorgekommen; darüber wären die Knechte heftig erschrocken; darnach wäre auch eine Krankheit unter sie gekommen, darin ihrer Viele wahnsinnig geworden.


Gottfried Gengenbacher Magdeb. Chronik.

16. Die Metze und die Magd15. Das blutige Brod14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

16. Die Metze und die Magd.

Die schwere Belagerung, welche die Stadt Magdeburg in den Jahren 1550 und 1551 von dem Churfürsten Moritz von Sachsen und dessen Bundesgenossen auszustehen hatte, geschah im Namen des Deutschen Kaisers. Der Herzog forderte deshalb auch im Namen des Kaisers die Stadt zur Uebergabe auf, bekam aber eine sehr trotzige abschlägliche Antwort. Weil nun kurz vorher der Kaiser in gleicher Art gegen die Stadt Metz nichts hatte ausrichten können, so entstand auf ihn jetzt in den deutschen Landen das Spottgedicht:


Die Metze und die Magd
Haben dem Kaiser den Tanz versagt.

Wahrhaftiger ausführlicher und gründlicher Bericht von der Altenstadt Magdeburgk Belagerung, so die Röm. Kais. Maj. Carolus Quintus etc. (Magdeburg 1587.)

17. Der Todtengräber in Magdeburg16. Die Metze und die Magd15. Das blutige Brod14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

17. Der Todtengräber in Magdeburg.

Es sind beinahe zweihundert Jahre her, als in Magdeburg ein Todtengräber lebte, der mit dem Teufel einen Pact gemacht hatte, und in dessen Folge von dem bösen [140] Feinde in einen Höllenpfuhl von Verbrechen und Sünden geworfen wurde, zuletzt aber ein gar jämmerliches Ende fand. Dieser Todtengräber hatte einstmals einen Trommelschläger unter den Kaiserlichen kennen gelernt, der gegen Kugeln und Hieb und Stich fest war. Das wollte der Todtengräber auch gern sein, und er fragte den Trommelschläger, wie er das anzufangen habe. Da gab ihm dieser einen Zettel, der gar toll mit allerlei Zeichen beschrieben war.

Mit dem Zettel mußte der Todtengräber draußen aufs Feld gehen, unter das Hochgericht. Zur Mitternacht mußte er da sein. Daselbst erschien ihm der Satan in Gestalt eines Cavaliers, anhabend einen gelben Koller, rothe Hosen und einen grauen Hut mit weißen Federn. Der fragte ihn, ob er Lust zu dienen hätte. Der Todtengräber antwortete ja; worauf der Satan verschwand. In der folgenden Nacht mußte der Todtengräber noch einmal unters Hochgericht gehen, wo ihm der Satan wieder erschien. Dieser fragte ihn, ob es bei der Abrede bleibe? Wie nun der Andere sich abermal mit ja vernehmen lassen, da sind sie denn der Sachen vollends eins geworden, nämlich dahin, daß der Todtengräber sich dem Satan mit seinem Blute verschreiben solle, sein eigen zu sein funfzehn Jahre lang, hergegen solle ihn der Satan am Leibe unbeschädigt verwahren und ihm drei freie Schüsse geben. Als sie so einig geworden waren, verwundet auf des Teufels Befehl der Todtengräber sich mit einer Stecknadel auf der Hand und schreibet auf einen Zettel mit dem Blute die beiden Anfangsbuchstaben seines Namens, nämlich E. und F., und dazu drei Kreuze, weil er mehr nicht hat schreiben können. Auf diese Handschrift war er dem Teufel eigen.

Eine Weile hernach, am Charfreitage, bringet ihm der Teufel ein Büchslein mit einer grasgrünen Salbe darin, damit er sich festmachen könne. Das hat er also auch [141] befunden. Denn als bald darauf in dem damaligen Kriegswesen etliche feindliche Völker das Korn vor der Stadt Magdeburg verheerten und anzünden wollten, ist er mit den anderen Bürgern ausgezogen und hat das Korn tapfer helfen vertheidigen. Darüber hat er zwar einen Schuß mitten auf die Brust bekommen, derselbe ist aber nicht durchgegangen, sondern hat nur einen blauen Fleck auf der Haut zurückgelassen. Das sah des Abends sein Weib, als sie zu Bette gingen, und als sie daraus merkte, daß es nicht richtig mit ihm sei, da hat die ihm ernstlich zugeredet und gesagt, daß sie Alles ihrem Beichtvater offenbaren wolle; er hat ihr das aber hart verboten, mit Bedrohung, er wolle sie sonst übel tractiren und sie solle nicht sicher vor ihm sein. Worauf sie denn stille geschwiegen.

Indessen verfing er sich immer mehr in des Satans Stricken; er war dem Gesöff und allerlei gottlosem Wesen ergeben; er konnte es nicht leiden, daß sein Weib die Kinder zum Gebet hielt, sondern sagte, sie sollten in des Teufels Namen beten; er half den Gotteskasten in der St. Johannis-Kirche bestehlen, und verschwendete das Geld, so er davon mit bekommen. Zwar ging er einmal in sich, und er versuchte nun, des Satans los zu sein. Er hatte nämlich gehört, er werde frei sein, wenn er Anderen seine Kunst beibringe und dieselben dem Teufel zuführe. Derohalben bot er einmal einem Knaben von fünfzehn Jahren seine Salbe an, mit dem Versprechen, sie solle ihn stark machen, und er solle niemals beschädigt werden, wenn er sich mit anderen Jungen herumschlüge. Der Junge wollte indessen nichts mit ihm zu thun haben. Ein andermal, als er einen jungen Kerl antraf, der Lust zu seinen Künsten hatte, trank er ihm diese zu in seines Bruders Namen, das heißt in des Teufels Namen, denn er nannte den höllischen Feind nicht anders, als seinen Bruder, oder den [142] Herrn Edelmann, oder Herrn Urian. Er bildete sich nun auch ein, daß er den Teufel in der That los sei. Allein der Satan hatte doch nicht von ihm gelassen, sondern gebrauchte ihn noch zu vielen gottlosen Thaten. So gab er ihm einmal im Frühjahre ein graues Pulver in einem weißen Papier, und hieß ihn dasselbe in den Gassen der Stadt ausstreuen, daß die Pest daraus erfolgen möchte. Und wie er nun nicht Alles ausstreute, sondern einen großen Theil in die Elbe warf, da trat auf einmal der Teufel zu ihm, und wollte ihn strafen; wie er sich aber in seiner Angst gesegnet, und gebetet: Das Blut Jesu Christi u.s.w., da ist der Böse von ihm gewichen. Im Herbste desselben Jahres entstand wirklich die schreckliche Pest, die nicht blos die Stadt Magdeburg, sondern auch die benachbarten Provinzen verheerte. Ein andermal befahl ihm der Satan durch eine grobe Stimme, die er wohl erkannte, ein Kind von drei Wochen, so denselbigen Tag auf dem St. Peters-Kirchhofe begraben war, auszugraben, und von dessen Gliedern ein Pulver zu machen, solches aber auszustreuen, damit die Pest abermals in die Stadt komme. Diesem ist er gehorsam; als er gerade ein ander Kind zu begraben hatte, öffnet er das Grab jenes Kindes, zerschlägt den Sarg, nimmt von dem Körper, was ihm der Satan geheißen, und machet ein Pulver daraus, indem er das neu zu begrabende Kind in das Grab leget. Des verstorbenen Kindes Eltern werden zwar gewahr, daß das Grab geöffnet, und ein ander Kind darin beigesetzt sei; als sie ihn aber darüber zur Rede stellten, wußte er sich so herauszudrehen, daß sie nichts Böses vermutheten. Aber das Maaß seiner Bosheit war erfüllet, und der gerechte Gott hatte beschlossen, ihn in die Hände der Obrigkeit zu wohlverdienter Strafe zu liefern. Drei Vierteljahre nachher, im August, als des verstorbenen Kindes Vater Schafe suchet, [143] wird er in einer wüsten Capelle beim St. Marien-Magdalenen-Kirchhof seines Kindes mit Gewalt zerschlagenen Sarg gewahr, und als er dem gottlosen Menschen abermals zuredet, suchet dieser zwar sich zu entschuldigen; der Vater aber will damit nicht zufrieden sein, sondern bringet den Handel vor die Obrigkeit, welche den Uebelthäter zur Haft bringet und das Grab des verstorbenen Kindes öffnen lässet. Da hat man denn das Körperlein gefunden, wie sehr viele Knöchlein und Gliedlein daran gemangelt, worauf man den Verbrecher an die Folter gebracht, und er nun seine Sünden bekannt hat. Er hat dabei auch angegeben, wie er das Pulver, so er von den Gliedern des Kindes gemacht, an vielen Orten ausgestreuet, nämlich auf dem Augustiner-Kirchhof, an dem Orte, wo die Leinewand gebleichet worden, auf dem Steige, der vom Fischerufer heraufgehet, am breiten Wege, und in allen Gassen der Stadt an den Ecken. Er hat das gethan in der Nacht von eilf Uhr an; der Satan ist in Gestalt einer schwarzen Ratze immer neben ihm her gelaufen, und hat zu ihm gesagt: er solle nur sachte wegstreuen, dann werde die Pest schon kommen.

Nachdem der Bösewicht also seine Schandthaten bekannt, ist er durch einen Rathsspruch zum Tode verurtheilet, und darauf mit dem Rade hingerichtet. Dieß ist geschehen am 26sten October 1657. Der Satan hat Gewalt über ihn behalten, bis an sein Ende; denn obgleich die ihm zugeordneten Prediger allen Fleiß an ihm thaten, so hat er doch, wie er zum Tode geführet wurde, von starkem Getränke sehr viel zu sich genommen, und sich nichts denn gottloser Worte gebrauchet.

Gengenbach, Stadt Magdeburg. S. 84-88.

18. Wolmirstett17. Der Todtengräber in Magdeburg16. Die Metze und die Magd15. Das blutige Brod14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

[144] 18. Wolmirstett.

Im Jahre 780 nach Christi Geburt ist der große Kaiser Carl mit seinem Kriegsvolke bis an die Elbe gekommen. Eines Tages kam er an den Ort, da die Ohre in die Elbe läuft, allwo gegenwärtig Wolmirstett liegt. Da er nun dort ausruhete, und eine bessere Luft gespüret, denn zuvor, sprach er: Wohl mir die Stette! Daher denn noch heutigen Tages dem Städtlein, so nun allda gebauet, der Name Wolmirstett geblieben.

Zum Wahrzeichen, daß Carl der Große wirklich sein Feldlager bei Wolmirstett gehabt, zeigt man noch jetzt neben dem nächsten Dorfe Jerschleben mehrere Hügel, auf denen die Tages- und Nachtwache aus dem Lager gehalten ist. Dieselben sind oben etwas ausgegraben und hohl, deshalb nennt das Landvolk sie bis auf diese Stunde: Carlskessel.

Andreas Angelus Ann. March. Brand. pag. 24, 25.

19. Der heilige See bei Neuhoff18. Wolmirstett17. Der Todtengräber in Magdeburg16. Die Metze und die Magd15. Das blutige Brod14. Der Warner vor der Schlacht, und die Magdeburger Taufe13. Der Erzbischof Ernestus zu Magdeburg12. Die Cardinalsbirne11. Bestrafte Tanzlust10. Das Gespenst auf dem Tye in Magdeburg9. Die heiligen Leichnams-Capelle zu Magdeburg8. Der gefangene Jude zu Magdeburg7. Kriegeszeichen6. Die frommen Hunde in Magdeburg5. Die gefesselten Männer am Dome zu Magdeburg4. Der schwörende Mönch3. Der Schäfer am Dome zu Magdeburg2. Das Kaiserbildniß im Dome zu Magdeburg1. Die Wiedererbauung Magdeburgs4. Sagen aus dem Magdeburgischen44. Die Magd und die Männlein zu Help43. Historie von der Magd zu Frankfurt an der Oder42. Der Blutregen in Großmantel41. Der Hildebrand bei Wittenberge40. Das Fräulein bei Wittenberge39. Die Blutkammer zu Wilsnack38. Das blutende Hirschhorn37. Der Name Pritzwalk36. Der bestrafte Sabbathschänder35. Die Wundereiche bei Wittstock34. Das Bernauische Bier33. Die Schlangen zu Bernau32. Die Schlangen von Prenzlau31. Die Ratzen in Neustadt-Eberswalde30. Die stillen Frösche zu Schwante29. Die Zaubersäcke zu Cüstrin28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf27. Das fluchende Weib26. Der große Stein bei Reetz25. Die Capelle des h. Kreuzes bei Perleberg24. Der schwarze Mönch zu Ukermünde23. Die Strohbrücke bei Himmelpforten22. Das vermauerte Thor zu Gransee21. Der Bärenskirchhof in Grimnitz20. Die geharnischten Männer zu Cüstrin19. Das wunderbare Gesicht zu Prenzlau18. Das Wunderblut zu Wilsnack17. Das Wunderblut zu Zehdenick16. Das Wunderblut zu Belitz15. Der Markgrafenberg bei Rathenau14. Die alte Stadt im Blumenthal13. Der Adamstanz bei Wirchow12. Die sieben Steine bei Morin11. Der Stein bei Stolzenhagen10. Das Grab bei Rheinsberg9. Der Müggelberg bei Cöpenik8. Joachim von Schapelow7. Gesichter der Churfürsten Joachim I. und II6. Das Unwetter und Churfürst Joachim I5. Die gespenstischen Mäher bei Berlin4. Die Bildsäule des Churfürsten von Sachsen in Berlin3. Die Zauberinnen in Berlin2. Die wunderbarste Sage von Berlin1. Ursprung der Geschlechter Habsburg, Zollern etc3. Sagen der übrigen MarkenBesondere Gebräuche bei Entbindungen und KindtaufenBesondere Gebräuche und Meinungen im Hans Jochen-WinkelGewohnheiten in ThüritzHexereien in MellinAbergläubische Meinungen und Gebräuche2. Meinungen und Gebräuche der Altmark74. Der alte Ziethen73. Der wunderbare Ring in der Familie von Alvensleben72. Der Name Gans von Putlitz71. Der Name Schulenburg70. Der Name Jagow69. Der neue Adel in der Altmark68. Die Tempelherren-Schlösser67. Die zwei Todesengel66. Gott läßt sich nicht spotten65. Der Münchensee bei Osterholz64. Der Kobold in Lichterfeld63. Der Währwolf in Hindenburg62. Die beiden Frauen zu Aulosen61. Das Kloster Crevese60. Der letzte Pfarrer in Krumke59. Die rothe Erde bei Krumke58. Die Feuersbrunst in Osterburg57. Der Kaiserbesuch in Osterburg56. Die Hand auf dem Grabe55. Der Inspector Krusemark zu Seehausen54. Der gekeilte Dieb53. Der Mehlberg am Arendsee52. Der Arendsee51. Der Name Arendsee50. Die kluge Nonne zu Arendsee49. Die Spinnerin im Monde48. Der Lehnekenstein bei Bonese47. Der Lehnekenberg bei Dahrendorf46. Die bestraften Räuber45. Hakkeberg44. Der bestrafte Sabbathschänder zu Bombeck43. Das Unwetter in Gr. Gerstädt42. Die beste Religion41. Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen40. Die gestohlene Glocke in Ristedt39. Die großen Steine bei Ballerstedt38. Der Mittelpunkt der Welt37. Die wüste Kirche zu Danne36. Der Elternmörder in Salzwedel35. Der bestrafte Meineidige34. Klaus Ule33. Das Stadtholz bei Salzwedel32. Die Stadt Salzwedel31. Die Todtenglocke zu Calbe30. Die goldene Laus bei Bismark29. Der Selische See28. Die Isern-Schnibbe bei Gardelegen27. Das Wamms des Geräderten26. Die Wette um das Thor zu Gardelegen25. Die Sanct Georgen-Capelle vor Gardelegen24. Die alte und die neue Stadt Gardelegen23. Die Belagerung von Rogätz22. Das Gespenst zu Schorstett21. Das Büchelchen20. Der geigende Pfarrer19. Die Papenkühle bei Bellingen18. Die Jungfrau Lorenz17. Die Wahrzeichen an der Stephanskirche zu Tangermünde16. Der Teufelsstein zu Ostheeren15. Die rothe Erde bei Dentz14. Der Teufel und der Schreiber zu Klein-Schwechten13. Die Pferdetrappe bei Darnstedt12. Das Marienbild zu Schleuß11. Das steinerne Kreuz bei Großen-Möhringen10. Die alte Glocke in Koblake9. Die betenden Straßenräuber8. Der Betrug um die Leichengebühren7. Der Kinderesser zu Stendal6. Das wunderbare Feuer zu Stendal5. Die gottesschänderischen Juden4. Der verschwundene Tambour3. Die Rolandssäulen2. Erbauung des Doms zu Stendal1. Das Haus des Kaisers zu Stendal1. Sagen der AltmarkSagenTemme, Jodocus Deodatus HubertusDie Volkssagen der Altmark

19. Der heilige See bei Neuhoff.

Bei dem Dorfe Neuhoff, unweit der Elbe im Amte Wolmirstedt, befindet sich ein See, welcher der heilige See genannt wird. Zu den Zeiten des sieben und zwanzigsten Erzbischofs von Magdeburg, Burkhard, welcher auf dem Stuhle saß vom Jahre 1295 bis zum Jahre 1304, war dieser See voll böser Geister und Gespenster; diese erschreckten die Fischer und Schiffleute zum öftern, thaten ihnen vielen Schaden, und ersäuften und brachten manchen Mann gar jämmerlich ums Leben. Wie solches der Erzbischof Burkhard vernommen, ein sehr frommer und gottesfürchtiger Herr, ist er in großer Innigkeit dahin gezogen, hat denselbigen Ort gesegnet, und die bösen Geister [145] daraus vertrieben, so daß sie sich niemals wieder haben sehen lassen. Derselbe See heißt davon bis auf den heutigen Tag der heilige See.


Werner Chronik des Erzstifts Magdeburg (1584, nicht paginirt). Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt).