Erste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
Entschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Erste Reihe
Eigner Herd

Entschuldigung des Persönlichen

Warum ich Weib und Kinder nenne
So oft in meinen Liedern?
Weil ich sie im Gefühl nicht trenne
Von meinen eignen Gliedern.
Und wie man spricht von seinem Leibe,
Von seinem Aug' und Herzen,
So sprech' ich auch von Kind und Weibe
In Freuden und in Schmerzen.
SchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Schlummerlied

Ich war ein böses Kind
Und schlief nie ungesungen.
Doch schlief ich ein geschwind,
Sobald ein Lied erklungen,
Das meine Mutter sang gelind.
Und also bin ich noch,
Ein Schlaflied muß mir klingen;
Nur dieses lernt' ich doch,
Es selber mir zu singen,
Seit ich der Mutter wuchs zu hoch.
Und was mir tief und hoch
Nun mancherlei erklungen,
Ist nur ein Nachklang doch
[193]
Von dem, was sie gesungen;
Die Mutter singt in Schlaf mich noch.
Der Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Der Mutter am Abend

Wie Sonne die Augen zugethan,
Der Mond ihr nachblickt mit Harme,
Fängt das Kindlein zu weinen an
Selbst auf der Mutter Arme.
Es hat in die Welt hinaus gelacht,
So lange sie golden gefunkelt;
Den schönen Schimmer hat die Nacht,
Das Augenspielzeug, verdunkelt.
Einen Schauer fühlt die Natur,
Die Blätter beben im Winde;
Du, Mensch, bist ihm entwachsen nur,
Doch fühlst du ihn nach im Kinde.
Die Vöglein schließen die Augen zu,
Den Graus der Nacht nicht zu sehen.
Mutter, bringe dein Kind zur Ruh'!
Ihm kann nichts Bessers geschehen.
Werdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Werdender Stirnbau

Bisher war hinter dieser Stirne
Zu spüren wenig vom Gehirne,
Und nur die Sinnwerkzeuge gaben
Gesichtesausdruck meinem Knaben;
Die Lippe reich zum Wort geschwellt,
Zum Kau'n die Zähne wohlgestellt;
Daß sie frisch einzieh', voll ausblase
Den Lebenshauch, geschickt die Nase;
Und schön des Aug's Kristall geschliffen,
Daß klares Weltbild sei ergriffen.
Nun aber seh' ich ob den Brauen
[194]
Sich Pfosten, Erker, Warten bauen,
Und unterm braunen Lockendach
Den Bau sich wölben allgemach.
Hoch steigt der Bogen kühn und frei,
Der Segen Gottes sei dabei!
Ein Menschengeist will hier sein Haus
Sich für das Leben bauen aus.
Der Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Der Vater gibt seine Uhr dem Sohne

Deine Tag' und Stunden flossen,
Nicht gemessen, nur genossen,
Nicht gezählt nach Schlag und Uhr,
Wie ein Bach durch Blumenflur.
Aber ernster wird das Leben,
Und ich will die Uhr dir geben;
Trage sie, wie ich sie trug,
Unzerbrochen lang' genug!
Daß sie dir mit keinem Schlage
Von verlornen Stunden sage!
Unersetzlich ist Verlust
Des Geschäfts und auch der Lust.
Sohn! der Tag hat Stunden viele,
So zur Arbeit wie zum Spiele;
Gib das seine jedem nur,
Und du freuest dich der Uhr.
Selber hab' ich mit den Stunden
Mich soweit nun abgefunden,
Daß ich ohne Glockenschlag
Sie nach Notdurft ordnen mag.
Zähle du für mich die Stunden!
Und auch jene, die geschwunden,
Kehren schöner mir zurück,
Wie du sie dir zählst zum Glück.
TotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[195] Totenopfer

Meinem Vater muß ich's danken,
Der nunmehr im Grabe ruht,
Daß er nie die kühnen Ranken
Stutzte meinem Jugendmut.
Ihm im Grabe muß ich's danken,
Daß er meine Poesie
Nie begriff und gleichwohl Schranken
Des Verbots ihr setzte nie.
Zwar ich würd' es auch ihm danken,
Hätt' er Schranken ihr gesetzt;
Denn statt unfruchtbarer Ranken
Trüg' ich andre Früchte jetzt.
Doch nun sei auf seinem Grabe
Ihm zum Opfer hingestreut
Meine beste Liedergabe,
Wie sie jeder Lenz erneut; –
Der an meine Sendung glaubte,
Deren Zweck er nicht verstand,
Dem es nicht den Glauben raubte,
Daß sie keinen Glauben fand.
Daß ich früh die Lorbeerkrone
Nicht ersungen, geht mir nah'
Darum nur, daß er dem Sohne
Sie nicht auf der Scheitel sah.
Sollt' ich sie noch spät ersingen,
Wäre das mein schönster Lohn,
Daß du Totenopfer bringen
Sähest den bekränzten Sohn.
Die blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[196] Die blauen Augen

Zwei Paar schwarze Augen haben
Wir gebracht zusammen,
Wie sie uns die Mütter gaben,
Denen wir entstammen.
Und so ist es nun kein Wunder,
Daß auch diese Knaben
Mit den Feuerblicken zunder-
schwarze Augen haben.
Nur dem einen sind die Sterne
Hell im Blau erglommen,
Und du möchtest wissen gerne,
Wo er's her genommen.
Wiss' es denn! von meinem Vater,
Der sie so einst hatte.
Freu' im Himmel ihn sein spater
Wiederschein und Schatte!
Tröstlich ist's und lässet ahnen
Irdisch-ew'ges Leben,
Wie in Enkelzügen Ahnen-
Bilder fort sich weben.
Wenn ich selbst vom Vater habe
Wen'ger miterhalten,
Freut's mich mehr nur, daß der Knabe
Mehr hat von dem Alten.
Und wie ich mich selbst vor Augen
Hab' in meinen Knaben,
Will in einem ich vor Augen
Meinen Vater haben.
Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[197] Vorahnung zu den Kindertotenliedern

1.

Jeder Tag, der nichts dir nimmt,
Hat dir wirklich was gegeben.
Wie ein Docht im Wind verglimmt,
Konnt er löschen dir ein Leben.
Für so viele mußt du beben
Und in Furcht und Sorge schweben;
Fühlest du dich nicht gestimmt,
Jedem Tag zu sagen Dank,
Wo von allen keins ward krank?
Keiner ging mir noch verloren
Derer, die mein Weib geboren;
(Außer einem halbvergessnen,
Früh verlornen, kaum besessnen)
Daß ich immer zagen muß
Vor dem Monatsrechnungsschluß,
Ob der Tod nach Schicksalsordern
Nicht wird seinen Blutzehnt fordern.
Diese Furcht, in der ich habe
Jeden schon gelegt zu Grabe,
Rechne mir der Herr der Welten
An als wirklichen Verlust,
Wenn für Kindesopfer gelten
Kann ein Herz in Vaterbrust.
2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2.

Mit dem Kirchhof auch vertraut
Hab' ich mich gemacht,
Ihn im Frühlicht mir beschaut
Und in Sternennacht.
Von mir weder alt noch jung,
Weder groß noch klein
[198]
Barg in diese Dämmerung
Jetzt noch sein Gebein.
Dennoch, die ihr hier den Reih'n
Führt im Mondenglanz,
Laßt mich euch empfohlen sein,
Mich und meinen Kranz!
Wenn von meinem blüh'nden Kranz
Bricht der Tod ein Blatt,
Gebt ihm hier im Mondenglanz
Eine kühle Statt!
Oder soll, wie sich's gebührt,
Ich der erste nahn,
Will ich selber, sanft gerührt,
Später sie empfahn.
Ob mir einer Blumenduft
Lebend streu' aufs Grab,
Oder selber in die Gruft
Zu mir steig' hinab!
3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3.

Glieder, die dir Gott geschenkt,
Dein Gefühl des Daseins zu vermehren;
Übel ist dein Geist gelenkt,
Will er sich in Sorg' um sie verzehren.
Da du selber deinen Leib
Dem empfiehlst, von dem du ihn empfangen;
Warum willst du um ein Weib
Täglich und um Kinder stündlich bangen?
Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Kindertotenlieder

1.

Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
[199]
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.
Wo ich auch nach dir frage,
Find' ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2.

Ihr habet nicht umsonst gelebt;
Was kann man mehr von Menschen sagen?
Ihr habt am Baum nicht Frucht getragen
Und seid als Blüten früh entschwebt,
Doch lieblich klagen
Die Lüfte, die zu Grab euch tragen:
Ihr habet nicht umsonst gelebt.
In unser Leben tief verwebt,
Hat Wurzeln euer Tod geschlagen
Von süßem Leid und Wohlbehagen
Ins Herz, aus dem ihr euch erhebt
In Frühlingstagen
Als Blütenwald von Liebesklagen;
Ihr habet nicht umsonst gelebt.
O, die ihr sanften Schmerz uns gebt
Statt euer an der Brust zu tragen,
Euch werden fremde Herzen schlagen,
Von Menschenmitgefühl durchbebt
[200]
Bei unsern Klagen;
Was kann man mehr von Menschen sagen?
Ihr habet nicht umsonst gelebt!
3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3.

Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!
Und nun ich dich habe begraben,
Mach' ich mir Vorwürf', ich hätte fein
Noch lieber dich können haben.
Ich habe dich lieber, viel lieber gehabt,
Als ich dir's mochte zeigen;
Zu selten mit Liebeszeichen begabt
Hat dich mein ernstes Schweigen.
Ich habe dich lieb gehabt, so lieb,
Auch wenn ich dich streng gescholten;
Was ich von Liebe dir schuldig blieb,
Sei zwiefach dir jetzt vergolten!
Zu oft verbarg sich hinter der Zucht
Die Vaterlieb' im Gemüte;
Ich hatte schon im Auge die Frucht,
Anstatt mich zu freuen der Blüte.
O hätt' ich gewußt, wie bald der Wind
Die Blüt' entblättern sollte!
Thun hätt' ich sollen meinem Kind,
Was alles sein Herzchen wollte.
Da solltest du, was ich wollte, thun,
Und thatst es auf meine Winke.
Du trankst das Bittre, wie reut mich's nun,
Weil ich dir sagte: Trinke!
Dein Mund, geschlossen von Todeskrampf,
Hat meinem Gebot sich erschlossen;
Ach! nur zu verlängern den Todeskampf,
Hat man dir's eingegossen.
[201]
Du aber hast, vom Tod umstrickt,
Noch deinem Vater geschmeichelt,
Mit brechenden Augen ihn angeblickt,
Mit sterbenden Händchen gestreichelt.
Was hat mir gesagt die streichelnde Hand,
Da schon die Rede dir fehlte?
Daß du verziehest den Unverstand,
Der dich gutmeinend quälte.
Nun bitt' ich dir ab jedes harte Wort,
Die Worte, die dich bedräuten,
Du wirst sie haben vergessen dort
Oder weißt sie zu deuten.
4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4.

Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen
Und haben's gelegt in ein Grab;
Das Leben, es ist mir abhanden gekommen,
Es ist mir gegangen hinab.
Ihr Seufzer beklommen,
Ihr Augen umschwommen,
Wie seid ihr entkommen?
Ich gab
Euch alle ja mit ihr ins Grab.
5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

5.

Ich sprach zu meinem Mädchen:
Nun fährt, schlaf' ein, schlaf' ein!
Im Wagen mit goldenen Rädchen
Am Himmel das Christkindlein.
Von viel gar schönen Sachen
Ist sein Kütschchen beschwert,
Und wenn du wirst erwachen,
Sind sie dir alle beschert.
Und so schlief ein mein Mädchen
Und sprach, als es erwacht:
Das Kütschchen mit goldnen Rädchen
Hab' ich gesehn bei Nacht.
[202]
Es fuhren die goldnen Rädchen
Im Himmel mit schnellem Lauf;
Herab hing ein goldnes Fädchen,
An dem stieg ich hinauf.
»Nein, nein, es wird sich neigen
Mit seinen Waren zu dir;
Du sollst hinauf nicht steigen,
Kind, du sollst bleiben bei mir.« –
Darauf hat mein Kind geschwiegen
Und nicht mehr gesprochen ein Wort;
Und nun ist's hinaufgestiegen
Am goldenen Fädchen dort.
Es war ein so leichtes Mädchen,
Das Herzchen zu fliegen schien!
Genug war ein goldnes Fädchen,
Um es hinaufzuziehn.
Uns aber, schwerer beladen
Von Kummer oder von Schuld,
Auch uns am goldenen Faden
Wird hinaufziehn die Huld.
6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

6.

Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind;
Wo ich gebot, gehorchtest du geschwind,
Du hingest ab vom Winke dieser Hand,
Und ganz unmöglich war dir Widerstand.
Nun bist du meiner väterlichen Macht
Entnommen, einer höhern Stuf' erwacht,
Und schaust, wie ich herab einst sah auf dich,
Auf mich hernieder, lächelst über mich,
Wie ich sonst, wenn du kindisch dich betrübt
Und sträubend im Entsagen dich geübt,
Wenn dir der Vater eine Bitt' abschlug
Und sprach, wo mehr du wolltest: Nun genug!
Du weintest wohl, ergabst dich doch darein,
[203]
Du wußtest ja, nicht anders konnt' es sein.
Nun rufst du mir dein eignes Beispiel zu:
O Vater, wie ich dir gehorcht, gehorche du!
7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

7.

Übertags kann ich den Kummer
Tragen mit Ergebung,
Dann mich hüllen in den Schlummer,
Betend mit Erhebung.
Wenn die lieben Englein lachen
Nachts in meine Träume,
Schwer ist morgens das Erwachen
In die öden Räume.
8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

8.

Unter geht die Sonn' am Abend
Und der Mond um Mitternacht,
Doch am Morgen kommt die Sonne
Und zu Nacht der Mond zurück;
Aber ihr, o meiner Tage
Sonne, meiner Nächte Mond,
Kehret mir an keinem Morgen,
Keinem Abend mir zurück.
Schwalbe wandert im September,
Im Oktober Nachtigall,
Doch die Schwalbe kehrt im Märze,
Nachtigall im Mai zurück.
Euch, die Nachtigall und Schwalbe
Dieses Hauses, dieser Flur,
Bringt zum Haus der März nicht wieder
Noch der Mai zur Flur zurück.
Mit dem Frühling starb das Veilchen
Und die Rose vor dem Herbst;
Ros' und Veilchen in dem Garten
Bringt des Sommers Hauch zurück.
Sommerhauch, im Frost des Winters
[204]
In des Herzens Gartenbeet
Starb mein Veilchen, meine Rose,
Und du bringst sie nie zurück!
9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

9.

Ich schäme mich fast, es zu gestehn!
Es ist so viel in der Welt geschehn
Seit diesen dreizehn Wochen,
So viel, das wert der Rede war,
Ist geschehen in dem Vierteljahr,
Seit euer Herz gebrochen;
Ich aber habe bei Tag und Nacht
Wenig andres als das gedacht
Und wenig als das gesprochen
Seit diesen dreizehn Wochen,
Daß euer Herz gebrochen.
10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

10.

Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt,
Ausgewuchert mit dem Pfund, das ich erhielt,
Ausgerungen, ausgestritten, ausgewagt,
Ausgesungen, ausgelitten, ausgeklagt.
Denn in Klage geht zuletzt der Jubel aus;
Laßt mich nur, denn ich bin satt, hinweg vom Schmaus!
Stecket weiter nicht hinaus mein Lebensziel!
Oder meiner Klagen würde gar zu viel!
Denn ich fühle, daß mein Herz, seit es gewann
Diesen Schaden, nur mit Seufzen atmen kann.
11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

11.

Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben,
Nie verlassen, Töchterchen, den Vater,
Wenn die Knaben aus dem Hause liefen,
In der Welt ihr eignes Glück zu suchen,
Losgerissen von der Eltern Herzen;
Würdest du am stillen Herde walten,
Wo du spielend jetzt dich um die Mutter
Mühst, in ihre Stell' im Ernste treten,
[205]
Wohlversüßt den Kaffee selbst mir bringen,
Wie sie jetzt ihn bringt, von dir begleitet,
Und nun bringst du diesen bittern Trank mir!
Ihn mir zu versüßen, muß ich sagen:
Ewig konntest du mir doch nicht bleiben;
Unversehens klopfet an ein Freier,
Und entgegen klopfet ihm dein Herzchen,
Und: Herein! werd' ich wohl sagen müssen.
Und die junge Gattin wird den Gatten
Lieber haben als den alten Vater,
Und die Kinder lieber dann als beide.
Denn daß über alles man ein Kind liebt,
Lern' ich eben, da ich dich verloren.
Nun ersparst du diese Eifersucht mir,
Töchterchen, nun kannst du deinen Vater
Einzig lieb, wie er dich selbst, behalten.
12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

12.

Hast mit halbem Scherz gefragt
Und mit halbem Stolz: Gebar
Ich dir nicht ein schönes Paar?
Niemals hab' ich Ja gesagt,
Dacht', ein Unglück könnt' es geben,
Denn nichts Schönes bleibt am Leben.
Nun hat's weiter nicht Gefahr,
Und ich will dir Antwort geben:
Ja fürwahr,
Du gebarst ein schönes Paar,
Das zu schön der Erde war.
13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

13.

Ihr zwei unglücksel'ge Folianten,
Kehrt zurück zu eueren Verwandten
In der dunklen Kammer, den Verbannten!
Ihr von allen aus dem staub'gen Neste
Wart hervorgeholt als stumme Gäste,
Beizuwohnen dem Familienfeste.
[206]
Wenn am Tisch die größern Kleinen saßen,
Deren Glieder lang genug schon maßen,
Fertig zu handhaben, was sie aßen;
Waren zwei zu klein noch für die Stühle
Und bedurften Untersätz' und Pfühle,
Daß in Gang käm' ihres Mundwerks Mühle.
Und ihr beiden mit dem breiten Witze
Dientet ihnen zu erhöhn die Sitze:
Das war euerer Bestimmung Spitze.
Und ihr habt mit weislicher Anstaltung,
Ohne eurer Weisheitsschätz' Entfaltung
Beigetragen so zur Unterhaltung.
Euch bezeug' ich's, daß ihr euch verhieltet
Treu und brav im Dienst, den ihr erhieltet,
Still und fest euch ihnen unterhieltet.
Nicht durch eure Schuld sind sie gefallen,
Sondern weil es dem hat wohlgefallen,
Der gewollt, uns sollte Weh befallen.
Doch um euer Amt ist's hier geschehen,
Nicht vor Augen kann ich mehr euch sehen
Auf den Stühlen, die uns leer nun stehen.
Geht hinweg mit zugeklappter Klammer,
Euern Brüdern in der dunklen Kammer
Anzusagen unsers Hauses Jammer!
14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

14.

Könnte Trost mir etwas geben,
Könnt' es der Gedanke,
Daß du sahst vom dorn'gen Leben
Nur die blüh'nde Ranke.
Daß ich dir so viele Freuden,
Als ich konnte, machte,
Alles an dich zu vergeuden
Niemals mich bedachte.
[207]
Wie die Sonne dich bescheinend
Und wie Tau beträufend,
Alle Lust um dich vereinend,
Schönstes auf dich häufend.
Dich mit allen Blumen schmückend,
Blume, die mich schmückte;
Dich mit jedem Spiel beglückend,
Spiel, das mich beglückte!
Ahnend in dein kurzes Leben
Viel zusammendrängend,
Es mit liebendem Bestreben
Innerlich verlängend.
Daß ich dich vor jedem Harme
Schirmend zu umstricken,
Nie dich ließ aus meinem Arme,
Nie aus meinen Blicken.
Ließ dich's fühlen allerwege,
Fühlen Nacht und Tage,
Daß dich Liebe heg' und pflege,
Liebe heb' und trage.
Daß ich dich gestrafet nimmer,
Selten dich gescholten,
Und mit Schmeicheleien immer
Wieder es vergolten.
Daß ich angethan dir habe,
Was ich Liebes wußte,
Und zuletzt dich nur dem Grabe
Hingab, weil ich mußte.
Heller würd' ich nun im Herzen
Noch dein Bild bewahren,
Hätt' ich nur des Todes Schmerzen
Können dir ersparen.
15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[208] 15.

Zu verschwinden, zu verschweben
Ins glanzvolle Leere;
Ohne vor dem Tod zu beben,
Könnt' ich mich darein ergeben,
Tropfen gleich im Meere.
Aber seh' ich die erblassen,
Die mir teuer waren,
Die will ich nicht schwinden lassen,
Sondern halten fest und fassen
Und nicht lassen fahren.
Eigene Persönlichkeit
Ließ ich eh'r mir rauben,
Als, da ihr gestorben seid,
Nicht an die Unsterblichkeit
Meiner Toten glauben.
16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

16.

Ich kann hinauf nicht steigen,
Hinauf zu dir;
Du kannst herab dich neigen,
Herab zu mir.
Du kannst herab dich neigen,
Zu mir herab.
Die Sommerlüfte schweigen
Auf deinem Grab.
Die Sommerlüfte schweigen
Um deine Gruft;
O komm im Sternenreigen
Aus Himmelsduft!
O komm im Sternenreigen
Mit Äthertau!
Laß dir noch einmal zeigen
Die Erdenau!
[209]
Laß dir noch einmal zeigen
Den Frühlingsglanz!
Zeig' mir, was dort dir eigen
Ist für ein Kranz!
Zeig' mir, was dort dir eigen
Zum Spiel man gab!
Ich kann hinauf nicht steigen,
O steig' herab!
17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

17.

Sprichst du: Wo ist Gottes Hand,
Die den ihr Vertrau'nden rettet?
Und ich bin umkettet
Von dem Schmerzensband!
Wo ist, sprichst du, Gottes Hand,
Die den Leidenden entkettet?
Und ich bin gebettet
Auf den Schmerzensbrand!
Darin ja ist Gottes Hand,
Daß, von diesem Weh geschlagen,
Kraft es zu ertragen
Deine Seele fand.
Ja, darin ist Gottes Hand,
Daß in diesen Leidenstagen
Der Verzweiflung Zagen
Nicht dein Herz umwand.
Nachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Nachträge zu den Kindertotenliedern

1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährte

Grad' in diesen Tagen,
Da ich wollte klagen,
Daß du hingeschieden
Um die Zeit vorm Jahr,
[210]
Blickt dein Bild so klar,
So mit stillem Frieden
Auf mich wunderbar,
Daß ich statt Verzagen
Selig ein Behagen
Fühle, das fürwahr
Nicht ist von hienieden,
Sondern aus dem Frieden
Dorther, wo mein Paar
Nun auf immerdar
Wohnung aufgeschlagen,
Allem Weh geschieden,
Bei der sel'gen Schar.
2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2.

Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen,
Der traur'gen Zeit, die mir vom ganzen Jahr
Die unerfreulichste schon sonst auch war,
Eh' sie so herbe Wunden mir geschlagen;
Die Zeit, wo wir um Lichtabnahme klagen
Und sehn die Erde Blumenschmuckes bar,
Dieselbe Zeit hat auch mein schönes Paar
Wie Sonnenschein und Blumen weggetragen.
Und wenn in Mitte dieser Finsternisse
Sonst ein Gestirn des Trosts und Heiles stand
Das Kinderfest der heiligen Weihnachten;
O wie ich nun auch dessen Segen misse,
Da ihr zu Grabe ginget, in der Hand
Die Gaben haltend, die vom Fest gebrachten!
3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3.

Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten
Die Gräber meiner Kinder zu umfloren;
Neu glaubt' ich mir die blühenden geboren,
Wenn sich die Knospen aufzubrechen mühten.
[211]
Nun aber bei des Winters strengem Wüten
Die zarten Frühlingskinder sind erfroren,
Ging mir der süßen Täuschung Spiel verloren,
Und Dichtung nur kann den Verlust vergüten.
Die Kinder meiner Wonne, meiner Schmerzen
Sind nicht begraben in der harten Erde,
Sie sind's in meinem weichen lockern Herzen;
Das wird zu einem Rosenfeuerherde,
Aus welchem sprühn wie Flammen heil'ger Kerzen
Trostlieder, die ich ziehn statt Lilien werde.
4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4.

Unter des Himmels Blau,
Unter des Maien Tau,
Den Frühlingslüften lau,
Als ihr schliefet im Freien,
Dacht' ich, die Bettchen seien
Wohlbestellet euch zweien.
Unter des Himmels Grau,
Den Winterlüften rauh,
Auf der erstorb'nen Au,
Nun ihr schlafet im Freien,
Wird es über euch schneien
Nicht Blüten wie im Maien.
5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

5.

Wenn ich euer denke,
Ist's als ob sich senke
Himmel in die Brust,
Und im Erdgewühle
Ist's als ob ich fühle,
Die ihr fühlet, Edens Lust.
Soll ich's Wunder nennen?
Nicht von euch zu trennen
Weiß ich mein Gefühl;
Nicht von euch zu scheiden,
[212]
Fühlt' ich eure Leiden
Mit bis zu des Todes Pfühl.
Soll ich's Wunder nennen?
Eurer Wunden Brennen
Hab' ich mitgefühlt;
Nun so mag ich fühlen
In des Herzens Kühlen
Auch den Balsam, der euch kühlt.
6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

6.

Meine Guten,
Meine Lieben,
Auf den Fluten
Fortgetrieben,
Auf den dunkeln Fluten fort
Nach dem Hafen
Aus dem Meere,
Um zu schlafen
Mit dem Heere,
Das schon fand die Ruhe dort!
Lasset euern
Stern erwachen,
Um zu steuern
Meinen Nachen
Euerm sanften Glanze nach!
Wie ich schiffe,
Seht, ich bebe,
Durchs Geriffe,
Durchs Gewebe
Dieser Klippen tausendfach.
Meine Lieben,
Meine Guten,
Fortgetrieben
Auf den Fluten,
Aus der Nacht hinaus zum Tag!
[213]
Eure Bilder,
Die mir schweben
Mild und milder
Überm Leben,
Thun's, daß ich noch leben mag.
7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

7.

Als Gestalten hab' ich euch besessen,
Jugendlich-belebte;
Und ich kann den Traum noch nicht vergessen,
Der so schnell entschwebte.
Himmlischen Beschlüssen muß mit Witzen
Menschensinn sich fügen:
Euch als schöne Bilder zu besitzen,
Muß mir jetzt genügen.
8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

8.

Ein Jahr ist nun geschwunden,
Seit du geschieden bist,
Und wie zwei trübe Stunden
Gemahnt mich diese Frist.
Und hättest du gelebet,
Mein Kindchen, dieses Jahr,
So wär' die Frist entschwebet
Ein helles Stundenpaar.
Nun, seit ich auf der Bahre
Dich mußte sehn, mein Kind,
Denk' ich, wie wenig Jahre,
Verliehn dem Menschen sind.
Ob trüber oder heller,
Wie Stunden sind sie nur,
Ob langsamer, ob schneller,
Entschwunden ohne Spur.
Einst wünscht' ich langes Leben,
Um lang' dich blühn zu sehn;
[214]
Nun mag es schnell entschweben,
Da ich dich sah vergehn.
9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter

Heut kommen deine Vier,
Um Glück zu wünschen dir
Zum Tag, der dich gebar.
Sechs waren es vorm Jahr;
Nun fehlt das Pärchen. Nein!
Es stellet mit sich ein,
Kommt hergeflogen auch
Vom Himmel wie ein Hauch
Und wünschet Glück und Heil
Dir auch an seinem Teil.
»Auch wir, geboren dir,
Sind unverloren dir
Und danken als dein Kind,
Daß wir geboren sind,
Geboren nicht zum Schein,
Zum wesenhaften Sein,
Die andern für die Zeit,
Wir für die Ewigkeit,
Sie für des Lebens Braus,
Wir für das stille Haus,
Wo wir in Frieden ruhn
Und segnen euer Thun.«
10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

10.

Am Himmel immer gern
Sah ich der Liebe Stern,
Und immer war er auch
Ein Bote mir vom Herrn.
Doch niemals sah ich ihn
Als einen glänzendern,
Wie ich ihn sehe nun
Dort über Gräber fern.
[215]
Es ist, als ob er erst
Bekommen seinen Kern.
Mit einem Blick, wie er
Ziemt Friedenskündigern,
Ruft er mir zu: »Blick' auf
Vom Grab zu mir und lern':
Ob deinen Toten scheint
Wie über dir der Stern;
Du wallest, und sie ruhn,
Wie du wirst ruhn, im Herrn.«
11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

11.

Allen harten Proben
Bist du nun enthoben,
Allen rauhen Stürmen,
Die uns hier umtoben.
Ja, dir ist gefallen
(Uns ist es verschoben)
Solch ein Los gewißlich,
Das du selbst mußt loben.
Besser als bei deinen
Eltern aufgehoben
Bist du bei der Liebe
Deines Vaters droben;
Und du blickst befriedigt,
Doch bewegt, von oben
In das Herz des Vaters,
Dem du bist enthoben.
Denn die Züge, die ich
Liebte, sind zerstoben,
Aber nicht die Liebe,
Die dich mir verwoben.
12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

12.

Du bist vergangen, eh' ich's gedacht,
Wie eine Blume verblüht über Nacht.
Wie eine Blum' über Nacht verblüht,
Auf die umsonst der Frühtau sprüht.
[216]
Es sprüht umsonst der frühe Tau,
Wie auf dich meine Thränen lau.
Es sprühn meine Thränen lau auf dich,
Und du bist nicht erwacht für mich.
Und du bist nicht für mich erwacht,
Meine Blume, verblüht über Nacht!
13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

13. An die Kleingebliebenen

Heranzualtern ist der Jugend Los,
Und kleine Kinder wachsen mählich groß,
Dann machen sie sich von den Eltern los,
Und wiegen kannst du sie nicht mehr im Schoß.
Doch ihr, die mir geraubt ein frühes Los,
Bleibt immer klein, nie werdet ihr mir groß,
Ihr reißt euch nie von meinem Herzen los,
Und wiegen kann ich euch wie sonst im Schoß.
14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

14. Tausch

Des verstorb'nen Töchterchens
Bild in meinem Zimmer,
Frische Blumen aus dem Wald
Holend, schmück' ich's immer.
Heute trat mir, als ich kam
Heim mit meinem Segen,
An der Thür mein lebendes
Töchterchen entgegen:
»Gib die Blumen, Vater, mir!«
Sollt' ich sie nicht geben?
Blumen schmücken schön den Tod,
Schöner noch das Leben.
Seh' ich doch das Töchterchen
Selbst, das ich verloren,
Schöner nur im lebenden
Wieder mir geboren!
[217]
Nicht das Bild im Zimmer wird
Minder freundlich lachen;
Mindern Vorwurf wird mir auch
Mein Gewissen machen,
Als in wilder Jugendzeit,
Da nach einer Toten
Ich um eine Lebende
Warb mit solchen Boten.
Blumen streuen wollt' ich zur
Stunde der Gespenster
Auf ein Grab und streute sie
Vor ein Kammerfenster.
15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

15. Wiedersehn

Deine Kinder, hier verloren,
Wirst du droben wiedersehn;
Denn was aus dir ist geboren,
Kann dir nicht verloren gehn.
Daß du einst sie wiedersehest,
Dieses kannst du wohl verstehn,
Wenn du auch nicht das verstehest,
Wie du sie wirst wiedersehn.
Nicht als Kinder; oder wolltest
Du sie ewig halten klein?
Nicht gealtert; oder solltest
Du entfremdet ihnen sein?
Die hier streitenden Gestalten,
Dort, wo sie verglichen sind,
Wo nicht Mann und Weib sich spalten,
Trennt sich auch nicht Greis und Kind.
Zweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
Rosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[218] Zweite Reihe
Fest- und Trauerklänge

Rosen auf das Grab einer edlen Frau

Stuttgart, Juli 1816.

1.
Gehöret hab' ich, und ich kann es schauen,
An dieser Thränenstürme lautem Tosen,
Daß wohl die Vater- und die Mutterlosen,
Und die Gebrechlichen und Altergrauen
Sonst hatten eine Mutter an der Frauen,
Der sie zu Grab jetzt folgen – für Almosen,
Die sie von ihr empfingen jetzund Rosen
Aufs Grab ihr streun und Thränen drüber tauen.
Ihr sollt euch trösten! Auf dem Sterbebette
Hat sie noch ihrer Armen nicht vergessen. –
Wir alle, die wir ihren Heimgang ehren,
Sind Arme, die empfahn an dieser Stätte
Almosen, deren Wert nicht zu ermessen,
Davon die Herzen lang' noch können zehren.
2.
Der Anblick einer Seele, die in Frieden
Mit Gott, der Welt und sich des Amtes pflegte
Mit treuer Hand, das Gott in ihre legte,
Und als der Herr sie abrief von hienieden,
Ihm willig folgte, ruhig, ernst, entschieden;
Selbst noch, als sich um sie der Jammer regte
[219]
Der Ihren, mit dem Troste, den sie hegte
In ihrer Brust, sie alle sprach zufrieden;
Der Anblick, der uns herrlicher und reiner
Erkennen läßt, daß über seiner Hülle
Der freie Geist besteht, der wandellose;
Das ist die große, hier wie sonst an keiner
Grabstätte je in also reicher Fülle,
An dieser uns gespendete Almose.
Drei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Drei Zechsprüche

1.
Die Erd' ist ein gehöhlter Becher,
Darinnen schäumt als Trunk das Meer;
Der Himmel selber ist der Zecher,
Er beugt sich durstig drüber her,
Um mit der Sonne glüh'nden Lippen
Das Meer von Grund aus einzunippen.
2.
Blühten alle Herrlichkeiten
Zusammen in eine Blume der Au,
Und flössen alle Süßigkeiten
Zusammen in einen Tropfen Tau;
Den Tau aus der Blume in einem Zug
Möcht' ich trinken, dann hätt' ich genug.
3.
Es ist der Kopf ein Lustgezelt,
Darin drei Stühle sind gestellt,
Das erste Glas tritt ein als Gast,
Nimmt auf dem ersten Stuhle Rast;
Das zweite Glas kommt hinterdrein
[220]
Und nimmt den zweiten Stuhl sich ein;
Wenn nun das dritte kommt zuletzt,
So sind die Stühle rings besetzt.
Da kommt ein vierts noch wie der Blitz,
Sieht um sich und sieht keinen Sitz;
Und weil es doch nicht stehen kann,
So fängt es einen Lärmen an,
Zerrt an den andern hier und dort,
Und keins will räumen seinen Ort.
Da balgen sie sich ritterlich
Und werfen von den Stühlen sich,
Und noch ein Glück ist's, wenn das Zelt
Nicht selbst mit übern Haufen fällt.
Die drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die drei Sterne auf Erden

Drei Sterne fielen von Himmelshöh'n:
Was wollen wir thun auf Erden?
Ich will als Ros' auf den Auen stehn,
Ich will zur Nachtigall werden.
Ich will versenken mein himmlisch Licht
In ein holdlächelndes Angesicht,
Als Mägdlein will ich wandeln.
Die Rose blühte, die Nachtigall sang,
Das Mägdlein horchte und schaute.
Die Rose den Tau des Himmels trank,
Die Nachtigall Himmelslaute;
Das Mägdlein sog den Himmelsschein
In ihre lebenden Augen hinein
Und strömt' es aus in ein Blicken.
Und als der Frühling beschloß den Lauf,
Da fühlte die Ros' ein Schauern,
Die Nachtigall hörte zu singen auf,
Das Mägdlein begann zu trauern.
Willst, Frühling, du länger nicht weilen allhier,
[221]
So nimm uns trauernde Schwestern mit dir
Zu unsern heimischen Reichen.
Er nahm die Ros' in die rechte Hand,
Die Nachtigall in die Linken,
Das Mägdlein hüllt' er in sein Gewand,
An den Busen ließ er es sinken.
Die Geister zogen den Sternen zu,
Ihr Staub fiel nieder zu irdischer Ruh',
Wer wird von neuem ihn wecken?
Die BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die Blumenengel

Die Engelein, liebes Maidelein,
Sind auch wohl so schön, wie du, und so fein;
Halt daß wir sie nur nicht können sehen,
Wenn sie vom Himmel zur Erde gehen.
Wenn du's aber noch nicht weißt,
Wo die Engele wohnen zumeist,
Wenn sie vom Himmel zur Erde kummen,
So will ich dir's sagen: das sind die Blummen.
Jegliche Blum' ist ein Gezelt,
Das sich ein Engelein hat bestellt,
Wo's von seiner Wanderung hält Ruh',
Bis's wieder fleugt dem Himmel zu.
Und's Engelein ist auf sein Häuslein bedacht,
Wie's jeder Mensch mit sei'm eigenen macht,
Es ziert's und schmückt's aus um und an,
Daß es ihm drinne gefallen kann.
Es holt sich goldigen Sonnenschein
Und legt ihn rings außen ums Dächelein,
[222]
Es holt sich Farben mancherhand
Und bemalt sich von innen des Häusleins Wand.
Es backt sich von Blumenmehl Himmelsbrot,
Daß es auf Erden nicht leidet Not;
Es bräut sich aus Tau sein Tränklein frisch
Und schickt sich in allem ganz haushälterisch.
Und das Blümmele hat recht seine Freud',
Wie sein Hausherr so drin schafft und bräut;
Und wenn's Englein dann wieder gen Himmel wandert,
So fällt das Häuslein vor Weh auseinander.
Liebes Maidelein, wenn du dann
Willst allweil die Englein um dich han,
So mußt du's nur mit den Blümlein halten,
So wer'n auch die Englein um dich walten.
Stell' eine Blume vor das Fenster dein,
So läßt sie dir keinen bösen Gedanken herein;
Stecke vor deine Brust einen Blumenstrauß,
So gehst du allweg mit einem Engelein aus.
Begieße frühmorgens ein Lilienreis,
So bleibst du den ganzen Tag lilienweiß;
Stell' nachts an dein Bett eine Rose zur Hut,
So wiegt dich ein Engel auf Rosen gut.
Kein arg Träumen kann dich schrecken,
Denn ein Engelein wird dich decken;
Und welche Träum' es zu dir läßt ein,
Das müssen gute Träume sein.
Wenn du dann in solcher Hut
Wirst träumen von meiner Liebesglut,
So denke, daß sie ist treu und rein,
Sonst ließ sie das Englein nicht zu dir ein.
Aus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[223] Aus der Jagdtasche eines mißmutigen Schützen

Wenn ich mir einst eine Hütte will bauen,
Will ich nach einem Stamm umschauen,
Wo in der Mitte Bienen wohnen,
Am Fuß Ameisen und Tauben auf den Kronen;
Damit, wenn ich draus die Hütte gebauet,
Von Honigseim sie sei durchtauet,
Von Emsigkeit sie sei verschönet,
Und von Eintracht still bekrönet.
Aus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Aus der Brieftasche eines Verzweifelten

Daß ich nur verzweifeln könnte,
Sprechen zu dem Elemente:
»Nimm den matten Geist zurück!«
Daß nicht in die nächt'ge Wüste
Noch ein Strahl mir brechen müßte,
Noch ein falscher Hoffnungsblick.
Hast du nicht genug gelitten?
Hast du nicht dich müd gestritten,
Armes Herz, was willst du mehr?
Ferne Lebensquellen rauschen,
Willst du noch bethöret lauschen?
Sieh, dein eigner Quell ist leer.
Freudig war ein Baum entsprossen,
Und die grünen Zweige flossen
Frisch hinaus in Himmelslicht.
Wankst du Wipfel? Ach, sie haben
Deine Wurzel abgegraben,
Und der Wipfel weiß es nicht.
Schmeichle mir nicht, Strahl der Sonnen,
Spare deine vollen Bronnen,
Große Mutter, Gärtnerin!
Ach, du weißt, ich kann nicht stehen,
[224]
O so laß mich gleich vergehen,
Nimm mit einemmal mich hin.
Kannst du Blitz aus deinen Wettern
Felsenfestes nur zerschmettern?
Triff einmal ein morsches Herz!
Hilf ihm, dem die Kräft' ermatten
Und ihm selber nicht gestatten,
Einzusargen seinen Schmerz.
Grabet mir mein kühles Bette,
Und auf meiner öden Stätte
Sprech' ein rauhbemooster Stein:
»Diesen, da er nicht mehr wußte,
Was er draußen sollt' und mußte,
Nahm ein Gott zu sich herein.«
Vor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Vor den Thüren

Ich habe geklopft an des Reichtums Haus!
Man reicht' mir 'nen Pfennig zum Fenster heraus.
Ich habe geklopft an der Liebe Thür!
Da standen schon funfzehn andre dafür.
Ich klopfte leis' an der Ehre Schloß;
»Hier thut man nur auf dem Ritter zu Roß.
Ich habe gesucht der Arbeit Dach;
Da hört' ich drinnen nur Weh und Ach!
Ich suchte das Haus der Zufriedenheit;
Es kannt' es niemand weit und breit.
Nun weiß ich noch ein Häuslein still,
Wo ich zuletzt anklopfen will.
Zwar wohnt darin schon mancher Gast,
Doch ist für viele im Grab noch Rast.«
Der PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[225] Der Pumpbrunnen

Jüngst an Mittags heißem Strahl
Wollt' ich Wasser schöpfen.
Leider fehlt' es allzumal
Mir an Krug und Töpfen.
Als ich an dem Brunnen stand,
Mußt' es mich nicht kränken?
Daß ich mich an seinem Rand
Selbst nicht konnte tränken!
Wenn ich an der Pumpe zog,
Floß es vorne nieder;
Wenn ich dann dahin mich bog,
Stockt' im Fluß es wieder.
Als ich scheu zur Seite trat,
Kam ein Paar gegangen,
Das es mit behendem Rat
Wußte anzufangen.
Wenn er an der Pumpe stand,
Hielt den Mund sie unter;
Pumpte sie dann mit der Hand,
Trank er selber munter.
Als sie so sich abgefrischt,
Fort ging's ohne Stocken.
Als ich mir den Mund gewischt,
War er leider trocken.
Eine gute Lehr' allein
Hatt' ich abbekommen:
Auf der Welt allein zu sein,
Kann zu gar nichts frommen.
Einsam trinkt ein Waldeskind
Wohl am Quell im Freien;
Wo der Stadt Pumpbronnen sind,
Trinkt sich's nur zu zweien.
SonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[226] Sonnengruß

Wann mein Liebchen mit dem schlanken
Wuchse meinem Grab sich naht,
Wird Cypressenschatten wanken,
Wo ich schlummre, früh und spat.
Eh' um mich die Schatten sprießen,
Die kein Sonnenblick durchbricht,
Will ich die Cypress' umschließen,
Die ums Haupt sich Rosen flicht.
Durch den Himmel geht die Sonne,
Rufet, eh' ins Meer sie taucht:
Leuchten wollt' ich dir zur Wonne;
Wie hast du mein Licht gebraucht?
Morgen werd' ich wiederkommen,
Und mein Licht ist ewig jung,
Doch für dich umsonst erglommen,
Wenn du schläfst in Dämmerung.
Heb' in meinem letzten Strahle
Noch einmal den Becher hoch.
Glücklich, wer die volle Schale
Hat am Mund und durstet noch.
Kannst du trinken, kannst du lieben,
Thu's nicht morgen, thu' es heut.
Gutes Werk auf morgen schieben,
Hat schon mancher Thor bereut.
Nicht Verlorenes beschwöre,
Nutze deinen Augenblick,
Laß der Zukunft ihre Flöre
Und bereite dein Geschick.
Sprich ein Wort zu guter Stunde,
Daß die Zeit hinüber schwebt,
Zeugend in der Nachwelt Munde,
Daß du hast und wie gelebt.
Ein LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[227] Ein Lebenslauf

1.
Gerissen aus meinem Gleichgewicht,
Begann ich die Welt zu durchschweifen;
Und das Verlorene fand ich nicht,
Wo die Zitronen reifen.
Wie ein verirrter Wandelstern
Mit seinen wallenden Haaren,
Der Unheil drohet irdischen Herrn
Und stillem Frieden Gefahren.
Da wandt' ich einer Sonne mich zu,
Sie zog mich an magnetisch.
Gefunden hat der Komet die Ruh',
Er kreist um die Sonne planetisch.
2.
Ich dachte, daß genug der Bäume wären,
Die alle könnten mit Früchten nähren.
Da fand ich, daß jeder für sich umschanzt
Den Baum, den er, den sein Vater gepflanzt.
Die Vögel des Himmels kümmern sich nicht
Ums Gedörn, das den Stamm umflicht;
Doch Leute, die nach den Kirschen langen,
Büßen am scharfen Zaun ihr Verlangen.
Viel Gnade, wenn wir dem Wandrer gestatten,
Von unserm Baum zu genießen den Schatten.
Du hast die Jugend im Schatten verträumt,
Den eignen Baum zu pflanzen versäumt.
Wohlauf, und pflanze ihn dennoch jetzt,
Und ob er dich nicht mit Früchten letzt,
So komm' es deinem Sohn zu gut',
Daß er einst im eigenen Schatten ruht.
[228] 3.
Komm, laß uns gehn und hören
Den Vogelsang in Chören
Und laß an Baches Wellen
Uns auch ein Sprenklein stellen.
Der Frühling wird entfliehen,
Die Vögel werden ziehen.
Dann soll uns, den wir fingen,
Daheim im Winter singen.
4.
Ich hörte Nachtigallen
Mit Lust im Frühling schallen;
Dann in der schwülen Stille
Das Sommerlied der Grille.
Nun hör' ich von den Rüstern
Die welken Blätter flüstern.
Wie sollt' ich drum verzagen?
Ich will in Wintertagen
Ums Haus des Schnees Schauern
Noch hören ohne Trauern.
5.
Mein Leben war ein einziger Tag.
Verträumt hab' ich das Morgenrot;
Was hülf's mir, daß ich mich's ließe reuen!
Wohl mir, daß ich am Abend mag
Nun nach des Mittags heißer Not
Vor Schlafengehn am Abendrot mich freuen.
Dritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
Die gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[229] Dritte Reihe
Des Dorfamtmannsohns Kinderjahre

Die gnädige Frau

Wir haben eine gnäd'ge Frau,
Die ist so weich von Herzen,
Die Augen stehn ihr gleich voll Tau,
Wenn andre munter scherzen.
Und hätte sie mehr Nadelgeld,
Sie heilte alle Schmerzen
Im Dorf und in der ganzen Welt.
Sie kann, zu knicken einen Floh,
Über das Herz nicht bringen,
Sie läßt ihn lieber frei und froh
Hinaus zum Fenster springen.
Doch wenn er sich ein Bein verstaucht,
Wie wird sie es erschwingen
Zu zahlen den Bader, den er braucht?
Die Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die Muhmen aus der Stadt

Neulich kamen unsre Muhmen
Aus der Stadt gefahren,
Die von Stroh gemachte Blumen
Trugen in den Haaren.
[230]
Und geschwinde ging ich echte
Wiesenblumen holen,
Und das schlechte Strohgeflechte
Warf ich in die Kohlen.
Und ich dachte, mir zu Gnaden
Hab' ich sie verpflichtet;
Doch sie sprachen, einen Schaden
Hab' ich angerichtet.
Sind nicht schöner von der Wiese
Meine Feuernelken?
»Ja, doch länger dauern diese,
Ohne zu verwelken.«
Ei, so müßt ihr, schöne Muhmen,
Hier nur immer bleiben,
Und ich denk' euch frische Blumen
Täglich aufzutreiben.
Die EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die Espe

Als den Herrn ans Kreuz geschlagen
Nun des Feldes Bäume sahn,
Kam ein Zittern und ein Zagen
Allen fernen, allen nah'n.
Nur der Espe Krone
Ließ die Blätter ohne
Beben in die Lüfte ragen,
Gleich als ging sie das nicht an.
Damals ward der Fluch gesprochen,
Und ihn hörte Berg und Kluft:
»Daß dir sei dein Stolz gebrochen,
Zittre künftig jeder Luft!
Andre Bäume zittern
Nur in Ungewittern,
Zitternd soll das Herz dir pochen,
Wenn im Wald ein Vogel ruft.
[231]
Zittre, wo im Erdenkreise
Künftig du entkeimst dem Staub!
Jedes Blatt soll zittern leise,
Bis es wird des Herbstwinds Raub.
Und in allen Tagen
Soll man hören sagen
Dir zur Strafe sprichwortweise:
Zittern wie ein Espenlaub!«
Die verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die verzauberte Jungfrau

Die Jungfrau, die verzaubert dort
Sitzt in der Höhle Grunde,
Hat auf Erlösung fort und fort
Gewartet bis zur Stunde;
Wer sich an die Erlösung wagt,
Muß einen Kuß nur unverzagt
Aufdrücken ihrem Munde.
Allein beim Küssen ziert sie sich,
Und gar nicht hold jungfräulich,
Verwandelnd umgebiert sie sich
In viel Gestalten greulich,
Daß nur ein unerschrockner Mann
Es ansehn und sie küssen kann,
Wie sie sich stellt abscheulich.
Da war ein Schneider jung und keck,
Der kühnste Mann auf Erden,
Dem saß das Herz am rechten Fleck:
»Magst du dich nur gebärden!
Und was du thust und was du sagst,
Und wie du dich verwandeln magst,
Du sollst erlöset werden.«
Die Jungfrau ward von Angesicht
Zum schrecklichsten der Drachen;
Der tapfre Schneider zittert nicht
Und küßt sie auf den Rachen;
[232]
Die Jungfrau wird ein grimmer Leu,
Schon will der Schneider, auch nicht scheu,
Zum Kuß sich fertig machen.
Die Jungfrau wird zum Krokodil,
Er will zum Kusse schreiten;
Und wie sie sich verwandeln will,
Er wird sie doch erstreiten.
Zuletzt wird sie ein Ziegenbock,
Da rennt er über Stock und Block:
»Dich mag der Teufel reiten!«
Die beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die beiden Lenen

Auf der Kindheit frühsten Szenen
Im Erinnerungsdämmerschein
Seh' ich um mich stehn zwo Lenen,
Beide meine Schwesterlein;
Alles kam von denen,
Was von zarter Poesie ist mein.
Mir, dem Knaben, nachgeboren,
Sahn sie selbst einander nicht;
Schon der einen war verloren,
Eh' die andr' es sah, das Licht;
Und ich war erkoren,
Beide zu vereinen im Gedicht.
Nach der ersten ging die zweite,
Als sie mir gelächelt kaum;
Standen mir darauf zur Seite
Nur, wie noch sie stehn, im Traum,
Blickten zum Geleite
Mir hernieder aus des Himmels Raum.
[233]
Ob sie je den Blick entzogen,
Wenn ich sein nicht würdig war?
Aber niemals mir entflogen
Meine Engel ganz und gar;
Aus den tiefsten Wogen
Sah ich hoch mein Sterne-Schwester-Paar.
Jede von euch heißet Lene,
Doch der Nam' ist ganz nicht gleich.
Voller heiß die ein' Helene,
Bild aus griech'schem Schönheitsreich,
Aber Magdalene
Hieß die andre herzempfindungsweich.
Ob Helen', ob Magdalene
Erste oder zweite war,
Weiß ich nicht, es ist Helene
Nur mit Magdalen' ein Paar,
Die nicht ohne jene,
Beide miteinander immerdar.
O Helene, der Hellenen
Schöne Klarheit strahle du!
Magdalene, Magd in Thränen,
Sehnen gib und Friedensruh'
Mir und allen denen,
Die noch hören meinen Liedern zu!
Vierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
Das JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[234] Vierte Reihe
Lenz

Das Jahr

In einem Lande möcht' ich wohnen,
Wo der Natur gesetzter Zwang
Hinwandeln läßt durch glüh'nde Zonen
Des Jahres unverrückten Gang;
Wo nach des Winters Regengüssen
Ein langer fester Sommer kommt
Und auch die Menschen fühlen müssen,
Daß nicht ein wirrer Wechsel frommt.
Und wäre das mir nicht beschieden,
So möcht' ich wohnen an dem Pol,
Wo eines tiefen Winters Frieden
Ich mir ließ auch gefallen wohl;
Da muß des Menschen Geist versenken
Sich können in des Daseins Schacht
Und still sich nach den Sternen lenken
In ewig heller Winternacht.
Unselig ist der Mitte Schwanken,
Dem hier wir unterworfen sind,
Wo Stunden wechseln wie Gedanken
Und die Gedanken wie der Wind;
Wo keine ruhige Entfaltung
Erlaubt des Jahrlaufs wilde Hast
Und in verworrner Welthaushaltung
Mensch und Natur hat nirgends Rast.
Frühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Frühling Liebster

Mein Liebster geht mit fliegenden Haaren,
Mit blauem Barett und grünem Gewand;
[235]
Die Blumen gehn um ihn in Scharen,
Und die Rose an seiner Hand.
Anheben zu schlagen die Nachtigallen,
Wo sonnigen Blickes er tritt heran,
Und hoch beginnet mein Herz zu wallen,
Wenn ich ihn sehe so lieblich nahn.
AprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Aprilreiseblätter

1. Im Gebirg

1811.


Wohin, ach! sollen aus des Markts Gewühle
Sich eure Götter retten, wenn die Dichten
Des ew'gen Hains auch unterm Beil sich lichten,
Qualm des Gewerks auch dämpft die heil'ge Kühle?
Es seufzt der Fels, daß ihr sein Steingestühle
Zerbrecht, um eure Wände draus zu schichten;
Der freie Waldbach zürnt, daß er verpflichten
Sich muß, nutzbar zu treiben Rad und Mühle.
Die Echo klagt, daß statt der Heldenlieder,
Ins orgelnde Gebraus des Sturms gesungen,
Sie jetzt nur hört Geächz' des tauben Hammers.
Und selbst die Berge schütteln ihre Glieder
In Unmut, daß sie dazu sind gedungen,
Euch auszuspei'n die Goldschlack' eures Jammers.
2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2. Die Burgen

Zu Trümmern sankt ihr unter Schicksalsstreichen,
Doch noch in Trümmern scheint ihr stolz zu stehen,
Verdammend von den Höh'n herabzusehen
Auf eine Welt, die nicht an euch kann reichen.
[236]
Ein enger Sinn baut Hütten, die ihm gleichen,
Im Thal, wo nicht der Freiheit Lüfte wehen!
Ihr seht sie baun, seht wieder sie vergehen,
Und ihr steht droben, ewige Todeszeichen.
Niemand erkühnt sich, eure Riesenwälle
Mit des Besitztums Anspruch anzutasten,
Auf euren Schutt zu flicken seine Schwelle.
Ja kaum der Wandrer wagt auf euch zu rasten,
Gleich als entehr' er alter Kraft Grabstelle
Durch seines Feiglingstrittes nichtige Lasten.
3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3. An einen Leinenweber

Beglückt bist du, der du mit stetem Fleiße
Von der zufriednen Spule still und eben
In deine Weberei wie in dein Leben
Stets gleiche Fäden wirkest, ruhig weiße;
Da täglich ich ein bunt Geweb' zerreiße,
Im Drang, es morgen bunter noch zu weben;
Dazu muß Hoffnung grüne Fäden geben,
Die Liebe gibt das Rot dazu, das heiße.
Dazwischen schlinget sich ein Schillerstreifen,
Die Poesie, bald wie ein Sonnenflitter
Goldgelb, bald wie ein Ätherblick, ein blauer.
Doch wie die Fäden ineinander greifen,
Bricht doch, gedämpft durchs bunte Farbengitter,
Hervor der Grund der Wehe, dunkle Trauer.
4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4.

Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte
Still in des Zeitlaufs fester Ordnung lebet,
An ihrem heimischen Boden ruhig klebet
Und doch zum Himmel aufhaucht ihre Düfte.
Beglückt der Strom auch, der im Waldgeklüfte,
Von seiner Ufer sichrem Maß umwebet,
[237]
Im vorgeschrieb'nen Gleise vorwärts strebet,
Und endlich geht zur Ruh' in Meeresgrüfte.
Ach, daß allein der Mensch zu irrem Schweifen
Gebraucht des Fußes und des Geistes Flügel,
Um schrankenlos durch Zeit und Raum zu streifen.
Ach, daß nur er so früh zu Sporn und Bügel
Sich selbst wird und so spät erst lernt begreifen,
Daß er auch selbst sich werden muß zum Zügel.
5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

5.

Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande
Allein mit mir, und wie aus Nebelflore
Späht' ich mit Augen, horcht' ich mit dem Ohre
Hinüber fern nach einem festen Lande;
Und sähe, wie sie drüben an dem Strande
Einzäunten Gärten, bauten Häuserthore,
Im Brautreih'n gingen und im Leichenchore
Und lebten, webten, all in ihrem Tande.
Ihr dumpfes Summen drang zu mir herüber,
Doch sahn sie mich nicht stehn in meiner Ferne,
Sie hatten keine Zeit zum Sehen über.
Auch zugerufen hätt' ich ihnen gerne,
Doch drang mein Laut zu ihnen nicht hinüber,
Und einsam blickt' ich auf zu meinem Sterne.
6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

6.

Erschöpft von langen winterlichen Wegen,
Auf meines Lebens allertrübster Reise,
Kam ich hieher, in froher Hoffnung, leise
Mein Herz an eines Freundes Herz zu legen.
Da starrte mir das Freundesherz entgegen
Noch starrer als vom starrsten Wintereise;
Da klang das Freundeswort in kalter Weise,
Noch kälter als der kältste Winterregen.
[238]
Weh mir! Natur, wohin soll ich mich wenden?
Wenn draußen du stehst mit den Winterschauern
Und hier die Herzen mit den Winterfrösten?
Ich bitte dich, laß deinen Winter enden
Und werde Lenz! Mag Menschenfrost dann dauern;
An deiner Frühlingsbrust will ich mich trösten.
7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

7.

Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen
Mit Wanderschritt und mit des Schiffes Kiele;
Nur noch gekommen seid ihr nicht zum Ziele,
Wo auf der Erde steht der Himmelsbogen!
Ihr habt dem Vogel auch sein Recht entzogen,
Den angebornen Vorzug seiner Kiele
Und fliegt wie er; wenn es euch nur gefiele,
Ihr hättet schon das Paradies erflogen!
Ihr habt entwaffnet selbst des Himmels Waffen,
Den Blitz habt ihr durch eure Kunst gebunden,
Daß er nicht mehr euch treffen kann, die Spötter!
Ihr habt, um selbst dafür euch hinzuraffen,
Den irdischen Blitz und Donner euch erfunden,
Und haltet ihr euch denn noch nicht für Götter?
8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

8.

Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!
Der erste Kiel ist, den die Vögel spannen,
Womit sie über Berg und Thal von dannen
Ziehn, hingeschaukelt auf des Himmels Wind.
Der zweite Kiel, nicht weniger geschwind,
Ist der, womit ein Wunderbau von Tannen
Gerüstet ist, worauf sich zum Tyrannen
Des Meeres macht das kühne Menschenkind.
Der dritte Kiel ist aber, der gewaltig
Vor allen ist; wohin kein Vogel fliegt,
Kein Schiff, da geht sein Fußtritt doppelspaltig.
[239]
Er ist's, der den Gedanken selbst besiegt,
Den unsichtbaren Riesen vielgestaltig,
Daß er gebannt auf zarten Blättern liegt.
9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

9.

Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft,
Tief schlummernd in der Mutter Schoß, Metalle;
Was habt ihr uns mit eurer gierigen Kralle
Heraufgezogen aus der dunklen Gruft?
Daß unsre Starrheit an des Himmels Luft,
Der uns verhaßten, euch zum Spiel zerfalle!
Ihr zwinget unsre Stummheit, daß sie schalle;
Der Schall ist Klage, die nach Heimat ruft.
Und unsre Heimat ist die ewige Nacht;
Ihr aber habt, zu unserm Weh beflissen,
Zu eurem Weh uns an das Licht gebracht.
Denn wie ihr uns der Finsternis entrissen,
So reißen wir nun selbst mit dunkler Macht
Euch mit uns nieder zu den Finsternissen.
Mailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Mailieder

1. Frühlingslied

Der Frühling lacht von grünen Höh'n,
Es steht vor ihm die Welt so schön,
Als seien eines Dichters Träume
Getreten sichtbar in die Räume.
Wann schöpferisch aus Morgenduft
Der Sonne Strahl die Wesen ruft,
Kehrt jedes Herz sich, jede Blume
Empor zum lichten Heiligtume.
[240]
Wann Abendrot den Purpur webt,
Darin die Sonne sich begräbt,
Schließt sich befriedigt jede Blüte,
Und Sehnsucht schlummert im Gemüte.
Vom Morgen bis zur Nacht entlang
Ist all ein Kampf der Sonne Gang;
Ein Kampf, die Schöpfung zu gestalten,
Durch Licht zur Schönheit zu entfalten.
Die Sonn' ist Gottes ew'ger Held,
Mit goldner Wehr im blauen Feld,
Und zu dem lichten Heldenwerke
Erneut der Frühling ihr die Stärke.
Die Sonn' am Tag, der Mond bei Nacht,
Sie ringen all' mit Wechselmacht,
Die Sonne, Rosen rot zu strahlen,
Und Lilien weiß der Mond zu malen.
Der Himmel ein saphyrnes Dach
Der Flur smaragdnem Brautgemach,
Wo sich im Spiegel von Kristallen
Schaut Rose Braut mit Wohlgefallen.
Die Morgenröte wirkt ihr Kleid,
Der Morgentau reicht ihr Geschmeid,
Der Morgenwind, ihr kecker Freier,
Küßt sie errötend unterm Schleier.
Der Frühling gibt im Garten Tanz,
Und alle Blumen nahn im Glanz,
Wo Mädchen vorzustellen haben
Die Rosen und Jasmine Knaben.
Das Veilchen birgt in Duft sich still,
Weil aufgesucht es werden will;
Die Rose glühend zeigt sich offen,
Wie könnte sie Verbergung hoffen?
Des Paradieses Pforten sind
Nun aufgethan im Morgenwind,
[241]
Und auf die Erde strömt vom Osten
Der Duft, den sonst die Sel'gen kosten.
Die Lauben Edens werden leer,
Zur Erd' hernieder zog ihr Heer,
Wo nun die Engel schöner wohnen
In Rosenzelt und Lilienkronen.
Nun lebt, berührt vom Liebeshauch,
Das Leben neu, und Totes auch;
Der starre Fels vor Sehnsucht bebet,
Bis auch ein Epheu ihn umwebet.
O Frühlingsodem, Liebeslust,
O Glück der felsentreuen Brust,
Die ein Geliebtes an sich drücket,
Das dankbar sie mit Kränzen schmücket.
In dieser Stille der Natur,
Wo Liebe spricht und Friede nur,
Sei fern den schweigenden Gedanken
Des Menschenlebens lautes Zanken.
Wie sie die Sinne sich verwirrt
Und wie in Wüsten sich verirrt,
Wie sie die Freude sich verkümmert
Und wie das Dasein sich zertrümmert.
Und wie die Welt, so ist ihr Lohn.
Es reut mich jeder Liedeston,
Der aufs verworrene Getriebe
Der Zeit sich wandt' und nicht auf Liebe.
Die Liebe ist der Dichtung Stern,
Die Liebe ist des Lebens Kern;
Und wer die Lieb' hat ausgesungen,
Der hat die Ewigkeit errungen.
[242]
Weg Thorentand und Flitterpracht!
Im Himmel gilt nicht ird'sche Macht.
Erob'rer, Helden, Weltvernichter,
Geht, sucht euch einen andern Dichter.
Du Freimund laß den eitlen Schwall,
Sing' Lieb' als wie die Nachtigall,
O trachte, still in deinen Tönen
Dein eignes Dasein zu versöhnen.
2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2. Traurige Frühlingsherrschaft

Ihr Vögel, wenn ihr warten wollt mit Singen,
Bis meine Lieder hell wie sonst erklangen!
Ihr Blumen, wenn ihr eh'r nicht wollt entspringen,
Bis Freude blühn ihr seht auf meinen Wangen!
O laßt von mir euch keine Störung bringen,
Euch aufzuhalten ist nicht mein Verlangen;
Singt nur und blüht an aller Ströme Borden
Und wartet nicht, bis Frühling mir geworden!
Da wollten dennoch säumen
Die Blüten an den Bäumen,
Die Vöglein tief in Träumen;
Kann man dem Dichter so viel Recht einräumen?
Ihr Vögel, da ihr doch nicht wollet singen,
Bis mit Gesang ich euch vorangegangen;
Ihr Blumen, da ihr doch nicht wollet springen,
Bis auch die Keim' in meiner Brust entsprangen!
Mein Zaudern soll euch keine Störung bringen,
Und euer Losungswort sollt ihr empfangen:
Auf! singt und blüht an aller Ströme Borden!
Habt Frühling! Frühling ist mir selbst geworden.
Da durften nicht mehr säumen
Die Blüten an den Bäumen,
Die Vöglein auch nicht träumen,
Und Frühling blüht' und tönt' in allen Räumen.
[243]
Ihr Vögel, nun ihr einmal seid am Singen,
Weil euer Sänger euch vorangegangen!
Ihr Blumen, die ihr nun müßt vorwärts dringen,
Von Stuf' auf Stufe, bis zum höchsten Prangen!
Ich kann euch fürder keine Störung bringen,
Fortfahren müßt ihr, wie ihr angefangen;
Singt denn und blüht an aller Ströme Borden
Und wißt, daß Frühling doch mir nicht geworden.
Da konnten nicht mehr säumen
Die Blüten an den Bäumen,
Die Vöglein auch nicht träumen;
Lust floß der Welt, mir sollte Trauer schäumen.
3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3. Verschließung

Es rührt mich an der Frühlingslüfte Schauern,
Sie kommen sanft ans Herz herangeglitten
Und wollen draus vertreiben dumpfes Trauern,
Das drinnen wohnet wie in Winters Mitten.
Ihr Lüftchen, eure Müh' muß ich bedauern,
Sie besser anzuwenden, laßt euch bitten.
Wo stille Knospen an den Zweigen lauern,
Da kehrt euch hin, da seid ihr wohlgelitten;
Da weckt mit euerm Odem junge Rosen,
Die gern mit euch von Lieb' und Hoffnung kosen,
Und laßt unangerührt mich Hoffnungslosen.
4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4. An den Lenz

Schmücke doch, du Hand des Lenzen,
Schmücke diese Fluren doch,
Daß ich sie zuletzt erglänzen
Seh' in vollem Glanze noch.
Daß, wenn ich einst einsam weine,
Aus der Ferne dein Gefild'
Tröstlich lächelnd mir erscheine,
Nicht ein starrend Winterbild.
5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[244] 5. Die Eintagsfliege am Johannistag

Mit dem ersten Strahl der Sonne
Bist du weislich aufgestanden,
Daß von deines Tages Wonne
Dir kein Teilchen komm' abhanden,
Flüchtigste vom Stamm der Fliegen,
Leichtbeschwingtes Eintagskind!
Aus des Morgens Duft gestiegen
Und verweht vom Abendwind.
Weil bestimmt zu deinem Leben
Vom Geschick ein Tag dir war,
Hat es milde dir gegeben
Diesen längsten Tag im Jahr.
Sei der Tag dir still und helle,
Weil du keinen zweiten hast;
Unversiegt des Taues Quelle,
Wind und Sonne nicht zur Last!
Keine Schwalb' im Flug dich hasche!
Stelle dir kein Netz die Spinne!
Geh, im Duft der Blüten nasche
Und am Abend drein zerrinne!
6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

6.

Ein Schreibtäfelchen im Busen
Ging ich in den Frühlingswald;
Euch, mir lang' entwöhnte Musen,
Sucht' ich auf und fand euch bald.
In die Tafel auf den Knieen
Schrieb ich, was mir gab ein Hauch;
Und ich wähnt' es mir verliehen
Von dem nahen Blütenstrauch.
Doch aus meiner Tafel wittert
Mich ein andrer Odem an,
[245]
Welke Blumen, halbzerknittert,
Die ich jüngst dort eingethan,
Als zu meiner Kindheit Fluren
Mich der vor'ge Herbst geführt,
Wo ich den verwehten Spuren
Frühen Glückes nachgespürt.
Ja, so bist du nun gealtet!
Nicht der Frühling, der nun blüht,
Nur ein längst verblühter waltet
Dir nachduftend im Gemüt.
7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

7.

Einen klassischen Dichter in den Händen,
Den romantischen Frühlingshain durchirrend,
Konnt' ich lesend und wandelnd nicht vereinen
Jene Klassicität und die Romantik.
Wenn ich blickt' in das Buch, erschien mir's farblos
Vor dem schwellenden Knospendrang des Lebens;
Wenn ich schaut' in den grünen Wald, erschien er
Wirrvoll gegen die wohlgebauten Strophen,
Schlecht geordnet die Schatten und die Lichter.
So mißfiel mir das eine durch das andre,
Wechselnd richtete Buch und Welt zu Grund' sich.
Müde setzt' ich mich endlich auf den Stein hin,
Wo zum Quellengeriesel Schatten rauschten,
Weiter lesend und blickend aus dazwischen.
Immer lauschender blickt' ich, immer stiller
Las ich, immer versenkter und versunkner;
Ob ich las, ob ich blickte, wußt' ich selbst nicht.
Immer lieblicher, leiser flossen, rannen,
Immer inniger, tiefer schmolzen, schwammen
Ineinander der Frühling und der Dichter.
Verse rieseln in Wellen, und symmetrisch
[246]
Bauen blühende Lauben sich zu Stanzen.
Staunend fühl' ich von einem Geist mich wiegen,
Der des Lebens und Todes Widerspruch löst –
Von dem Geiste des Schlummers und des Traumes,
Die im Schatten mich überschlichen hatten,
Ohne daß ich es merkte, bis, vom Odem
Einer stürmischen Luft entküßt, ein Baumblatt
Auf das Buch, und das Buch mir aus der Hand fiel.
Schlaf, Vermähler des Himmels mit der Erde!
Traum, Vermittler des Diesseits mit dem Jenseits!
Allvereinende, stets vereinte Brüder!
Kommt noch öfter auf meinen Frühlingsgängen
Mir entgegen und helfet mir studieren!
Kein Ausleger vermag doch auszulegen
Seinen Dichter, wie ihr, aus der Natur, und
Einzulegen die Schöpfung in den Dichter.
8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

8.

Ich sah den Himmel seltsam geteilt
In Trübes und in Klares;
Alles Dunkle zusammengeeilt
Und alles Helle war es.
Die ganze nordische Hälfte war
Mit grauem Gewölk umzogen,
Die ganze südliche Hälfte klar
Von Lichtblau angeflogen.
Die Sonne stand an dem Scheiderand
Des Blauen und des Grauen,
Unsichtbar halb in der Wolkenwand
Und halb im Hellen zu schauen.
Wird sie treten ins Blaue ganz,
Ins Graue ganz verschwinden?
Oder wird sie mit ihrem Glanz
Selbst das Grau überwinden?
9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[247] 9. Himmelschlüssel

Himmelschlüsselchen ist genannt ein goldnes
Feingebildetes Blümchen auf der Wiese,
Weil den Himmel auf Erden sieht die Unschuld
Aufgeschlossen im Frühling unter Blumen.
»Himmelschlüsselchen nenn' ich«, sprach ein Jüngling,
»Dich mit eigenem Rechte, weil ein Himmel
Mir auf Erden, ein Herz, sich aufgeschlossen,
Ein geliebtes, im Frühling, als zum ersten
Kranz ich schüchtern dich wand mit andern Blumen.
Himmelschlüsselchen! den mir aufgeschlossnen
Himmel schließe mir jeder Frühling neu auf,
Still verschließ' ihn vor jedem Blick des Neides!
Jedem anderen aber sei ein andrer
Himmel offen, den ich nicht ihm beneide.«
10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

10. Waldandacht

Orgeltöne brausen
Durch der Tannen Haar,
Und mit stillem Grausen
Knie' ich am Altar,
Den in Waldeshallen
Mir der Frühling baut,
Und des Herzens Wallen
Wird im Liede laut.
Seinen Sabbat feiert,
Schöpfung, der dich schuf,
Und die Seel' umschleiert
Seines Friedens Ruf.
Wenn du Vaterstrafen,
Kind, nicht fürchten mußt,
Kannst du ruhig schlafen
An der Mutter Brust.
11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[248] 11. Frühlingsanfang

(Nach dem Anfang einer Kaside von Saadi.)


Morgens weckte mich ein Hauch:
Frühling hat begonnen,
Auf und bade nun dich auch
Wie die Welt in Wonnen.
Ging ich übers Feld im Kreis
Blühender Gestalten:
Eine sprach: »Du bist ein Greis,
Sitze bei den Alten!«
Doch ich sagte. »Liebes Kind,
Sieh den Berg, den hohen,
Über dessen Scheitel sind
Jahre viel geflohen.
Aber aus dem Wintertraum
Hat er sich gerüttelt,
Hat von seines Kleides Saum
Frost und Reif geschüttelt.
Nimmt fürs graue Pelzgewand
Sommergrüne Decken,
Um an kühler Bäche Rand
Sanft sich hinzustrecken.
Alle Blumen ladet er,
Ihm zu nahn mit Düften,
Und mit Wonne badet er
In den lauen Lüften.
Also laßt mich zwischen euch
Ruhn und mit Behagen
Träumen unter Lenzgesträuch
Von vergangnen Tagen.«
12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[249] 12. Heiland Frühling

Heiland Frühling ist ins Land gekommen;
Bring' er Heil und Heilung allem, allen!
Heile von Beklemmung, was beklommen,
Heile vom Verfalle, was verfallen,
Von der Überfrömmigkeit die Frommen,
Fromme Tauben von des Geiers Krallen.
Alles Unvollkommne sei vollkommen,
Und auf Erden Gottes Wohlgefallen!
13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht?

Eingeschlafen im Abendhauch
War der knospende Rosenstrauch,
Und staunend, als er früh erwacht',
Stand er in voller Blütenpracht,
Was thut nicht eine Frühlingsnacht
An Menschenblumenknospen auch!
14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

14. Zwischen Welt und Einsamkeit

Zwischen Welt und Einsamkeit
Ist das rechte Leben,
Nicht zu nah' und nicht zu weit
Will ich mich begeben.
In der Straßen lautem Drang
Find' ich mich zu blöde,
Aber einen Schauer bang
Fühl' ich in der Öde.
Lieblich ist es, wo ich seh'
Ferne Hütten rauchen,
Ins Gefühl der Gottesnäh'
Schweigend mich zu tauchen.
Fünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
AbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[250] Fünfte Reihe
Sommer

Abendlied

Ich stand auf Berges Halde,
Als heim die Sonne ging,
Und sah, wie überm Walde
Des Abends Goldnetz hing.
Des Himmels Wolken tauten
Der Erde Frieden zu,
Bei Abendglockenlauten
Ging die Natur zur Ruh'.
Ich sprach: »O Herz, empfinde
Der Schöpfung Stille nun,
Und schick' mit jedem Kinde
Der Flur dich auch, zu ruhn.«
Die Blumen alle schließen
Die Augen allgemach,
Und alle Wellen fließen
Besänftiget im Bach.
Nun hat der müde Silfe
Sich unters Blatt gesetzt,
Und die Libell' am Schilfe
Entschlummert taubenetzt.
Es ward dem goldnen Käfer
Zur Wieg' ein Rosenblatt;
[251]
Die Herde mit dem Schäfer
Sucht ihre Lagerstatt.
Die Lerche sucht aus Lüften
Ihr feuchtes Nest im Klee,
Und in des Waldes Schlüften
Ihr Lager Hirsch und Reh.
Wer sein ein Hüttchen nennet,
Ruht nun darin sich aus;
Und wen die Fremde trennet,
Den trägt ein Traum nach Haus.
Mich fasset ein Verlangen,
Daß ich zu dieser Frist
Hinauf nicht kann gelangen,
Wo meine Heimat ist.
Bild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Bild der Erinnerung

Lerchenabendsang
Schwebet in den Lüften,
Hirtenflötenklang
Kommt aus fernen Triften;
Und des Waldes Grün
Zittert im Karmin,
Den die Abendstrahlen
Auf die Wipfel malen.
Wie auf dem Gefild'
Still der Abend feiert,
Wird ein Glanzgebild'
Meinem Aug' entschleiert;
Halb verhüllt in Duft
Steigt es aus der Luft,
Lächelt sanft hernieder,
Sanft zum Himmel wieder.
[252]
Willst du, holdes Bild,
Trocknen meine Thränen?
Ach, im Herzen schwillt
Höher nur das Sehnen.
Was ich hochbeglückt
An die Brust gedrückt,
Zeigst du nur mir immer,
Gibst zurück es nimmer.
AbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Abendfeier

1.
Ein Schein der ew'gen Jugend glänzt
Ins Erdenthal,
Die Höh'n mit Offenbarung kränzt
Der Abendstrahl.
Die Lerche singt der Sonne nach
Von hohem Ort,
Dann wird die Nachtviole wach
Und duftet fort.
2.
O wie mild der Abendrauch
Dort aus Hütten steiget!
Ob es wohl im Innern auch
Sich so freundlich zeiget?
Ob es in dem Innern auch
Dumpf und düster schweiget;
Sei zufrieden, daß der Rauch
Mild gen Himmel steiget.
3.
Vom Turme bläst ein Abendlied
In Abendlerchenchöre.
Was sagt es? daß ein Mensch verschied;
Daß nichts die Ruh' ihm störe!
[253]
Sei er geschieden sanft und rein,
Wie dort die Sonne scheidet,
Und ruh' in Friede wie der Hain
In Abendrot gekleidet!
4.
Die Schwalbe schwingt zum Abendliede
Sich auf das Stänglein unterm Dach:
Im Feld und in der Stadt ist Friede,
Fried' ist im Haus und im Gemach.
Ein Schimmer fällt vom Abendrote
Leis in die stille Straß' herein,
Und vorm Entschlafen sagt der Bote,
Es werd' ein schöner Morgen sein.
AbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Abendgemälde

Wie der Abend stiller wird
Und von fern die Mühlen wogen,
Kommt an seinem Stab der Hirt
Singend durch das Thal gezogen.
Lächelnd tritt er zu dem Bach,
Neigt sich drüber hin und winket;
Ist es wohl der Sonne nach,
Die dort hinter Wolken sinket?
Ja und nein! Noch eh' sie ganz
Wird hinunter sein gesunken,
Hat er neuen Sonnenglanz
In sein Auge dort getrunken.
Siehst du? wie ein Zephyrhauch
Tanzt es her vor seinen Blicken;
Aber ruhend in dem Strauch
Wird sie erst ihn ganz erquicken.
[254]
Komm! der Liebe stille Rast
Soll kein fremder Blick beschleichen;
Und wenn du ein Schätzchen hast,
Magst du gehn und thun desgleichen.
Die Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die Bäume und der Wanderer

Die Bäume.

Ach, wie ist der Mensch so eitel,
Dessen Scheitel
Locken trägt gleich unserm Laub;
Daß er doch, statt stillzustehen,
Lieber gehen
Will hinaus im Straßenstaub.
Zu uns kommen Tau und Lüfte
Und die Düfte
Und das süße Himmelslicht;
Drum zu wandern in die Ferne,
Thun wir gerne –
Thätest du's doch auch! – Verzicht.
Ist dir hier nicht Licht gegeben,
Um zu leben?
Und den Schatten geben wir.
Warum willst du denn dich treiben
Und nicht bleiben?
Bleibe, bleibe, bleibe hier!
Nimm doch uns an zu Genossen,
Die wir sprossen
In den Grund, den Gott uns gab;
Wir sind grün; was kann dir's frommen,
Daß genommen
Du den dürren Wanderstab?
[255]
Willst du gleichen deinem Stabe
Bis zum Grabe?
Dem so Blüt' als Frucht gebricht!
Willst du niemals Wurzeln schlagen,
Früchte tragen?
Willst du oder kannst du nicht?
Der Wanderer.

Ob ich nicht will, ob ich nicht kann,
Ich kann's und will's nicht sagen;
Es treibt mich eben jetzt von dann,
Und Zeit ist's nicht zu klagen.
's muß eben auf dem Erdenrund
Auch wandernde Bäume geben.
Ihr wurzelt fort in euerm Grund!
Gott segn' eu'r ruhiges Leben!
Und komm' ich jemals wo dazu,
Die Wurzeln einzusenken,
So will ich dann gewiß in Ruh'
An euch, ihr Guten, denken.
Jetzt aber, eh' hier den Straßenstaub
Aufwühlen die Morgenwinde –
Behüte Gott eu'r grünes Laub!
Ich ziehe davon geschwinde.
Schöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Schöner Lebenslauf

Ich bin geboren schöner als es euch deuchtet;
Ich bin gestorben schöner als ihr es denket.
Der Morgenstern hat mir ins Leben geleuchtet,
Der Abendstern mich ins Grab mit Fackeln gesenket.
Das Morgenrot hat Perlentau mir gefeuchtet,
Das Abendrot mir eine Thräne geschenket.
Ich bin geboren schöner als es euch deuchtet;
Ich bin gestorben schöner als ihr es denket.
VogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[256] Vogeldeuterei

Zur Mauer, hinter der ich wohne,
Dringt aus der Stadt kein Glockenschlag;
Doch Sänger von verschiednem Tone
Erwecken mich zu jedem Tag.
Und jedes Tags Geschick erkenn' ich
Aus seines Barden Wecketon,
Und meine Tage längst benenn' ich
Nach Glücks- und Unglücksvögeln schon.
Wenn schmetternd wach mich singt die Lerche,
Schwing' ich mich mutig himmelan,
Weg über Hütten, Herden, Pferche,
Durch Gottes weiten Schöpfungsplan.
Wenn zwitschernd überm Nest am Dache
Die Schwalbe mir den Schlummer kürzt,
Wird vom Gemach und Ungemache
Der Häuslichkeit mein Tag gewürzt.
Die Nachtigall mag hier nicht brüten,
Doch manchmal grüßt sie mich im Traum,
Sie bringt mir abgefallne Blüten
Vom Jugendliebelebensbaum.
Dagegen ist von lauten Spatzen
An meiner Mau'r ein Überfluß;
Sie deuten mir, daß ich verschwatzen
Des Tages beste Stunden muß.
Ach hätt' ich nur wie andre Sachsen
Recht am Docieren eine Lust!
Doch wie der Schnabel mir gewachsen,
Kann ich ihn so nicht brauchen just.
[257]
Und immer hab' ich diese Klage
Zu hauchen in den Morgenwind,
Wozu die läst'gen Spatzentage
Im Nachtigallenleben sind.
Die Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Die Zeit der Rosen und der Lilien

Immer miteinander ließen
Dichter Ros' und Lilie blühn,
Da sich Lilien doch erschließen,
Wann die Rosen nicht mehr glühn.
Auf der schönen Rose Grabe
Steht der Lilien Herrlichkeit;
Dichter mit dem Wunderstabe
Schlichten, was Natur entzweit.
Aus der roten Rose Grabe
Steigt der Lilie Heiterkeit;
Dichter mit der Himmelsgabe
Gleichen aus des Lebens Streit.
Immer miteinander lassen
Dichter Ros' und Lilie glühn,
Ob die Rosen gleich erblassen,
Eh' die Lilien erblühn.
Bei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Bei Sonnenuntergang

Fahr' wohl, o goldne Sonne,
Du gehst zu deiner Ruh';
Und voll von deiner Wonne
Gehn mir die Augen zu.
Schwer sind die Augenlider,
Du nimmst das Lied mit fort.
Fahr' wohl! wir sehn uns wieder
Hier unten oder dort.
[258]
Hier unten, wann sich wieder
Dies Haupt vom Schlaf erhob;
Dann blickest du hernieder
Und freuest dich darob.
Und trägt des Tods Gefieder
Mich statt des Traums empor,
So schau' ich selbst hernieder
Zu dir aus höherm Chor
Und danke deinem Strahle
Für jeden schönen Tag,
Wo ich mit meinem Thale
An deinem Schimmer lag.
WohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Wohnlichkeit

Nicht am Meere will ich wohnen,
Wo ans Land die Woge schlägt,
Grüße bringt von fremden Zonen,
Wo mich hin kein Nachen trägt.
Wohnen nicht am großen Flusse,
Der in Ruhe nie verweilt,
Stets mit süßem Wassergusse
Bitterm Tod entgegeneilt.
Wohnen will ich nicht in diesen
Alpenthälern, wo sie stehn,
Die getürmten Schöpfungsriesen,
Und so stolz herniedersehn.
Als ein Wandrer will ich schauen
Alles dieses wohl einmal,
Aber dann mein Hüttchen bauen
Im bebüschten Heimatthal.
Wo der sanft gehob'ne Hügel
Sich nur kränzt mit Blütenschnee,
Und dem raschen Bache Zügel
Anlegt der gehalt'ne See.
[259]
Wenn sein Grund den Himmel spiegelt,
Wipfel wurzeln in die Flut,
Ist Geheimnis mir entsiegelt,
Wie die Höh' im Tiefen ruht.
Wolken kommen, Wolken fliehen,
Was ich lebte, was ich litt;
Und den Vögeln, welche ziehen,
Geb' ich Liebesgrüße mit.
Einen Gruß an jede Zone,
Wo es glüht und wo es kühlt,
Daß in jeder glücklich wohne,
Wer in sich die Schöpfung fühlt.
Ein SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Ein Seufzer

Schlimme Lose,
Daß der Himmlischen Zorn
Jeder Rose
Beigegeben den Dorn;
Aber schlimmer,
Daß die Rose verblüht,
Und noch immer
Sticht der Dorn im Gemüt.
Sonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Sonne und Mond

Die Sonne sprach: »O Mond, ich wende
Der lieben Erde nun mich ab
Und lasse dich zurück; o spende
Ihr alles das, was ich nicht gab.
Ich gab ihr die Erregung
Des Lichtes und der Lust,
Verleih' ihr nun die Hegung
Des Glücks in stiller Brust.
Wo sengend trafen meine Strahle
Darauf geuß einen Tropfen Tau,
[260]
Und was durch mich gewelkt im Thale,
Das zu erfrischen atme lau.
Und was ich den Gedanken
Nicht zeigen durft' im Raum,
Das laß der Seele Ranken
Umfahn in duft'gem Traum.
Und wenn ich kehr' am Morgen wieder,
Will ich mich deiner Hilfe freun;
Gelabte Schläfer werden Lieder,
Erwachte Blumen Weihrauch streun.
Jedwede Knosp' am Baume,
Von dir gepflegt, gedeiht,
Und was du gabst im Traume,
Mach' ich zur Wirklichkeit.«
WindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Windstille

Windstill ist es auf der Flut,
Windstill ist's im Hage,
Windstill ist es mir zu Mut'
Wie dem Frühlingstage.
Eine leise, leise Luft
Fächelt und erfrischet
Jede Blume, deren Duft
Sich in andre mischet.
Und in meinem Busen auch,
Wo der Sturm sich leget,
Fühl' ich einen Himmelshauch,
Der mich sanft beweget.
Meinen Odem möcht' ich rein
Dem der Blumen mischen,
Und wie sie so trunken sein
Von des Taues Frischen.
Sechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
AbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[261] Sechste Reihe
Herbst

Abschied

Ihr Berg' und o ihr Thäler, hoch und tief,
Die ihr mir lange war't ein fremdes Land,
In welchem nie mein Herz die Heimat fand,
Die stets der Sehnsucht aus der Ferne rief!
Da endlich nun die Sehnsucht hier entschlief,
Da mir die neue Heimat hier entstand,
Wo mich umketten wollte trautes Band;
Euch reichen muß ich nun den Scheidebrief.
Ihr Berg' und o ihr Thäler, habt Ade!
Was ich hier fand, wo find' ich's wieder je?
Lebt wohl! ich sag' euch Lebewohl mit Weh.
Du sanftumbüschter Garten, süßer Ort,
Du hast ein Jahrlang mit vergeb'nen Müh'n
Dem aufgenommnen Fremdling wollen blühn
Und bliebst dem kranken Sinne stets verdorrt!
Und nun, da plötzlich durch ein Zauberwort
An allen Plätzen du mir wurdest grün,
Mir alle deine Rosen Funken sprühn, –
Das Schicksal ruft, und ich muß von dir fort.
Wie nun zur Hand den Wanderstab ich nahm,
Ist er so dürr wie damals, da ich kam;
Leb' wohl! dir sag' ich Lebewohl mit Gram.
O stiller See, bewegt vom Ruderklang
Des Schwanes, der die feuchten Kreise zieht
Um seine Insel, wo in Schilf und Ried
[262]
Das Weib ihm sitzt und brütet! – o wie lang'
Belauscht', o Schwan, ich deinen Lebensgang,
Und meine Thräne mehrte dein Gebiet.
Ich sah im See ein Schattenbild, es flieht,
Du schweigst und hörest meinen Schwanensang.
O Wellen, die ihr meine Thränen seid,
Einst Spiegel meines Glücks und nun mein Neid,
Lebt wohl! ich sag' euch Lebewohl mit Leid.
O Stadt mit allen Häusern Dach an Dach,
Die ihr als Gast mich aufgenommen habt,
Die ihr zuerst mir nur ein Obdach gabt
Und keine Freud' im einsamen Gemach.
Da nun aus euerem Gestein ein Bach
Des Lebens ist entsprungen, der mich labt, –
Muß ich mich von euch wenden – o begrabt
In eurer Giebel Rauch mein letztes Ach!
Wie ich aus euch mich sehnte heimatwärts,
So wird nach euch sich sehnen nun mein Herz;
Lebt wohl! ihr seht mich von euch gehn mit Schmerz.
O Berg und Thal, o Garten, See und Stadt,
Ein Himmel mir, so weit als sich der Saum
Des Himmels dehnt! mir erst ein öder Raum,
Wo meine Seele nirgends wurde satt.
Nun sich das alles mir verwandelt hat
Und hier mir sproßt des Lebens grünster Baum;
Ist es zum Abschied mir als wie ein Traum, –
Daß ich davon mitnehme nicht ein Blatt.
O Stadt, o See, o Garten, Berg und Thal!
Vergold' euch schön der Morgensonne Strahl!
Lebt wohl! und laßt mich scheiden ohne Qual!
WanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[263] Wanderlied

Dem Wandersmann gehört die Welt
In allen ihren Weiten,
Weil er kann über Thal und Feld
So wohlgemut hinschreiten.
Die Felder sind wohl angebaut
Für andre und von andern;
Ihm aber, der sie sich beschaut,
Gehören sie jetzt beim Wandern.
Durch Wiesen schlängelt sich ein Pfad
Wie zwischen Blumenbeeten.
Ich weiß nicht, wessen Fuß ihn trat;
Er ist für mich getreten.
Und neben in das Gras hinein,
Wo sie wohl Futter holen,
Das Grün ist auch beim Wandern mein,
Ein Teppich für meine Sohlen.
Der Baum, der hier am Wege steht,
Wem mag er Frucht erstatten?
Doch weil mein Weg vorübergeht,
So gibt er mir den Schatten.
Sie haben ihn hieher gesetzt
Wohl nicht zu meinem Frommen;
Ich aber glaube, daß er jetzt
Sei eigens für mich gekommen.
Der Bach, der mir entgegenrauscht,
Kommt her, mich zu begrüßen,
Durch Reden, die er mit mir tauscht,
Den Gang mir zu versüßen.
Und wenn ich seiner müde bin,
Er wartet auf mein Winken,
Gleich wendet er sich zur Rechten hin,
Und ich zieh' fort zur Linken.
Die Lüfte sind mir dienstbar auch,
Die mir im Rücken wehen,
[264]
Sie wollen doch mit ihrem Hauch
Mich fördern nur im Gehen.
Und die ins Angesicht mich küßt,
Sie will mir auch nicht schaden:
Es ist die Ferne, die mich grüßt,
Zu sich mich einzuladen.
Der Regen und der Sonnenschein
Sind meine zwei Gesellen,
Die, einer hinterm andern drein,
Abwechselnd ein sich stellen.
Der Regen löscht der Straße Staub,
Die Sonne macht sie trocken;
Daneben wollen Gras und Laub
Sie aus dem Boden locken.
Und spannt in ihrem Wechselspiel
Sich aus ein Regenbogen,
Komm' ich, entgegen meinem Ziel,
Darunter hergezogen.
Der Bogen ist für mich gespannt,
Weil ich darunter walle;
Zu Trägern sind die Berg' ernannt,
Daß er auf mich nicht falle.
Und wo ein Dorf entgegentritt,
Da hör' ich Glocken läuten.
Sie meinen selber mich damit,
Was könnt' es sonst bedeuten?
Sie läuten etwan einer Braut,
Vielleicht auch einem Toten;
Ich aber deut' auf mich den Laut:
Ein Gruß wird mir geboten.
So zieh' ich im Triumphgesang
Entlang die lange Straße;
Und nie wird mir um etwas bang',
Das ich im Rücken lasse.
Wie eines hinter mir entweicht,
[265]
So kommt gleich her das andre;
Und nie hab' ich das End' erreicht
Der Welt, soweit ich wandre.
HerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

Herbstlieder

1. Herbstfrühlingslied

So oft der Herbst die Rosen stahl,
Ich weiß nicht, wie's entsprungen,
Doch ist mir hell noch jedesmal
Ein Frühlingslied entklungen.
Der Frühling, der vorüberfuhr,
Und der aus Zukunft winket,
Die beiden werden einer nur,
Des Glanz mein Herz durchblinket.
So hoff' ich, wenn den Lebensbaum
Des Alters Hauch entlaubet,
Nicht soll ein goldner Jugendtraum
Dem Herzen sein geraubet.
Die Jugend, die vorüberfuhr,
Wird sich im Liede paaren
Mit jener, die auf Edens Flur
Nicht wird vorüberfahren.
2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2. Herbsthauch

Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,
Hoffst du von Tagen zu Tagen,
Was dir der blühende Frühling nicht trug,
Werde der Herbst dir noch tragen!
Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Immer zu schmeicheln, zu kosen.
Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch,
Abends verstreut er die Rosen.
[266]
Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Bis er ihn völlig gelichtet.
Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,
Was wir geliebt und gedichtet.
3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3. Schwalbengruß

Die Schwalbe kam geflogen;
Kaum hatt' ich sie gesehn,
So ist sie weggezogen
In rauher Lüfte Weh'n.
Sie grüßte mich verstohlen,
Wie soll ich es verstehn?
Es klang wie »Gott befohlen«,
Nicht wie »auf Wiedersehn!«
4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4. Herbst Lebensabend

Du, dieses Jahres Abend, Herbst,
Sei meines Lebensabends Bild!
Wie langsam du den Hain entfärbst,
Und deine Sonn' ist frühlingsmild:
Es lacht das grünende Gefild'
Tief im Oktober ohne Frost,
Und in der Traube schwillt der Most,
Wie in der Brust Begeist'rung schwillt.
Siebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
Morgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[267] Siebente Reihe
Winter

Morgen-Abendstern

Ich schaut' am Neujahrsabend
Zum Himmel aus und sah:
Im Westen stand so labend
Der Stern der Liebe da.
Ich blickt' am Neujahrsmorgen
Dann wieder auf, und sieh'!
Am Himmel wohlgeborgen
Stand er im Osten hie.
Du hast dich wohl betrogen,
Spricht ein gelehrter Mann;
Weil nie am Himmelsbogen
Geschehn dergleichen kann:
Es läßt der Stern entweder
Dort oder hier sich sehn,
Doch kann er nicht in jeder
Gestalt zugleich bestehn.
Das weiß ich selbst am besten,
Daß nie euch weisen Herrn
Zugleich in Ost und Westen
Erscheint der Liebe Stern.
Der aber, den ich meine,
Der steht an jedem Ort,
Und in viel hellerm Scheine
Als der am Himmel dort.
[268]
Der Stern, daß ich es sage,
Ein Stern ist solcher Art,
Wie ich im Busen trage
Die Liebe hoch und zart;
Der hat mich angefunkelt
Wohl zu des Jahres Schluß
Und strahlet unverdunkelt
Mir auch den Morgengruß.
Der Stern hat mir verheißen,
Daß bei des Himmels Dreh'n
Und bei der Jahre Kreisen
Er nie will untergehn;
Er will, wie eins sich neiget,
Stets funkeln hell und klar,
Und wie ein andres steiget,
Noch immer heller gar.
O sel'ge Doppelhelle
Von wunderbarem Schein,
An jedes Jahres Schwelle
Mir leuchtend aus und ein!
Nicht auf und nieder gehend,
Bald nah' und bald auch fern,
Nein, fest im Wechsel stehend,
Ein Morgenabendstern.
Wenn nun das ganze Leben
Verrollt ist wie ein Jahr,
Sollst du im Abend eben
Noch stehn so hell und klar;
Und wenn ein neuer Morgen
Aufdämmert aus der Nacht,
So grüß' mich wohlgeborgen
Zuerst in deiner Pracht.
WinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr
1. Die WinternachtigallWinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

[269] Winterleben

1. Die Winternachtigall

So laut im Winterzimmer schmettert
Die Nachtigall,
Daß sich ein Frühlingshain beblättert
An ihrem Schall:
Zum blauen Himmel wird die Decke
Und jede Wand zur grünen Hecke,
Zur Schattengrotte jede Dunkelecke,
Des Vorhangs Weh'n zu Bäche-Rieselfall.
Nur wenn der Himmel oft so schaurig
Durchs Fenster schaut,
Dann klagt die Nachtigall so traurig
Den Klagelaut,
Als wollte sie ihr Los verklagen,
Daß sie in Winterhaft muß schlagen
Und schweigen einst, wann in beglücktern Tagen
Der freie Frühling seinen Tempel baut.
Doch laß dich das nur nicht verdrießen
Und singe zu!
Ein Lenz muß auch im Winter sprießen,
Den wirkest du.
O Himmelskehl' im Zeitenfroste,
Du bist gegeben uns zum Troste;
Sing' nur, und ob es dir die Seele koste,
In jede Seele Sehnsucht, Schmerz und Ruh'.
2. Winter-Lerchenton1. Die WinternachtigallWinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

2. Winter-Lerchenton

In Lüften hängt ein Lerchenton,
Mein Ohr hat staunend ihn vernommen.
Ist's eine, die noch nicht entflohn?
Ist's eine, die zurückgekommen,
[270]
Gelockt von Frühling schon,
Da rings die Schöpfung noch von Winter ist beklommen?
Durch meine Seele zieht ein Schwung,
Den jener Ton hat angeschlagen.
Ist's Ahnung, ist's Erinnerung
Von künftigen, von vor'gen Tagen?
Ich fühle nur mich jung,
Ob wie ich's war, ob wie ich sein werd'? ist zu fragen.
Verklungen ist die Melodie,
Verschlungen von Schneewolkenherden;
Und Winter ist's im Herzen, wie
Am Himmel Winter und auf Erden,
So Winter, als ob nie
Gewesen Frühling sei und nimmer sollte werden.
3. Der Abglanz der Rose2. Winter-Lerchenton1. Die WinternachtigallWinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

3. Der Abglanz der Rose

Wenn der Rose Liebesrot
Ist im kurzen Lenz verglüht,
Bleibt in Erdenwinternot
Dir kein Trost, o mein Gemüt;
Blick' hinauf! am Himmel sprüht
Ew'ges Abend-Morgenrot:
Deine Ros' ist hier nicht tot,
Die dort oben doppelt blüht.
4. Erwartung3. Der Abglanz der Rose2. Winter-Lerchenton1. Die WinternachtigallWinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

4. Erwartung

Wenn ich gegen Tages Mitte
Setz' ins Zimmer meine Schritte,
Die auf Schnee und Eis geweilt;
Denk' ich, auf dem Wust des Tisches
Liegen müss' ein Blatt, ein frisches
Das vom Freunde Kund' erteilt,
[271]
Wie die rötlich angeglühte
Mandelblüte,
Die voraus dem Frühling eilt.
Oder wann ich lange träumte,
Wie er nun so lange säumte,
Sich zu melden; kommt mir's vor,
Selber müss' er aus den Ecken
Treten, froh mich zu erschrecken,
Ohne Meldebrief zuvor,
Überraschend, wie die Feige
Aus dem Zweige
Ohne Blüte tritt hervor.
5. Wintersonne4. Erwartung3. Der Abglanz der Rose2. Winter-Lerchenton1. Die WinternachtigallWinterlebenMorgen-AbendsternSiebente Reihe. Winter4. Herbst Lebensabend3. Schwalbengruß2. Herbsthauch1. HerbstfrühlingsliedHerbstliederWanderliedAbschiedSechste Reihe. HerbstWindstilleSonne und MondEin SeufzerWohnlichkeitBei SonnenuntergangDie Zeit der Rosen und der LilienVogeldeutereiSchöner LebenslaufDie Bäume und der WandererAbendgemäldeAbendfeierBild der ErinnerungAbendliedFünfte Reihe. Sommer14. Zwischen Welt und Einsamkeit13. Was thut nicht eine Frühlingsnacht12. Heiland Frühling11. Frühlingsanfang10. Waldandacht9. Himmelschlüssel8. [Ich sah den Himmel seltsam geteilt]7. [Einen klassischen Dichter in den Händen]6. [Ein Schreibtäfelchen im Busen]5. Die Eintagsfliege am Johannistag4. An den Lenz3. Verschließung2. Traurige Frühlingsherrschaft1. FrühlingsliedMailieder9. [Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft]8. [Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!]7. [Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen]6. [Erschöpft von langen winterlichen Wegen]5. [Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande]4. [Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte]3. An einen Leinenweber2. Die Burgen1. Im GebirgAprilreiseblätterFrühling LiebsterDas JahrVierte Reihe. LenzDie beiden LenenDie verzauberte JungfrauDie EspeDie Muhmen aus der StadtDie gnädige FrauDritte Reihe. Des Dorfamtmannsohns KinderjahreEin LebenslaufSonnengrußDer PumpbrunnenVor den ThürenAus der Brieftasche eines VerzweifeltenAus der Jagdtasche eines mißmutigen SchützenDie BlumenengelDie drei Sterne auf ErdenDrei ZechsprücheRosen auf das Grab einer edlen FrauZweite Reihe. Fest- und Trauerklänge15. Wiedersehn14. Tausch13. An die Kleingebliebenen12. [Du bist vergangen, eh' ich's gedacht]11. [Allen harten Proben]10. [Am Himmel immer gern]9. Der Kinder Geburtstagswunsch an ihre Mutter8. [Ein Jahr ist nun geschwunden]7. [Als Gestalten hab' ich euch besessen]6. [Meine Guten]5. [Wenn ich euer denke]4. [Unter des Himmels Blau]3. [Im Sommer war es mir ein Trost, mit Blüten]2. [Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen]1. Als sich der Tod meiner Kinder bejährteNachträge zu den Kindertotenliedern17. [Sprichst du: Wo ist Gottes Hand]16. [Ich kann hinauf nicht steigen]15. [Zu verschwinden, zu verschweben]14. [Könnte Trost mir etwas geben]13. [Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]12. [Hast mit halbem Scherz gefragt]11. [Hoffte, daß du solltest bei mir bleiben]10. [Meine Rolle, denk' ich, ist nun ausgespielt]9. [Ich schäme mich fast, es zu gestehn!]8. [Unter geht die Sonn' am Abend]7. [Übertags kann ich den Kummer]6. [Ich war der Mann, dein Vater, du mein Kind]5. [Ich sprach zu meinem Mädchen]4. [Sie haben das Herz aus der Brust mir genommen]3. [Ich hatte dich lieb, mein Töchterlein!]2. [Ihr habet nicht umsonst gelebt]1. [Du bist ein Schatten am Tage]Kindertotenlieder3. [Glieder, die dir Gott geschenkt]2. [Mit dem Kirchhof auch vertraut]1. [Jeder Tag, der nichts dir nimmt]Vorahnung zu den KindertotenliedernDie blauen AugenTotenopferDer Vater gibt seine Uhr dem SohneWerdender StirnbauDer Mutter am AbendSchlummerliedEntschuldigung des PersönlichenErste Reihe. Eigner HerdLyrische GedichteGedichteRückert, FriedrichViertes Buch. Haus und Jahr

5. Wintersonne

Mond und Sonne scheint so schön,
Wie im Frühling immer;
Öder nur die Winterhöh'n
Macht der kalte Schimmer.
Ach vom Himmel kann die Lust
Nicht hernieder steigen,
Wenn der Erde, wenn der Brust
Sie nicht schon ist eigen.