August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Deutsche Lieder aus der Schweiz

In der jetzigen Zeit, nicht der Völkerwanderung nach Außen, sondern der Völkerregungen nach Innen, wo Welttheile einander bewegen und ein Land um das andre zum Vaterlande reift, wird auch der Dichter mit fortgezogen und wenigstens das Herz will mit schlagen helfen. Wahrlich! man kann nicht anders, und ich achte keinen Mann, der sich jetzo blos der Kunst zuwendet, ohne die Kunst selbst gegen die Zeit zu kehren.

Jean Paul.

NeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[3] Neujahrslied

Mel. Morgenroth, Morgenroth


Neues Jahr, neues Jahr,
Sei uns was das alte war!
Rath' uns allen, warn' uns, wehr' uns,
Mahn' uns väterlich und lehr' uns,
Gut und ehrenwerth zu sein!
Neues Jahr, neues Jahr,
Schirm' und schütz' uns vor Gefahr!
Laß für's Vaterland und jeden
Frei der Wahrheit Stimme reden
In der Hütt' und vor dem Thron!
Neues Jahr, neues Jahr,
Sei uns gnädig immerdar!
Allen Halben, Lauen, Flauen
Schenke Kraft und Selbstvertrauen
Und Gesinnung doch einmal!
Neues Jahr, neues Jahr,
Mach' uns unsre Hoffnung wahr!
Siegen laß die gute Sache,
Daß der Schlechte, Feig' und Schwache
Niemals mehr das Haupt erhebt!
[4]
[4]
Neues Jahr, neues Jahr,
Mach' es endlich allen klar:
Daß wir mit dem Vaterlande
Haben Ehre, Ruhm und Schande,
Segen, Glück und Heil gemein.
Neues Jahr, neues Jahr,
Bleib' uns gnädig immerdar!
Daß in deiner letzten Stunde
Dir noch schall' aus aller Munde:
Tausend Dank dir, neues Jahr.
GebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[5] Gebet

Mel. Seht ihr drei Rosse vor dem Wagen?


Ja, immer Friede mit den Guten
Und mit den Bösen immer Krieg!
Herr, führ' uns in der Hölle Gluten,
Nur immer führ' uns, Herr, zum Sieg!
Laß Recht und Wahrheit nicht verderben
Und fallen durch der Feinde Hand,
Laß lieber uns im Kampfe sterben
Und rette du das Vaterland!
Wir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[6] Wir und Sie

Quiconque n'a pas de caractère n'est pas un homme, c'est une chose.

Chamfort, Pensées.


Mel. Du Schwert an meiner Linken.

Wir.

Ihr spielt die Liberalen
Zu hunderttausendmalen,
Und zeigt zu keiner Zeit,
Daß ihr es wirklich seid.
O weh, o weh, o weh!
[7] Sie.

Wir haben guten Willen,
Doch treiben wir's im Stillen.
Wer was erreichen will,
Der hält sich besser still.
Ja ja, ja ja, ja ja!
Wir.

Wer für das Best' erglühet,
Für's Vaterland sich mühet,
Der zeigt es öffentlich,
Und denkt zuletzt an sich.
Ja ja, ja ja, ja ja!
Sie.

O sprecht doch etwas leise!
Und laßt uns unsre Weise!
Wir sind wie ihr entbrannt
Auch für das Vaterland.
O ja, o ja, o ja!
[8] Wir.

Woran soll man's erkennen?
Die Asche kann nicht brennen,
Und aus des Todten Mund
Wird keine Wahrheit kund.
O weh, o weh, o weh!
Ihr seid nur Schein und Schimmer,
Ihr denkt an Euch nur immer,
Denkt künftig so wie jetzt
Ans Vaterland zuletzt.
O weh, o weh, o weh!
Doch wird ein Morgen glänzen
In Freud- und Siegeskränzen:
Dann wird es endlich klar,
Wer für die Freiheit war.
Hurrah, hurrah, hurrah!
Sterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[9] Sterbelied einer Fliege

Jeder Bettler ist ein König

In dem eignen kleinen Haus;

Tritt, daß du nicht werdest fröhnig,

Nicht aus deiner Grenz hinaus.

Rückert, Erbauliches

(Berlin 1838.) 2, 147.


Ich summte meine Lieder
Die Welt wol auf und nieder
In Hof und Hütte, Feld und Wald,
Vor Arm und Reich, vor Jung und Alt.
Ich ward der Welt vertrauter,
Ich summte laut und lauter
Heraus was mir im Herzen lag
Gar frisch und frei bei Nacht und Tag.
[10]
Ich zog mit Sang und Schalle
Hier vor die Königshalle,
Und dachte: hört der König mich,
Wer ist wol glücklicher als ich.
Ich summt' herum im Kreise,
Ich summte manche Weise:
Der König unterstützt die Kunst,
Heil Ihm, mir wird des Königs Gunst!
Der König lag und ruhte,
Ihm war nicht wohl zu Muthe,
Er hörte meinen Sang nicht gern
Und schickte seinen Kammerherrn.
Der brachte mir zur Labe
Die schöne Ehrengabe:
»Der Sänger muß belohnet sein –
Komm, liebe Flieg', und trinke Wein!«
[11]
Ich flog zum goldnen Becher,
Ein labegier'ger Zecher;
Ich trank, ich trank und – sank hinab:
O Königstrank! o Sängergrab!
Jüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[12] Jüngstes Gericht

Es hat für mich die Zeit gedichtet,
Ihr aber habt nur mich gerichtet:
Ihr habt mit euerer Gemeinheit
Besudelt meines Strebens Reinheit,
Und mich als Vogelscheuch' ins Feld
Vor's Angesicht der Welt gestellt.
Die Zeit wird euren Frevel rächen,
Sie wird euch bald ein Urtheil sprechen;
Man wird von euch dereinst nicht sagen
Wie's jetzt noch heißt in unsern Tagen:
Je größer Lump je größer Gunst,
Und Schweigen ist die beste Kunst.
GottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[13] Gottlob

Mel. Wer nur den lieben Gott läßt walten.


Wir sind nicht Mumien, sind nicht Leichen,
Wir sind nicht Träumer stumm und blind,
Wir geben noch ein Lebenszeichen,
Wir zeigen, daß wir Männer sind.
Wir leben noch, noch ist es Tag,
Heil jedem der noch wirken mag!
Wir wollen nicht so lange warten,
Bis wir im Herrn entschlafen sind,
Bis über uns im Friedhofgarten
Zur Weide geht des Pfarrers Rind.
Wir leben noch, noch ist es Tag,
Heil jedem der noch wirken mag!
[14]
Ihr sollt uns nicht vom Ziele bringen
Mit Warnen, Bitten, Dräu'n und Flehn;
Ihr sollt uns nicht in Schlummer singen,
Wir wollen wacker vorwärts gehn.
Wir leben noch, noch ist es Tag,
Heil jedem der noch wirken mag!
Das Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[15] Das Lied der Deutschen

Deutschland, Deutschland über Alles,
Ueber Alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt –
Deutschland, Deutschland über Alles,
Ueber Alles in der Welt!
[16]
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler That begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
Blüh' im Glanze dieses Glückes,
Blühe deutsches Vaterland!
WiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[17] Wiegenlied

So schlaf in Ruh,
Mein Söhnlein du!
Dein Vater sprach ein freies Wort,
Da führten ihn die Schergen fort
In einen Kerker weit von hier,
Weit weg von mir, weit weg von dir.
So schlaf in Ruh,
Mein Söhnlein du!
Dein Vater leidet Schmach und Noth,
Dein Vater ist lebendig todt,
Und seine Freunde bleiben fern
Und sehn auch dich und mich nicht gern.
[18]
So schlaf in Ruh,
Mein Söhnlein du!
Dein Vater ist ein Biedermann –
Heil jedem wer so denken kann!
Heil dir, wenn du dereinst auch bist,
Was dein gefang'ner Vater ist.
So schlaf in Ruh,
Mein Söhnlein du!
Verschlaf des Vaterlandes Nacht,
Den Knechtssinn, die Despotenmacht;
Verschlaf was uns noch drückt und plagt,
Schlaf bis der bessre Morgen tagt!
Tod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[19] Tod und Leben

Du sollst so dünn gefoltert werden, daß die Sonne durch dich scheint.

Grimm's Rechtsalterth. 95.


Wenn du erzählest, deutsche Geschichte,
Hexenprozesse, Hexengerichte,
Segn' ich unsere Zeit,
Wo man weit und breit
Keine deutsche Hexe kennt,
Keine foltert und verbrennt.
Die Menschen waren früher dumm und schlechter,
Doch wir sind aufgeklärt und viel gerechter.
[20]
Wenn du erzählest, deutsche Geschichte,
Von Demagogen deine Berichte,
Ist ein Hexengericht
Doch so schlimm noch nicht,
Als auf Fürstenmachtgebot
Jahre lang lebendig todt.
Die Menschen waren früher dumm und schlechter,
Und – wir sind aufgeklärt und viel gerechter!
FreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[21] Freikugel

Mel. Hier im ird'schen Jammerthal.


Heißa, lustig will ich sein
Bei Gesang und kühlem Wein,
Darf mich niemals ängsten.
Und den Teufel scheu' ich nicht,
Und ich lach' ihm ins Gesicht,
Ehrlich währt am längsten.
Ja, ich bin ein guter Christ,
Ohne Schelmerei und List
Will ich Alles wagen,
Und ich will nach Christenpflicht
Selbst dem Teufel ins Gesicht
Auch die Wahrheit sagen.
[22]
Froher Sinn und freies Wort
Ist mein Schutz, mein Heil und Hort
Halt in allen Sachen.
Und ich bleibe froh und frei,
Und mich soll die Polizei
Niemals anders machen.
Ein Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[23] Ein Lied aus meiner Zeit

Ein politisch Lied, ein garstig Lied!
So dachten die Dichter mit Göthen
Und glaubten, sie hätten genug gethan,
Wenn sie könnten girren und flöten
Von Nachtigallen, von Lieb und Wein,
Von blauen Bergesfernen,
Von Rosenduft und Lilienschein,
Von Sonne, Mond und Sternen.
[24]
Ein politisch Lied, ein garstig Lied!
So dachten die Dichter mit Göthen
Und glaubten, sie hätten genug gethan,
Wenn sie könnten girren und Flöten –
Doch anders dachte das Vaterland:
Das will von der Dichterinnung
Für den verbrauchten Leiertand
Nur Muth und biedre Gesinnung.
Ich sang nach alter Sitt' und Brauch
Von Mond und Sternen und Sonne,
Von Wein und Nachtigallen auch,
Von Liebeslust und Wonne.
Da rief mir zu das Vaterland:
Du sollst das Alte lassen,
Den alten verbrauchten Leiertand,
Du sollst die Zeit erfassen!
[25]
Denn anders geworden ist die Welt,
Es leben andere Leute;
Was gestern noch stand, schon heute fällt,
Was gestern nicht galt, gilt heute.
Und wer nicht die Kunst in unserer Zeit
Weiß gegen die Zeit zu richten,
Der werde nun endlich bei Zeiten gescheit
Und lasse lieber das Dichten!
Öffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[26] Öffentlicher Unterricht

Donna Elvira stand am Fenster und sang,
Daß es hell in der schweigenden Nacht erklang:
Mann ohne Wort und Glauben,
Willst du den Trost mich rauben –
Mir! Mir!
Schrie hin nach ihr
Das ganze gebildete Publikum,
Und Donna Elvira nahm's sehr krumm.
[27]
Donna Elvira ihr Herz das gekränkte bezwang,
Und wieder herab aus dem Fenster sang:
Mann ohne Wort und Glauben,
Willst du den Trost mir rauben,
Der mir noch aufrecht hält –
Mich! Mich!
Schrie fürchterlich
Das ganze gebildete Publikum,
Und Donna Elvira wurde stumm.
Donna Elvira stand am Fenster und schwieg,
Da zog die Polizei für sie in den Krieg:
Meine Herrn, ich bitt mich durchaus
Anjetzo wieder Ruh' aus!
Mir! Mir!
Schrie dort und hier,
Schrie allenthalben das Publikum,
Da ward die Polizei auch stumm.
Entweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[28] Entweder – oder

Mel. Es war'n mal drei Gesellen.


Es war'n einmal zwei Drohnen,
Die wollten nicht werken und frohnen.
Sie quälten beide sich
Um Nahrung gar nicht sehr;
Die eine thät gar nichts,
Die andre nicht viel mehr.
Da sprach die eine zur andern:
Beschwerlich ist das Wandern.
Ich weiß ein schönes Haus
Mit Speis' und Trank vollauf,
Komm, laß uns dahin richten
Fein eilig unsern Lauf.
[29]
Es sollen uns die Bienen
Das Brod schon mit verdienen;
Und wenn sie uns nicht lassen
Gutwillig in das Haus,
So stürmen wir hinein
Und jagen sie hinaus.
Kaum war die Nacht gewichen,
So kamen die Drohnen geschlichen;
Sie klopften nicht erst an,
Sie zogen keck hinein,
Man hieß die stolzen Gäste
Ganz gottwillkommen sein.
Da lebten im Saus' und Brause
Die Drohnen in dem Hause;
Sie aßen und sie tranken
Den ganzen lieben Tag,
Sie tranken und sie aßen
Was einer nur vermag.
[30]
Die Bienen darob sich beklagten,
Und endlich die Gäste fragten:
Ihr Drohnen wollt nichts thun –
Sagt an, was fällt euch ein?
In unserm Staate hier
Muß jeder thätig sein.
Da sprachen die Drohnen zu ihnen:
Ihr lieben guten Bienen!
Wir sind von altem Adel,
Ein freigebor'n Geschlecht;
Daß ihr uns müßt ernähren,
Das ist ja unser Recht.
Die adelichen Drohnen,
Sie wollten nicht werken und frohnen,
Sie lebten nach wie vor
In kummerloser Ruh',
Und wurden immer mehr,
Und schmausten immerzu.
[31]
Das hat denn die Bienen verdroßen,
Und sie haben einen Bund geschlossen.
Da war die Sache bald
Und gründlich abgemacht:
Sie schlugen eines Tags
Die große Drohnenschlacht.
DiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[32] Diensteifer

Mel. Ich bin vom Berg der Hirtenknab.


Was fang' ich armer Teufel an?
So fragt mich immer jedermann,
So fragt man mich, so frag' ich sie,
Und dieses Fragen endet nie –
So geht's in Garnisonen.
Doch gestern war das gar nicht so:
Fünf Stunden spielt' ich Domino,
Sechs Stunden saß ich beim Gelag,
Das war fürwahr ein guter Tag –
So gehts in Garnisonen.
[33]
Heut wird der Tag mir auch vergehn:
Heut früh muß ich ein Pferd besehn,
Zu Mittag bin ich beim Major
Und Abends spielt die Tochter vor –
So geht's in Garnisonen.
Wie wird es aber morgen sein?
Das macht mir jetzt schon Angst und Pein.
Die allerletzte Zuflucht ist,
Vor Tische Whist, nach Tische Whist –
So geh'ts in Garnisonen.
Doch kommt die Mittwoch nun heran,
Was fang ich armer Teufel an?
Vier Tage hat die Woche noch,
Und Nichsthun ist ein schweres Joch –
So geht's in Garnisonen.
Die wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[34] Die wahren Dichter

Ein Knecht zu sein ist keine Schmach,

Des treuen Knechtes harret Lohn.

Rückert, Erbauliches 1, 86.


Mel. Wann, o Schicksal wird doch endlich

Meiner Seele Wunsch gewährt?


O singet nicht so kleine Lieder
Von eines Volkes Weh und Ach!
Die hallen von den Höfen wieder
Für euch nur Leid und Ungemach.
Schreibt Oden, große, ellenlange
Von Fürsten-Glanz und Herrlichkeit
Und ruft in hellem Jubelsange:
Schön ist und glücklich unsre Zeit!
[35]
So seid ihr wahrlich wahre Dichter,
Denn was ihr sagt ist Poesie,
Und euch verurtheilt nie ein Richter,
Und eine Strafe trifft euch nie.
Nein, eurer warten Pensionen
Und andre Gnadenehren auch.
Den wahren Dichter zu belohnen
War immer Fürsten-Sitt' und Brauch.
Ja ja, das sind die wahren Dichter!
So ruft auch Gottlieb, Hinz und Paul;
Ja ja! das andere Gelichter
Verdienet einen Klaps auf's Maul.
Das UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[36] Das Unerklärliche

Mel. Kommt ein schlanker Bursch gegangen.


Die Natur gab jedem etwas,
Etwas was man brauchen kann:
Zog den Fischen Schuppenröcke
Und den Schafen Pelzwerk an.
Gab den Ochsen große Hörner,
Einen Schweif den stolzen Pfau'n,
Gab den Hasen schnelle Füße
Und den Tigern scharfe Klau'n;
[37]
Gab den Hummern starke Scheeren,
Böses Gift der Schlangenbrut,
Gab den Mücken einen Stachel
Und den Löwen Kraft und Muth.
Alles auf dem Erdenrunde,
Alles ist erklärlich noch:
Aber wozu gab sie Hamburg
Den Correspondenten doch?
Hamburg hat in seinen Fleeteu
Soviel Dreck und Schlamm und Mist,
Daß Correspondenten-Unrath
Ihm gar nicht von nöthen ist.
Die FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[38] Die Fehme

Muß ein Staat erst todt sein, ehe man ihn zergliedern darf, und ist's nicht besser, durch dessen Krankheitsberichte die Sectionsberichte abzuwenden? oder soll den Bürgern eines Staats erst ein Feind desselben, der die Hände bindet, die Zunge lösen? –

Jean Paul, politische Nachklänge, S. 10.


Mel. Alles schweige!


Hier auf Erden
Konnte werden
Doch kein schlechter Ding erdacht,
Als daß man Gedanken richtet,
Geister tödtet und vernichtet,
Oder thut in Bann und Acht.
[39]
Beßre Tage,
Mindre Plage
Werden nie dem Staat zu Theil –
Sagen darf man nicht das Rechte,
Ohne Tadel bleibt das Schlechte
Und das Kranke wird nicht heil.
Wer es waget
Und es saget,
Wie es ist und könnte sein,
Gilt für einen Staatsverbrecher
Und man sperrt den armen Schächer
Endlich allergnädigst ein.
Unsrer Geister
Herrn und Meister
Sind jetzt die Censoren nur,
Und sie werden immer dreister,
Meistern Gott den Herrn und Meister:
Über Gott geht die Zensur.
[40]
Ja, und immer,
Immer schlimmer
Geht's uns armen Teufeln nur.
Glauben wir ein künftig Leben,
Müssen wir auch das aufgeben,
Wenn's nicht gut heißt die Censur.
Giebts auf Erden
Wol Beschwerden,
Größre noch als unsre Noth!
Das Gebot: du sollst nicht tödten!
Ist nun weiter nicht von Nöthen,
Denn wir sind schon alle todt.
Carricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[41] Carricaturen des Heiligsten

Ihr sprecht so schön vom Hohen, Magnifiken,
Ihr gebt so schön die geistlichen Musiken
Von Bach und Graun, von Händel, Mozart, Haydn,
Die Engel selber müssen euch beneiden.
Ja, was ihr treibt ist Alles groß und prächtig –
Ihr aber seid und bleibt so niederträchtig.
Ihr reißet fort durch eure Tön' und Klänge
Die Kenner und die anspruchlose Menge,
Ihr schafft das Staunen und das dumme Gähnen
Um in Begeistrung und in Freudenthränen.
Ja, was ihr treibt ist alles groß und prächtig –
Ihr aber seid und bleibt so niederträchtig.
[42]
Ihr zeigt Gefühl bis in das Allerkleinste
Und die Begeistrung selbst die wärmste, reinste;
Bei jedem Takt, bei jeder Paus' und Note
Thut ihr so heilig wie ein Friedensbote.
Ja, was ihr treibt ist Alles groß und prächtig –
Ihr aber bleibt doch ewig niederträchtig.
Sic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[43] Sic vos non vobis

Zeltersche Mel. Gallias Caesar subegit.


Sprach der König: einen Orden
Stift' ich für den Dichterchor:
Wer ein Dichter ist geworden,
Sing' ein Ordenslied mir vor!
Und es sang mit Jubelschalle
Mancher süß und miniglich,
Und sie wünschten alle, alle
Diesen neuen Orden sich.
[44]
Mancher andre triumphieret,
Der das Ordenslied vernahm;
Und der Dichter lamentieret,
Der den Orden nicht bekam.
GenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[45] Genügsamkeit

Zeltersche Mel. St. Paulus war ein Medikus.


Wir singen von dem freien Rhein,
Ja freilich sollt' er frei wol sein!
Doch können wir's nicht weiter bringen,
Als nur vom freien Rhein zu singen.
Die Freiheit lebt im Lied allein,
Drum singen wir vom freien Rhein.
Das Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[46] Das Lied von Sandomir

Mel. Im Kreise froher kluger Zecher.


Ich kenn' ein Volk im deutschen Lande,
Das macht von sich ein groß Geschrei,
Als ob auf seinem dürren Sande
Nur Tugend, Kunst und Weisheit sei,
Und nirgend wachs' und blüh' als dort
Noch freie Schrift und freies Wort.
Ich kenn' ein Volk, das sich hienieden
Sehr heilig zu geberden weiß,
Und Demuth, Seelenruh' und Frieden
Hält für den höchsten Erdenpreis,
Und alle Böcke groß und klein
Verwandeln möcht in Lämmelein.
[47]
Ich kenn' ein Volk, das Alles meistert,
Und Alles besser weiß und kann,
Das sich für Alles schnell begeistert,
Für allerlei und jedermann,
Das jeden thut in Bann und Acht,
Der's nicht so meint und anders macht.
Ich kenn' ein Volk, das sich alleine
Vom lieben Gott begnadet hält,
Und glaubt, daß Seine Sonne scheine
Am schönsten ihm vor aller Welt;
Und daß es ohne Schmeichelei
Der Erde Licht- und Glanzpunkt sei.
Ich kenn' ein Volk, das sich für Gäste
Des Paradieses hier schon hält,
Dem täglich Gott das Allerbeste
Auf seinen Tisch zur Labung stellt,
Und dem sein eignes Dünnebier
Mehr ist als Sect und Malvasier.
[48]
Ich kenn' ein Volk, das vor dem Lichte
Der Wahrheit nicht zu beben meint,
Das sich als Quell der Weltgeschichte
Ganz wohlgefällig selbst erscheint,
Und denkt: die Welt versiegt gar schnell,
Wenn sie nicht schöpft aus diesem Quell.
Zu diesem Volke müßt ihr wandern
Und unter ihnen Hütten bau'n,
Ihr müßt vergessen alles Andern
Und nur ihr Thun und Treiben schau'n,
Dann wird euch allen hell und klar,
Wie viel an diesem Liede wahr.
Akademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[49] Akademische Taktik

Mel. An dem reinsten Frühlingsmorgen.


Weidlich schimpft ihr vom Katheder
Ueber schnöde Sklaverei –
O so tapfer ist wol jeder,
Jeder spricht wol mal so frei.
Sicher seid ihr, aber ehrlos
Unter eurer Feigheit Schild;
Euch geht nicht mal ein Gewehr los,
Wo's um einen Knall nur gilt.
Göthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[50] Göthescher Farbenwechsel 1

Mel. Der Papst lebt herrlich in der Welt.


Der Göthe war für's Vaterland
Und deutsche Freiheit einst entbrannt:
Er schrieb den Egmont, Götz und Faust,
Daß manchem Fürsten jetzt noch graust.
[51]
Doch Herr von Göthe ward er bald,
Für Vaterland und Freiheit kalt;
Ei, wie es wunderlich doch geht!
Der Göthe ward ein Hofpoet.
Der Göthe lobte Hutten sehr,
Bewies ihm eine große Ehr',
Und meint', es stünd' um Deutschland fein,
Wenn jeder wollt' ein Hutten sein.
Doch Herr von Göthe sah nicht an
Den weiland hochgepriesnen Mann;
Ei, wie es wunderlich doch geht!
Der Hutten war kein Hofpoet.

Fußnoten

1 Im Jahre 1776 schrieb der Dichter des Götz und Egmont das Denkmal Ulrichs von Hutten und in demselben Jahre trat er in herzoglich Weimarische Dienste und 1782 ward er Herr von. Das Denkmal Huttens steht nur in der Himburgschen Ausgabe von G.s. Schriften.

FremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[52] Fremdherrschaft

Mel. Morgen müssen wir verreisen.


Jeder schöpft aus seiner Quelle,
Weil sie ihm am nächsten ist;
Jeder mißt nach seiner Elle,
Weil er so am liebsten mißt.
Fremde Stiefel passen selten,
Nach dem Kopf kauft man den Hut.
Nur das Eigne läßt man gelten,
Denn Gewohnheit macht es gut.
[53]
Und so bleibt uns fremdes Gute
Fern von unsrer Eigenheit,
Und das Eigne wird die Ruthe,
Die uns züchtigt allezeit.
Entre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[54] Entre loup et chien

Mel. Fahret hin, Fahret hin!

Grillen, geht mir aus dem Sinn!


Schwäbelei,
Nebelei,
Und das heißet ein Gedicht!
Sag es frei,
Was es sei!
Ich versteh' es nicht.
Singt doch nicht für euch allein!
Singet deutlich, hell und rein!
Daß es dann
Jedermann
Auch verstehen kann.
[55]
Kurz und lang,
Klingelklang,
Ist darum noch kein Gedicht.
Reimen kann
Jedermann
Aber dichten nicht.
Was da ruht im Herzensschacht,
Werde rein aus Licht gebracht!
Schlackenrein
Hat's allein
Seinen Glanz und Schein.
Märkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[56] Märkische Nationalhymne

Wenn an des Himmels Blüthengaben
Sich Schmetterling' und Bienen laben,
Essen wir Kartoffeln;
Wenn Vögel ihre Mahlzeit picken,
Sobald die goldnen Ähren nicken,
Essen wir Kartoffeln.
Und wenn wir in dem Sande schwitzen,
Und wenn wir hinter'm Ofen sitzen,
Essen wir Kartoffeln;
Und wenn wir zu des Tages Werken
Uns Morgens oder Mittags stärken,
Essen wir Kartoffeln.
[57]
Und wenn wir Morgens früh aufstehen,
Und wenn wir spät zu Bette gehen,
Essen wir Kartoffeln;
Und wenn ein Siechthum bei uns weilet,
Und wenn der Tod uns übereilet,
Essen wir Kartoffeln.
Und wollen wir den Vorschmack haben
Von jenes Lebens höchsten Gaben,
Essen wir Kartoffeln;
Und wenn wir werden auferstehen
Und ein ins ew'ge Leben gehen,
Essen wir Kartoffeln.
Dort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[58] Dort wie hier

Mel. Was frag' ich viel nach Geld und Gut,

Wenn ich zufrieden bin?


Ich wollt', es wäre Schlafenszeit
Und alles schon vorbei.
Wir werden von der Frohnarbeit
Doch nun und nimmer frei.
Zur Arbeit sind wir hier allein,
Dort wird es auch nicht anders sein.
Der Pfarrer hört's und tröstet sie:
»Ihr lieben Kinder mein,
So etwas giebt's im Himmel nie,
Da wird nur Freude sein.
In unsers Herren Himmelreich
Ist einer nur dem andern gleich.«
[59]
Herr Pfarr, was ihr vom Himmel sprecht,
Wenn ihr's gewiß auch wißt,
Ganz gleich, das glaub' ich doch nicht recht,
Ich weiß schon, wie es ist:
Die andern trinken Wein und Bier,
Und unterdessen donnern wir.
Der liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[60] Der liberale Frühling

Mel. Warum bist du denn so traurig?


Maienglöcklein läuten wieder,
Denn der Frühling ziehet ein,
Und der Vögel helle Lieder
Heißen ihn willkommen sein.
Und mit Sonnenschein beladen
Und mit Blumenduft besä't,
Nahet er von Gottes Gnaden,
Er des Frühlings Majestät.
[61]
Und an eines Berges Halde
Schlägt er auf sein Königszelt,
Und beruft aus Feld und Walde
Hin zu sich die Sängerwelt.
Und er spricht zu ihnen allen:
Hört, ihr Sänger groß und klein!
Jeder singe nach Gefallen,
Frei soll alles Singen sein!
Und die Maienglockchen klangen
Niemals noch so hell und laut,
Und die kleinen Vöglein sangen
Niemals noch so hold und traut.
Warum klingen doch die Lieder
Und die Glöckchen weit und breit?
Ja, dem Frühling gilt es wieder,
Mehr doch gilt's der Singfreiheit.
Himmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[62] Himmlisches Abentheuer

Mel. Der Ritter muß zum blut'gen Kampf hinaus.


Jüngst kam ein König vor das Himmelsthor
Und schien in voller Zuversicht zu hoffen,
Wenn eine Majestät nur kommt davor,
So steh' ihr gleich der ganze Himmel offen.
Der König hört St. Peters Wort:
Du darfst hier keine Hoffnung fassen!
Bleib draußen stehn nur immerfort,
Du wirst fürwahr nie eingelassen.
[63]
Darauf erscheint ein deutscher Jesuit
Und spricht um Einlaß an den heil'gen Peter.
Sobald St. Petrus ihn nur eben sieht,
Da schreit er ihm entgegen Mord und Zeter.
Was willst du hier? auf! mach dich fort!
Ich kann euch Heuchler nicht vertragen;
Geh, setz dich zu dem König dort!
Im Himmel darfst du uns nicht plagen.
Zum König setzt sich da der Jesuit
Und tröstet ihn mit manchem frommen Worte:
»Ich weiß gewiß, auch unsre Qual entflieht,
Bald öffnet sich auch uns die Himmelspforte;
Bald findet sich Gelegenheit,
Dann werden wir auch eingelassen,
Dann ist vorbei auch unser Leid –
Drum laß uns ruhig Hoffnung fassen.«
[64]
Der Jesuit weiß die Gelegenheit
So ganz und gar fürtrefflich abzupassen:
Gefahren kommt des Papstes Heiligkeit,
Die wird sogleich von Petrus eingelassen.
»Jetzt, ruft er, Majestät mit mir!
Jetzt ist es Zeit: nur frisch, Courage!«
Doch Petrus fragt: wer seid denn ihr?
»Wir sind die päpstliche Bagage.«
Hohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[65] Hohe Gewissensruhe

Mel. Heinrich schlief bei seiner Neuvermählten.


Hohe Glaubenseif'rer, welch Beginnen?
Hat euch euer Herz noch nie gequält?
Eure Töchter werden Ketzerinnen,
Wenn ein Ketzer ihnen sich vermählt.
Katholikenfürsten, o des Spottes!
Eurer Töchter Glaube gilt euch gleich,
Ihr verstoßt sie aus dem Reiche Gottes
Um ein irdisch Ketzerkönigreich.
Die königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[66] Die königliche Gnade

Mel. Es war ein König in Thule.


Es war ein König in Spanien,
Den quält' ein großes Leid,
Denn ach! er war gerathen
In große Verlegenheit.
Er ließ zu sich bescheiden
Die Großen des Reichs zumal,
Doch keiner konnt' ihm helfen
Aus seiner großen Qual.
[67]
Da kamen Israels Söhne
Und fragten den hohen Herrn:
Wie können wir dir helfen?
Sag an! wir helfen gern.
Das war dem König willkommen:
Und helft ihr mir, wolan!
So will ich euch begnaden
Wie nur ein König kann.
Und als sich Israels Söhne
Gemühet Tag und Nacht,
Da war der König aus seiner
Verlegenheit gebracht.
Der König ließ bescheiden
Zu sich die Jüden und sprach:
Habt Dank! ihr habt mich gerettet
Aus großer, großer Schmach.
[68]
Groß, groß sind eure Dienste,
Und meine Gnad' ist groß:
Ich nehm' euch auf aus Gnaden
In meiner Kirche Schoß.
Das ist das allergrößte,
Was ich euch kann verleihn:
Mein Glaube machet selig,
Mein Glaube nur allein.
VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[69] Vorurtheil

Mel. So hab' ich nun die Stadt verlassen.


Hör' Eisen wachsen, Gräser sprießen,
Lies aus der Menschen Angesicht,
Und wisse Zukunft zu erschließen!
Was Vorurtheil ist, weißt du nicht.
Zerhau den Wind auf seinem Gange,
Greif mit der Hand das Sonnenlicht,
Zertritt den Schatten wie die Schlange!
Das Vorurtheil bezwingst du nicht.
Guten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[70] Guten Morgen, Feierabend!

Mel. Ich bin vom Berg der Hirtenknab.


Was hab' ich Alles doch zu thun!
Ich kann bei Tag und Nacht nicht ruhn,
Ich muß regieren Kirch' und Staat,
Wenn andre singen früh und spat:
Gut'n Morgen, Feierabend!
Die größte Erdenplag' und Pein
Ist doch fürwahr ein Fürst zu sein,
Dem's nun und nimmer ist vergönnt
Zu singen so wie ihr es könnt:
Gut'n Morgen, Feierabend!
[71]
Zwar klagt und schreit die ganze Welt,
Daß unser eins braucht zu viel Geld,
Man könnt's Regieren billig thun
Und lieber etwas mehr geruhn –
Gut'n Morgen, Feierabend!
Ein Fürst und wohlfeil reimt sich nicht;
Es ist des Fürsten erste Pflicht,
Er soll dem Volke theuer sein
Und niemals soll ihm fallen ein:
Gut'n Morgen, Feierabend!
Drum will ich bleiben was ich bin,
Ein theurer Fürst mit Leib und Sinn,
Bis einst mein müdes Auge bricht
Und wahrlich eher sing' ich nicht:
Gut'n Morgen, Feierabend!
Von guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[72] Von guten löblichen Gewohnheiten

Mel. In des Waldes düstern Gründen.


Nicht das Laster, nicht die Tugend,
Nicht das Geld regiert die Welt.
Frag das Alter, frag die Jugend,
Wer den Königsscepter hält?
Die Gewohnheit ist erhoben
Auf den allerhöchsten Thron,
Ist wie Gott im Himmel droben
Vater, heil'ger Geist und Sohn.
[73]
Und wie soll es anders werden
Für das menschliche Geschlecht?
Die Gewohnheit herrscht auf Erden,
Und ihr Regiment ist schlecht.
Der RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[74] Der Regierungsrath

Mel. Wolauf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd.


Der Morgen graut, der Regierungsrath
Sitzt schon bei seinen Geschäften,
Ist ausgerüstet für Kirch' und Staat
Mit frisch erneueten Kräften.
Er denkt mit Freuden an seine Pflicht
Und schreibet einen neuen Bericht.
Er sitzet und sitzt in den Acten tief,
Hat Weib und Kinder vergessen,
Und hätte, wenn ihm die Frau nicht noch rief,
Sogar auch die Mahlzeit versessen.
Er setzt sich zu Weib und Kindern und spricht
Von nichts als von seinem neusten Bericht.
[75]
Der Regierungsrath nimmt kaum sich die Zeit,
Mit Ruhe das Mahl zu verzehren,
Da sieht man ihn schon mit Geschäftigkeit
Zurück an die Arbeit kehren.
Zwar hat er gegessen, doch weiß er es nicht,
Er dachte nur stets an seinen Bericht.
Der Regierungsrath ist geladen zum Thee,
Doch denkt er an seine Pflichten:
Gern kann er auf Ball und Assemblee,
Concert und Theater verzichten.
Die Welt hat so große Genüsse doch nicht
Als ihm gewähret ein guter Bericht.
Der Regierungsrath und sein Aktenstoß
Sind ewiglich treu verbunden.
Beneidenswerthestes Menschenloos!
O selig verlebte Stunden!
Und wenn nun endlich das Herz ihm bricht,
So stirbt er an seinem letzten Bericht.
Menschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[76] Menschliches Elend

Ängstlich muß der Mensch sich müh'n,
Immer nur bedacht auf morgen;
Sieht nichts grünen, nichts erblüh'n
Ohne Furcht und ohne Sorgen.
Immer ist er auf der Flucht;
Auch in schönen Herbstestagen
Greift er nach der vollen Frucht
Nur mit Bangen und mit Zagen.
[77]
Und er kennt, er fühlt sein Leid,
Und er kann's auch umgestalten;
Doch er flieht, was ihn befreit,
Und so bleibts denn stets beim Alten.
Von der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[78] Von der Walhalla die Rede seiend

Mel. Als Adam, als Adam die Eva gesehn.


»Walhalla, Walhalla, was soll denn das sein?
Wird bairisches Bier da geschenkt oder Wein?«
Da schenkt man nicht Bier und da schenkt man nicht Wein,
Da stellt man verdienstvolle Deutsche hinein.
»Verdienstvolle Deutsche, das klinget gar fein,
Darf drunter ein Ketzer und Jud' auch wol sein?«
Katholisch gekoschert so kommt man allein
In unsere deutsche Walhalla hinein.
[79]
Denn Alles wol läßt sich auf Erden verzeih'n,
Doch nimmer und nimmer die Ketzerei'n.
Und wollte der Luther ein Heide nur sein,
So käm' er am Ende wol auch noch hinein.
»Was Luther, was Luther, der braucht nicht hinein!
Der lebt in den Herzen, wozu noch in Stein?«
»Wenn keine Walhalla auf Erden wird sein,
O Luther, so denket die Welt doch noch dein.«
Der GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[80] Der Geisterbanner

Mel. O Welt, ich muß dich lassen.


Mein Vaterland betrachtend,
Zerstücklung stets verachtend,
Fiel mir gar lebhaft ein,
Was Teutschland ist und sollte,
Wenn jeder Teutsche wollte,
Vor allen Nationen sein.
Wir könnten uns vereinend,
Mehr seiend als nur scheinend,
Vom Feind dann anerkannt,
Das erste Volk auf Erden
Ganz zweifelsohne werden,
Wenn's ernst uns wär' ums Vaterland.
[81]
So denkend ward ich dreister,
Hab' Teutschlands große Geister
In einem Haus vereint
Als Zeichen teutscher Einheit,
Aus teutschen Strebens Reinheit
Hinstellend vor jedweden Feind.
Nun soll die Welt (verkündend,
Daß ich dies Denkmal gründend
Für Teutschland viel gethan,
Ich, Mehr und Größres wollend –
Weil dafür Alles sollend,)
Fortgehn auf teutscher Einheit Bahn.
DichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[82] Dichterstudie

Mel. Selbst die glücklichste der Ehen.


Sprecht mir nicht von Pyramiden,
Mammuththierversteinerung!
Was dem Dichter ist beschieden,
Lebt und athmet ewig jung.
Nicht antikenvolle Räume,
Nicht Papyrus, nicht Membran
Können ihn und seine Träume
Freud- und Lebensvoll umfah'n.
[83]
Nicht der Moder in den Grüften,
Klosterzell' und Burgverließ
Taugen zu den reinen Lüften,
Drin erblüht sein Paradies.
Weg mit allem Todten, Alten
Und was sich ihm zugesellt!
Ich muß bilden und gestalten
Aus dem Leben meine Welt.
Alter Todter, dich nur ehr' ich,
Bremer Rathsherrnkellerwein!
Niemals spott' ich, niemals wehr' ich,
Stellest du dich bei mir ein.
Beitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[84] Beitrag zur Thierarzneikunde

Auch für die schwerste Krankheit hat der Mensch Rath ersonnen.

Antigone 364. nach K. Steinhart.


Mel. Es ist ein Schuß gefallen.


Der Droschkenfuhrmann weinet,
Er kam in große Noth:
Es ist sein Pferd gefallen
Und liegt als wär' es todt.
Da kommt herbeigesprungen
Ein Mann in vollem Lauf:
Ich weiß ein gutes Mittel,
Und Euer Pferd steht auf.
[85]
Legt eine Staatszeitung unter!
Das Mittel ist bewährt;
Die Politik, ich schwör' es,
Verträgt, bei Gott! kein Pferd.
Onze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[86] Onze et demi

Der Kaiser hat die bisherigen sehr strengen Adelsproben für den Kammerherrenschlüssel dahin geändert, daß die Candidaten nur 12 Ahnen darzuthun haben.

Leip. A.Z. 6. Febr. 1842.


Mel. Ich bin vom Berg der Hirtenknab.


Wie wird doch Alles billig jetzt!
Wie wohlfeil Alles noch zuletzt!
Den Kammerherrenschüssel kann
Jetzt leicht gewinnen mancher Mann:
Jetzt braucht man nur zwölf Ahnen.
[87]
Sei mir gegrüßt, du Hoffnungsstrahl!
Zwölf Ahnen ist gar keine Zahl –
Ich habe zwölftehalb ja schon,
Die volle Zahl hat einst mein Sohn:
Jetzt braucht man nur zwölf Ahnen.
Mein Vater selig nahm, o weh!
Ein bürgerliches Kind zur Eh'.
Ach, hätt' er das nur nicht gethan,
So könnt' er sein mein zwölfter Ahn –
Jetzt braucht man nur zwölf Ahnen.
AschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[88] Aschermittwoch

Mel. Die heil'gen drei König mit ihrem Stern.


Wir feiern im Norden jetzt überall
Mit hoher Erlaubniß den Carneval.
Wir treiben Spott, wir treiben Scherz
Mit allerlei in unserm Land und allerwärts.
So kommt denn manche Wahrheit wol an den Tag,
Die man nicht offenbaren darf und mag.
Und mancher singt und mancher sagt,
Was er doch sonst wol schwerlich hätte gewagt.
[89]
Das wäre nun Alles zu unserm Gedeihn,
Ja, müßt' es bei uns ewig Fasching sein.
Wer kann Jahr aus, wer kann Jahr ein
Und immerfort und immerfort ein Narr doch sein.
Der Carneval vergehet ohne Spur,
Und immerfort behalten wir die Censur.
Gäbt ihr dafür die Presse frei,
Bei Gott, das wär' die allerschönste Narrethei!
FrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[90] Frühlingsfeier

Mel. Es waren zwei Königeskinder.


Zwei Leute sitzen am Tische –
Der Abend ist so schön:
Es weht wie mit Thaues Frische
Herab von des Berges Höhn.
Schon träumt nach des Tages Schwüle
Die Erde von kühler Lust.
Es erwachen die mildern Gefühle
In jeder Menschenbrust.
[91]
Die Abendglocken erschallen,
Verkünden Fried' und Ruh;
Es flöten die Nachtigallen
Und die Blumen nicken dazu.
Die beiden sitzen und zanken
Sich über einen Bericht.
Es fallen ihre Gedanken
Auf etwas anderes nicht.
Da beginnen sie aufzustehen
Als triebe sie Ein Gefühl:
Herr College, wir wollen gehen!
Es wird nach gerade kühl.
WächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[92] Wächterlied

Der Wächter sang herab von hoher Zinnen:
Die Nacht sie eilt von hinnen!
Wacht auf! wacht auf und lasset nicht
Das süße Licht
Des neuen Tags verrinnen!
Da hörte man die kleinen Vöglein singen
Und Preis dem Tage bringen,
Dem Tage, der von langer Nacht
Sie frei gemacht
Und aus des Schlafes Schlingen.
[93]
Des Volkes Sänger aber blieben liegen
In guter Ruh' und schwiegen;
Sie wollten nicht in Wald und Hag
Dem neuen Tag
Mit Sang entgegenfliegen.
Sum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[94] Sum, ergo cogito

Der Deutsche reflectiert über Alles, sieht Alles aus der Vogelperspective und ist darum nie in der Mitte der Sache. Der Deutsche hat Alles und ist Nichts.

Börne, Ges. W. 1, 16.


Mel. Als ich noch im Flügelkleide.


Laßt uns unsern Geist versenken
In des Wissens tiefes Meer!
Laßt uns denken, immer denken!
Ei, das ziert den Deutschen sehr.
Und wenn man uns fragt: wie geht's?
Sagen wir: wir denken stets.
[95]
Alles denkt bei uns zu Lande,
Das ist deutsche Sitt' und Brauch;
Ja, man denkt in jedem Stande,
Schuster, Schneider denken auch.
Und wenn sie auch nichts gemacht,
Sagen sie: wir ha'n gedacht.
Denken muß der Deutsche immer,
Wo er sitzt und geht und steht,
Und er läßt das Denken nimmer,
Wenn's auch noch so schlecht ihm geht;
Und sein Trost, sein Glück und Heil
Ist: ich denke mir mein Theil.
»Du Gedankenland auf Erden,
Wenn dein Denken wird zur That,
Ei, was kann aus dir noch werden!
Kommt's nur etwa nicht zu spat,
Daß man fragt: was machtet ihr?
Und ihr sagt: stets dachten wir.«
Die kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[96] Die kritischen Eidgenossen

Mel. Freut euch des Lebens.


Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Bekümmert ihr euch gar nicht drum,
Das nehmen sie gewaltig krumm,
Und machen euch herunter dann,
So oft und gut es geht.
[97]
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Doch wollt ihr Mitarbeiter sein,
Schickt manchmal einen Beitrag ein,
So kauft ihr euch in ihre Zunft
Und seid dann hochgeehrt.
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Ihr mögt dann schreiben was ihr schreibt,
Wenn ihr der Zunft nur treu verbleibt,
So seid ihr, wie's noch keiner war:
Neu, eigenthümlich, groß!
[98]
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind Sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Thut ein Journal von euch das dar,
So folgt ihm der Journale Schaar,
So wie die Heerde Schafe geht
Wohin's dem Schöps beliebt.
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Das Lob gebrauchen sie für sich
Und ihres Gleichen meisterlich;
Ihr Spott und Tadel trifft nur den
Der nicht zu ihnen hält.
[99]
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Der eine lobt den andern sehr,
Den andern lobt dann der noch mehr:
So wäscht dann immer eine Hand
Die andre ganz gewiß.
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
O bindet nicht mit ihnen an,
Sonst seid ihr wahrlich schlimm daran,
Sie werfen euch mit Koth also,
Daß ihr euch selbst nicht kennt.
[100]
Freut euch des Lebens
Unsrer Journale sehr!
Sind sie gestorben,
Freut euch noch mehr!
Zuletzt bitt' ich, Herr Journalist,
Daß du dir selber nützlich bist
Und nimmst dies Lied als Beitrag auf –
Denn's bringt dir etwas ein!
Ceterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[101] Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam.

Cato Censor.


Mel. Bekränzt mit Laub den lieben vollen Becher.


O Schimpf für uns und lauter Schimpf und Schande!
Und Gott sei es geklagt,
Daß noch ein Feind im deutschen Vaterlande
Uns wie der Teufel plagt!
Ein Feind, der unsers Lebens höchste Güter
Antastet und verzehrt,
Und jeden Hauch der Geister und Gemüther,
Sobald er will, verwehrt.
[102]
O laßt uns endlich diesen Feind bezwingen,
Der's also grausam macht!
Wolan, es kann, es soll und muß gelingen:
Thut ihn in Bann und Acht!
Sind ehrlos doch der Henker und der Schinder
Im deutschen Publikum,
So sei's der deutsche Censor auch nicht minder:
Der bringt die Seelen um.
Drum auf, ihr Männer, Frauen, Greis' und Kinder,
Rächt unsers Landes Noth!
Ein Censor ist noch schlimmer als der Schinder –
Dem Censor Fluch und Tod!
Ultima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[103] Ultima ratio

Mel. Wir winden dir den Jungfernkranz.


Das liebe Geld regiert die Welt!
So sagen alle Leute.
Wol wahr, denn Alles ist für Geld
Zu haben auch noch heute.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
Der Kaufmann, Krämer, Fabrikant,
Gelehrt' und Besenbinder,
Der Polizist und Officiant,
Der Censor und der Schinder.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
[104]
Der Doctor, Bader und Barbier,
Der Büttel und der Richter,
Der Pfarrer und der Officier,
Der Künstler und der Dichter.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
Der Zöllner und der Steuerrath,
Nachtwächter, Auctionator,
Der Landrath und der Magistrat,
Gensd'arme und Visitator.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
Der Advocat und Consulent,
Der Hausknecht und Assessor,
Die Hebamm' und der Recensent,
Schulmeister und Professor.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
[105]
Der Hofrath und geheime Rath,
Minister, Ofenheizer,
Der Todtengräber und Soldat,
Der Kammerherr und Schweizer.
Leider Alles, Alles, Alles ist für Geld,
Doch für Geld zu haben.
Wär' Vieles nicht so feil um Geld,
Wie's leider ist auf Erden,
So würd' es anders in der Welt,
Und Vieles besser werden.
Aber Alles, Alles, Alles ist für Geld
Stets für Geld zu haben.
Die AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[106] Die Abstracten

Mel. War einst ein Riese Goliath.


Was kümmert Euch die Wirklichkeit?
Die ist euch nicht genehm.
Ihr stellt euch außer aller Zeit,
Die Stellung ist bequem.
Doch liegt so außer unsrer Zeit
Auch eure ganze Wirksamkeit.
Ihr habet Kunst und Wissenschaft,
Habt herrliche Ideen,
Und habt doch weder Muth noch Kraft
Aus euch herauszugehn.
Wer auf die Zeit nicht gehet ein,
Kann in der Zeit nicht wirksam sein.
[107]
Wir stehn auf diesem Boden hier,
Wir stehn in unsrer Zeit,
Im Vaterlande stehen wir
Mit Liebe, Freud' und Leid;
Und jeder Odem, jedes Wort,
Es findet seinen Fleck und Ort.
Die NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[108] Die Nachtigallenemancipation

Preußen muß streben, vor ganz Deutschland als Muster und Beschirmer der leiblichen und geistigen Freiheit zu stehen.

E.M. Arndt, Blick aus der Zeit, 36.


Mel. Prinz Eugenius der edle Ritter.


Friedrich Wilhelm hat gegeben allen
Seines Reiches Nachtigallen
Die Emancipation:
Keiner soll sie mehr verjagen,
Oder gar zu fangen wagen,
Sonst bekommt er seinen Lohn.
[109]
Als die Nachtigallen solches vernommen,
Sind sie gleich zusammen kommen
Wol in einer Maiennacht.
Und sie fingen an zu schlagen
Und dem König Dank zu sagen,
Der sie frei und froh gemacht.
Fröhlich sangen und schwangen sich die Nachtigallen
Und sie ließen drauf erschallen
Eine Petition gar fein:
Daß der König ihr'n Collegen
Ebenfalls des Singens wegen
Möchte hold und gnädig sein.
Die Petition, welche die Vöglein sangen,
Ist in Peking aufgefangen
Vom Censurcollegium;
Das will sich am Sang nicht laben,
Das will keine Sänger haben,
Lieber Alles todt und stumm.
FinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[110] Finkenlied

Mel. Ich schnitt' es gern' in alle Rinden ein.


Ich singe froh und frei durch Wald und Feld.
Soust will ich nichts auf dieser weiten Welt.
Doch diese Freiheit gönnet ihr mir nicht,
Und raubt mir Wald und Feld und Luft und Licht.
Thierquäler, glaubt ihr etwa mich zu zwingen?
Frei ist mein Herz, und immer werd' ich singen.
Und jagt ihr müde mich durch Berg und Thal,
Und fangt ihr endlich, endlich mich einmal,
Und blendet ihr mir meine Äugelein
Und sperrt ihr mich in einen Käfich ein,
So soll's euch lauter in die Ohren dringen:
Frei ist mein Herz, und ewig will ich singen.
MakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[111] Makintosh

Mel. Mit dem Pfeil und Bogen.


Freunde, geht ins Seebad!
Jedes Leid und Weh
Lindert und beschwichtigt,
Scheucht und heilt die See.
Jedem wird Genesung
In der See zu Theil;
Jedem Rang' und Stande
Bringt das Seebad Heil.
[112]
Wer auf festem Lande
Nirgend Heilung fand,
Wird sie wahrlich finden
Dort in Helgoland. –
Vetter Michel höret
Dieses frohe Wort,
Macht sich auf und eilet
Nach der See sofort.
Und er badet täglich,
In des Weltmeers Fluth,
Denn er weiß, das Seebad
Machet Alles gut.
Und er nimmt der Bäder
Fünfzig an der Zahl,
Und er badet täglich,
Wie's der Arzt befahl.
[113]
Wie er ist, so bleibt er –
Von Philisterei
Wird man auch im Weltmeer
Nun und nimmer frei.
Cause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[114] Cause célèbre

Mel. Ein freies Leben führen wir.


Ihr lieben Herrn, was forschet ihr,
Ob ich wol sei ein Dichter?
Ich habe nichts für euch gemacht,
Ich habe nur ans Volk gedacht,
Das Volk nur ist mein Richter.
Und wie des Volkes Noth und Pein
Mir ist ins Herz gedrungen,
So hab' ich was ich sah und fand
Zurück ins Volk, ins Vaterland
Auch wiederum gesungen.
[115]
Nun weiß von seiner Noth und Pein
Das ganze Volk zu singen;
Es fragt nicht, ob es euch gefällt,
Es finget frei durch alle Welt,
Das euch die Ohren klingen.
BundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[116] Bundeszeichen

Mel. Gaudeamus igitur.


Frei und unerschütterlich
Wachsen unsre Eichen;
Mit dem Schmuck der grünen Blätter
Stehn sie fest in Sturm und Wetter,
Wanken nicht noch weichen.
Wie die Eichen himmelan
Trotz den Stürmen streben,
Wollen wir auch ihnen gleichen,
Frei und fest wie deutsche Eichen
Unser Haupt erheben.
[117]
Darum sei der Eichenbaum
Unser Bundeszeichen:
Daß in Thaten und Gedanken
Wir nicht schwanken oder wanken,
Niemals muthlos weichen.
Vorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[118] Vorchristliches Deutschthum

Indessen sich ruhig verhalten, ist wol das Beste, zumal für uns Gelehrte, denn unser Stand wird bei Veränderung der Dinge am ersten eingehen und aufgehoben werden, und wir sind leider entwöhnt, uns in der Barbarei eben so wohl zu befinden als in der jetzigen sogenannten Sklaverei.

Heine an Georg Forster 5. Nov. 1792.


Mel. Hier sitz' ich auf Rasen, mit Veilchen bekränzt.


Ihr lehret und lernet, ihr lernet und lehrt,
So wird denn das Wissen
Von Tage zu Tage gewaltig gemehrt.
Was nützet uns eure Gelehrsamkeit?
Wol wisset ihr Vieles –
Was wißt ihr für uns und für unsere Zeit?
[119]
Ihr habt euch zu Knechten der Vorwelt gemacht;
Studieret und grübelt,
Was Plato, was Cato sich haben gedacht.
Ihr seid an Gedanken und Kenntnissen reich,
Doch fehlt euch die Liebe
In euerem Dichten und Trachten zugleich.
Die Liebe hat immer ein Vaterland:
Germania ist euch
Allein aus dem Tacitus etwas bekannt.
Der Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[120] Der Magier des Nordens

Mel. Als Noah aus dem Kasten war.


Der Döbler ist ein Zaubermann,
Was der doch schöne Kunststück kann!
Zum Beispiel legt er auf den Tisch
Ein Ei, das ganz gesund und frisch;
Er stülpet eine Glocke drauf –
Was wird daraus? nun passet auf!
Seht, wie er hebt die Glock' empor,
Da kommt ein General hervor,
Ein General ganz wundernett
Mit Degen, Spor'n und Epaulettes.
Der Döbler macht, o Teufelei!
Macht General' aus einem Ei.
[121]
Der Döbler reicht den Korb herum,
Spricht: hochgeehrtes Publicum!
Das ist fürwahr gar keine Sach',
Das Kunststück macht mir jeder nach.
Mein Herr, versuchen Sie's einmal!
In jedem Ei ein General.
Es nimmt ein Herr ein Ei, glückauf!
Legt's hin und stülpt die Glocke drauf.
Er hebt die Glocke dann empor,
Was aber kommt, was kommt hervor?
Dies Mal kein General es ist,
's Ist ein gemeiner Polizist.
Drob wundert sich denn mancher Tropf,
Und schüttelt drob gar sehr den Kopf.
Der Döbler untersucht's und find't
Heraus den wahren Grund geschwind,
Und Alles sperret auf das Maul,
Als Döbler spricht: das Ei war faul.
BrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[122] Brotstudium

Mel. Ich bin der Schneider Kakadu.


Was macht der Bruder Studio
Drei ganzer Jahre lang?
Er lebt nach seinem Animo
Und ziemlich ohne Zwang.
Er hört nach Vorschrift dies und das,
Und weiß davon doch selten was,
Doch schmiert er fleißig nach und schmiert
Was der Professor ihm dictiert.
[123]
Der Herr Professor hat dociert,
Das heißt: er hat dictiert,
Der Studio hat nachgeschmiert,
Das heißt: er hat's capiert.
Ist das Collegium nun aus,
Trägt er die Weisheit flink nach Haus,
Und sieht das Heft nie wieder an,
Weil er's ja selbst nicht lesen kann.
Und sind die sechs Semester um,
Was hat er prositiert?
Er hörte manch Collegium
Und hat nun ausstudiert.
Nun fragt ihn mal, den Matador!
Er ist noch dümmer als zuvor,
Doch hat er nun einmal studiert,
Weil's auf dem Bogen steht testiert.
Officielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[124] Officielles Weihnachtsgeschenk

1841.


Mel. Weine nicht, es ist vergebens.


Freut euch alle, freut euch alle,
Lobet Gott mit Jubelschalle,
Der noch immer Wunder thut.
Das Censuredict das neue
Will, daß alle Welt sich freue –
Ach, wie ist es mild und gut!
[125]
Wie ein Stern aus finstrer Wolke
Kam es her zu unserm Volke
Und erschien als heil'ger Christ.
Freut euch, Kinder, Frau'n und Greise!
Freut euch, Fromme, Klug' und Weise!
Seht, wie gut und mild es ist.
Wollt ihr ferner euch beschweren?
Könnet ihr noch mehr begehren?
Querulanten, schweiget still!
Ja, wir dürfen Alles sagen,
Alles wünschen, hoffen, klagen,
Alles – wenn's der Censor will.
LaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[126] Laetitia

Mel. Vom hoh'n Olymp herab ward uns die Freude.


Was kümmern uns des Kaufmanns Waarenballen,
Sein Einmaleins, Credit und Geld?
Ein jeder zähl' und rechne nach Gefallen,
Nur laß' er uns was uns gefällt.
Wir wollen den Menschen wie Gott ihn erdacht,
Und nicht wie ihn Zählen und Rechnen gemacht.
Was kümmert uns das Wissen und das Können,
Gelehrter Kram und blauer Dunst?
Wir wollen jedem seine Gaben gönnen,
Nur bleib uns wahre Lebenskunst.
Wir wollen den Menschen wie Gott ihn schuf,
Und nicht wie ihn machte Talent und Beruf.
[127]
Was kümmert uns der Geistlichen Gezänke
Um unser eignes Seelenheil?
Recht thue jeder, jeder Gutes denke,
Und laß uns unsern Himmelstheil.
Wir wollen den Menschen wie Gott ihn gemacht,
Und nicht wie sich's Geistliche haben gedacht.
Was kümmern uns die ernsten Kriegesheere?
Was Ehrenzeichen an der Brust?
Ein jeder diene gern' um Sold und Ehre,
Nur laß er uns in Friedenslust.
Wir wollen den Menschen wie Gott ihn gewollt,
Und nicht was er ward durch Dienen und Sold.
Was kümmern Würden uns, was Ständ' und Ränge?
Die Freud' ist Jeglichem gemein.
Im Reich des Becherklangs und der Gesänge
Soll nur der Frohste König sein.
Wir wollen den Menschen aus Gottes Hand,
Und nicht wie ihn machte der Rang und der Stand.
[128]
Wir sind allhier vereint zu frohen Dingen,
Stoßt an! laßt uns den Bund erneu'n!
Wir wollen fröhlich trinken, fröhlich singen!
Wir wollen uns des Lebens freu'n!
Wir wollen nur fröhlich, nur Menschen sein –
Stoßt an! hoch lebe der frohe Verein!
SchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[129] Schulpoeten

Mel. Steh' ich in finstrer Mitternacht.


Die ganze deutsche Litteratur
Ist leider für Gelehrte nur.
Gelehrte haben sie gemacht,
Und nie dabei ans Volk gedacht.
Was nützet Wissenschaft und Kunst?
Das ist ja eitel Schein und Dunst,
Wenn beides nicht zum Volke dringt,
Für all' und jeden Früchte bringt.
[130]
Was nützt dem Volke der Poet,
Wenn's Volk sein Singen nicht versteht?
Ins Herz des Volkes drang noch nie
Gelehrter Herren Poesie.
Laßt euern Wissensqualm und Dunst,
Und übet reine deutsche Kunst!
Werft allen Plunder über Bord,
Singt ein verständlich deutsches Wort!
TertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[131] Tertianerlied

Mel. Es ritten drei Reiter zum Thor hinaus.


Wir haben bekommen die neue Censur,
Juchhe!
Die hat eine stattliche schöne Frisur,
Juchhe!
Ach, wäre die neue Frisur an dem Kopf
Nur etwas mehr als der alte Zopf!
Juchhe, juchhe, juchhe!
Dann riefen wir immer: juchhe!
[132]
Die neue Frisur an unsrer Censur,
O weh!
Ist weiter nichts als 'ne falsche Tour,
O weh!
Es zeigt sich dem Sachverständigen klar,
Es ist an ihr kein gutes Haar.
O weh, o weh, o weh!
Drum rufen wir immer: o weh!
Ein NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[133] Ein Neujahrswunsch

Mel. In diesen heil'gen Hallen.


Du feige Heuchlerbande,
Du Leisetreterschaar,
Du bliebst vor Spott und Schande
Bewahrt das alte Jahr.
Mit einem Knüppel gratulier'
Ich jetzt zum neuen Jahre dir.
Du möchtest gern dich laben
Am Wörtlein liberal,
Und willst umsonst nur haben
Der Freiheit Capital.
Mit einem Knüppel honorier'
Ich jetzo deinen Zinsschein dir.
[134]
Ach wäre, was ich singe,
Doch mehr als ein Gedicht!
Ich weiß, der Teufel ginge
Nach Deutschland heuer nicht,
Und käm' er, wär' er allzumal
Von auß – und innen liberal.
Humanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[135] Humanistische Studien

Mel. Seht, da sitzt er auf der Matte.


Zeitgemäß und christlich sollte
Unsre Jugendbildung sein,
Aber zeitgemäß und christlich
Ist nicht Griechisch und Latein.
Ecce Caesar nunc triumphat!
Singt ein christlicher Scholar:
Geht und sagt mal seinem Vater,
Was der Nikomedes war.
[136]
Und wie keusche Götterfabeln
Lernt ein christlicher Scholar:
Geht und sagt mal seiner Mutter,
Was der Gott Priapus war.
Und wie zeitgemäß doch ist es,
Daß man fest den Knaben hält
Wie in einem Zauberbanne
In der fremden todten Welt!
Seinen deutschen Geist zu bilden
Und zu schärfen den Verstand,
Muß er seine Jugend theilen
Zwischen Rom und Griechenland.
Nie gelangt er zum Bewußtsein,
Daß er hat ein Vaterland,
Und er tritt ins deutsche Leben
Wie ein fremder Ignorant.
Das freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[137] Das freie Wort

Diese heilige Freiheit der Natur werde ich mir nie nehmen lassen, so lange noch ein Puls sich in mir bewegt, ich werde frei aussprechen was ich frei fühle.

E.M. Arndt, Geist der Zeit 1, 6.


Mel. Das Volk steht auf, der Sturm bricht los.


Das freie Wort von Ort zu Ort,
In jedem Munde das freie Wort!
Wir wollen es singen, wir wollen es sagen,
Im Herzen wie auf den Lippen tragen.
Frei ist das Wort! wer das nicht erkannt,
Der sei kein Deutscher je genannt,
Dem reiche kein Deutscher je die Hand,
Der sei verbannt aus dem Vaterland!
Freies Wort immerfort!
Stoßet an auf's freie Wort!
[138]
Wenn des Freisinns reine edele That
Verdammt und verfolgt wird als Hochverrath,
Wenn die Wahrheit in dunkeln Kerkermauern
Verstummen muß und ihr Leben vertrauern –
Frei ist das Wort! wer das nicht erkannt,
Der sei kein Deutscher je genannt,
Dem reiche kein Deutscher je die Hand,
Der sei verbannt aus dem Vaterland!
Freies Wort immerfort!
Stoßet an auf's freie Wort!
Wenn Buch und Schrift in Knechtsgestalt
Nur dienen darf der frechen Gewalt,
Wenn die Kunst und Wissenschaft schmeichelt und kriechet,
Wenn Kraft und Gesinnung kränkelt und siechet –
Frei ist das Wort! wer das nicht erkannt,
Der sei kein Deutscher je genannt,
Dem reiche kein Deutscher je die Hand,
Der sei verbannt aus dem Vaterland!
Freies Wort immerfort!
Stoßet an auf's freie Wort!
[139]
Wenn Lug und Trug die Welt umschwärmt,
Wenn das Laster jauchzt, wenn die Tugend sich härmt,
Wenn der Teufel im Bunde mit Bösen und Schlechten
Uns machen möchte zu Feigen und Knechten –
Frei ist das Wort! wer das nicht erkannt,
Der sei kein Deutscher je genannt,
Dem reiche kein Deutscher je die Hand,
Der sei verbannt aus dem Vaterland!
Freies Wort immerfort!
Stoßet an auf's freie Wort!
Frisch auf, mein freies Wort, ins Gefecht
Für's Vaterland, für die Ehr' und das Recht!
Und saus' und brause wie Donnerwetter,
Verkünd' uns den Sieg mit Drommetengeschmetter!
Frei bleibt das Wort! wer das erkannt,
Der wird ein Deutscher stets genannt,
Dem reicht ein Deutscher stets die Hand,
Den rühmt und preist das Vaterland.
Freies Wort immerfort!
Stoßet an auf's freie Wort!
L'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[140] L'Allemagne par tout

Mel. Kein Feu'r, keine Kohle kann brennen so heiß.


Ihr Freunde, so lasset das Fremde doch ruhn!
Wir haben genug noch zu Hause zu thun.
Das Fremde bewundern kann Jedermann;
Macht Eigenes, was man bewundern kann!
Überall mir das Gut' und das Schöne gefällt,
Doch bin ich kein Affe der ganzen Welt.
Ich weiß was ich habe, ich weiß was ich bin,
Ich bin ein Deutscher mit Leib und Sinn.
[141]
Das Fremde zu hassen, das fällt mir nicht ein –
Doch kann ich und will ich ein Deutscher nur sein.
Und bleib's bis zum letzten Athemzug –
Nun liebt oder haßt mich, nun wißt ihr genug.
Der EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[142] Der Eselfasching

Mel. Die Pinzgauer wollten wallfahrten gehn.


Die Esel wollten den Fasching begehn,
Das konnt' ohne Masken und Schellen geschehn.
Tschahi, tschaha, tschaho!
Wie war'n die Esel froh!
Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder
Und machte groß Halloh!
Sie hatten einen Narrenkönig sich erkor'n,
Das war geworden der mit den längsten Ohr'n.
Tschahi, tschaha, tschaho!
Wie war'n die Esel froh!
Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder
Und machte groß Halloh!
[143]
Sie hatten einen Hofstaat ihm beigesellt,
So ganz wie es geht in der Mannthierwelt.
Tschahi, tschaha tschaho!
Wie war'n die Esel froh!
Wie jauchzte laut ein Jeder, Jeder, Jeder
Und machte groß Halloh!
Und als nun die Esel so gingen im Zug,
Da kam ein Kettenhund herbei und frug:
»Tschahi, tschaha, tschaho!
Warum seid ihr so froh?
Warum doch jauchzt ein Jeder, Jeder, Jeder
Und macht ein solch Halloh?«
Die Maskenfreiheit die haben auch wir,
Die brauchen wir jetzo nach unsrer Manier.
Tschahi, tschaha, tschaho!
Drum sind wir Esel froh,
Drum jauchzet auch ein Jeder, Jeder, Jeder
Und macht ein solch Halloh.
[144]
»Ihr Esel bleibt doch Esel und werdet nie gescheidt,
Was kann euch doch nützen die Maskenfreiheit?
Tschahi, tschaha, tschaheit!
Ihr seid doch nie gescheidt,
Es bleibet doch ein Jeder, Jeder, Jeder
Ein Esel allezeit.«
»So eine Freiheit, närrisch zu sein,
Die habt ihr ja auch mit den Russen gemein.
Tschahi, tschaha, tschahei!
Ja, zeigtet ihr euch frei,
So müßte halt ein Jeder, Jeder, Jeder
Gleich vor die Polizei.«
Der Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[145] Der Minister in der Hölle

Ich armer Sündenbock verschmachte
In dieser heißen Höllenglut,
Und doch, wenn ich es recht betrachte,
So geht's mir immer noch zu gut.
Ich habe mit Rescripten weiland
Geplagt die ganze Monarchie:
Ich war gewiß für sie kein Heiland,
Und dennoch plagten sie mich nie.
[146]
Ich habe mit Berichterstatten
Gepeinigt manchen braven Mann,
Und was sie dann berichtet hatten,
Das sah ich niemals weiter an.
Ich habe durch Conduitenlisten
Und durch geheime Polizei
Verleitet viele gute Christen
Zu Lug und Trug und Heuchelei.
Ich habe mit Censurerlassen
Gehemmt den Fortschritt unsrer Zeit:
Ich zwang die Welt, mich recht zu hassen,
Und dennoch bracht' ich's nicht so weit.
Ich habe jeden Stand beleidigt,
Und als der Tod mich abgesetzt,
Da haben sie mich noch vertheidigt,
Gelobt und benedeit zuletzt.
[147]
Ich habe mit des Fortschritts Schlangen
Gekämpfet wie Laokoon:
Die Zeit ist ruhig fortgegangen,
Mein Herr wie ich hat nichts davon.
Ich hab' an meinen Herren immer,
An unsern Herrngott nie gedacht:
Der liebe Herrgott hätt' auch nimmer
Zum Herrn Minister mich gemacht.
Nun schmacht' ich in der Hölle Schlünden
Geschmückt mit Ordensband und Stern;
Gern möcht' ich büßen meine Sünden,
Doch büß' ich erst für meinen Herrn.
Ich war auf Erden nie mein eigen,
So schlage doch der Teufel drein!
Ich kann mich nicht mehr anders zeigen,
Muß immerfort Minister sein.
Magis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[148] Magis und Minus

Sonst wollten unsre großen Geister
Noch mehr als andre Leute sein:
Sie nannten sich auf Deutsch Herr Meister,
Magister aber auf Latein.
Jetzt ist für sie doch ein Magister-
Und Doctor-Titel viel zu klein,
Jetzt möchte jeder ein Minister,
Ein Diener, und kein Meister sein.
Das All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[149] Das All-Eine

Alles passet nicht für Einen,
Aber Eines paßt für Jeden,
Eins muß euch als Recht erscheinen:
Freies Denken, freies Reden.
Laßt ihr dieses euch beschränken,
Habt ihr Alles weggegeben –
Leben ist nur freies Denken,
Freies Denken nur ist Leben.
An meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[150] An meinen König

Aus dürrem Stube wird das Laub noch brechen
Und auch der nackte Felsen wird noch grün,
Du darfst ein Wort, ein einzig Wort nur sprechen,
Und unsre ganze Hoffnung wird erblühn.
Nur in der Hoffnung ruht das schönre Leben,
Die Hoffnung ist auch unser Heil und Hort;
Du giebst uns Alles, willst du Hoffnung geben,
Und unser ganzes Hoffen ist Ein Wort.
[151]
O sprich Ein Wort in diesen trüben Tagen,
Wo Trug und Knechtssinn, Lüg' und Schmeichelei
Die Wahrheit gern in Fesseln möchte schlagen,
Mein König, sprich das Wort: das Wort sei frei!
Parforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[152] Parforce-Jagd

Mel. Marlborough s'en va-t-en guerre.


Einst hatte sich die Freude,
Fiderallala fideralla!
Einst hatte sich die Freude
Verwandelt in ein Wild.
Das zog in allen Landen,
Fiderallala fideralla!
Das zog in allen Landen
Durch Wälder und Gefild.
[153]
Da singen sie an zu jagen,
Fiderallala fideralla!
Da fingen sie an zu jagen,
Sie jagten immerzu.
Sie hatten bei Nacht und bei Tage,
Fiderallala fideralla!
Sie hatten bei Nacht und bei Tage,
Sie hatten nimmer Ruh.
Da jagte der Bettler und Bauer,
Fiderallala fideralla!
Da jagte der Bettler und Bauer,
Der Bürger und Edelmann.
Und endlich fing der König,
Fiderallala fideralla!
Und endlich fing der König
Sogar zu jagen an.
[154]
Es hüpfte das Wild vor ihnen,
Fiderallala fideralla!
Es hüpfte das Wild vor ihnen
Gar lustig im Sonnenschein.
Es hüpfte vor ihren Augen,
Fiderallala fideralla!
Es hüpfte vor ihren Augen,
Sie holten es doch nicht ein.
Sie jagten unablässig,
Fiderallala fideralla!
Sie jagten unablässig,
Sie holten es doch nicht ein.
Da wurden sie alle müde,
Fiderallala fideralla!
Da wurden sie alle müde,
Und ließen das Jagen sein.
Erhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[155] Erhabene Ruhe

Mel. Wenn ich einst das Ziel errungen habe

In den Lichtgefilden jener Welt.


Seht ihr jene Kugelpyramide?
Jede Kugel trägt, nur Eine nicht;
Jede trägt wie die Karyatide
Und das Tragen ist für alle Pflicht.
Jede Kugel hält die Eine droben,
Und was thut für's Ganze jene doch?
Ist denn jene nun so groß zu loben?
Ist denn jene drum nothwendig noch?
[156]
O du schlichte Kugelpyramide!
Fällt dir denn im Leben gar nichts ein?
Lerne doch aus diesem kleinen Liede,
Was du bist und was du könntest sein!
Gradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[157] Gradus ad Parnassum

Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigenes Maul.

Sprüche Salomonis 16, 26.


Mel. Auf, Brüder, laßt uns lustig leben.


Ihr Dichter, wollt ihr Lieder singen,
Vivallerallerallera!
So denket stets vor allen Dingen!
Vivallerallerallera!
In eures Geistes Trunkenheit,
Daß ihr auch Unterthanen seid.
Vivallerallerallera!
[158]
Und hat der Himmel euch hienieden
Vivallerallerallera!
Nun gar ein Staatsamt noch beschieden,
Vivallerallerallera!
So singt, nachdem ihr's überlegt,
Ob sich's mit eurem Amt verträgt.
Vivallerallerallera!
Der Staat ist aller Dichter Richter,
Vivallerallerallera!
Er will nur approbierte Dichter.
Vivallerallerallera!
Drum nehmt das Landrecht stets zur Hand
Und finget wie ein Officiant!
Vivallerallerallera!
Die AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[159] Die Adelsreunion

Mel. Die Leineweber haben eine saubere Zunft.


Die Adelichen sehen keinen Bürgerlichen an,
Harum didscharum!
So lang' als er ihnen nicht nützen kann.
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[160]
Die Adelichen freien gern ein bürgerliches Kind,
Harum didscharum!
Wenn sie bis über die Ohren in Schulden sind,
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Die Adelichen sind gar höflich und nett,
Harum didscharum!
Sie schöpfen von jeglicher Suppe das Fett.
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[161]
Die Adelichen essen alle gern das Mark,
Harum didscharum!
Und denken: ihr Anderen fresset den Quark!
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Die Anderen haben gemerket das Ding:
Harum didscharum!
So geht es nicht mehr wie's Anno Tobak ging!
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[162]
Die Adelichen machen nun ein Zetergeschrei:
Harum didscharum!
Mit unsren Privilegien ist es vorbei!
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich;
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Die Adelichen haben drum anjetzo studiert,
Harum didscharum!
Wie der Adel sich am besten selber restaurirt.
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[163]
Und sie haben gestiftet eine herrliche Zunft,
Harum didscharum!
Am ersten April ist Zusammenkunft.
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Eine herrliche Zunft, eine Reunion,
Harum didscharum!
Vater Adam ist ihr Schutzpatron.
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[164]
Vater Adam der hat der Kinder noch mehr,
Harum didscharum!
Und schüttelt den Kopf: daß ein Narr ich wär'!
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Vater Adam die Sache gar nicht einleuchten will',
Harum didscharum!
Und denkt: kommt mir nur zum ersten April!
Harum didscharum!
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
[165]
Die Adelichen kamen zum besprochenen Zweck,
Harum didscharum!
Und dachten: wir haben's! und hatten einen Schmaus.
Harum didscharum;
Echter Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Helm und Wappen, Lump' und Lappen! dschupp, dschupp, dschupp!
Arm oder Reich, Alles gleich!
Aller Adel ohne Tadel! dschupp, dschupp, dschupp!
Das VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[166] Das Vorrecht

Mel. Crambambuli das ist der Titel.


Der Herr Kosacke wie der Schlachtschütz,
Und sieht man's beiden auch nicht an,
Der Herr Kosacke wie der Schlachtschütz
Ein jeder ist ein Edelmann.
Doch schützt ihr alter Adel sie
Vor Knut' und Kantschu dennoch nie,
Vor piff paff buff buff buff,
Ja piff paff puff.
[167]
Doch einen Vorzug haben beide,
Sind ihnen Prügel zuerkannt:
Man breitet einen Teppich unter –
So ehrt man ihren hohen Stand;
Nur auf dem Teppich prügelt man
Nach Sitt' und Recht den Edelmann
Mit piff paff buff buff buff,
Ja piff paff puff.
Das Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[168] Das Räthsel unsrer Zeit

Klar ist es jetzt ausgesprochen vor ganz Europa, nicht durch das schreiende Volk, sondern durch die verbündeten Fürsten selbst, daß eine jede Regierung ohne repräsentative Verfassung ein Surrogat, ein interimistischer Nothbehelf ist; sie, die Fürsten, haben vor Mit- und Nachwelt das Geständniß abgelegt, daß ihre Würde, ihre echte Gewalt mit der Freiheit der Völker stehe und falle. Wer wagt es, mit der Behauptung aufzutreten, daß die Fürsten nur täuschen wollten?

Steffens, Carricaturen des

Heiligsten 1819. 1. 143.


Mel. Denkst du daran, mein tapfrer Lagienka?


Wir haben manches Ungemach ertragen,
Wir zogen freudig wie in heil'gen Krieg,
Wir haben manche heiße Schlacht geschlagen,
Gewonnen manchen ehrenreichen Sieg.
Wir setzten unser Leben ein zum Pfande
Für unsre Fürsten treu aus Kindespflicht.
»Was aber ward dafür dem Vaterlande?«
Frag du die Zeitgeschichte, frag mich nicht!
[169]
Und als des Feindes Übermuth nicht wankte,
Da bebten unsre Fürsten insgemein,
Und als im Kampf des Schicksals Wage schwankte,
Da hörten wir sie all' um Hülfe schrei'n.
Da setzten sie ihr Fürstenwort zum Pfande:
Ja, eine schönre Zeit wird euer Lohn!
»Wann kam die schön're Zeit dem Vaterlande?«
Frag du mich nicht, die Frag' ist Spott und Hohn.
Und als der Sieg nun endlich war entschieden,
Da träumten wir von einem hohen Glück:
Frei ist das Vaterland und mit dem Frieden
Kommt die verheiß'ne schön're Zeit zurück.
»Wann werden unsers Glückes Sterne scheinen?
Wann dringt in unsre Nacht ein Hoffnungslicht?«
O weh, ich kann nur klagen, kann nur weinen –
Frag du die Zeitgeschichte, frag mich nicht!
AusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[170] Ausländerei

Mel. Schöne Minka, ich muß scheiden.


Daß wir so das Fremde lieben!
Zu dem Fremden hingetrieben
Sind wir selbst uns fremd geblieben –
Deutsch will keiner sein.
Nur von Auslands Gnaden sollen
Wir bestehn, wir Lebensvollen,
Selbst nichts thun und selbst nichts wollen?
Schlag der Teufel drein!
[171]
Sollen wir an uns verzagen?
Kein Gefühl im Herzen tragen,
Nicht einmal zu sagen wagen,
Daß wir etwas sind?
Stählt die Sinnen und Gemüther!
Seid die Schirmer, seid die Hüter
Eurer eignen deutschen Güter!
Werdet deutschgesinnt!
Was die Fremden Gutes machten,
Laßt uns immer gern beachten,
Aber nach dem Besten trachten
Für das Vaterland!
Liebend alle Welt umfassen,
Sich verachten, sich nur hassen
Kann's der Deutsche niemals lassen? – –
Armes Vaterland!
Hamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[172] Hamburgs Brand

Mel. Unsre Väter sind gesessen.


Schwach sind unsrer Dichter Klagen,
Schwach ist fremder Hohn und Spott,
Gott der Herr, Er muß es sagen,
Und so spricht dann unser Gott.
Und Er thut in Hamburgs Flammen
Uns die alte Wahrheit kund:
»Deutschland, halte fest zusammen!
Eins und einig sei Dein Bund!«
[173]
Und in Deutschland hallt es wieder
Überall von Hamburgs Brand:
Leidet Eines unsrer Glieder,
Leidet unser Vaterland.
Und es tönt nach Ost und Westen
Nur ein Ruf und Hülfeschrei
In den Hütten und Palästen:
Auf! und stehet Hamburg bei!
Niemals trat in schönrer Reinheit
Noch hervor zu einer Zeit
Solch Gefühl von deutscher Einheit,
Solch Gefühl für deutsches Leid.
Ja, in Hamburgs Flammenscheine
That uns Gott die Wahrheit kund,
Und des Neubaus erste Steine
Sind der neue deutsche Bund.
Die neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[174] Die neue Welt

Mel. Auf grünen Bergen ward geboren.


Die Freiheit ist dir nur ein Fetisch,
Ein Sorgenstuhl und Schlendrian –
Sag an, du Krämervolk am Theetisch,
Was hast du für die Welt gethan?
Ach, hättest du nur Klapperschlangen!
Dagegen gibt's noch Hülf' und Schutz –
Weh dir! mich schreckt mit Angst und Bangen
Dein Schachergeist, dein Eigennutz.
[175]
Drum träuft nie Wein von deinen Reben
Und deine Blumen duften nie,
Kein Vogel darf ein Lied erheben,
Und todt ist alle Poesie.
Mäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[176] Mäßigkeit ohne Maß

Mel. Das Schiff streicht durch die Wellen, Fidolin.


O wär' doch mehr vorhanden Mäßigkeit!
Was fehlt in allen Landen? Mäßigkeit!
Wenn man Vereine macht,
Die Vereine
Sind alleine
Immer auf den Schnaps bedacht.
Haltet mehr auf Mäßigkeit!
[177]
Gut ist in allen Sachen Mäßigkeit,
Zumal im Schuldenmachen, Mäßigkeit.
Dem Staat' auch kann's geschehn:
Ohne Trinken
Kann er sinken,
Ohne Schnaps zu Grunde gehn.
Haltet mehr auf Mäßigkeit!
Laßt überall drum walten Mäßigkeit!
Auch im Soldatenhalten Mäßigkeit!
Sonst werden wir es sehn,
Daß die Staaten
Durch Soldaten
Überall zu Grunde gehn.
Haltet mehr auf Mäßigkeit!
[178]
So ist auch ohne Verhehlen Mäßigkeit
Im Regieren zu empfehlen, Mäßigkeit.
Dem Volk fehlt Geist und Kraft,
Denn nicht minder
Als die Kinder
Stehn wir unter Vormundschaft.
Haltet mehr auf Mäßigkeit!
Doch wollt nicht nur für Andre Mäßigkeit,
An euch der Ruf auch wandre: Mäßigkeit!
Und greift euch allezeit
Bei dem Glase
An die Nase,
Ob ihr selber mäßig seid!
Haltet selbst auf Mäßigkeit!
Deutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[179] Deutschland, was fehlt dir?

Mel. Freudvoll und leidvoll gedankenvoll sein.


Deutschland, was fehlt dir? was klagest du so?
Bist ja so glücklich, und dennoch nicht froh!
Deutschland, so klage, so traure doch nicht!
Hast du nicht Alles was vielen gebricht?
Wälder und Felder, und Thäler und Höh'n,
Alles voll Segen, so herrlich und schön;
Honig und Butter, und Bier und auch Wein –
Sag, warum willst du denn fröhlich nicht sein?
[180]
Handel und Wandel, und Wissen und Kunst,
Dreißig Regenten mit fürstlicher Gunst,
Adel und Pfaffen und Staatskanzelei'n –
Sag, warum willst du denn fröhlich nicht sein?
Künstler, Gelehrte, wie Sand an dem Meer,
Tapfrer Soldaten manch prächtiges Heer,
Freie Censur und den freien Rhein –
Sag, warum willst du denn fröhlich nicht sein?
Constitutionen beschworen so fest,
Daß sich kein Wort davon austilgen läßt;
Völker und Fürsten im trauten Verein –
Sag, warum willst du denn fröhlich nicht sein?
Deutschland, was fehlt dir? was klagest du so?
Bist ja so glücklich, und dennoch nicht froh! –
»Fröhlich wol sollt' ich und wollt' ich auch sein,
Deutschland nur fehlt mir, nur Deutschland allein.«
BurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[181] Burschenlied

Ist ein Leben auf der Welt,
Das vor allem mir gefällt,
Ist es das Studentenleben,
Weil's von lauter Lust umgeben.
Gaudeamus igitur!
Hodie non legitur.
Lustig ist das Commersieren,
Musicieren und Spatzieren,
Lustig ist auch das Studieren.
Heute lustig, morgen froh,
Übermorgen wieder so,
Immer, immer frisch, frei, froh,
Juchheißa! heißa! ho hoho!
Lebt der Bruder Studio.
[182]
Ist ein Leben auf der Welt,
Das vor allem mir gefällt,
Ist es das Studentenleben,
Weil's von lauter Lust umgeben.
Ja, der Freude Sonnenschein
Lassen wir ins Herz hinein.
Uns geziemt vor allen Dingen,
Mit der Jugend leichten Schwingen
Zwanglos durch die Welt zu springen.
Heute lustig, morgen froh,
Übermorgen wieder so,
Immer, immer frisch, frei, froh,
Juchheißa! heißa! ho hoho!
Lebt der Bruder Studio.
Ist ein Leben auf der Welt,
Das vor allem mir gefällt,
Ist es das Studentenleben,
Weil's von lauter Lust umgeben.
[183]
Schlagt die Grillen in den Wind!
Laßt uns bleiben was wir sind!
Laßt uns nie Philister werden,
Denn zu Sorgen und Beschwerden
Sind wir immer reif auf Erden.
Heute lustig, morgen froh,
Übermorgen wieder so,
Immer, immer frisch, frei, froh,
Juchheißa! heißa! ho hoho!
Lebt der Bruder Studio.
Ist ein Leben auf der Welt,
Das vor allem mir gefällt,
Ist es das Studentenleben,
Weil's von lauter Lust umgeben.
Wenn auch ihr nicht fröhlich seid,
Laßt uns unsre Fröhlichkeit!
Jugend hat auch ihre Rechte:
Aber Fluch sei dem Geschlechte,
Das nicht ehrt der Jugend Rechte!
[184]
Heute lustig, morgen froh,
Übermorgen wieder so,
Immer, immer frisch, frei, froh,
Juchheißa! heißa! ho hoho!
Lebt der Bruder Studio.
Der ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[185] Der ewige Demagog

Mel. Gott erhalte Franz den Kaiser.


Schleppt den Frühling in den Kerker!
Denn er ist ein Demagog,
Weil er der gewohnten Herrschaft
Seines Vaters uns entzog,
Uns um unsre langen Nächte
Und den schönen Schlaf betrog –
Schleppt den Frühling in den Kerker!
Denn er ist ein Demagog.
[186]
Schleppt den Frühling in den Kerker!
Der die Welt in Aufruhr bringt:
Bäche rauschen, Bäume flüstern,
Jeder Vogel zirpt und singt,
Und auch in die Menschenherzen
Wunderbare Regung dringt –
Schleppt den Frühling in den Kerker!
Der die Welt in Aufruhr bringt.
Schleppt den Frühling in den Kerker,
Setzt den Winter auf den Thron!
Legitim ist nur der Winter
Und ein Demagog sein Sohn,
Dieser aber will nichts weiter,
Nichts als Revolution –
»Schleppt den Winter in den Kerker,
Setzt den Frühling auf den Thron!«
TrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[187] Trost

Mel. Warum bist du denn so traurig?


Nein, wir wollen nicht verkennen
Unser armes Vaterland –
Doch wenn sie die Freiheit nennen,
Wird der Deutsche mitgenannt.
Aus der Freiheit Leichenkranze
Strahlen hell und ewig jung
Deutsche Namen mit dem Glanze
Tröstender Erinnerung.
Der kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[188] Der kranke Löwe

Es wird allenthalben tyrannisch und übel regiert. Gott schicks zum Besten.

Schärtlin's Leben, S. 173.


Mel. Gott grüß euch Alter, schmeckt das Pfeifchen?


Der Löwe lag in letzten Zügen,
Halb starr und ganz erblaßt,
Da ward ihm jedes Volksvergnügen
Bis in den Tod verhaßt.
[189]
Still soll es sein in meinem Reiche,
Kein Sang und kein Geschrei!
Du, Storch, du üb' an jenem Teiche
Mir strenge Polizei! –
Da ist der Storch hinausgegangen
Ganz still in Schilf und Ried,
Und hat gleich einen Frosch gefangen,
Der eben sang sein Lied.
»Ich üb' hier offen und in Stillen
Des Königs Polizei;
Das Singen ist nach seinem Willen,
Sonst aber niemals frei.«
»Du hast bei Sonn- und Mondenscheine,
Sogar in finstrer Nacht
Das Volk der Frösche, Groß' und Kleine,
Zum Aufruhr angefacht.«
[190]
Das wußt ich nicht, daß auch mein Singen
Steht unter Polizei;
Ich dachte mir, von allen Dingen
Sei noch das Singen frei.
»Ihr Frösche seid in euren Teichen
Wie jede Creatur,
Ihr alle, du und deines Gleichen
Seid Unterthanen nur.«
»Und was die Unterthanen treiben,
Steht unter der Censur:
Ihr dürft nicht singen, schrei'n und schreiben
Als mit Erlaubniß nur.«
Der Frosch der wollte widersprechen,
Doch half's ihm weiter nicht.
Der Storch bestrafte sein Verbrechen,
Und fraß den Bösewicht.
[191]
Wo einer von den Froschgenossen
Noch je ein Liedlein sang,
Da kam der Storch daher geschossen,
Der ihn sofort verschlang.
Der König lag in letzten Zügen
Und starb in schwerer Noth.
Der Storch verdarb das Volksvergnügen,
Doch blieb der König todt.
HeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[192] Heimweh

Mel. Auf, auf! ihr Brüder, und seid stark


Was treibt uns aus der Heimath fort?
Uns treibt ein eigner Trieb.
Ach, eine Heimath hatten wir,
Verwandt' und treue Freunde hier,
Und vieles war uns lieb.
Und dennoch, dennoch treibt's uns fort
Weit in die Welt hinaus.
Wir litten alle keine Noth,
Wir hatten hier ein sichres Brot,
Wir hatten Hof und Haus.
[193]
Und dennoch, dennoch treibt's uns fort
Mit ungestümen Muth.
Und manche liebe Stimme spricht:
»O wandert aus dem Lande nicht!
Es wird noch Alles gut.«
»Was wollt ihr in der neuen Welt?
O weh, daß Gott erbarm'!
Wüst ist der Boden, leer das Feld,
Ihr seid verlassen von der Welt,
Verlassen, freudenarm!«
Und dennoch hält uns nichts zurück,
Lebt wohl! uns treibt es fort.
Was hier das arme Herz nicht fand,
Ein freies glücklich Vaterland,
Lebt wohl! wir suchen's dort.
[194]
Ihr deutschen Brüder, lebet wohl!
Lebt wohl! wir ziehen fort.
Ist öd' und arm die neue Welt,
Frei ist die Luft, frei ist das Feld,
Und frei ist Schrift und Wort.
BauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[195] Bauernfrühling

Statt durch den Thau der Freiheiten das ausgesogene Land zu befruchten, lassen sie reichlich den Mehlthau der Steuer über die dürftigen Gewächse fallen.

Jochmann, Reliquien, 2, 117.


Mel. Warum sind der Thränen

Unterm Mond so viel?


Frühling hat sich wieder
Bei uns eingestellt,
Bringet Freud' hernieder
In die trübe Welt.
[196]
Und er kommt vergebens
Nirgend, nirgendwo:
Freut euch eures Lebens!
Werdet alle froh!
Auch die kleinste Mücke
Tanzt im Sonnenschein,
Kann im Frühlingsglücke
Froh und lustig sein.
Alle die da trauern
Hat er froh gemacht,
Nur der armen Bauern
Hat er nicht gedacht.
Denn was bringt er heuer
Uns doch für ein Glück?
Nichts als Frohn' und Steuer
Bringt er uns zurück.
TageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[197] Tageweise

Mel. Schier dreißig Jahre bist du alt.


Verzage nicht, du Häuflein klein,
Und kämpfe nach wie vor!
Bleib immer wach und munter!
Geht deine Sonn' auch unter,
Bald steigt sie wieder empor.
Verzage nicht, du Häuflein klein,
Und suche des Tages Licht!
Laß dich im nächtlichen Dunkel
Nicht täuschen der Sterne Gefunkel,
Es ist der Tag noch nicht.
[198]
Verzage nicht, du Häuflein klein,
Und halte muthig Stand!
Gott steht in deinen Reihen,
Gott wird dir Sieg verleihen,
Weil's gilt für's Vaterland.
Verzage nicht, du Häuflein klein!
Und kommt dein Sieg auch spät;
Bald wird die Nacht entweichen,
Die güldenen Stern' erbleichen,
Der Hahn hat schon gekräht.
Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[199] Ewige Grenzsperre

Mel. Mit Männern sich geschlagen.


Was kann aus Rußland kommen
Zu unserm Nutz und Frommen?
Die russische Cultur
Die paßt für Rußland nur.
Da wachsen zu viel Ruthen,
Und Kantschu, Peitschen, Knuten;
Bei meiner Seel' und Haut!
Schlecht schmeckt ein solches Kraut.
[200]
Was kann uns Rußland fruchten
Mit seinem Talg und Juchten?
Die Lichter stinken sehr,
Die Juchten noch viel mehr.
Auf Füchs' und Zobel schießen
Und die Gedanken spießen,
Ist zwar nicht fein und zart,
Doch echte Russenart.
Wer etwas frei gesprochen,
Der hat schon viel verbrochen,
Muß nach Sibirien gehn,
Sich dort mal umzusehn.
Drum woll' uns Gott bewahren
Vor jedem weißen Zaren
Und Rußlands Herrlichkeit
Für jetzt und allezeit!
Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[201] Ostwind im April 1842

Nunc gelidus sicca Boreas bacchatur ab Arcto.

Tristium. 1, 2, 29.


Mel. Feinde ringsum!


Ostwind, wozu?
Wozu dein ewiges Blasen
Ueber die Felder und Rasen?
Laß uns in Ruh!
Laß doch dein Wehn!
Kräuter und Gräser ersterben!
Felder und Wälder verderben,
Müssen vergehn.
[202]
Schmeichle doch nicht!
Lockst ja nicht Blüthen und Blätter,
Weckest nicht Vögelgeschmetter,
Kalt ist dein Licht.
Ostwind, warum
Willst du dein Blasen nicht lassen?
Weißt ja, wie sehr wir dich hassen.
Werde doch stumm!
Jeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[203] Jeder das Seine!

Mel. Herz, laß dich nicht zerspalten

Durch Feindes Spott und List.


Seid redlich von Gesinnung,
Beseelt von Muth und Kraft,
Ihr braucht nicht Zunft und Innung,
Nicht Loge und Brüderschaft.
Was sollen alle Vereine?
Sagt an, was draus erstand?
Thut jeder Deutsche das Seine,
Steht's gut um's Vaterland.
Neuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[204] Neuester Kosmopolitismus

Mel. Frisch auf zum fröhlichen Jagen!


Vereine von allen Sorten,
Vereine kreuz und quer,
Vereine an allen Orten
Und immer mehr und mehr.
Drum steht nicht mehr so alleine
Und schließt euch redlich an!
Zu irgend einem Vereine
Gehör' ein deutscher Mann!
[205]
Vereine für Fasanen,
Für Eisen, Zink und Galmei,
Dampfkessel und Eisenbahnen,
Und Faschingsnarrethei;
Für Urbarmachen der Heide,
Für Lerchen- und Häringsfang,
Für Rübenzucker und Seide,
Für Turnen, Tanz und Gesang.
Vereine für Judenbekehrung
Und Emancipation,
Für fromme Volksbelehrung
Und Adelsrestauration,
Für Besserung der Verbrecher
Und Schafveredelung,
Für Mäßigkeit der Zecher
Und Lebensversicherung.
[206]
Drum steht nicht mehr so alleine
Und schließt euch redlich an!
Zu irgend einem Vereine
Gehör' ein deutscher Mann!
Es gönnen unsre Machthaber
Uns solchen und manchen Verein,
Für Deutschlands Einheit aber –
Das fall' euch nur nicht ein!
Der EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[207] Der Eximierte

Mel. Was ist des Lebens höchste Lust?


Es kam ein deutscher Edelmann
Einst vor das Himmelsthor;
Mach auf, mach auf! so pocht' er dran,
Und lärmte sehr davor.
So la lala lala lala!
Mach auf, mach auf! so pocht' er dran,
Und lärmte sehr davor.
[208]
St. Petrus kommt gemach heran,
Er hat den Lärm gehört:
»Was ist das für ein grober Mann,
Der mich so spät noch stört?
So la lala lala lala!
Was ist das für ein grober Mann,
Der mich so spät noch stört?«
Ich bin ein deutscher Edelmann,
Kurz ein Herr von steht hier;
Und hörst du mir denn das nicht an?
Hab' mehr Respect vor mir!
So la lala lala lala!
Und hörst du mir denn das nicht an?
Hab' mehr Respect vor mir!
[209]
»O laß dein Lärmen und dein Schrei'n!
Such anderswo Quartier!
Bei deines Gleichen willst du sein,
Die findest du nicht hier.
So la lala lala lala!
Bei deines Gleichen willst du sein,
Die findest du nicht hier.«
WahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[210] Wahrsagen

Vom Wahrsagen kann man wol noch hie und da in Deutschland leben, aber nicht vom Wahrheitsagen.

Lichtenberg zum Hogarth 8, 185.


Mel. Wir sind die Könige der Welt.


Wahrsagen kann noch Jedermann,
Doch willst du Wahrheit sagen,
So kommt die Polizei heran
Und faßt dich gleich beim Kragen.
Wahrsagen steht noch jedem frei,
Doch mit der Wahrheit ist's vorbei.
[211]
So hört mich an, ich sage wahr
Und sag's mit dürren Worten,
Und sag' es heut' und immerdar
Und sag' es aller Orten:
Mit der Censur und Polizei
Ist es, so Gott will, bald vorbei.
Väterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[212] Väterliche Fürsorge

Zeltersche Mel. Nein, hier hat es keine Noth.


Nein, uns geht es trefflich nur!
Dort Censur, und hier Censur,
Kein Gedanke geht verloren:
Was der Geist nur hat geboren,
Alles muß durch die Censur.
Nein, uns geht es trefflich nur!
Hier Censoren, dort Censoren,
Kein Gedanke geht verloren –
Nein, uns geht es trefflich nur!
Deutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[213] Deutsche Leidenschaft

Wie sie grübeln, wie sie dichten
Was das Gut' und Rechte sei!
Wie sie rasch ihr Werk verrichten,
Eh' der Zeitpunkt geht vorbei!
Seht, wie sie so ernsthaft sitzen,
Diese Männer voller Muth,
Die wie Helden sich erhitzen,
Die wie Helden glühn vor Wuth!
[214]
Kümmert sie, was einst geschehen?
Kümmert sie, was jetzt geschieht?
Ja, es kann die Welt vergehen,
Eh' sich ihr Gesicht verzieht.
Wie sie ihre Sinne lenken
Unverrückt nach Einem Ziel!
Und ihr ganzes Thun und Denken
Ist doch nur ein Kartenspiel.
BescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[215] Bescheid

Mel. Namen nennen dich nicht.


Was wir erwarten von euch,
Ihr Hochgelahrten und Weisen?
Hört es von uns nun einmal!
Andre Dinge gewiß,
Als daß ihr von eurer Regierung
Immer und ewiglich hofft.
[216]
Was von jener ihr hofft,
Das wissen leider wir längst schon:
Titel und Orden und Geld.
Was wir erwarten von euch,
Ihr Hochgelahrten und Weisen?
Hofft nicht und leistet vielmehr.
TrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[217] Trinklied

Was hilft's, daß billig ward der Schiller,
Und daß es giebt so manches Weinhaus?
Die Welt wird still und immer stiller
Und graulich wie ein altes Beinhaus.
Die schöne Zeit, sie kehrt nicht wieder,
Wo jedes Herz und jedes Geld klang.
Wer braucht noch heute Klang und Lieder?
Stumm und papieren ist der Weltgang.
[218]
Nur haben, haben und behalten,
Nicht weiter bringt es die Genußlust;
Läßt sie einmal den Frohsinn walten,
So sieht es aus als wär's Verdruß just.
Doch soll mein Herz vor Freude springen,
Schreit auch der Nachbar: welch ein Leichtsinn!
Und leben will ich, trinken, singen,
Geht drüber der Credit auch leicht hin.
Kommt her, ihr Kargen, kommt, ihr Kärgern,
Ich trinke, kommt und seht genau hin,
Ich trink' und stell', euch recht zu ärgern,
Die leeren Flaschen hier zur Schau hin.
Euch ward gar vieles hier auf Erden,
Mir nur ein Wunsch, fürwahr ein klein Heil:
Nie Mangel des Gefühls mag werden
Und nie Gefühl des Mangels mein Theil.
MinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[219] Ministerwechsel

Mel. Es ist ein Schuß gefallen.


Ein Sultan liegt und rastet,
Er schläft in süßer Ruh,
Da ruft ihm eine Stimme
Vom Himmel deutlich zu:
»Wach auf, du hehrer Sultan,
Und spare keinen Fleiß,
Und mach' aus deinem Reiche
Sofort ein Paradeis!«
[220]
Der Sultan sendet eilig
Zu seinem Großvezir:
»Bringt meinem Knecht die Botschaft,
Er komme gleich zu mir!«
Es liegt im Fieberfroste
Die alte Excellenz,
Sie wirft sich in den Schlafrock
Und eilt zur Audienz.
»Was, ruft der hehre Sultan,
Was seh' ich da vor mir?
Wen hab' ich rufen lassen?
Ist das der Großvezir?«
Da eilt zurück im Schlafrock
Die kranke Excellenz,
Bleibt heim, und schickt den Kaftan
Hinauf zur Audienz.
[221]
Der Sultan war verlegen
Deswegen gar nicht sehr:
»Es finden sich Vezire
Auf Erden wol noch mehr.«
Da fand sich gleich ein Franke.
Der in den Kaftan kroch.
»Ein Franke, sprach der Sultan,
Der paßt zu Allem doch!«
Da saßen nun die beiden,
Beriethen Tag und Nacht,
Wie wol am besten würde
Das Paradeis gemacht.
Sie brachten's nicht zu Stande.
Der Sultan sprach: »mein Seel!
Ach, hätt' ich doch aus Schwaben
Den Blittersdorf und Scheel!«
Adeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[222] Adeliches Heidenthum

Weil nun dieser heidnisch Adel des Fleisches vor Gott ein Greuel ist, müssen von Noth wegen diesen Adel verleugnen, ausziehen und geistlich von sich werfen alle die vor Gott recht edel sein wollen.

Sebastian Franck, Weltbuch 1534.


Mel. Fröhlich und wohlgemuth.


Sprecht nicht von Christenthum!
Eitel ist euer Ruhm.
Edel und arm und reich –
Christen sind alle gleich.
[223]
Hättet ihr Christensinn
Auch nur so obenhin,
Würdet ihr Eins nicht sein:
Gnädige Junkerlein.
Junker in Hof und Staat,
Junker in Wort und That,
Junker in Angst und Noth,
Junker bis in den Tod.
Freiheit und Vaterland
Ist euch nur dummer Tand.
Mehr noch als Junker sein,
Fällt euch doch niemals ein.
HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[224] Husarenlied

Cum Approbatione Superiorum.


Wir preuß'schen Husaren sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
Wir schwarzen und braunen, wir grünen und blauen,
Wir haben nicht Furcht und nicht Angst und nicht Grauen;
Sobald wir dem Feind' in die Augen nur schauen,
So geht's an ein Fechten und Schießen und Hauen.
Wir preuß'schen Husaren,
Wir sind was wir waren,
Sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
[225]
Wir preuß'schen Husaren sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
Wir sind noch wie weiland, wir jungen und alten,
Nie kann uns das Herz in dem Busen erkalten,
Wir wollen den Preis und den Ruhm auch behalten
Und unsre Standarten mit Ehren entfalten.
Wir preuß'schen Husaren,
Wir sind was wir waren,
Sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
Wir preuß'schen Husaren sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
Wir sind noch wie weiland, lebendig und heiter.
Was wollt ihr von uns, und was wollt ihr noch weiter?
Wir bleiben wie weiland die muthigen Reiter,
Für Freiheit und Recht die blutigen Streiter.
Wir preuß'schen Husaren,
Wir sind was wir waren,
Sind flink bei der Hand,
Mit Gott für König und Vaterland.
Der Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[226] Der Husar von Anno 13

Ich bin ein Husar gewesen,
Ein preußischer Husar,
Zur Zeit als der Franzose
Bei uns im Lande war.
Der König rief: Wir wollen
Das Vaterland befrei'n!
Und Alle riefen wieder:
Wolan, so soll es sein!
[227]
Da bliesen die Trompeten:
Husaren, aufgesetzt!
Frisch auf! frisch auf! die Feinde
Zum Land' hinausgehetzt!
Da gab's ein großes Treiben
Wol über Berg und Thal,
Und vorwärts ging's, denn Vorwärts
War unser General.
Da haben wir gejaget
Durch Feld und Wald und Au'n,
Da haben wir gefochten,
Geschossen und gehau'n.
Und wenn's um uns geblitzt hat,
Gedonnert und gekracht,
Juchhe! da hat uns allen
Das Herz im Leib' gelacht.
[228]
Und wenn die Kugeln pfiffen,
Was machten wir uns draus?
Wir sind drauf los geritten,
Als ging's zum Kirmeßschmaus.
Und unsers Königs Aufruf
Blieb uns ein heilig Wort:
Wir jagten die Franzosen
Aus unserm Lande fort.
Und ruft der König wieder,
Ich schwör's bei Bart und Haar,
Noch heute werd' ich wieder
Ein preußischer Husar.
HusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[229] Husarenart

Es ist nichts Lust'gers auf der Welt
Und nichts ist so geschwind,
Als wir Husaren in dem Feld
Und vor dem Feinde sind.
Wir schwärmen wie ein Bienenschwarm
Rings um den Feind herum,
Und wer nicht läuft, daß Gott erbarm'!
Den hau'n wir blitzschnell um.
[230]
Und steht der Feind auch felsenfest,
So heißt es: Drauf! juchhe!
Da dringen wir ihm in sein Nest
Und sprengen sein Quarré.
Das hat der Ziethen seiner Zeit
Dem Feind' oft beigebracht;
Das hat der Blücher groß und breit
Gezeigt in mancher Schlacht.
Und wenn wir siegreich nicht bestehn,
So bleibt's uns unverwehrt:
So laßt uns kämpfend untergehn,
Dann sind wir noch geehrt
So sei's und bleib' es immerdar,
Das ist die rechte Art,
So lang' ein preußischer Husar
Sich streichet seinen Bart.
[231]
Drum singen wir mit frohem Schall:
Hurrah! Trompetentusch!
Hoch Blücher unser Feldmarschall!
Hoch Ziethen aus dem Busch!
Der guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[232] Der guten Sache

Mel. Stimmt an in hellem hohen Klang.


Frisch auf! frisch auf mit Sang und Klang,
Daß Herz und Sinn erwache!
Ein freudig Hoch! ein dreifach Hoch!
Es gilt der guten Sache.
Wir sind dieselben immer noch,
Wir wollen es auch bleiben,
Mag auch Verrath, mag Lug und Trug
Stets seine Künste treiben.
[233]
Gott steht uns bei, nie können wir
In diesem Kampf erschlaffen:
Das Recht ist unser Feldgeschrei,
Das Recht weiht unsre Waffen.
Wir stehen fest in Freud' und Leid
Sind brüderlich vereinet,
So lang' ein Gott im Himmel lebt
Und seine Sonne scheinet.
Frisch auf! frisch auf mit Sang und Klang,
Daß Herz und Sinn erwache!
Ein freudig Hoch! ein dreifach Hoch!
Es gilt der guten Sache.
Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[234] Lied der Unfähigen

Mel. Ein freies Leben führen wir.


Es saust der Wind, es braust das Meer,
Wir wollen nicht erzittern:
Das Recht ist unsre Waff' und Wehr,
Wir stehen wie der Fels im Meer
Trotz Sturm und Ungewittern.
Unfähig hat er uns genannt,
Der Mann von Gottes Gnaden.
Wir aber halten dennoch Stand,
Wir kämpfen für das Vaterland –
Was kann ein Wort uns schaden?
[235]
Viel Feind', viel Ehr'! ist unser Spruch
In gut' und bösen Tagen.
Der Feinde List, der Feinde Dräu'n
Heißt uns den edlen Kampf erneu'n,
Wir wollen's ferner wagen.
Es saust der Wind, es braust das Meer,
Es kommt der Tag der Rache,
Und über allem Lug und Trug
Schwebt siegreich einst in stolzem Flug
Unsre gerechte Sache.
Nunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[236] Nunquam retrorsum!

Mel. Wir hatten gebauet

Ein stattliches Haus.


Wir haben's geschworen,
Nie thut es uns leid:
Geht Alles auch verloren,
Wir halten unsern Eid.
Und ist sie vernichtet
Die Constitution,
Ein Gott im Himmel richtet
Hoch über'm Königsthron.
[237]
Wir haben's geschworen,
Nie thut es uns leid:
Geht Alles auch verloren,
Wir halten unsern Eid.
Wir stehn wie die Eichen
Trotz Wetter und Wind,
Wir werden niemals weichen,
Was auch der Feind beginnt.
Wir haben's geschworen,
Nie thut es uns leid:
Geht Alles auch verloren,
Wir halten unsern Eid.
Der Kampf ist begonnen:
Frisch auf ins Gefecht!
Stets wird die Schlacht gewonnen
Im Kampfe für das Recht.
NaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[238] Naturpoesie

Mel. Als der Sandwirth von Passeier.


O wie lieblich läßt sich träumen!
Lieder wehen aus den Lüften,
Lieder säuseln aus den Bäumen,
Aus der Blumen süßen Düften.
Aber Vetter Michel bleibet
Nur bei Raff's Naturgeschichte,
Holt sich daraus Stoff und schreibet
Große deutsche Prachtgedichte.
[239]
O wie fröhlich läßt sich singen,
Wenn die Nachtigallen schlagen,
Trost dem deutschen Herzen bringen
In des Frühlings lichten Tagen!
Vetter Michel will nur singen,
Was die Elephanten machen,
Wie die Leu'n und Tiger springen
Und die Paviane lachen.
Vetter Michel hat's errungen,
Hat aus Raff's Naturgeschichte
Einen neuen Stoff versungen
Zu dem schönsten Prachtgedichte.
Seine Frau ist hochentzücket,
Und sie eilet fort nach Hause,
Kehret wieder und beglücket
Ihn mit einem seltnen Schmause.
[240]
Weil er solches konnte schreiben,
Bringt sie ihrem Auserkohr'nen,
Erstlich Pumpernickelscheiben,
Dann noch Bier vom ausgegohr'nen,
Und sie lassen die Gedichte
Leben hoch viel tausendmale,
Segnen Raff's Naturgeschichte
Und die Thierweltideale.
Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[241] Unerwartete Antwort

Mel. Der Papst lebt herrlich in der Welt.


Jüngst ging ein Fürst im Oberrock
Spatzieren mit dem Knotenstock:
Er wollte so für sich allein
Nach Götterart mal menschlich sein.
Er ging an eines Baches Rand,
Da fiel sein Stock ihm aus der Hand.
Und als das Unheil war geschehn,
Da blieb er in Gedanken stehn.
[242]
Wie er so stand am Bach und sann,
Da kam ein Bauersmann heran,
Der sprach: »es soll gefährlich sein,
Wenn einem fällt der Stock hinein.«
»Gefährlich?« rief incognito,
»Gefährlich?« rief der Fürst: »wie so?« –
Der Bauersmann erwiedert drauf:
»Man muß ihn wieder heben auf.«
Rule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[243] Rule Britannia!

Mel. When Britain first, at heav'n's command.


Du große Krämernation,
Du reichstes Volk der armen Welt,
Du singst von Freiheit, von Freiheit im Jubelton,
Und meinst doch immer nur das Geld.
O Britannia, Britannia, werde brav!
Bleib doch nicht des Geldes Sklav!
Stolzier' und prahle nicht so sehr!
Dein Herrschen ist fürwahr ein kleins,
Denn dich beherrschet, beherrschet auf dem Meer
Wie überall das Einmaleins.
O Britannia, Britannia, werde brav!
Bleib doch nicht des Geldes Sklav!
[244]
O wärst du was du könntest sein,
Der Freiheit Schild und Schutzpanier,
Ach, für Europa nur allein!
Das ganze Weltall, das Weltall sänge dir:
Herrsch', Britannia, Britannia groß und hehr!
Dank dir, Dank singt Land und Meer.
Humanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[245] Humanistischer Fund

Ihr seid im Winter blind gewesen,
Jetzt ist es Frühling, jetzt lernt lesen –
Den Spiritus und Circumfler!
Herbei, ihr kritischen Soldaten,
Mit Apparat und mit Citaten!
Hier hat der Coder einen Klecks.
Wer glücklich diesen Klecks durchdrungen
Dem ist der große Wurf gelungen,
Zu sein ein großer Humanist.
Und geht die ganze Welt verloren,
So bleiben ihm doch die Autoren,
Und wenn er stirbt, er stirbt als – Christ.
Mein LiebenHumanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[246] Mein Lieben

Mel. Ach, wenn du wärst mein eigen,

Wie lieb solltst du mir sein!


Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
Wenn auch die Welt ihr Liebstes
Und Bestes bald vergißt.
Ich sing' es hell und ruf' es laut:
Mein Vaterland ist meine Braut!
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist.
[247]
Wie könnt' ich dein vergessen!
Dein denk' ich allezeit;
Ich bin mit dir verbunden,
Mit dir in Freud' und Leid.
Ich will für dich im Kampfe stehn,
Und soll es sein, mit dir vergehn.
Wie könnt' ich dein vergessen!
Dein denk' ich allezeit.
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
So lang' ein Hauch von Liebe
Und Leben in mir ist.
Ich suche nichts als dich allein,
Als deiner Liebe werth zu sein.
Wie könnt' ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist.
DornröschenMein LiebenHumanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[248] Dornröschen

Mel. Es liegt ein Schloß in Österreich.


Dornröschen schläft schon manches Jahr,
Und mit dem guten Kinde
Schläft Alles was ihm theuer war,
Sein Haus- und Hofgesinde.
Da tönt kein Wort, da schallt kein Lied,
Da wohnt nur Geisterschauer,
Und eine dichte Hecke zieht
Sich um des Schlosses Mauer.
[249]
Und höher wird Jahr aus Jahr ein
Das wilde Dorngehege;
Nur Mond und Sonne blickt hinein
Vom hohen Himmelswege.
Und Zinnen, Dach und Wetterhahn
Sind längst dem Blick entschwunden,
Und Niemand hat bisher die Bahn
Noch auch das Schloß gefunden.
Neujahrslied [1]DornröschenMein LiebenHumanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[250] Neujahrslied

Mel. Mein Lebenslauf ist Lieb' und Lust.


Das alte Jahr vergangen ist,
Das neue Jahr beginnt.
Wir danken Gott zu dieser Frist,
Wohl uns, daß wir noch sind!
Wir sehn auf's alte Jahr zurück,
Und haben neuen Muth:
Ein neues Jahr, ein neues Glück!
Die Zeit ist immer gut.
[251]
Ja, keine Zeit war jemals schlecht:
In jeder lebet fort
Gefühl für Wahrheit, Ehr' und Recht
Und für ein freies Wort.
Hinweg mit allem Weh und Ach!
Hinweg mit allem Leid!
Wir selbst sind Glück und Ungemach,
Wir selber sind die Zeit.
Und machen wir uns froh und gut,
Ist froh und gut die Zeit,
Und giebt uns Kraft und frohen Muth
Bei jedem neuen Leid.
Und was einmal die Zeit gebracht,
Das nimmt sie wieder hin –
Drum haben wir bei Tag und Nacht
Auch immer frohen Sinn.
[252]
Und weil die Zeit nur vorwärts will,
So schreiten vorwärts wir;
Die Zeit gebeut, nie stehn wir still,
Wir schreiten fort mit ihr.
Ein neues Jahr, ein neues Glück!
Wir ziehen froh hinein,
Denn vorwärts! vorwärts! nie zurück!
Soll unsre Losung sein.
Frühlingslied an der SaaleNeujahrslied [1]DornröschenMein LiebenHumanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[253] Frühlingslied an der Saale

Mel. Der Sänger geht auf rauhen Pfaden.


Ich habe nicht umsonst gerungen,
Umsonst gedichtet und gestrebt,
Ich habe Etwas mir ersungen
Was noch den Dichter überlebt.
Und wenn ich nichts behalten werde,
Bleibt mir der kleinen Lieder Ruhm;
Sonst hab' ich nichts auf dieser Erde.
Das ist und bleibt mein Eigenthum.
[254]
Der Ruhm, daß ich mich niemals beuge
Im Kampfe für das Vaterland,
Daß ich der Wahrheit treuer Zeuge
Auch ferner stehe wie ich stand.
Nun sonn' ich mich in diesem Ruhme
Bei meiner Freunde Brot und Wein,
Vergnügt wie eine junge Blume
Am milden Maiensonnenschein.
Letzter WunschFrühlingslied an der SaaleNeujahrslied [1]DornröschenMein LiebenHumanistischer FundRule Britannia!Unerwartete AntwortNaturpoesieNunquam retrorsum!Lied der UnfähigenDer guten SacheHusarenartDer Husar von Anno 13HusarenliedAdeliches HeidenthumMinisterwechselTrinkliedBescheidDeutsche LeidenschaftVäterliche FürsorgeWahrsagenDer EximierteNeuester KosmopolitismusJeder das Seine!Ostwind im April 1842Ewige GrenzsperreTageweiseBauernfrühlingHeimwehDer kranke LöweTrostDer ewige DemagogBurschenliedDeutschland, was fehlt dirMäßigkeit ohne MaßDie neue WeltHamburgs BrandAusländereiDas Räthsel unsrer ZeitDas VorrechtDie AdelsreunionGradus ad ParnassumErhabene RuheParforce-JagdAn meinen KönigDas All-EineMagis und MinusDer Minister in der HölleDer EselfaschingL'Allemagne par toutDas freie WortHumanistische StudienEin NeujahrswunschTertianerliedSchulpoetenLaetitiaOfficielles WeihnachtsgeschenkBrotstudiumDer Magier des NordensVorchristliches DeutschthumBundeszeichenCause célèbreMakintoshFinkenliedDie NachtigallenemancipationDie AbstractenUltima ratioCeterum censeo Carthaginem esse delendamDie kritischen EidgenossenSum, ergo cogitoWächterliedFrühlingsfeierAschermittwochOnze et demiBeitrag zur ThierarzneikundeDichterstudieDer GeisterbannerVon der Walhalla die Rede seiendMenschliches ElendDer RegierungsrathVon guten löblichen GewohnheitenGuten Morgen, Feierabend!VorurtheilDie königliche GnadeHohe GewissensruheHimmlisches AbentheuerDer liberale FrühlingDort wie hierMärkische NationalhymneEntre loup et chienFremdherrschaftGöthescher FarbenwechselAkademische TaktikDas Lied von SandomirGenügsamkeitSic vos non vobisCarricaturen des HeiligstenDie FehmeDas UnerklärlicheDie wahren DichterDiensteiferEntweder - oderÖffentlicher UnterrichtEin Lied aus meiner ZeitFreikugelTod und LebenWiegenliedDas Lied der DeutschenGottlobJüngstes GerichtSterbelied einer FliegeWir und SieGebetNeujahrsliedGedichteHoffmann von Fallersleben, August HeinrichDeutsche Lieder aus der Schweiz

[255] Letzter Wunsch

Mel. O legt mich nicht ins dunkle Grab.


O Vaterland, verbannt aus dir,
Was wäre doch das Leben mir!
Soll ich verbannet sein,
So bin ich überall allein.
Verbannt mich aus dem Lande nicht!
O haltet nicht so streng Gericht!
Soll ich verbannet sein,
So übet Gnad' und sperrt mich ein!
[256]
O werft mich nicht in Kerkers Nacht,
Von Scherg und Büttel streng bewacht!
Soll ich begraben sein,
So senkt mich in das Grab hinein!