2.

Und wenn ich einst mich werde schlafen legen,
Gern wacht' ich wieder auf nach hundert Jahren,
Nur einen kurzen Tag, um zu erfahren,
Wie es die Menschen dann wohl treiben mögen.
Daß dann erblüht des ew'gen Friedens Segen,
Nicht mehr geknutet wird im Reich des Zaren,
Nicht jene mehr sich liegen in den Haaren,
Die Liebe predigen von Amtes wegen,
Bezweifl' ich sehr. Doch daß auf deutschen Bühnen,
Wenn Fremde gar zu oft ein Gastspiel geben,
Wir unsres Hausrechts endlich uns bedienen,
Nicht unterwürfig in den Himmel heben,
Was besser uns, nur weil es fremd, erschienen,
Das hoff' ich wohl posthum noch zu erleben.

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